Interkulturelle (Nicht-) Kompetenz am Freitagabend ODER: „Mein verrücktes Jahr in Bangkok““

Bei diesem Titel müsste man ja denken: „Ja klar, als Kultur- und Medienpädagogin muss sie ja so denken…“. Könnte auch der Wahrheit entsprechen….

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Allgemein bekannt ist die Tatsache, dass in der Zeit um Weihnachten die unterschiedlichsten Filme gezeigt werden, die den Zuschauer in weihnachtliche Stimmung bringen sollen – und mit denen er unterhalten werden soll.

Dies ist/ war auch der Fall beim gestrigen ARD-Freitagabendfilm „Mein verrücktes Jahr in Bangkok“. Visuelle Eindrücke aus einer ganz anderen Gegend dieser Welt, gepaart mit guten Schauspielern und einer recht netten Geschichte…

 

Worum ging es in dem Film?

Sabine Kremer und ihr Mann Christof wollen für längere Zeit nach Bangkok ziehen – wegen seines Berufes. Also werden die Koffer gepackt, das Kind geschnappt und ab in den Flieger….

In Bangkok angekommen ist das Gepäck verloren gegangen, das Haus entpuppt sich als noch renovierungsbedürftig und es gibt (fast) keinen, der die deutsche Sprache spricht.

Sabine bezahlt zu viel für die Tuktuks (Taxi), verdirbt sich an thailändischem Essen den Magen und kann sich auch sonst nicht so recht in dieser neuen Lebensumgebung einfinden.

Ihr Mann Christof ist besessen von seiner Arbeit, ist abends totmüde und somit seiner Frau keine große Hilfe bei der Eingewöhnung.

Einzig Tochter Emma scheint sich in Bangkok mit der Situation angefreundet zu haben. Sie geht auf die International School und hat auch schon bald einen neuen Freund, Fritz.

 

Was stört an dem Film?

Wie schon gesagt, an sich ein netter Film für einen gemütlichen Abend. Was mich allerdings etwas stört: Wenn ich schon plane, längere Zeit (wahrscheinlich 1 Jahr) in einem anderen Land zu verbringen, dann bereite ich mich doch darauf vor, oder? Ich lese Magazine über mein zukünftiges Domizil, versuche, erste Kenntnisse in der Sprache zu erlangen und würde die Ratschläge in einschlägigen Reisemagazinen beherzigen…

So denkt man zumindest.

Der Charakter der Sabine Kremer beweist allerdings, dass es auch anders geht!

Keine Sprachkenntnisse, keine Gedanken zum Leben gemacht, vollkommen überfordert angekommen…

 

Dass so ein unvorbereitetes Leben auch so seine Tücken haben kann, zeigt dieser Film ganz gut…

 

FAZIT:

„Mein verrücktes Jahr in Bangkok“ ist eine gute Freitagabendunterhaltung, keine große Action (außer, dass Sabine die Tasche geklaut worden ist), keine großen Sprünge vom Drehbuch her. Mit diesem ruhigen Film, der auch seine lustigen Seiten aufweist, ist man auf der richtigen Seite. Die Regisseure wollten keine großen Risiken eingehen und es ist ein Film entstanden, der von den guten Schauspielern (u.a. Christine Neubauer, Minh-Khai Phan-Thi) lebt und von der exotischen Atmosphäre Bangkoks.

Wer sich den Film anschauen möchte, kann dies in der ARD Mediathek machen.

Weitere Rezensionen und Meinungen zu diesem Film könnt ihr hier und hier lesen.

 

FRAGE:

Wie würdet ihr vorgehen, wenn ihr längere Zeit im Ausland leben wolltet? Sicherlich etwas vorbereiteter als Sabine Kremer…

Ich bin gespannt auf eure Meinungen🙂

 

Über booksandmore81

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