„Striking Poses – Im Fadenkreuz der Angst“

So… in Zukunft werd ich auch immer mal wieder einen Blick in mein sehr volles DVD-Regal werfen und einige meiner Lieblinge vorstellen.

Beginnen werde ich heute mit einem Film aus dem Jahre 1999 – Striking Poses.

Hauptdarstellerin Shannen Doherty (hier eine ziemlich gute Fansite) wurde in den 1990ern hauptsächlich durch ihr negativ auffallendes Verhalten berüchtigt. Allerdings hatten dieser Verhaltensweisen eher etwas mit ihrem schwierigen persönlichen Leben zu dieser Zeit zu tun, als mit der Person, die sie selbst eigentlich war und sein wollte. Die ständige Angst um die Gesundheit ihrer Eltern forderte ihren Tribut und führte letztendlich zu den Exzessen, die sie sich damals leistete.

Heute ist Shannen in dritter Ehe mit dem Fotografen Kurt Iswarienko verheiratet, hat ein Buch (Badass:  A hard earned guide to living life with style and (the right) attitude) –  geschrieben (das sich unter anderem sehr gut liest🙂 ) und ist mit sich im Reinen. Allerdings hat sie auch eine schwierige Zeit hinter sich, ist doch ihr geliebter Vater am 5. November 2010 gestorben.

Ihre Karriere begann bereits 1982, als sie unter anderem in „Unsere kleine Farm“ die Rolle der Jenny Wilder bekam. Nicht zu vergessen sind auch ihre Jahre in der Serie „Beverly Hills,90210“, durch die sie einem großen Publikum als Brenda Walsh bekannt wurde.

Weitere Filme ihrer Karriere sind u.a.:

*Hölle der Leidenschaft (Obsessed) 1992

*Almost Dead – Am Rande des Wahnsinns 1994

*Für einen Mann durch die Hölle (Sleeping with the Devil) 1997

*Hetzjagd durch die Rocky Mountains (The Ticket) 1997

*Christmas Caper 2007

So – kommen wir nun zum Film. Bereits der Beginn ist düster gestaltet:

Es ist dunkel. Man sieht eine Frau in einem Wagen eine dunkle Straße entlang fahren. Sie hat blutige Finger, blickt immer wieder in ihren Rückspiegel und auf dem Rücksitz liegt ein blutiges Kleidungsstück. Sie hält an, steigt aus, vergräbt das Kleidungsstück – und fährt weiter… (Hier sei noch zu bemerken, dass die musikalische Untermalung ebenfalls viel zu dem sich leicht gruselig anfühlenden Einstieg beiträgt.)

In einem Motel, in dem sie sich unter falschem Namen einträgt (das Mädel an der Rezeption schlägt „Smith“ vor – wie originell…) wird sie von „FBI-Agenten“ festgenommen, kurz nachdem sie ihr Auto verlassen hat.  Sie wird nach zwei gesuchten Männern befragt und man wird als Zuschauer zunächst das Gefühl nicht los, dass sie diejenige ist, die etwas verbrochen hat.  Es stellt sich heraus: die Dame heisst Gage Sullivan und ist freischaffende Fotografin bei einem Promimagazin namens Celebrity Scandal (also Paparazzo).

In Rückblenden erfährt man nun etwas über das Leben von Gage und ihrer Assistentin Casey. Man bekommt auch mit, wie ein fremder Mann Gage in ihrem Wohnzimmer fotografiert und mitten in der Nacht (4 Uhr früh) ihr Wecker losgeht sowie einige Geräte im Erdgeschoss ihres Hauses… die hinzugerufene Polizei zeigt sich nicht gerade kooperativ und die Polizeibeamtin bemängelt im Hinausgehen auch die Sicherheitsanlage. Ihr Bruder hätte wohl auch so eine und der Code sei immer gleich…

Die besorgte Casey schlägt vor: „Du solltest dir einen von diesen Sicherheitsleuten engagieren. “ Nachdem Gage bei einem Auftrag in Bedrängnis gerät, hört sie sich Casey’s Vorschlag an – und engagiert einen Mann namens Nick Angel als Beschützer – „Was wenn es ein Schutzengel ist?“.

In den folgenden Szenen wirkt noch alles ganz harmlos – Nick Angel kennt sich in seinem Handwerk aus und wiegt Gage in Sicherheit (mit angeblichem Hochsicherheitsglas und falscher Identität als Schutz).

Als Gage später Kontakt zu einem etwas undurchschaubarem Typen Kontakt aufnimmt, der sich ihres „Beobachterproblems“ annehmen will, kommt es zu einem Unfall, bei dem Nick Angel ums Leben kommt. Was folgt sind kurze Szenen vom Anfang – die Vorgeschichte hat ihr Ende gefunden.

Allerdings ist das auf keinen Fall das Ende der verzwickten Handlung. Gage und die „Agenten“ fahren zu ihr nach Hause, nur um ein ausgeräumtes Haus vorzufinden. ..

Schon bald wird Gage Zeugin davon, dass ihre Assistentin kein Unschuldslamm ist und ihr Schutzengel auch eine teuflische Seite hat… und welche Rolle spielen die FBI-Agenten…?

Mal abgesehen davon, dass ich mir damals den Film zugelegt habe, weil ich schon mehrere Filme mit Shannen Doherty gesehen habe und sie als Schauspielerin ganz gut finde🙂 besticht „Striking Poses – Im Fadenkreuz der Angst“ durch die düstere Grundstimmung, die den gesamten Film durchzieht. Als Zuschauer muss man bei der Sache bleiben, um den verzwickten Inhalt verfolgen zu können. Es ist also kein Film, bei dem man sich mal eben 90 Minuten hinhauen kann und die Handlung nur so halb verfolgt.

Was an diesem Film ausserdem gut ist: die restlichen Darsteller. Von der Assistentin bis zu den FBI-Agenten sind alle Rollen gut besetzt worden und die Schauspieler agieren auch glaubhaft ihren Charakteren entsprechend.

Auch die deutsche Titelwahl kann man gut heissen: „Im Fadenkreuz der Angst“ verdeutlicht das Gefühl, was einen überkommt, wenn man nicht mehr weiss, wer die guten sind und wem man trauen kann – genau diesem Gefühl ist Gage fast bis zum Ende des Films ausgeliefert – und nicht nur sie – auch der Zuschauer wird hinsichtlich seiner Menschenkenntnis auf die Probe gestellt…

Wie bei den meisten Filmen ist jedoch auch hier das Ende ein positives.

Also in kurzen Worten zusammengefasst: ein spannender Film mit einer klasse agierenden Shannen Doherty. Nur zu empfehlen🙂

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Fotografin, Leseratte, Film- & Serienliebhaberin, Tagträumerin.... und noch vieles mehr...
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