Chad Michael Murray’s “Everlast”…

Chad Michael Murray ist den meisten meiner Leser vielleicht als Darsteller des „Lucas Scott“ der US-Serie „One Tree Hill“ bekannt, die in diesen Tagen ihrem Finale nach neun Jahren entgegensieht. Nicht nur das ist ein Grund für mich, etwas näher auf den Schauspieler und Autor der Graphic Novel „Everlast“ einzugehen.

Wie viele andere prominente Persönlichkeiten auch hat der 1981 geborene Künstler nicht nur seine eigene Homepage – er twittert auch sehr fleißig.

Allerdings gibt es bei ihm – wie auch bei Bethany Joy Lenz oder Sophia Bush (die kurze Zeit mit ihm verheiratet war) – Unterschiede im Twitterverhalten gegenüber anderen Stars.

Er verschwendet seine Zeit nicht damit, über seine alltäglichen Problemchen zu berichten und jeden seiner Schritte zu dokumentieren. Da es allerdings in diesem Artikel um seine schriftstellerischen Qualitäten gehen soll (in Zusammenhang mit den wundervollen Künstlern, die sich für die grafische Gestaltung von „Everlast“ verantwortlich zeigen), bitte ich Interessierte, sich unter dem Link oben selbst ein Bild vom Twitterverhalten CMM’s zu machen.

Bevor ich nun so richtig ins Thema einsteige, möchte ich noch kurz erwähnen, dass CMM natürlich auch eine Lese-/Promoreise gemacht hat, die auf „Follow the nudge“ von seiner Freundin Kenzie Dalton (ihres Zeichens auch Schauspielerin) dokumentiert wurde. Für Fans auf jeden Fall mehr als einen Blick wert!

 

So – nun aber zum Thema:

Erschienen ist „Everlast“ in Zusammenarbeit von Archaia Black Label und Buffalo Boy Productions – im Erstdruck vom September 2011.

Dass es sich bei „Everlast“ um eine apokalyptische Graphic Novel handelt, wird bereits auf dem Cover deutlich: flammende Häuserfassaden und im unteren Teil ein einsamer Derek Everlast, der auf der Suche nach zu rettenden Menschen die Stadt durchquert…

 

Der Einstieg in das Buch erfolgt (wunderschönerweise) durch eine Mitteilung des Autors – und seine Art zu schreiben weckt gleich die Lust, sich auf das Abenteuer von Derek zu stürzen und die Graphic Novel zu verschlingen…

 

 

 

 

 

 

 

There are one hundred and forty-four thousand souls destined to survive the End of Days. The heavy task of finding these chosen souls falls to a handful of weary and faithful soldiers, hidden amongst mankind and bestowed with a higher power. Herein lies the story of one such soldier, one whose destiny may be greater than even those of the souls he saves.“ (S. 5)

 

Dies sind die einleitenden Worte auf der ersten Seite von „Everlast“ – sie leiten gut in die Geschichte ein und schaffen bereits eine düster-mythische Anziehung, die den Leser fesselt. Man möchte sofort näher über diesen „Soldier“ wissen, dessen Name bis jetzt im Dunkeln liegt.

Danach folgt ein „historischer“ Kurzeinstieg, der sich auf zwei Seiten mit den Mythen rund um den Garten Eden beschäftigt: so wird ein Mythos der Hopi angesprochen, laut dem alle Menschen aus einem einzelnen Loch in der Erde stammen; der Garten Eden befindet sich laut Bibel (Genesis) innerhalb einer Begrenzung von vier Flüssen, zwei von ihnen sind Euphrat und Tigris – die anderen beiden konnten noch nicht genau lokalisiert werden;…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dieser doch recht ruhig gestalteten Einführung wird man sogleich in die Geschichte gestoßen und konfrontiert mit Attacken von einem furchterregenden Drachen und einem Mann, der einen anderen tötet, nur um an „the dark passage“ zu kommen. Zu diesem Zeitpunkt ist man sich als Leser nicht sicher, welche der beiden Personen „gut“ oder „böse“ ist – wenn man denn diese Begriffe überhaupt auf „Everlast“ anwenden kann…

 

Was an CMM’s Erstlingswerk besonders beeindruckend ist (mal abgesehen davon, dass er wirklich gut schreiben kann) sind die unterschiedlichen Gestaltungsstile, die sich innerhalb des Buches abwechseln.

Wer sich noch näher informieren möchte, kann dies z.B. hier tun.

Da ich selbst kein großer Kenner von unterschiedlichen Zeichenarten bin, lohnt es sich meiner Ansicht nach für jeden interessierten Leser, mehr als einen Blick in das Buch zu werfen, schon um der Zeichnungen willen.

 

Es ist alles vertreten: von hellen, sehr detailreichen Zeichnungen, über düster gestaltete Bilder, die die apokalyptische Stimmung verdeutlichen und comicartigen Zeichnungen – bis hin zu einem sehr hellen Zeichnungsstil, der einhergeht mit dem Gefühl von Hoffnung, Liebe und Geborgenheit im Ziel aller Geretteten: Haven.

 

Zwar hab ich vorhin gemeint, dass Begriffe wie „gut“ oder „böse“ nicht direkt auf das Buch und seine Charaktere angewendet werden könnten, dennoch merkt man den Charakteren ihren Zwiespalt an: sie haben alle eine Vergangenheit, die sie auch meist noch heute verfolgt. So hat Dereks Gegenspieler Stavros seiner Zeit auch mal mit ihm zusammengearbeitet – bevor er sich für andere Werte und Ziele entschied.

Und auch die allgemeine Vorstellung, dass „Haven“ ein guter Ort ist, wird zu gegebener Zeit tatsächlich in Frage gestellt…

 „I still feel the Nudge. I know that it comes from somewhere good and right, but that place is not Haven.“ (S. 102)

 

Auch Dinge wie Erpressung und Überredung sind in CMM’s Werk zu finden:

 „We need to get one of the Hours out of Haven. […] Everlast, I’m begging you! Do this for me.

It’ll be you and me, just like always. Except this time it won’t be a lie.

You do this for me…. I’ll take you to Naomi.[...]“ (S. 103)

 

Am Ende wartet das Buch noch mit einer Everlast Short Story auf, die ebenfalls auf der Homepage des Autors Chad Michael Murray zu finden ist.

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Was ich auch noch als positiv werten möchte ist die Kurzzusammenfassung der wichtigen Infos zu den Autoren und Zeichnern der Graphic Novel am Ende des Buches:

Chad Michael Murray, Danijel Zezelj, Robbi Rodriguez, Andrew Huerta, J.K. Woodward und Trevor Hairsine.

 

Ich war sehr beeindruckt von der erzählten Geschichte, die definitiv nach einer Fortsetzung schreit

und würde mich freuen, von denen zu hören, die auch eine Leseerfahrung mit „Everlast“ gemacht haben :-)

 

 

Außerdem möchte ich an dieser Stelle nur aus Formalitätsgründen noch einmal darauf hinweisen, dass die Rechte an hier zitierten Buchstellen natürlich bei den jeweiligen Autoren liegen. Dies ist zwar ein privater Blog, jedoch soll es nochmal explizit erwähnt werden.

Neuigkeiten von BJL :-)

Da ich ja ein großer Bewunderer der Aktrice Bethany Joy Lenz bin, verfolge ich natürlich auch ihre Blogs , ihren Twitteraccount und ihre Fortsetzungsgeschichte, die ihr hier findet.

Nur um es hier noch einmal festzuhalten: BJL ist nicht nur eine sehr talentierte Schauspielerin, sondern auch eine gute Sängerin (sowohl als Solokünstlerin als auch als Mitglied von Everly, ihrer Band mit Amber Sweeney) und wie wir nun feststellen dürfen – eine begabte Autorin.

Gedichten ist sie auch zugewandt, veröffentlichte sie auf ihrem Blog bereits einige ihrer Werke.

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Da auch andere prominente Menschen das Bloggen für sich entdeckt haben und es zu lieben scheinen – wer gibt nicht gern einen Einblick in das eigene Leben – mal abgesehen von der Promotion, die sich damit ergibt, möchte ich an dieser Stelle kurz 2 Empfehlung geben:

* James van der Beek’s Ehefrau Kimberly bloggt z.b. hier

* Candace Cameron Bure (die D.J. Tanner aus Full House) hat eine eigene Website und natürlich twittert sie auch. Ach – und ein Buch geschrieben hat sie auch (gehört wahrscheinlich heute zum guten Ton – eine Freundin und ich haben letzens im Buchladen gesehen, dass sogar Miranda Kerr ein Buch veröffentlicht hat… )

 

Natürlich gibt es diesbezüglich noch viel mehr zu sagen, aber ich wollte es heute kurz halten :-)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

“Die Rosen von Versailles”…

Da ich mit Chad Michael Murray’s “Everlast” noch nicht fertig bin und in diesem Fall auch keine endgültige Meinung vor Beendigung der GN abgeben möchte, präsentiere ich euch heute mal einen weiteren Schatz aus meinem Bücherregal…

 

Zunächst einmal eine Frage an meine Leser: Wer von euch kennt noch die schönen Animeserien, die damals vornehmlich auf RTL2 gesendet wurden? Ich spreche von gut gezeichneten und “pädagogisch wertvollen” Serien, von denen man als Zuschauer immer eine Botschaft mitbekommen hat. Ich spreche von Serien wie: “Die kleine Prinzessin Sara”, “Eine fröhliche Familie” und dessen Fortsetzung “Missis Jo und ihre fröhliche Familie”, “Georgie”, “Robin Hood”  – und natürlich noch vielen anderen mehr…

 

Ich habe diese Serien geliebt und an dieses Niveau kommen die heutigen Serien für die jüngere Zielgruppe einfach nicht heran.

Und ich habe mich damals auch unbändig gefreut, als der Carlsen Verlag (Vielen Dank!) die Mangas zu einem Anime herausbrachte, der mir sehr am Herzen lag – und noch immer liegt: “Lady Oscar” hieß er als Animeserie und die Mangas von Riyoko Ikeda sind unter dem Titel “Die Rose von Versailles” bekannt.

Wer sich kurzfristig darüber informieren möchte, kann das hier tun.

 

Ich möchte an dieser Stelle auch nicht groß mit Eindrücken um mich schmeißen oder Rezensionsversuche starten – es ist in diesem Fall am besten, wenn man die Serie selbst erleben durfte (gibts auch als DVDs zu kaufen) – oder wenn man die Mangaversion betrachtet/ liest.

Aus diesem Grund möchte ich jetzt nur einige bildliche Blickpunkte setzen: Viel Spaß :-)

(und ich freue mich wie immer über Kommentare)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

“Max und Moritz” als Ebook – und Sandra Hughes “Zimmer 307″

So, nachdem ich so nett gebeten wurde, Bilder aus der Ebook-Version von Wilhelm Busch’s Klassiker “Max und Moritz” zu zeigen, dürfen sich meine Leser nun an folgendem freuen. Sind wie gesagt nur Eindrücke, aber es ist schon recht schön – meiner Erinnerung nach sehen auch die Bilder des Buches nicht anders aus….

So – nun zum eigentlichen Thema von heute: Sandra Hughes Roman “Zimmer 307″:

Wer meine letzten Posts gelesen hat, kann sich vielleicht noch dunkel daran erinnern, dass dieses Buch seinen Weg zu mir während der Leipziger Buchmesse fand, nachdem ich seiner Autorin bei ihrer Lesung beigewohnt hatte…

Da wir mit Bildern angefangen haben, hier nun einmal optische Eindrücke des Buches:

“”Tu’s nicht” sagte Aurora.

Ich starrte in den Spiegel. Ich sah nicht mehr klar, etwas Weißes war da, schwarze Flecken. Das Badewasser rauschte, die Klinge lag bereit, ein von Domenico, die ich zum Rasieren der Beine benutzte. Ich prüfte ihre Schärfe. Sie schnitt ausreichend, es lag an mir, sie schnell und heftig zu führen, längs ins Handgelenk zu stoßen.”" (S. 5)

Mit diesen Worten beginnt dieser im Dörlemann Verlag erschienene Roman um Felicitas.

Bevor ich näher auf das Werk eingehe, möchte ich festhalten, dass die Autorin, die 1966 geborene Schweizerin Sandra Hughes mit diesem Roman ihr bereits drittes Buch auf den Markt bringt – und das, wie ich hören durfte, in einer Regelmäßigkeit von drei Jahren. Würde heissen, dass wir uns 2015/2016 wieder auf eine neue Geschichte von ihr freuen dürfen. Ich schreibe das deshalb, weil die Autorin selbst, wie ich ebenfalls feststellen durfte, eine sehr nette und freundliche Person ist, die sich auch für die Leseerwartungen und -gründe ihrer Leser interessiert und ganz und gar natürlich ist.

“Meine Mutter war siebzehn als sie schwanger wurde. Nach beschwerdefreien neun Monaten presste sie mich in die grelle Welt, und draußen wurde ich von ihrem Bruder Hannes freudig empfangen. [...] Es gab einen jungen Mann im Leben meiner Mutter, und später gab es einen zweiten dazu. Als der eine vom anderen erfuhr, stritten sie sich. Als sie vom Kind hörten, versöhnten sie sich und gingen zusammen davon. Das erzählte man mir später, als ich sie fragte, wieso ich niemanden ‘Papa’ nannte.” (S. 12/13)

Hughes Roman kann man größtenteils als Charakterstudie bezeichnen, die zweigeteilt verläuft. Zum einen haben wir die Geschehenisse um Felicitas, nachdem sie sich das Leben genommen hat – oder nehmen wollte…? “Als ich die Augen aufschlug, beugte sich ein Herr in Grau über mich. ‘Willkommen im Fegefeuer.’ ‘Ein guter Witz.’ sagte ich. [...] ‘Abteilung Supervision F’ sagte der Herr ‘geschaffen für Selbstmörderinnen, unter anderen. Geschenktes Leben zu vergeuden, solche Gesinnung muss überprüft werden.’ Ich schloss die Augen und ahnte, dass bei meinem Vorhaben, in eine bessere Welt zu gelangen, etwaas schiefgegangen war.” (S. 10/11)

Wenn man Felicitas’ Leben in dieser Abteilung als einen Erzählstrang betrachtet, so betrachtet der andere ihr vorheriges Leben und ihre dortigen Probleme: neuer Freund der Mutter, Umzug in eine fremde Stadt, Ehekrach der Eltern mit Gewalteinwirkung, die übergroße Liebe zu ihrer Großmutter Aurora (sie ist auch ihr Gesprächspartner in solchen Situationen, auch nach ihrem Tod), die Männer in ihrem Leben.

“Als ich Domenico zum ersten Mal sah, arbeiteter ich in Pontresina. Er hatte lange dunkle Locken, trug einen grauweiß gerippten Mantel, um den Hals einen weißen Schal. In der Hand hielt er eine abgewetzte Mappe aus braunem Leder.” (S. 29)

Trotz anderer Bekanntschaften und ihrer späteren Heirat mit einem Mann namens Jürgen, übt Domenico mit seiner Art eine große Faszination auf Felicitas aus. Sie verfällt ihm. Das ist nicht einfach nur Verliebtsein für sie. Felicitas will das, wass sie in ihrer Kindheit nicht hatte – eine glückliche Beziehung und sie will Teil eines Paares sein, dass nicht streitet und sich liebt. Sie will ein besseres Leben für sich, als ihre Mutter es ihr bieten konnte – und so lässt sie sich auf diesen Drahtseiltanz ein…

Felicitas’ Leben nach dem Leben besteht zunächst aus Korbflechten und Gesprächen mit ihrem “Vorgesetzten” – alles in dem Bemühen, in eine höhere Abteilung versetzt zu werden…später baut sie ein Abteilung für Männer, die in ihrem Leben Schlechtes getan haben… unter anderem auch mit einem ganz speziellen Gast…

Den Hauptteil der Geschichte bildet jedoch die Ereigniss um Felicitas’ erstes Leben. Wir erfahren als Leser viel über sie selbst (Rezeptionistin in verschiedenen Hotels; einsam; will, dass die Männer ihren Ansprüchen genügen…).  Und auch über Domenico erfahren wir einiges (gelernter Fliesenleger, nebenberuflich Rettungsschwimmer, Autor von Theaterstücken mit mäßigem Erfolg…).

Ihre Geschichte ist geprägt von kurzen Etappen des Glücks und längeren Etappen der Zweifel, die sich verstärken, als Felicitas einen roten Slip findet, der definitiv nicht ihrer ist…

Nun noch einige Worte zum Schreibstil der Autorin:

Sandra Hughes schreibt sehr direkt und unverschnörkelt, wodurch es eine Freude ist, diesen Roman zu lesen. Das geht sogar soweit, dass man ihn gar nicht aus den Händen legen will. Bei mir waren es 2 Tage, nach denen ich dieses Buch beendet hatte.

Ein weiterer Hochpunkt sind die abwechselnden Handlungsorte, wenn man es so bezeichnen will. Dieses Vorgehen hatten auch schon andere Autoren (z.B. Perspektivwechsel bei Allie Condie’s “Die Flucht”) – allerdings ist es bei Sandra Hughes weder aufgezwungen noch fehl am Platz. Das gesamte Buch gestaltet sich wie ein Rückblick – und man nimmt gern an den Erinnerungen von Felicitas teil.

Was ich als große Stärke dieses Buches empfinde, ist die auffällige Arbeit der Autorin mit Aufzählungen.Dabei können es Aufzählungen sein, die durch ein Komma getrennt werden, aber auch kurze, hintereinanderfolgende Sätze, die auf diese Weise die Empfindungen und manchmal die Monotonie in Begebenheiten wiederspiegeln.

“Es war wie immer. Ich arbeitete, spazierte, kaufte ein und kochte, und wenn Jürgen nach Hause kam, fragte er mich, wei mein Tag gewesen war. Er spülte das Geschirr, nachdem wir gegessen hatten, dann schauten wir gemeinsam fern. Er legte mir den Arm um die Schultern, und später streichelte er mich lange, wenn ich nicht einschlafen konnte. Es war wie immer, bis zu jenem Tag, als Domenico an den Empfang trat.” (S. 57)

Alles in allem kann ich sagen, dass dies ein lesenswertes Buch ist, welches am Ende noch mit einer Frage aufwartet, die sich zumindest mir gestellt hat: Wer ist Leon genau? Und woher kannte Domenice ihn. Wenn es wirklich ein Geschäftsfreund von ihm ist, wie er sagt – wieso heisst dann Felicitas’ Boss in der “Nachwelt” auch so?…

Ein großes Buch mit einer großen Geschichte…

Leseerfahrungen… Ebook-Reader…

So meine lieben Leser,

lange habe ich versucht, mich der Welt der Ebook-Reader zu entziehen, da für mich immernoch die “richtigen” gedruckten Bücher die größere Anziehungskraft haben, mal ganz zu schweigen von dem haptischen Vergnügen, einen etwas dickeren Wälzer in den Händen zu halten – und der Freude und gleichzeitigen Wehmut, wenn man ihn dann beendet hat…

Mein neuer Mitbewohner lebt schon seit ca. 3-4 Wochen mit mir und nun kann ich auch die ersten Leseerfahrungen weitergeben. Als erstes: es handelt sich um einen Ebook-Reader von Trekstor. Die Entscheidung für dieses Exemplar habe ich getroffen, da ich nicht vom Kindle und den Amazon-Angeboten abhängig sein wollte.

Der größte Vorteil: meine Bücherregale haben eine kleine Verschnaufpause – wenngleich sie auch noch mit den Errungenschaften der Buchmesse zu kämpfen haben werden, die wohl obenauf gestapelt werden müssen. (Derzeit dient ein Computertisch als Notdomizil von Büchern und Zeitschriften…keine Dauerlösung, hoffe ich!).

Als erstes hab ich mir natürlich der vorhandenen Leseproben angenommen und bin auf interessante Titel für die spätere Anschaffung gestoßen, u.a.: Judith Schalansky “Der Hals der Giraffe”; Kate Pullinger “Eine Liebe in Luxor”; Katie Kacvinsky “Die Rebellion der Maddie Freeman”.

Natürlich bin ich dann gleich auf die Suche nach vollständigen Ebooks gegangen und natürlich fündig geworden.

Zunächst fanden zwei historische Krimis (u.a. “Dunkel wie der Tod” von P.B. Ryan; Beispielrezension hier) ihren Weg auf mein Notebook und von da auf den Reader. Auch die Klassiker der Literatur sind in kleiner Zahl bereits versammelt: Bram Stokers “Dracula” (die englische Version), Lessing’s “Emilia Galotti”, Flaubert’s “Frau Bovary”, “Oliver Twist” von Charles Dickens – und die beliebten Verse von Wilhelm Busch’s “Max und Moritz”.

Auch eine schöne Neuentdeckung landete natürlich bei mir: Svend Fleuron “Strix, Die Geschichte eines Uhus”, original aus dem Jahr 1921, gedruckt damals in Jena.

Die berühmten letzten Worte zu diesem Thema:  Der Reader ist sehr leicht und sehr zu empfehlen, wenn man nicht abends mit nem 300-Seiten-Monster im Bett liegen möchte. Momentan begleite ich in den Minuten vor dem Einschlafen Lewis Carroll’s “Alice im Wunderland” und hatte zum Beispiel gestern das Vergnügen einer Teegesellschaft mit Faselhase und dem Hutmacher – sehr kurios :-)

Meine Fragen an meine Leser:

*Seid ihr Fans von Ebook-Readern oder bevorzugt ihr die gedruckten Buchvarianten? und

* Würdet ihr auf Reisen eher einen Ebook-Reader mitnehmen, oder ein normales Buch…?

Noch ein Tipp hierzu: Auch der Zirkustiger hat vor seinem Urlaub dieses Thema in gebotener Kürze angesprochen in Vorbereitung auf die gepackten Koffer…

Trennungen…

Ich weiss, es hat wenig mit Büchern, Serien oder Filmen zu tun – und ist deshalb das “and more” für heute.

Thema: Trennungen.

Wie ich darauf gekommen bin? Da ich doch seit längerem einige Schauspieler/innen und deren Leben verfolge (besonders Serienschauspieler, wie ich glaub ich schon einmal erwähnt hab) ist mir seit Beginn des Jahres folgendes aufgefallen:

2012 scheint kein gutes Jahr für Ehen und zwischenmenschliche Beziehungen zu sein – zumindest was die Schauspieler anbelangt…

Haben sich doch vor einiger Zeit Sophia Bush und ihr Freund Austin Nichols (beide OTH Schauspieler)  getrennt, gingen seit kurzem auch Jennie Garth (BH90210) und Peter Facinelli (Dr. Cullen aus Twilight) getrennte Wege – so hat es nun auch Bethany Joy Galeotti (jetzt wieder Lenz) getroffen. Sie hat auf ihrer persönlichen Website das Ende ihrer Ehe bekannt gegeben.

 

Da fragt man sich doch, was das Jahr 2012 noch für Trennungen bereithält – vor allem bei Paaren, die eigentlich als glücklich und zufrieden galten und schon jahrelang zusammenlebten…

 

ABER ES GIBT NATÜRLICH AUCH POSITIVES:

Babies :-)

Die aus “Wilfire” bekannte Genevieve Cortese und ihr Ehemann, Schauspieler Jared Padalecki hießen ihren Familienzuwachs, einen Sohn, kürzlich willkommen. Einen Namen hat der neue Erdenbürger noch nicht, da die Eltern ihn erst einmal kennenlernen wollten.

 

 

Buchmesse 2012

Soooo, nachdem ich nun dieses Jahr an zwei Tagen auf der Leipziger Buchmesse zugegen war, kann ich zunächst folgendes festhalten: Man sollte NIE an einem Samstag auf die Buchmesse gehen!!! Viel zu viele Menschen… aber trotzdem waren es zwei schön verbrachte Tage – noch dazu bei so einem wundervollen Frühlingswetter :-)

Zunächst hatte ich mir Freitag mehrere Lesungen angehört und angesehen – die meisten davon waren richtig gut :-) und bei dieser Gelegenheit haben gleich zwei signierte Bücher ihren Weg in meine Tasche gefunden. Da wären zum einen

* “Zimmer 307″ der schweizer Autorin Sandra Hughes (Ihre Lesung war die zweite an diesem Tag und die Autorin war sehr sympathisch und nett und ihr Roman interessant – außerdem passt ihre Stimme und der dazugehörige Dialekt sehr gut zu der erzählten Geschichte; dies hat sie natürlich auch gern gehört und sich über das Interesse – auch an ihren früheren Romanen – gefreut)

Zum Anderen bin ich nach dem Treffen mit Kathrin von Phantasienreisen schnell zur nächsten Lesung geeilt. Hier war dann der Andrang etwas größer und so musste ich mich mit einem Stehplatz begnügen, was aber nicht weiter tragisch war.

* “Für Eile fehlt mir die Zeit” – diese Lesung war sehr entspannt,  sehr humorvoll und getragen von einigen gewählten Geschichten des Autors Horst Evers. Man merkte sofort, dass dieser nicht nur Autor ist sondern auch Kabarettist (2002 Dt. Kabarettpreis; 2008 Dt. Kleinkunstpreis). Er zog die große Anzahl seiner Zuhörer in seinen Bann und das Gelächter gab seinen humorvollen Erzählungen Recht. Auch seine vorigen Bücher (2002:” Die Welt ist nicht immer Freitag”, 2005: “Gefühltes Wissen” und 2008: “Mein Leben als Suchmaschine”) werde ich mir bei Gelegenheit mal näher ansehen.

Zunächst kann ich mich jedoch noch eine ganze Weile mit meinen anderen Errungenschaften unterhalten und somit sehen ich langen und schönen Lesestunden entgegen :-)

 

Auch auf dieser Buchmesse konnte ich mich längere Zeit auf der Antiquariatsmeile aufhalten und hab natürlich auch dort kräftig zugeschlagen. Allerdings muss man bedenken, dass diese Bücher doch finanziell nicht so kostspielig waren, wie manch andere erstandene Bücher.

Von der Antiquariatsmeile fanden folgende Schätze ihren Weg zu mir:

* Mark Twain: “Reise durch die alte Welt”

* Alberto Manguel:  “Eine Geschichte des Lesens” sowie ein kleines Büchlein aus dem Inselverlag mit dem Titel

* “Das kleine Buch der Tropenwunder” (mit kolorierten Stichen von Maria Sibylla Merian, deren Werk ich mich auch noch ausführlich widmen möchte).

Das war in Kürze der Freitag auf der Buchmesse. Sehr gelassen, einigermaßen ruhig – nur durch die Lesungen kam immer etwas Hektik auf und das zügige Laufen durch die Hallen begann…

 

Samstags war es schon etwas anderes: viele Menschen, viele verkleidete Fans der Mangas und Animes – durchaus einen Blick wert :-)

Sonst schau ich ja auch mal diese Abteilungen der Messe durch, da man ja an den Manga-/Animeständen doch mal den ein oder anderen interessanten Schatz findet, – nur dieses Jahr konnte man das (zumindest Samstags) total vergessen. Ich hab ja schon eine Weile gebraucht, um überhaupt in diese Halle hineinzugelangen…

Um diesen Blog nicht zu lang zu gestalten, hier noch die Errungenschaften von Samstag (ich konnte es mal wieder nicht lassen):

* Titus Müller: “Glück hat tausend Farben” (von dem mir bis dato unbekannten Verlag adeo)

* Sema Meray: “Das Rosenamulett” (ebenfalls aus diesem Verlag)

* Hélène Rajcak und Damien Laverdunt: “Unglaubliche Geschichten von ausgestorbenen Tieren (Jacoby Stuart)

Damit war mein Pensum erreicht und auch die Füße taten das Ihrige dazu, dass der Samstagsbesuch doch etwas kürzer ausfiel als gedacht. Allerdings hatte ich die Freude, den Autor Hanns Zischler mit seinem Buch “Lady Earl Grey” gleich zweimal zu erleben und beide Male war es eine schöne und interessante Erfahrung. Diese mündet mit Sicherheit darin, dass dieses Buch in nächster Zeit auch seinen Weg zu mir finden wird… Das Cover kann man sich auf Amazon schon einmal ansehen.

Als Abschluss nun noch ein “Gruppenfoto” der erworbenen Bücher :-)

Was mich noch interessieren würde: Wer war von meinen Lesern noch auf der LBM? Wie waren eure Erfahrungen?

Ein wenig…. “and more” ;-)

Nachdem ich meinen Blog mal überflogen hab, bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass ein wenig “and more” fehlt…

Dem wird nun abgeholfen :-)

 

Zu Beginn meines Blogs berichtete ich über andere Blogs, die mir als Leserin gefallen – unter anderem nannte ich den Blog von Bethany Joy Galeotti. Nun hat sich die talentierte Aktrice in ein neues Projekt gestürzt – und natürlich hat es was mit Schreiben zu tun.Sie hat sich mit zwei Kolleginnen zusammengetan – und gemeinsam veröffentlichen Sie auf Hellogiggles einen Fortsetzungsroman. Die Idee stammt von Bethany Joy Galeotti, die auch das erste Kapitel beigesteuert hat. Die Idee dazu ist folgende: Jede der Beteiligten schreibt reihum ein Kapitel, ohne den Inhalt der vorigen Kapitel im Vorfeld zu kennen.

Auch hier findet ihr Informationen dazu und über BJG.

Von dieser Seite stammt auch folgende Regeln bezüglich des Romans:

  • Joy got the idea to write a rotating novel while watching a movie with her husband
  • The authoresses do not know what is going to happen until they read prior chapters 
  • Each chapter is approximately 3 pages long 
  • The novel is set in the 1920s 
  • There will be PODCASTS available on iTunes with each chapter (at 0.99 cents)
  • A chapter will be available every week & will be read by the authoress who wrote it

 

Also für mich klingt das sehr interessant und ich hoffe, die Mörderstory der Ladies findet viele Liebhaber :-)

 

 

Caragh M. o’Brien: „Die Stadt der verschwundenen Kinder“… (a must read!)

Dieses Buch stand schon einige Zeit auf meiner Wunschliste. Nicht, dass ich jetzt vollkommen dazu übergegangen wäre, nur Bücher zu lesen, die eigentlich für eine jugendlichere Zielgruppe gedacht sind – aber der Inhalt interessierte mich doch sehr und auch das Buchcover tat sein übriges dazu, mich zu fesseln.

Die Autorin, Caragh M. o’Brien wurde in St. Paul (Minnesota) geboren, hat an der Johns Hopkins Universität studiert und an einer Highschool Englisch unterrichtet. Derzeit widmet sie sich vollzeit dem Schreiben.

Darüber, wie sie zum Schreiben gekommen ist, sagt sie auf ihrer Website folgendes:

People ask me how I became a writer, and the answer’s slow and simple.  Take my book-laced girlhood, and my friendship with my best pal neighbor, and my six wild, musical siblings, and my love for my husband and our goofy kids, and certain losses and fears, and my years of writing and teaching, and then put me on a couch with a computer. I try to write the best thing I can.“

(Quelle: http://www.caraghobrien.com/book/about-caragh/ )

Die Mutter von drei Kindern hat auf ihrer Website auch das Cover des dritten Bandes zur Trilogie um Gaia veröffentlicht und ich bin meinerseits schon sehr gespannt auf das deutsche Erscheinungsdatum.

In „Die Stadt der verschwundenen Kinder“ (original: „Birthmarked“) wird die Geschichte von Gaia erzählt. Sie lebt mit ihren Eltern außerhalb der „Enklave“ – einer ummauerten Gesellschaft, der es scheinbar an nichts fehlt. Gaia und alle die außerhalb dieser Gesellschaft leben sind auf deren „Hilfe“ angewiesen. Unsere Protagonistin arbeitet wie ihre Mutter als Hebamme. Diese haben die Aufgabe, jeden Monat die ersten drei entbundenen Babies vorzubringen…

“Gaias Aufgabe war es, ein Baby vorzubringen, und darauf würde sie sich nun konzentrieren. Sonya, die Mutter, hatte sich weder widersetzt noch beschwert. Als Gaia zu ihr kam, hatte sie gewusst, dass ihr Kind das dritte dieses Monats war, und hatte akzeptiert, dass der Säugling vorgebracht werden würde. Und obwohl Sonya bereits zwei Kinder hatte behalten können, empfand Gaia die Passivität der Frau als verstörend. [...] Gaia betrachtete das schlafende Kind und streichelte erschöpft seine kleine, rosige Wange. “Du wirst ein schönes Leben haben”, flüsterte sie.” (S. 53)

Gaia hat ihr Leben und die dort geltenden Regeln nie in großem Umfang angezweifelt, als jedoch ihre Eltern von der Enklave verhaftet werden, wird ihr klar, dass sie nicht alles über ihre Eltern wusste… Gaia macht sich auf den Weg ihre Eltern zu retten – und findet auf ihrem Weg nicht nur neue Freunde…

“Das Gefängnis war nicht, was Gaia erwartet hatte. Es gab keine dunklen, feuchten Steinwände, keine Ketten oder Haufen schmutzigen Strohs. Der blonde Wachmann, Sergeant Bartlett, und vier weitere Männer führten sie in eine kleine, hell erleuchtete, antiseptische Kammer und ließen sie dort mit dem Baby zurück. ” (S. 111)

“Die Tage vergingen in einem albtraumhaften Nebel. Die trostlose Wirklichkeit von Zelle Q stand so völlig, so absolut im Gegensatz zu ihrem Leben außerhalb der Mauer, dass sie Gaias vorige Existenz vollständig auszulöschen schien. Ihr Haar wurde geschnitten. Sie bekam ein Bett, einen Teller, eine Tasse und einen Löffel und wurde ermahnt, ihre Sachen sauber zu halten.” (S. 154)

Nachdem ich den zweiten Band von Allie Condie’s Romanserie um Cassia und Ky beendet hatte, bekam ich Lust, auf weitere Bücher dieser Art, obwohl ich eigentlich kein riesiger Fan von Dystopien bin. Aber siehe da – diese Geschichte faszinierte mich von Beginn an.

Ich habe auch schon den zweiten Band hier liegen – nur muss ich den ersten erst einmal beenden…

Zum Prozess des Lesens kann ich nur sagen, dass sich Caragh M. o’Briens Buch genauso gut lesen lässt wie Allie Condie’s Roman. Zwar kann ich nichts über das englische Original sagen, jedoch die deutsche Übersetzung kann sich sehen lassen.

Was – neben dem Buch – noch positiv zu bemerken ist, dass die Autorin auch auf ihrer Website bloggt – also, wer sich ein wenig mit der persönlichen Seite von Caragh M. O’Brien auseinandersetzen möchte – hier könnt ihr das tun :-)

Nun noch eine kleine Vorschau in Bildern, was demnächst hier zu erwarten ist – sprich: Rezensionsthemen:

Ihr könnt mir gern eure Meinungen dazu senden :-) – ich bin gespannt…

“The Answer Man” – ein (Ex-) Gilmore Girl auf Abwegen…

Heute nun mal wieder eine kleine Filmbetrachtung. Da ich als Serienschauer auch öfter andere Projekte der verschiedenen Protagonisten beobachte, kam mir dieser kleine Film sehr recht.

In “The Answer Man” geben sich Lauren Graham (bekannt als Lorelai Gilmore) und Jeff Daniels die Ehre der Hauptdarsteller. Beide Akteure können auf eine Reihe früherer Film- bzw. Serienerfolge zurückblicken…

Jeff Daniels (* 1955) spielte unter anderem in folgenden Filmen:

* 1983: Zeit der Zärtlichkeit

* 1990: Arachnophobia (gut gelungener Film meiner Ansicht nach)

* 1994: Speed

* 1996: Amy und die Wildgänse und 101 Dalmatiner 

* 1998: Pleasantville – Zu schön, um wahr zu sein

* 2002: The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit

Jeff Daniels wollte eigentlich die Karriere als Lehrer einschlagen, hat aber dann doch (zum Glück würde ich sagen) Theater und Englisch studiert. Allerdings dauerte die Studienzeit nicht sonderlich lange, denn die Schauspielerei rief nach ihm – und somit auch die Theaterbühnen des Broadway und anderer Theater. Privat hingegen war er nicht so wankelmütig und ist seit 1979 verheiratet – mit seiner Highschool-Liebe – beide haben 3 Kinder.

In “The Answer Man” ist Jeff Daniels als Arlen Faber zu sehen. Dieser feierte vor 20 Jahren als Autor des Buches “Me and God” große Erfolge, lebt heute allerdings sehr zurückgezogen und hat keine Freunde und Familie, nachdem sein Vater vor einigen Jahren gestorben ist. Er ist ein zu Anfang griesgrämiger Charakter, der sogar den Postboten bezüglich seiner Identität belügt, nur um in Ruhe gelassen zu werden. Dann erleidet er einen Hexenschuss – seine Verlegerin weigert sich, ihm zu helfen – und so muss sich Arlen Faber in die Hände einer Chiropraktikerin begeben. Allein dies ist schon ein Gedanke, der ihm zutiefst missfällt…

Stichwort Chiropraktikerin – und schon finden wir uns wieder bei Lauren Graham (*1967), die die Rolle der Elisabeth übernimmt…

Die auf Hawaii geborene Schauspielerin mit irischen Vorfahren studierte nach ihrem Schulabschluss zunächst Englisch (Bachelor) und anschließend Schauspielerei (Master). Den meisten Lesern wird sie wahrscheinlich vor allem als “Lorelai Gilmore” bekannt sein, schließlich lief die US-Serie (Gilmore Girls) mit ihr und Alexis Bledel als Lead-Characters sehr erfolgreich auch in Deutschland. 2009 war auch Lauren Graham am Broadway zu Gast und spielt derzeit (seit 2010) wieder in einer Serie – “Parenthood” – mit und ist glücklich mit ihrem Serienkollegen Peter Krause liiert.

Zu ihren schauspielerischen Leistungen gehören u.a.:

* 2000–2007: Gilmore Girls

* 2001: Sweet November – Eine Liebe im Herbst

* 2001: Crazy Love – Hoffnungslos verliebt (ein sehr schöner Film; mit Casper van Dien in der 2. Hauptrolle)

* 2003: Bad Santa

* 2005: Der Babynator

* 2007: Von Frau zu Frau (mit Mandy Moore, Diane Keaton) und Evan Allmächtig

 

Nun einiges zum Film selbst:

Hauptsächlich geht es drei Menschen, ihr Leben und die darin vorkommenden Probleme und Lösungen.

Da ist zum einen Arlen Faber – Autor eines Bestsellers, einsam, wird von kleineren Zwängen kommandiert – aber lässt er einen an sich heran und lernt man ihn dann kennen, ist er – trotz gelegentlicher Ausraster – ein netter Mensch, der nur den Weg ins Leben wiederfinden muss.

Dann Elisabeth – Mutter eines 7-jährigen Sohnes, von dessen Vater sitzengelassen, Inhaberin einer Physiotherapie. Sie ist eine überfürsorgliche Mutter, die lernen muss, ihren Sohn auch mal etwas loszulassen.

Und als letztes wäre da noch Kris – Besitzer einer (nicht gerade gut laufenden) Buchhandlung; frisch aus dem Entzug muss er damit kämpfen, dass sein Vater trinkt und er vor den Scherben seiner Existenz steht…

 

Diese drei Personen treffen in unterschiedlichen Situationen aufeinander und brauchen alle in irgendeiner Form Hilfe – und zwar weniger finanziell (obwohl dies in Kris’ Fall wohl auch hilfreich wäre), sondern auf zwischenmenschlicher Ebene.

 

Ohne viele weitere Worte kann ich sagen, dass mich dieser Film doch überrascht hat. Er beginnt leise und gemächlich und man merkt gar nicht, wie er einen in den Bann zieht. Man fühlt sich als Zuschauer wohl mit den Charakteren und kann ihre Probleme gut nachvollziehen und wünscht allen eigentlich nur das Beste.

Wenn ihr also erfahren wollt, ob Arlen seinen Hexenschuss los wird, was es mit dem Büchertausch auf sich hat, ob und wie Kris seine Existenz retten kann…- dann schaut den Film und lasst euch von dem Gewinner des “Grand Jury Prize” 2009 auf dem Sundance Festival verzaubern :-)