Filmtipp => „Duell der Degen“

Diesen Film wollte ich mir eigentlich schon seit längerem einmal wieder anschauen – schön gemütlich, abends, ein bisschen was zu knabbern und die DVD.

Nun kam es aber ein wenig anders, als ich heute früh mitbekam, dass „Duell der Degen“ im TV lief. Da hab ich doch sofort mal eingeschaltet und ihn mir angesehen – zwar nicht ganz von Anfang an, aber das lässt sich ja glücklicherweise nachholen.

Worum geht es in diesem Film?

Der Hauptcharakter des Films ist ein junger Fechtschüler namens Lagardére. Als er die Fechtschule seines Onkels besucht, schließt er Bekanntschaft mit einem jungen Herzog – Philippe de Nevers. Sie werden Freunde und der Herzog erzählt Lagardére von seiner Liebe zu Blanche. Diese hat er heimlich geheiratet und sie erwarten gemeinsam ein Kind.

* Kennt ihr den Ausspruch: Man kann sich seine Familie nicht aussuchen.?*

Genauso geht es dem Herzog. Er hat einen Vetter namens Gonzague – und dieser ist sehr erpicht darauf, an das Erbe von Phillippe zu kommen. Deshalb scheut er auch vor Mord nicht zurück und so stirbt Philippe de Nevers in den Armen seines Freundes Lagardére, der ihm zwar zu Hilfe geeilt ist, jedoch gegen den heimtückischen Gonzague auch nichts mehr ausrichten konnte.

Bevor er stirbt, bittet de Nevers seinen Freund darum, seine Tochter – Aurore, zu beschützen und sich um sie zu kümmern, damit sie später sein Familienerbe antreten kann und es nicht in die Hände des Mörders fällt.

Fortan kümmert sich Lagardére also liebevoll in der Vaterrolle um Aurore und unterrichtet sie sogar im Fechten. Sie ahnt nichts von ihrem eigentlichen Leben als Mitglied der höheren Gesellschaft und verbringt eine sorgenfreie Kindheit und Jugend.

Während dieser Zeit setzt Lagardére alles daran, einen Plan zu entwickeln, um Aurore ihren angemessenen Titel wieder zu holen und ein Wiedersehen mit ihrer Mutter zu ermöglichen. Diese war nach der Nachricht vom Tod ihres Gatten in depressive Stimmung verfallen und Gonzague hatte dies ausgenutzt und sie festgehalten – um nicht zu sagen: gekidnappt. Dabei log er ihr eiskalt ins Gesicht und bezichtigte Lagardére nicht nur am Mord an ihrem Mann sondern auch des Mordes an ihrer Tochter…

Aber Lagardére sinnt auf Rache und seine Zeit wird kommen…

Allerdings wird auch Aurore älter und zu einer schönen jungen Dame, die sich zu ihrem „Vater“ hingezogen fühlt…

 

Bewertung:

„Duell der Degen“ ist in Film aus dem Jahr 1997 und heißt im französischen Original „Le Bossu“ (Der Bucklige).

Was Filmpreise angeht, war er sehr erfolgreich:

* César Award für Bestes Kostümdesign

* 8 César Nominierungen für Bester Film, Bester Schauspieler, Beste Schauspielerin, Bester Nebendarsteller, Beste Cinematography, Beste Musik, Bestes Produktionsdesign, Bestes Editing

* BAFTA Film Award Nominierung für den Besten Film 1999

 

Auch in der englischsprachigen Presse wurde „On Guard“, wie der englische Filmtitel lautet, sehr gelobt:

On Guard received generally positive reviews in he United States. In his review in The New York Times, A. O. Scott described the film as „full of durable cinematic pleasures: a little sex, a lot of sword fighting and a plot that combines heady passion with complicated political intrigue.“[7] Scott singled out Auteuil’s performance delivered with „unabashed gusto and unexpected warmth.“[7]“

In his review for Salon.com, Charles Taylor called On Guard „one of the best swashbucklers in movie history.“ [8] Taylor went on to write:

Arriving here with little advance publicity five years after it was made, Philippe de Broca’s On Guard turns out to be one of the screen’s great swashbucklers. For sheer entertainment it puts nearly everything else that’s playing to shame. De Broca’s film is a delight from top to bottom, packed with romance, adventure, beautifully executed swordplay and a sumptuous period look.[8]

Scott described Auteuil’s performance as „simply wonderful“ and that „his range seems to be as wide as that of almost any actor now working in the movies.“[8] Scott continues:

The glory of his role in On Guard is that it’s basically a showcase for that range. Auteuil’s compact build and the precision he has always brought to his physical movements make him particularly suited to the elegant brio of fencing scenes. And his imitation of a hunchback to get close to Gonzague in the film’s last act provides him with a great opportunity for clowning. Auteuil puts on a raspy voice; he walks through scenes stooped over and rolling his eyes so that you might almost believe you’re looking at Groucho’s French ancestor … He makes Lagardère one of those screen heroes who feel close to us instead of one we regard from an admiring distance.[8]

In his review in the Los Angeles Times, Kevin Thomas called the film „an enchanting, richly detailed period piece“ and arguably Philippe de Broca’s „most substantial film.“[9] Thomas goes on to write:

Indeed, On Guard has been made much in the same spirit as Richard Lester’s 1974 version of The Three Musketeers in that it has been made by a filmmaker with a sense of humor and an affection for the swashbuckler; but resisting the easy spoof, De Broca has made it as emotionally engaging as it is amusing.[9]

(Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/On_Guard_%281997_film%29)

 

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Für Liebhaber von Filmen, die einen romantischen Touch haben, für Liebhaber von Abenteuerfilmen und für Liebhaber historischer Filme/ Kostümfilme ist dieser Film ein Augenschmaus.

Aber auch alle anderen sollten sich diesen Film einmal zu Gemüte führen, denn er bietet alles, was ein Film braucht: eine gute Geschichte, wunderbare Darsteller (Daniel Auteuil als Lagardére, Marie Gillain als Aurore) und eine großartige Grundstimmung.

 

Wer auf Literaturverfilmungen steht, auch dieser Film ist eine. Die Literaturvorlage stammt von Paul Feval.

Eindrücke des Buches gibt es hier oder hier.

 

Ich würde mich freuen, eure Meinung zu diesem Film zu lesen 🙂

 

 

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