Richard Paul Evans: „Ein vollkommener Tag“

So, da ich heute in Schreiblaune bin, hier gleich noch eine Buchbesprechung:

 

Der 1962 geborene Autor Richard Paul Evans kam wohl eher durch Zufall zum Autorensein.

Grund für seinen späteren Erfolg war eine Weihnachtsgeschichte, die er für seine Tochter geschrieben hatte. Da er keinen Verlag und keinen Literaturagenten fand, entschied er sich dazu, die Geschichte im Selbstverlag zu veröffentlichen: Titel „The Christmas Box“.

Was danach folgte, ist Geschichte: nationaler Selbstverlag, Platz 2 der NY Times Bestsellerliste, Aufmerksamkeit der großen Buchverlage, Bieterwettstreit, Rechte des Buches gingen letztendlich an Simon & Schuster.

Ach ja, verfilmt wurde es auch noch! und 1996 erschien es in Deutschland.

Seit seiner Entdeckung hat RPE neben einigen Kinderbüchern noch viele weitere Romane geschrieben, u.a.:

* Für alle Zeit (original: Timepiece)

* Der vergessene Brief (or. The Letter)

* Der unendliche Traum (or. The Locket)

* Tränen der Vergangenheit (or. The Looking Glass)

* Das vergessene Herz (or. The Carousel)

Der Vater von fünf Kindern hat ein ganz besonderes Talent, Geschichten zu erzählen und zu fesseln, dass es nun auf geradem Weg zum Buch geht:

Es ist eine ähnliche Geschichte wie seine eigene. Es geht um Träume, Wünsche, Entbehrungen, das Verlaufen und die Liebe…und um Familie…

Robert ist Werbeverkäufer bei einem Radiosender. Er mag seinen Job, wäre aber gern Schriftsteller geworden.

Vor vielen Jahren hat er seine Frau Allyson kennengelernt und liebt sie auch heute noch abgöttisch. Sie haben eine kleine Tochter namens Carson – in Erinnerung an Allysons Vater, den sie vor Jahren an den Krebs verloren hatte.

Sie leben nicht im Luxus, dennoch sind sie glücklich als Familie.

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Dann wird Rob entlassen, obwohl er auf eine Beförderung gehofft hatte. Entlassen zu Gunsten einer jungen Blondine, die dem Chef den Kopf verdreht hat…

Rob lässt sich jedoch nicht unterkriegen und arbeitet bei seinem Bruder in dessen Firma mit.

Glücklich ist er jedoch nicht. Ja, er hat einen Job, verdient Geld für seine Familie – aber Glück ist für ihn etwas anderes…

Als Allyson den deprimierten Zustand ihres Mannes nicht mehr mit ansehen kann, gibt sie ihm den Anstoß, sich weiter um seinen Traum zu kümmern…

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Robert kündigt seinen Job, Allyson sucht sich eine Arbeit und Rob beginnt, an seinem Buch zu arbeiten.

Es geht langsam voran, das Buch wird fertig und Allyson ist begeistert, handelt es doch in rührend erzählter Weise von ihr und ihrem Vater und ihrer besonderen liebevollen Beziehung zueinander.

Das ist aber nur der Anfang der Suche nach Literaturagenten und Verlagen – eine Straße, die steinig ist und auf lange Sicht gepflastert mit Absagen über Absagen…

DANN ein Anruf. Die Literaturagentin Camille ist begeistert von dem Buch und möchte sich mit Rob treffen…

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Die Zeichen stehen gut für den jungen Autor – das Buch wird veröffentlicht und schon bald geht er auf Lesereise.

Anfänglich sind die Buchhandlungen noch leer, doch der Erfolg des Buches kommt schleichend und scheint Robert mit der Zeit zu überrennen…

Es folgen TV-Auftritte, Radiointerviews und er wird von den Verlagsmitarbeitern als ihr neuer Star von vorn bis hinten umschwärmt und mit Auftritten versorgt…

Darüber hinaus vergisst Rob das, was ihm am wichtigsten war – seine Familie.

Er verpasst Termine und enttäuscht Allyson und Carson.

Das Schlimmste ist: er fühlt sich schon bald in Hotelzimmern mehr zu Hause als in seinem eigenen Heim.

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Doch auch die Hochmütigen werden tief fallen:

Eines Tages taucht ein Mann namens Michael auf, der mehr über Rob zu wissen scheint, als seine Familie – und er prophezeit ihm, dass er nur noch 40 Tage zu leben hat – bis Jahresende…

Wie wird Rob sich verhalten? Wird er sein Leben verändern – zum Guten? Wird er das Weihnachtsfest zu Hause verbringen – mit seiner Familie? Was hat der Mann Michael mit seinem Leben zu tun – ein Mann, der mehr über Rob weiss, als diesem lieb ist?

FAZIT:

Da ich schon andere Bücher von Richard Paul Evans gelesen habe, kann ich nur bestätigen, dass er richtig gute Geschichten erzählen kann. Geschichten, die man als Leser verschlingt – so wie ich dieses Buch in 2 Tagen.

Und ich werde auch noch weitere Bücher von ihm lesen. Auch mal englische Originale, obwohl man natürlich auch dem Übersetzer große Komplimente machen muss.

Lest dieses Buch – und andere von RPE – ihr werdet es nicht bereuen.

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