Sophie Kinsella „The Undomestic Goddess“ – oder: „Göttin in Gummistiefeln“

Seit letztem Sommer bin auch ich eine Leserin von Sophie Kinsella-Romanen. 3 Bücher von ihr hab ich bereits verschlungen (Charlston Girl, Remember me? und eben dies hier vorgestellte Buch mit dem netten Titel „Göttin in Gummistiefeln“.

Aufmerksam geworden bin ich bei einem kleineren Einkaufsbummel, auf dem ich eigentlich nur eine Zeitschrift kaufen wollte – herausgekommen ist die Zeitschrift UND das Buch – wie immer, wenn ich in einen Buchladen stöbern gehe…

Zwar ist dieses Werk der Autorin bereis 2006 in deutscher Erstauflage erschienen, allerdings ist diese Autorin damals irgendwie an mir vorbeigegangen. Dabei hat sie einen sehr lustigen Schreibstil und versteht es, Geschichten interessant und mit einem Zwinkern zu erzählen.

„Ich heiße Samantha Sweeting und ich bin neunundzwanzig Jahre alt.  Ich habe in meinem Leben noch nie einen Kuchen gebacken. Ich kann keinen Knopf annähen. Aber ich kann einen Investmentvertrag so ausarbeiten, dass mein Klient dreißig Millionen Pfund spart.“

– So die beschreibenden Worte über den Roman auf der informierenden ersten Seite des Buches.

Beginnt man mit der Lektüre dieses Buches fällt einem Samantha Sweeting eigentlich nur eines ein: ‚Oh mein Gott ist die gestresst!‘.  Sie ist als Anwältin in einer renommierten Kanzlei tätig und mit Arbeit nur so überhäuft. Außerdem ist sie Blackberry- und Handysüchtig und kann nicht entspannen! Eine Ordnungsfanatikerin ist sie auch nicht: ihr Schreibtisch sieht aus wie nach einem Bombeneinschlag und von Haushaltsdingen hat sie auch keine Ahnung. Sie beschäftigt eine Putzfrau, hat aber noch nicht einmal einen Schimmer davon, wo ihre Staubsaugerbeutel sind (ganz zu schweigen davon, weiss sie nicht, ob sie einen Staubsauger mit Beutelnutzung oder einen ohne Beutelnutzung hat) oder wie ihr Herd anzuschalten ist…

„Joanne, Ihre neue Putzfrau. Sie möchte wissen, wo Ihre Staubsaugerbeutel sind.“ – „Meine was? Warum will sie den Staubsauger in einen Beutel tun? Will sie ihn irgendwohin mitnehmen?“ (S. 23)

Samanthas wunderschön stressiges Leben (ohne wirkliche Freizeit: Was sind schon Wochenenden?), in dem sogar ihre Familie ihren Geburtstag vergisst oder auf Grund von dringenden geschäftlichen Terminen (die ebenfalls gestresste und extrem auf Erfolg programmierte Mutter ist ebenfalls Anwältin!) wird jedoch von einem auf den anderen Moment total auf den Kopf gestellt…

SIE MACHT EINEN VERHEERENDEN FEHLER!!! (Zumindest glaubt sie das)

Danach geht alles ziemlich schnell: panisch flüchtet Samantha aus ihrem hektischen und heillos verkorksten Londoner Leben und steigt praktisch in den nächstbesten Zug… nur um im beschaulichen Lower Ebury anzukommen – in einem ihr vollkommen fremden Leben, mit neuen Aufgaben und Herausforderungen (Sie muss kochen, putzen und staubsaugen… alles ihr fremde Tätigkeiten).

Und: Sie muss sich mit ihren neuen „Arbeitgebern“ herumschlagen: Trish und Eddie Geiger – beide sehr skuril aber nett. Und ausserdem gibt es da noch den Gärtner Nathaniel (der in diesem Fall keine Mordgelüste hegt).

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Wie auch bei den anderen Kinsella-Romanen, die ich gelesen hab, wird man auch hier rasant in die Geschichte hineingezogen und kann einfach nicht anders, als die Charaktere gern haben.  Man kann immer mit Samantha mitfühlen: hin- und hergerissen zwischen Arbeit / Erfolg (früher ihr komplettes Leben)  und der neu gewonnenen Lebensenergie durch einen für sie eher unkonventionellen Lebensstil. Die „Nebencharaktere“ mag man eigentlich gar nicht als solche bezeichnen, da sie alle eine wichtige Rolle sowohl für den Leser selbst als auch für die Entwicklung der Heldin spielen.

Als Zusammenfassung für meine bisherigen Leseerfahrungen mit dieser Autorin kann ich nur sagen: empfehlenswert und durchaus leicht und gut zu lesen.

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Sophie Kinsella erreichte als Autorin der Romane um Rebecca Bloomwood (in der Verfilmung Shopaholic dargestellt von ….) ein enormes Publikum. Bevor sie als Schriftstellerin tätig wurde, arbeitete Kinsella als Wirtschaftsjournalistin. Allerdings scheint ihr die Tätigkeit als Autorin größere Befriedigung zu geben – und auch die Leserschaft ist auf neue Heldinnen der Londonerin und deren Geschichten neugierig.

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Eine Antwort zu Sophie Kinsella „The Undomestic Goddess“ – oder: „Göttin in Gummistiefeln“

  1. Kathrin schreibt:

    Hallo liebe Sindy🙂

    Ich habe das erste Stöckchen für dich: http://phantasienreisen.wordpress.com/2012/01/22/stockchen-11-fragen/😉 Nun bist du also noch einmal ganz offiziell Teil der Bloggergemeinde😉

    Ich hoffe, du hattest ein schönes Wochenende?!

    Liebe Grüße aus EF!

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