Allie Condie: „Die Flucht“

Nachdem ich mich im vergangenen Jahr auf Grund einer Empfehlung von Kathrin auf den Vorgängerroman von Allie Condie („Die Auswahl“) gestürzt hatte und diesen auch sehr interessant und lesenswert fand, war ich sehr erfreut, als ich durch Zufall in die nächste Buchhandlung kam und eben jenes 2. Buch der Serie zu finden.

Da ich gerade erst damit begonnen habe, es zu „verschlingen“ folgen hier nunmehr erst einmal meine ersten Eindrücke zu diesem Buch…

Zunächst einmal möchte ich festhalten, dass die Covergestaltung auch bei diesem Buch gelungen ist, symbolisiert sie doch den Ausbruch aus der im Roman beschriebenen „Gesellschaft“ mit allen Konsequenzen. Sowohl der Held Ky als auch die Romanheldin Cassia sind (mehr oder weniger freiwillig) aus ihrem „Gesellschaftsgefängnis“ ausgebrochen und sind darauf bedacht, in ihren neuen Lebenswelten zu überleben und den jeweils anderen zu finden…

 

So – die ersten Leseeindrücke: auf den ersten Seiten begegnet dem Leser zunächst eine Karte von der Umgebung, in der die Handlung des Buches spielt. Dies finde ich schon einmal gut für die räumliche Vorstellung bezüglich des Aufenthaltsortes der Protagonisten.

Als nächstes begrüßt uns das Gedicht „Geh nicht gelassen in die gute Nacht“ von Dylan Thomas, welches bereits im ersten Cassia-und-Ky-Roman eine große Rolle spielte – auch das ein guter Schachzug der Autorin. Danach folgt ein weiteres Gedicht, diesmal von Alfred Lord Tennyson. Dieses Gedicht mit dem Titel „Überqueren der Barre“ spielt bereits in den ersten Seiten dieses Romans eine Rolle – in der Beschreibung der Erlebnisse von Ky.

 

Wie ich bereits festgestellt habe, ist dieser Roman in seiner Erzählstruktur ähnlich aufgebaut wie der erste Teil. Auch hier wird die Verbundenheit zu den Charakteren durch eine konsequente Ich-Erzählstruktur aufgebaut und erhalten.

Selbst wenn das Lesen des ersten Buches etwas länger zurückliegt, findet man sich schnell in die Handlung hinein und fühlt sich sofort mit den Protagonisten verbunden und ist froh, sie wiederzutreffen.

 

Das einzige, was mir bisher etwas auf den Magen schlägt, ist die Abwechslung der erzählenden Charaktere. Sicherlich ist es gut durchdacht worden und auch nachvollziehbar, dass eine gewisse abwechselnde Erzählweise für Spannung sorgen soll. Allerdings gestaltet sich so das Lesen schon etwas schwierig. Gerade hat man sich in die Geschichte und die Gedanken von Ky eingefunden, endet das Kapitel und die Beschreibungen von Cassia folgen. Doch hat man sich in sie hineingedacht – wird schon wieder von Ky abgelöst etc.

Somit hat man als Leser (zumindest ging es mir bis jetzt so – bis Kapitel 5 bin ich schon vorgedrungen) immer die Schwierigkeit zu bewältigen, dass man keinen regelmäßigen Lesefluss hat, sondern immer erst umschalten muss und reflektieren muss, wo und in welchem Stadium sich die andere Hauptperson befindet.

Das hält beim ansonsten sehr angenehmen Lesen etwas auf, aber vielleicht empfinden andere Leser das anders…

 

Alles in allem: gelungener Folgeroman – allerdings ärgert es mich schon jetzt, noch ein Jahr auf den dritten Band der Reihe warten zu müssen:-/

 

Über booksandmore81

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