„Temple Grandin“

Zunächst einmal allen Lesern eine schöne und geruhsame Weihnachtszeit🙂

 

Nun zum Thema dieses Artikels: Temple Grandin.

Also ich muss zugeben, vorher hatte ich auch noch nichts über sie gewusst oder gehört, aber der Titel des Films, der neulich auf Arte zu sehen war, sprach mich doch direkt an und so schaute ich mir „Du gehst nicht allein“ an.

Erzählt wird die Geschichte von Temple Grandin (wunderbar verkörpert von Claire Danes – diese Leistung kann man nur bewundern).

Biografische Filme sind ja sowieso immer sehr interessant, vor allem, wenn man im nachhinein Vergleiche anstellen kann zwischen der Darstellung der Person im Film und der Realität…

Der Film erzählt die Geschichte einer autistischen Frau, die sich trotz aller Widrigkeiten in ihrem Leben nicht unterkriegen lässt. Im Alter von vier Jahren bescheinigt ein Arzt ihrer Mutter die Diagnose Autismus und spricht sich dafür aus, Temple (die bis dahin noch kein Wort gesprochen hat) in eine Anstalt einzuweisen, da er davon ausgeht, dass sich ihr Zustand nicht mehr bessern wird.

Temple’s Mutter (gut dargestellt von Julia Ormond) wiederspricht dem „Rat“ des Arztes und kümmert sich weiterhin um ihre Tochter, schickt sie später auf die Schule – wo sie natürlich auch zunächst auf Widerstand stößt auf Grund ihrer Besonderheit. Temple’s Glück ist, dass sie kurze Zeit, nachdem sie von der „normalen“ Schule verwiesen wurde, auf eine Schule gehen darf, die den besonderen Bedürfnissen und Ansprüchen der Kinder entgegen kommt – und sowohl „normale“ Kinder als auch Kinder mit Besonderheiten unterrichtet.

Besondere Fürsprache findet Temple, die sehr an Naturwissenschaften interessiert ist, in ihrem Lehrer Dr. Carlock. Er fördert ihr Interesse an naturwissenschaftlichen Themen, ist ihr Freund und Ansprechpartner und erkennt auch, dass sie im Gegensatz zu anderen Menschen – in Bildern denkt und ein unglaubliches Gedächtnis hat.

Später besucht Temple auch das College und macht sowohl ihren Bachelor- als auch ihren Masterabschluss. Ihr besonderes Interesse gilt dabei den Gefühlen und Denkweisen von Kühen. Sie kann durch ihre Besonderheit eine tiefe Verbindung zu diesen Tieren aufbauen und arbeitet daran, ihnen (trotz der Zukunft als Fleischlieferant) ein lebenswertes Leben (ohne Stress bei Impfungen und ähnlichem; und ohne Angst vor dem Tod) zu ermöglichen…

 

Eine ausführlichere Inhaltsangabe findet sich unter anderem hier.

 

Alles in allem kann ich nur sagen, dass es sich bei „Du gehst nicht allein“ um einen wundervollen Film handelt, der einen Einblick liefert in die Möglichkeiten, die Menschen mit Besonderheiten offen stehen. Außerdem hilft der Film dabei, sich mit dieser Thematik bekannt zu machen und Interesse zu wecken.

 

Temple Grandin (offizielle Website) ist auch weiterhin aktiv und hält Reden, doziert und lebt ihr Leben.

Ein sehr interessantes Interview mit ihr findet der interessierte Leser hier.

Über booksandmore81

Fotografin, Leseratte, Film- & Serienliebhaberin, Tagträumerin.... und noch vieles mehr...
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