Schnee und brrr….brrrr….. Bridgertons :-)

So meine lieben Leser,

nach einiger Zeit der Abwesenheit bin ich auch wieder bei meinem Blog angelangt.

Wie Kathrin auch schon festgestellt hat – es ist kkkkalt – und es hat geschneit – und dabei lag ich vergangenes Wochenende noch am See in der Sonne… tja, so ist das Leben.

   

Nun, da die Zeit der Heizungsliebhaber gekommen ist (warme Füße sind doch was Schönes) werde ich auf meine literarischen Freunde aus der Bridgerton-Familie zurückkommen.

Allgemein und grob zusammengefasst geht es in den Büchern um die Kinder der Familie Bridgerton. Über mehrere Jahre begleiten wir jeden der acht Geschwister bei ihrer Suche nach dem richtigen Gefährten fürs Leben. Das dies nicht so einfach ist, wissen sicherlich die meisten von uns Lesern aus eigener Erfahrung.

Der Autorin Julia Quinn (dieser Name ist ihr Pseudonym)  ist es gelungen, aufregende und amüsante historische Romane aus dem England des 19. Jahrhunderts zu verfassen, die zumindest mich als Leser gefangen nehmen und bis zum Ende nicht mehr loslassen.

Ihre Charaktere sind allesamt sehr sympathisch, haben natürlich auch ihre Ecken und Kanten – und gerade das macht sie so liebenswert.

Die männlichen Charaktere sind so gezeichnet, wie man sie sich meist selbst vorstellt – charmant, zuvorkommend, aber auch ein wenig starsinnig und eigen.

Auf die weiblichen Charakteren hat Julia Quinn die Eigenschaften moderner und emanzipierter Frauen übertragen – und so wirken sie frisch und natürlich. Auch kann man sich als Leserin auf Grund dieser Frische und Frechheit auch schneller mit ihnen identifizieren. Natürlich haben auch sie Charaktereigenschaften, die in die frühere Zeit gehören.

Da es acht Geschwister sind, sind es natürlich auch acht Bände, die sich mit je einem Bridgertonspross beschäftigen.

Hier nur mal kurz der Übersicht halber die Reihenfolge: (Natürlich könnte man auch außerhalb der Reihenfolge lesen, aber dann entgehen einem mitunter die Zusammenhänge)

1. Wie erobert man einen Duke? ( Daphne Bridgerton)

2. Wie bezaubert man einen Viscount? (Anthony Bridgerton, ältester Sohn)

3. Wie verführt man einen Lord? (Benedict Bridgerton)

4. Penelopes pikantes Geheimnis (Colin Bridgerton)

5. In Liebe, Ihre Eloise (Eloise Bridgerton)

6. Ein hinreißend verruchter Gentleman (Francesca Bridgerton)

7. Mitternachtsdiamanten (Hyacinth Bridgerton)

8.  Hochzeitsglocken für Lady Lucy (Gregory Bridgerton)

„Ich wollte dir niemals wehtun, Daphne“, sagte er. „Das weißt du doch?“

Sie nickte. „Das weiß ich, Simon.“ […]

„Mein ganzes Leben lang“, sagte Simon traurig, „mein ganzes Leben lang hat immer er gewonnen. Hast du das gewusst? Er hat immer gewonnen. Diesmal gewinne ich.“

„Ach Simon“, flüsterte sie. „Du hast schon längst gewonnen. In dem Augenblick, als du seine Erwartungen übertroffen hast, hast du gewonnen. Jedesmal, wenn du Widerstände überwunden, einen Freund gefunden oder ein neues Land bereist hast, hast du gewonnen. Du hast all die Dinge getan, die er dir nicht gegönnt hat.“ (S. 330/331)

„Meine liebe Miss Bridgerton!

Wir schreiben uns nun schon eine ganze Weile, und auch wenn wir einander noch nie begegnet sind, habe ich doch das Gefühl, Sie zu kennen. Ich hoffe, Ihnen ergeht es ebenso.

Verzeihen Sie, wenn ich allzu verwegen erscheine, aber ich schreibe Ihnen, um Sie nach Romney Hall einzuladen. Ich hege die Hoffnung, dass sich nach einer angemessenen Zeitspanne herausstellt, dass wir zusammenpassen und dass Sie zustimmen, meine Frau zu werden.

Natürlich werde ich für schickliche weibliche Gesellschaft sorgen. Sowie Sie meine Einladung annehmen, werde ich meine verwitwete Tante nach Romney Hall bitten.

In der Hoffnung, dass Sie meinen Antrag wohlwollend in Erwägung ziehen, verbleibe ich – wie immer der Ihre

Phillip Crane“ (S. 28)

„Am sechsten April 1812 – genau zwei Tage vor ihrem sechzehnten Geburtstag – verliebte sich Penelope Featherington. Es war erschütternd. Die Erde bebte. […]

Von der Liebe einmal abgesehen. 1812 verliebte er sich ganz gewiss nicht in sie, auch nicht 1813, 1814 oder 1815 und, verflixt noch mal, auch nicht in den Jahren 1816 bis 1822 und garantiert nicht im Jahr 1823, das er fast zur Gänze im Ausland verbrachte.

Doch auch für ihn bebte die Erde, sein Herz geriet in Aufruhr, und Penelope war sich auch vollkommen sicher, dass es ihm den Atem raubte. Mindestens zehn Sekunden lang.

Das passierte eben, wenn man vom Pferd fiel.“ (S. 9)

„Benedict Bridergton war das zweite von acht Kindern, doch manchmal kam es ihm vor, als seien es hundert. Dieser Ball, den seine Mutter unbedingt hatte geben wollen, sollte ein Maskenball sein, und Benedict hatte pflichtschuldig eine schwarze Halbmaske angelegt, dennoch wusste jeder, wer er war. Oder zumindest beinahe.

„Ein Bridgerton!“, riefen sie und klatschten begeistert in die Hände. „Sie müssen ein Bridgerton sein! Einen Bridgerton würde ich überall erkennen.“

Benedict war ein Bridgerton, und obgleich es keine Familie gab, zu der er lieber gehört hätte, wünschte er manchmal, man würde ihn etwas weniger als Bridgerton sehen und ein wenig mehr als ihn selbst.“ (S. 37)

„Anthony Bridgerton hatte schon immer gewusst,dass er jung sterben würde.

Oh nein, nicht als er noch ein Knabe gewesen war. Der kleine Anthony hatte keinerlei Veranlassung gehabt, über den eigenen Tod nachzugrübeln. Kein Junge hätte eine schönere Kindheit haben können, und zwar vom ersten Tag an.“ […]

(S. 7)

„Im Gegensatz zu vielen anderen seiner Bekannten glaubte Gregory Bridgerton an die Liebe. Er wäre dumm gewesen, wenn er es nicht getan hätte. Man denk an: seinen ältesten Bruder Anthony, seine älteste Schwester Daphne, seine anderen Brüder Benedict und Colin, ganz zu schweigen von seinen Schwestern Eloise, Francesca und(ärgerlich aber wahr) Hyacinth, die alle – alle – glücklich verliebt in ihre diversen Gatten waren.“ (S. 11)

„In jedem Leben gibt es einen Wendepunkt. […] Für Michael Stirling kam dieser Moment, als er Francesca Bridgerton begegnete. […] Leider sollte Francescas Nachname nur noch ganze sechsunddreißig Stunden Bridgerton lauten: Er lernte sie auf einem Dinner anlässlich ihrer unmittelbar bevorstehenden Vermählung mit seinem Vetter kennen.

Das Leben kann ganz schön ironisch sein, fand Michael, wenn ihm gerade vornehm zumute war. In einer weniger vornehmen Stimmung bediente er sich eines ganz anderen Adjektivs.“

 „Ort der Handlung ist die alljährlich stattfindende Soiree im Hause Smythe-Smith, die Zeit ungefähr zehn Minuten bevor Herr Mozart anfängt, sich im Grabe umzudrehen.“ (S. 19)

Wie ich schon anfangs schrieb, gibt es eigentlich so viel über die Romane zu sagen, dass man ganze Seiten vollschreiben könnte. Ich kann nur jedem, der sich mit historischen Romanen anfreunden möchte, diese hier empfehlen.

Sicher, es sind keine Tatsachenromane oder historisch wichtige Ereignisse vorhanden – aber die Charaktere und die Beschreibungen allein wecken schon den Zauber vergangener Tage und lassen einen träumen…

Genau das Richtige für nasse, kalte Herbst-/Wintertage

 

 

ACHTUNG!

ICH MÖCHTE HIER NUR NOCH EINMAL DARAUF HINWEISEN,DASS ALLE ZITATE UND COVERABBILDUNGEN NATÜRLICH DEN RECHTMÄßIGEN URHEBERN GEHÖREN UND ES NICHT MEINE ABSICHT IST, GEGEN BESTEHENDES RECHT VON VERLAGEN UND AUTOREN ZU HANDELN!!!

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