Colin Farrell als irischer Fischer – „Ondine – das Mädchen aus dem Meer“

Als Medienpädagogin schaut man sich Filme generell etwas anders an als andere Menschen. Das ist nicht immer so, aber wenn z.B. der Film mit dem  „Prädikat besonders wertvoll“ der Filmbewertungsstelle (FBW) ausgezeichnet wurde, ist ein genauerer Blick auf den Filminhalt und seine Darstellung sehr interessant.

Zu „Ondine – das Mädchen aus dem Meer“, der 2011 auf DVD herauskam (zuvor lief er laut mehreren Kritiken im Kino an), habe ich bei Recherchen doch einige leicht negativ klingende Bewertungen gelesen.

Sicher, der Film ist nichts für Actionfans oder Liebhaber von raschen Bildwechseln und temporeichen Handlungen.

„Ondine“ – das ist ein ruhiger Film von 99 min. Länge. Ein Film des Regisseurs Neil Jordan, der 1994 die Kinogänger mit „Interview mit einem Vampir“ begeisterte. Ein Film mit einem gut agierenden Colin Farrell, der in den unterschiedlichsten Filmen seine Wandelbarkeit gezeigt hat – und nun hier einen ruhigen Charakter spielt, der trotz seiner äußeren sichtbaren Probleme (alkoholabhängige Exfrau, kranke Tochter) versucht, die eigenen Dämonen in den Griff zu bekommen.
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Der irische Fischer Syracuse (auf Grund seiner Probleme hat er den „Spitznamen“ Circus) hat kein Glück. Nicht in seinem Beruf – Fische verirren sich nur selten in seinen Netzen, noch in der Liebe – seine Exfrau ist alkoholabhängig und ihr neuer Freund ebenso.

Einziger Lichtblick ist seine Tochter Annie, die allerdings auf Grund einer Nierenkrankheit im Rollstuhl sitzt, regelmäßig zur Dialyse muss, aber ansonsten ein aufgewecktes Kind mit viel Fantasie ist.

Als Syracuse mit seinem Boot einen seltsamen Fang macht, wendet sich sein Leben.

Beim Einholen der Netze hat fischt er eine junge Frau aus dem Meer, die fast ertrunken wäre. Sie kann sich weder an ihren Namen erinnern, noch daran, wie sie ins Meer gelangt ist.

Syracuse nimmt sie mit an Land und bietet ihr Unterschlupf im Strandhaus seiner verstorbenen Mutter.

Während der Dialyse seiner Tochter erzählt er ihr eine Geschichte – von einem Fischer  und einer Frau, die aus dem Meer kam… In Annie wächst die Idee, bei der Frau könnte es sich um eine Selkie handeln.

Nach und nach kommen sich Syracuse und die Frau aus dem Meer näher – und sie schöpft Vertrauen zu ihm und seiner Tochter….

Sie schafft es sogar, dass Syracuse einen guten (Fisch) Fang macht und der sonst eher alleingängerische Fischer fühlt sich mehr und mehr von der jungen Frau angezogen…

Doch dann tauchen immer wieder Männer auf, die sich nach ihr erkundigen – und sie schließlich auch finden – und hier offenbart sich die Realität hinter der märchenhaften Geschichte…

Wer ist die junge Frau wirklich? Welchen Grund haben die Männer, hinter ihr her zu sein?

Als ein Autounfall seinen Lauf nimmt, stellt sich die Frage, wie sich das Leben von Annie ändern wird…

FAZIT:

„Ondine“ ist ein ruhiger Film mit großartigen Landschaftsaufnahmen, einer netten Geschichte und guten Darstellern.

Man muss allerdings – wie bei jedem anderen Film auch – in der richtigen Stimmung sein, um sich auf ihn einzulassen. Wenn man diese langsam und gefühlvoll erzählte Geschichte jedoch an sich heranlässt, wird man nicht enttäuscht – obwohl das Ende ein wenig vorhersehbar ist.

Empfehlenswert!

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