Ines Thorn: „Das Mädchen mit den Teufelsaugen“

So, nachdem ich jetzt eine Weile den blauen Header versucht habe, bin ich doch der Ansicht, der lilafarbene Hintergrund ist passender – und bin zum Altvertrauten zurückgekehrt.

Fandet ihr den blauen Hintergrund besser?

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Jetzt aber mal wieder zu einer Buchbesprechung.

Diesmal handelt es sich um einen historischen Roman. Eigentlich bin ich dieser Kategorie von Büchern bis jetzt nur zugetan gewesen, wenn es sich um eine historische Persönlichkeit gehandelt hat – sei es Marie Antoinette, Katharina die Große, Anne Boleyn oder deren Schwester Mary – waren es historische Persönlichkeiten (die mich auch interessierten), war ich als Leser dabei.

Jetzt mal ein historischer Roman, der sich nicht explizit mit einer Persönlichkeit beschäftigt.

Na dann schauen wir mal.

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Wenn ich ein Buch in die Hand nehme, schaue ich mir zuerst die vierte Umschlagseite an, also diejenige, auf der die „anheizenden“ Worte stehen, die den Käufer dazu bewegen sollen, eben jenes Buch zu kaufen.

Bei Ines Thorns Werk las ich da folgendes:

„Sie trägt das Zeichen des Bösen…

Die Frauen erschrecken und bekreuzigen sich, die

Männer fliehen, wenn sie Rosamund sehen. Denn

sie hat „Teufelsaugen“, ein blaues und ein braunes.

Ihr einziger Zufluchtsort: die Malerwerkstatt des

Vaters. Dort lernt sie schnell, mit Pinseln und

Pigmenten zu arbeiten. Doch dann geschieht ein

Unglück in der Werkstatt – und alle erinnern

sich an das Mädchen, das nur Unheil bringt…“

So weit so gut – klingt alles sehr interessant und auch das Cover des Buches ist sehr ansprechend gestaltet:

Nun zum Inhalt:

Zunächst einmal: dieses Buch lässt sich richtig gut lesen. Es gibt ja Bücher, mit denen man sich beim Lesen ein wenig quälen muss – dieses hier macht keine Mühe…

Wie die Rückseite des Buches schon mitteilte, geht es in diesem historischen Roman um Rosamund, ihres Zeichens älteste Tochter von Lisbeth und Ruppert Hoffmann. Er ist Weißbinder und ein guter, wenn auch etwas zaudernder Mann, der mit seiner etwas ruppigeren Frau ein schwieriges Los gezogen hat. Er ist mit dem zufrieden, was er hat – und sie will immer mehr um mehr.

Eines Tages steht eine junge Zigeunerin vor der Tür und Ruppert lässt sie eintreten. Ihr Name ist Tonia, sie wird von Ruppert mit Essen versorgt und darf – auch gegen den Willen der Hausherrin, bei der Familie übernachten und bleiben. Zum Dank liest sie Lisbeth aus der Hand und die Schwangere ist auch da nur auf den Gewinn, Ruhm und Ehre aus – Geld und Macht spielen eine große Rolle in ihrem Leben.

Tonia ist zur Stelle, als Lisbeth eine Tochter zur Welt bringt – Rosamund. Bereits bei Geburt hat sie ein blaues und ein braunes Auge.

Schnell werden die Augen als „Teufelsaugen“ verschrien und Tonia bindet Rosamund eine Binde über das eine Auge, so dass niemand es erkennen kann.

Tonia und Rosamund verbringen eine schöne Zeit miteinander, bis die Zigeunerin eines Tages auf Grund einer Verleumdung verhaftet und später hingerichtet wird.

In der Zeit vor ihrer Hinrichtung wird Tonia von Ruppert und seiner Tochter im Gefängnis besucht und hier erfährt der Leser, dass sich Ruppert in Tonia verliebt hat und es kaum verkraften kann, diese Liebe, diese nette Gefährtin zu verlieren.

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Das Paar wird später noch eine weitere Tochter willkommen heißen – Ursula. Sie kommt eher nach der Mutter und ist ein eingebildetes Wesen, nur auf Ansehen und Geld aus.

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Als Leser kann man Rosamunds Lebensweg verfolgen – sie hat viele Schwierigkeiten zu überwinden, wird als Teufelsweib verflucht, kommt in ein Kloster, dieses brennt später ab. Sie bleibt auf dem Klostergelände, bewacht die dortigen Heiligtümer und malt Heiligenbilder – bekommt dafür von den Dorfbewohnern Essen. Hier wird sie als Heilige angesehen – weil ein Junge, den sie hat bei sich übernachten lassen, sie umringt von einem Heiligenschein gesehen haben will…

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Rosamund  überwindet noch einige Anfeindungen seitens der Familie und findet schließlich im aus Italien stammenden Matteo einen guten Ehemann, der sie aufrichtig liebt.

Doch auch dieses Glück ist nicht von Dauer – Matteo hat einen Unfall und ist nicht mehr in der Lage, mit der rechten Hand zu malen – gerade zu dem Zeitpunkt, als ein wichtiger Auftrag ansteht.

Rosamund, die ebenfalls sehr talentiert im Zeichnen ist, stellt den Auftrag fertig – bevor Matteo sie in seiner Wut und seinem Schmerz aus dem Haus wirft…

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Doch das ist noch nicht das Ende des „Mädchens mit den Teufelsaugen“…

Meine Beurteilung:

„Das Mädchen mit den Teufelsaugen“ ist ein netter, ruhiger Historienroman, in dem auch sporadisch historische Persönlichkeiten erwähnt werden. Dennoch geht es in dieser Geschichte vorrangig um Rosamund und ihr Leben.

Ein wenig erinnert die Geschichte an Aschenputtel, was jedoch nicht weiter auffällt und nur am Rande bemerkt wird.

Wie schon eingangs erwähnt, liest sich Ines Thorns Roman sehr leicht und man kann sich auch gut in die Geschichte hineinfühlen.

Allerdings ist sie an manchen Stellen auch etwas langatmig geschrieben, aber das tut der Geschichte nichts Schlechtes.

Wer einen netten Roman lesen möchte, mit einer sympathischen Hauptfigur, der ist bei Ines Thorns „Das Mädchen mit den Teufelsaugen“ gut beraten.

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