Chad Michael Murray’s „Everlast“…

Chad Michael Murray ist den meisten meiner Leser vielleicht als Darsteller des „Lucas Scott“ der US-Serie „One Tree Hill“ bekannt, die in diesen Tagen ihrem Finale nach neun Jahren entgegensieht. Nicht nur das ist ein Grund für mich, etwas näher auf den Schauspieler und Autor der Graphic Novel „Everlast“ einzugehen.

Wie viele andere prominente Persönlichkeiten auch hat der 1981 geborene Künstler nicht nur seine eigene Homepage – er twittert auch sehr fleißig.

Allerdings gibt es bei ihm – wie auch bei Bethany Joy Lenz oder Sophia Bush (die kurze Zeit mit ihm verheiratet war) – Unterschiede im Twitterverhalten gegenüber anderen Stars.

Er verschwendet seine Zeit nicht damit, über seine alltäglichen Problemchen zu berichten und jeden seiner Schritte zu dokumentieren. Da es allerdings in diesem Artikel um seine schriftstellerischen Qualitäten gehen soll (in Zusammenhang mit den wundervollen Künstlern, die sich für die grafische Gestaltung von „Everlast“ verantwortlich zeigen), bitte ich Interessierte, sich unter dem Link oben selbst ein Bild vom Twitterverhalten CMM’s zu machen.

Bevor ich nun so richtig ins Thema einsteige, möchte ich noch kurz erwähnen, dass CMM natürlich auch eine Lese-/Promoreise gemacht hat, die auf „Follow the nudge“ von seiner Freundin Kenzie Dalton (ihres Zeichens auch Schauspielerin) dokumentiert wurde. Für Fans auf jeden Fall mehr als einen Blick wert!

 

So – nun aber zum Thema:

Erschienen ist „Everlast“ in Zusammenarbeit von Archaia Black Label und Buffalo Boy Productions – im Erstdruck vom September 2011.

Dass es sich bei „Everlast“ um eine apokalyptische Graphic Novel handelt, wird bereits auf dem Cover deutlich: flammende Häuserfassaden und im unteren Teil ein einsamer Derek Everlast, der auf der Suche nach zu rettenden Menschen die Stadt durchquert…

 

Der Einstieg in das Buch erfolgt (wunderschönerweise) durch eine Mitteilung des Autors – und seine Art zu schreiben weckt gleich die Lust, sich auf das Abenteuer von Derek zu stürzen und die Graphic Novel zu verschlingen…

 

 

 

 

 

 

 

There are one hundred and forty-four thousand souls destined to survive the End of Days. The heavy task of finding these chosen souls falls to a handful of weary and faithful soldiers, hidden amongst mankind and bestowed with a higher power. Herein lies the story of one such soldier, one whose destiny may be greater than even those of the souls he saves.“ (S. 5)

 

Dies sind die einleitenden Worte auf der ersten Seite von „Everlast“ – sie leiten gut in die Geschichte ein und schaffen bereits eine düster-mythische Anziehung, die den Leser fesselt. Man möchte sofort näher über diesen „Soldier“ wissen, dessen Name bis jetzt im Dunkeln liegt.

Danach folgt ein „historischer“ Kurzeinstieg, der sich auf zwei Seiten mit den Mythen rund um den Garten Eden beschäftigt: so wird ein Mythos der Hopi angesprochen, laut dem alle Menschen aus einem einzelnen Loch in der Erde stammen; der Garten Eden befindet sich laut Bibel (Genesis) innerhalb einer Begrenzung von vier Flüssen, zwei von ihnen sind Euphrat und Tigris – die anderen beiden konnten noch nicht genau lokalisiert werden;…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dieser doch recht ruhig gestalteten Einführung wird man sogleich in die Geschichte gestoßen und konfrontiert mit Attacken von einem furchterregenden Drachen und einem Mann, der einen anderen tötet, nur um an „the dark passage“ zu kommen. Zu diesem Zeitpunkt ist man sich als Leser nicht sicher, welche der beiden Personen „gut“ oder „böse“ ist – wenn man denn diese Begriffe überhaupt auf „Everlast“ anwenden kann…

 

Was an CMM’s Erstlingswerk besonders beeindruckend ist (mal abgesehen davon, dass er wirklich gut schreiben kann) sind die unterschiedlichen Gestaltungsstile, die sich innerhalb des Buches abwechseln.

Wer sich noch näher informieren möchte, kann dies z.B. hier tun.

Da ich selbst kein großer Kenner von unterschiedlichen Zeichenarten bin, lohnt es sich meiner Ansicht nach für jeden interessierten Leser, mehr als einen Blick in das Buch zu werfen, schon um der Zeichnungen willen.

 

Es ist alles vertreten: von hellen, sehr detailreichen Zeichnungen, über düster gestaltete Bilder, die die apokalyptische Stimmung verdeutlichen und comicartigen Zeichnungen – bis hin zu einem sehr hellen Zeichnungsstil, der einhergeht mit dem Gefühl von Hoffnung, Liebe und Geborgenheit im Ziel aller Geretteten: Haven.

 

Zwar hab ich vorhin gemeint, dass Begriffe wie „gut“ oder „böse“ nicht direkt auf das Buch und seine Charaktere angewendet werden könnten, dennoch merkt man den Charakteren ihren Zwiespalt an: sie haben alle eine Vergangenheit, die sie auch meist noch heute verfolgt. So hat Dereks Gegenspieler Stavros seiner Zeit auch mal mit ihm zusammengearbeitet – bevor er sich für andere Werte und Ziele entschied.

Und auch die allgemeine Vorstellung, dass „Haven“ ein guter Ort ist, wird zu gegebener Zeit tatsächlich in Frage gestellt…

 „I still feel the Nudge. I know that it comes from somewhere good and right, but that place is not Haven.“ (S. 102)

 

Auch Dinge wie Erpressung und Überredung sind in CMM’s Werk zu finden:

 „We need to get one of the Hours out of Haven. […] Everlast, I’m begging you! Do this for me.

It’ll be you and me, just like always. Except this time it won’t be a lie.

You do this for me…. I’ll take you to Naomi.[…]“ (S. 103)

 

Am Ende wartet das Buch noch mit einer Everlast Short Story auf, die ebenfalls auf der Homepage des Autors Chad Michael Murray zu finden ist.

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Was ich auch noch als positiv werten möchte ist die Kurzzusammenfassung der wichtigen Infos zu den Autoren und Zeichnern der Graphic Novel am Ende des Buches:

Chad Michael Murray, Danijel Zezelj, Robbi Rodriguez, Andrew Huerta, J.K. Woodward und Trevor Hairsine.

 

Ich war sehr beeindruckt von der erzählten Geschichte, die definitiv nach einer Fortsetzung schreit

und würde mich freuen, von denen zu hören, die auch eine Leseerfahrung mit „Everlast“ gemacht haben 🙂

 

 

Außerdem möchte ich an dieser Stelle nur aus Formalitätsgründen noch einmal darauf hinweisen, dass die Rechte an hier zitierten Buchstellen natürlich bei den jeweiligen Autoren liegen. Dies ist zwar ein privater Blog, jedoch soll es nochmal explizit erwähnt werden.

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