„Liebes Tagebuch…“ oder: Was die Freedom Writers zu sagen haben…

LIEBES TAGEBUCH…

 „Als ich die Zeichnung in die Finger bekam, rastete ich komplett aus. ‚Das ist doch genau die Art von Propaganda, wie die Nazis sie im Holocaust eingesetzt haben‘ brüllte ich die Kids an. Und als ein Schüler mich verlegen fragte: ‚Was ist Holocaust?‘ sah ich ihn nur schockiert an. ‚ Wer von euch hat schon vom Holocaust gehört?‘, fragte ich schließlich. Kein einziger Schüler hob die Hand. Dann fragte ich: ‚Auf wen von euch ist schon mal geschossen worden?‘ So gut wie alle Hände gingen hoch.“ (S. 19/20)

 

*** Nach diesen Erkenntnissen beschließt die junge Lehrerin Erin Gruwell, ihren Schülern aus den nicht sicheren Gebieten Los Angeles, die schon so viel in ihrem jungen Leben miterleben mussten, Toleranz für andere Kulturen, Menschen, Glaubensrichtungen,… zu vermitteln. ***

 

Im Laufe der Tagebucheinträge erfährt der Leser den Wandel, der in den Studenten vor sich geht und ihren größer werdenden Wunsch, ihr Leben für sich und für andere zu verbessern.

 

* „Liebes Tagebuch,

ich dachte immer, ’sonderbar‘ sei ein wort mit neun Buchstaben, aber seit heute weiss ich, dass es auch sieben Buchstaben haben und ‚Gruwell‘ geschrieben werden kann. Meine Englischlehrerin ist voll schräg. Keine Ahnung, wie sie diesen Job gekriegt hat.“ (S. 22)

* „Liebes Tagebuch,

für die meisten ist heute wahrscheinlich einfach ein neuer Tag, für mich aber beginnt jeden Morgen ein Alptraum. Bevor ich zur Schule gehe, bekreuzigt sich meine Mutter und betet, dass ich wieder heil nach Hause komme.“ (S. 28)

* „Liebes Tagebuch,

Miss Gruwell hat ziemlich ungewöhnliche Lehrmethoden. Unsere Klasse hat gerade Durango Street gelesen, und jetzt machen wir einen Film daraus. Das Buch handelt von einem jungen Schwarzen, Rufus, der aus der Jugendhaft entlassen wird, im Ghetto lebt und versucht, seinen biologischen Vater zu finden.“ (S. 44)

(Freedom Writers – Wie eine junge Lehrerin und 150 gefährdete Jugendliche sich und ihre Umwelt durch Schreiben verändert haben; 2007/2012 Autorenhaus Verlag GmbH, Berlin; ISBN: 978-3-86671-017-7)

 

Mir ist während des Schreibens aufgefallen, dass fast alle Tagebucheinträge beeindruckende und zitatwürdige Gedanken enthalten, so dass ich mich nicht entscheiden kann und auch keinen Satz aus dem Zusammenhang reißen möchte.

Ich kann also auf diesem Weg nur allen Interessierten empfehlen, „Freedom Writers“ zu lesen und sich den Film anzuschauen.

Über booksandmore81

Fotografin, Leseratte, Film- & Serienliebhaberin, Tagträumerin.... und noch vieles mehr...
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