„Jeder braucht irgendetwas“ – Der letzte Gentleman

Dieser 2010 entstandene kleine gemütliche und doch lustige Film war gestern Bestandteil meines Abendprogramms.

Nicht zuletzt wegen Kevin Kline – der in diesem Film einfach wunderbar ist – und natürlich Katie Holmes, die in einer kleineren, aber nicht weniger wichtigen Rolle für den Filmprotagonisten zu sehen ist.

„Der letzte Gentleman“ – im orginal: „The Extra Man“ – erzählt die Geschichte von Louis. Er hat an der Universität gearbeitet, ist allerdings durch merkwürdige Umstände, in die auch ein BH verwickelt ist, seiner Arbeit verwiesen worden. Da er schon länger mit dem Gedanken spielt, Schriftsteller zu werden, zieht er es vor – um Geld zu sparen, bei einem älteren Mann als Mitbewohner einzuziehen.

Dieser Mann, Henry (wunderbar dargestellt von Kevin Kline) ist ein kauziger Typ mit merkwürdig anmutenden Marotten und einer Vorliebe für Weihnachtsbaumkugeln. Dennoch scheinen sich Henry und sein neuer Mitbewohner Louis doch ganz gut zu verstehen, vielleicht auch gerade wegen den kauzigen Angewohnheiten des Älteren.

Louis findet eine Anstellung bei einem Verlag und verliebt sich mehr oder weniger umgehend in die schöne Mary (Katie Holmes), die freundlich ihm gegenüber ist, jedoch nicht mehr für ihn empfindet.

Was die Situation auch nicht gerade einfacher macht, ist die Tatsache, dass Louis nicht richtig mit sich zufrieden ist.

Mit seinem Leben, mit seinem Dasein als männliches Wesen – also: mit der Gesamtsituation…

Also versucht er, herauszufinden, ob seine Neigungen, weibliche Kleidung anzuziehen, ihm Erfüllung bringt…

Währenddessen findet Louis außerdem heraus, dass Henry als Begleitung für ältere Damen seinen Lebensunterhalt verdient und lässt sich von ihm darin unterweisen, ein Gentleman und „Frauenbegleiter“ zu sein.

FAZIT:

Auch dieser Film bietet inhaltlich sehr viel – sodass es an dieser Stelle kaum möglich erscheint, auf alle witzigen und detailreichen Ereignisse einzugehen.

Sicher ist nur eines: kauzige Typen gibt es immer irgendwo – und man sollte nicht von der Statur einer Person auf dessen Stimme und Lebensweise schließen (gutes Beispiel im Film: John C. Reilly in einer wunderbaren Nebenrolle als Gershon).

Wen im übrigen literarische Filmvorlagen interessieren, sollte sich in diesem Fall den Roman „Henry und Louis“ von Jonathan Ames zu Gemüte führen.

Ein interessanter Film voller kauziger Typen – eine gute Abendunterhaltung🙂

Empfehlenswert!

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