Young Sherlock Holmes 2 – Das Leben ist tödlich

So, nachdem es doch Bücher gibt, die sich einem begierigen Leser nicht so ohne Weiteres öffnen und bei deren Lektüre man nach einigen Versuchen doch noch länger brauchen wird als gedacht – was macht man da? – GENAU: man wendet sich einem leichter zugänglichen „Leseopfer“ zu und verschlingt zunächst dieses…

Nun, da ich mit „Die alltägliche Physik des Unglücks“ doch so meine Schwierigkeiten zu haben scheine, habe ich mich stattdessen dem zweiten in deutscher Sprache erschienenen Buch der Young Sherlock-Reihe des Autors Andrew Lane gewidmet – und siehe da:

EINE GUTE LESEERFAHRUNG UND DIE SICH  IM KOPF ENTWICKELNDEN BILDER FÜR EINE EVENTUELLE VERFILMUNG LIEFEN STURM UND DAS LESERHERZ HÜPFTE VOR FREUDE AUF UND AB

Andrew Lane führt seine Leser in diesem zweiten Band der Young-Sherlock-Abenteuer erneut in eine Welt aus Intrigen, Verstrickungen, Entdeckungen und tödlichen Gefahren.

Die Geschichte beginnt erneut mit einem „Einführungskapitel“: Männer in einem fremden Dschungel mit für sie merkwürdigen Tieren suchen für ihren Auftraggeber nach einem Viech mit wurmartigem Körper – und werden fündig. Einer der Männer ist definitiv nur mit von der Partie, damit das Viech etwas zum Ernähren hat…

Sprung zu Sherlock, der noch immer im Haus seiner Tante und seines Onkels wohnt.

Mittlerweile ist er nicht mehr ganz so allein, hat er doch in Matty und der Tochter seines Lehrers Amyus Crowe, Virginia, gute Freunde gefunden. Und auch die Lektionen seines Lehrers (u.a. Zufallsbewegungsprinzip bei Ameisen) fesseln seinen Verstand und lassen ihn immer wieder neue Entdeckungen machen.

Außerdem macht er sich so nicht mehr soo viele Gedanken über die merkwürdige Haushälterin Mrs. Eglantine, die mehr zu verbergen hat, als er bisher immer glaubte. Jedenfalls scheint sie über mehr Macht im Haus seiner Verwandten zu verfügen, als ihm lieb ist.
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Die Dinge verkomplizieren sich, als Sherlocks Bruder Mycroft unvermittelt auf dem Gut auftaucht und Dinge mit Mr. Crowe zu besprechen hat.

Es geht um die Verschwörung, die zu A. Lincolns Tod führte – und der für tot gehaltene Mörder, John Wilkes Booth, soll noch am Leben sein und unter anderem Namen erneut auf dem Weg nach Amerika sein.

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Danach überschlagen sich die Ereignisse: Mycroft und Crowe sprechen über Verfolgung und Festnahme und Sherlock versucht natürlich, auf seine Art zu helfen – und gelangt dadurch nur noch tiefer in die Angelegenheit.

Nachdem er nur knapp dem Tod entkommen ist, wird sein Freund Matty gekidnappt und die gefährliche Bande sucht den schnellstmöglichen Weg nach Amerika.

Sherlock, Crowe und Virginia reisen natürlich hinterher, sind doch Sherlock und Matty die einzigen, die die komplette Bande gesehen haben und identifizieren können.

Aber auch auf dem Schiff sind sie nicht vor Anschlägen sicher.

„‚Also hat der kleine Köter doch etwas Mumm, was?‘ Grivens‘ Gesicht war zu einer grimmigen Fratze erstarrt. ‚Dann muss ich für mein Geld halt ein bisschen härter arbeiten.‘

Er stürtze auf Sherlock zu und holte mit dem Schraubenschlüssel aus, um ihn an der Schläfe zu treffen. Doch Sherlock duckte sich, und der Schraubenschlüssel knallte mit voller Wucht gegen ein Eisenrohr. Funken stoben durch die Luft und brannten Sherlock im Gesicht.

Mit wütendem Knurren holte Grivens ein zweites Mal mit dem Schraubenschlüssel aus, schwang ihn über seinem Kopf und zielte dann damit nach Sherlocks Schädel.“ (S. 225)

Nachdem sich Sherlock des angreifenden Stewards erwehrt hat – leider mit Todesfall – kehrt für die restliche Zeit der Überfahrt etwas Ruhe ein und er hat Zeit, sich mit Platon und dem Violinespiel zu beschäftigen.
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In Amerika angekommen, geht die Suche nach Matty weiter und Sherlock wird bald fündig. Er und Virginia verfolgen die Kidnapper, und geraten bald selbst erneut in Gefahr, als sie nämlich mit ihnen im fahrenden Zug festsitzen und auf dem Weg zu dem Drahtzieher der ganzen Angelegenheit sind.

Dieser Mann, Duke Balthasar, hat gesundheitliche Probleme und vertraut auf die Hilfe von Blutegeln – womit wieder der Bezug zum Anfangskapitel hergestellt wäre.

Und auch Balthasar ist nicht ohne und scheut auch keine Skrupel, sondern will mögliche Augenzeugen schnellstmöglich eliminieren.

„Ihr habt nicht die Wahl, ob ihr nun sterbt oder am Leben bleibt; diese Entscheidung habe ich euch bereits abgenommen. Allerdings habt ihr durchaus die Wahl, WIE ihr sterben werdet: schnell oder langsam, qualvoll oder in Frieden.“

„Na schön“ sagte Sherlock, dem das Herz bis zum Hals klopfte. „Rufen Sie den Puma weg, und ich werde Ihre Frage beantworten.“

„Nein“, widersprach Balthassar. „Beantworte die Frage, und ich werde den Puma wegrufen.“

Die Spannung in der Luft war buchstäblich mit Händen zu greifen. Sherlock war sich durchaus dessen bewusst, dass Balthassar und er gerade gegenseitig ihre Willensstärke auf die Probe stellten. Das Problem war nur, dass Balthassar sämtliche Trümpfe in den Händen hielt.“ (S. 327)

Wie genau diese zweite Story um die Abenteuer des jugendlichen Sherlock Holmes ausgeht, sei hier nicht verraten – allerdings bin ich schon gespannt auf den dritten Teil der Sherlock-Reihe.

Diesen Band gibt es übrigens seit 17. August im Buchhandel; erschienen im Fischer Verlag.

FAZIT:

Wer bereits die erste Geschichte rund um den 14-jährigen Sherlock mochte, wird diese Story auch lieben. Sie ist aufregend geschrieben, hat Witz und interessante Details zu bieten und auch Wissenswertes.

Oder hättet ihr jetzt so auf Anhieb gewusst, was Kolophonium ist?

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2 Antworten zu Young Sherlock Holmes 2 – Das Leben ist tödlich

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