„Breathe“ – eine Dystopie, die den Atem raubt…

ZWAR bin ich nicht in den Genuss eines Leseexemplar-Gewinns gekommen, dennoch habe ich in den letzten zwei Tagen Sarah Crossans Young-Adults-Roman „Breathe“ geradezu verschlungen, dank Kathrin, die mir ihr Exemplar ausgeliehen hat.

Und ich kann nur sagen: klasse!

Sarah Crossan, die übrigens neben ihrem Blog auch twittert und auf Facebook aktiv ist, ist es gelungen, einen fesselnden Roman zu schreiben, dessen Fortsetzung „Resist“ im Herbst diesen Jahres im englischsprachigen Raum erscheinen soll.

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Leben unter Glas – ohne reale Bäume, ohne Chance, außerhalb zu überleben. Angewiesen auf Sauerstoffzuteilungen, die man mit horrenden Preisen bezahlen muss – eine Gesellschaft unterteilt in wohlhabende Premiums und nicht so wohlhabende Seconds. Keine Aufstiegsmöglichkeiten, es sei denn, man heiratet eine gesellschaftlich höhergestellte Person.

Dieses „niedere“ Leben führt Bea mit ihren Eltern, die sich nicht die ausreichende Menge an Sauerstoff leisten können und ständig an der Grenze des „Atembaren“ leben.

Ihr Freund Quinn hingegen ist ein Premium, der mit Sauerstoff „überversorgt“ ist, Sport treiben kann und auch sonst auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen scheint.

Bis er Alina kennenlernt – eine junge Rebellin, der er bei der Flucht aus der Kuppel hilft und so in ein Abenteuer und ein Leben gezogen wird, von dem er nicht geträumt hätte.

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Wie regierst du, wenn dir seit jeher vom System eingetrichtert wird, dass ein Leben außerhalb der „schützenden“ Kuppel nicht möglich ist und außerhalb keine Bäume existieren – und du merkst, dass du dein ganzes Leben belogen wurdest…?

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Bea, Alina und Quinn lernen, dass man im Leben Opfer bringen muss und sich auch neue Freundschaften entwickeln, wenn man nicht daran geglaubt hat und sich auf andere Personen einlässt. Sie lernen auf die harte Art, hinter die Fassade des Ministeriums der Kuppel zu schauen und sind am Ende auf sich allein gestellt…

Aber sie haben gelernt, zu überleben – in Kälte, unter schwierigen Bedingungen – ob mit Freunden oder ohne – und es zeigt sich: die Hoffnung stirbt zuletzt – und manchmal ist nicht alles vergebens – auch wenn alles in Schutt und Asche liegt…

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FAZIT:

Dystopien üben auf ihre Leser immer eine besondere Faszination aus – wegen der Hintergrundgeschichten und der Darstellungen über düstere Zukunftsgeschehenisse.

In Sarah Crossans „Breathe“ ist allerdings nicht alles schwarz und weiß. Es gibt keine „guten“ und „bösen“ Charaktere – alle haben, wie die meisten Menschen auch, in ihrem Leben etwas getan, worauf sie nicht stolz sind – aber gerade das macht sie zu menschlichen Figuren.

Selbst Außenseiter, die in ihrem Leben gemordet haben, werden zu Verbündeten im Kampf für eine bessere und lebenswerte Zukunft.

Gerade darin liegt der Reiz des Romans: die Charaktere überwinden ihre anfänglichen Ängste und Vorbehalte – und setzen sich zusammen für ein gemeinsames Ziel ein.

ABSOLUT LESENSWERT!!!

 

Wer das kurze erste Kapitel (in englischer Sprache) lesen möchte und in diesem Alina kennenlernen will, kann dies hier tun.

Die deutsche Leseprobe gibt es hier.

 

 

 

Über booksandmore81

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Eine Antwort zu „Breathe“ – eine Dystopie, die den Atem raubt…

  1. Kathrin schreibt:

    Eine tolle Rezension! Freut mich, dass dir das Buch so gefallen hat (ich habe es ja geahnt ;D ). Nun heißt es aber leider für uns beide: Warten bis zur Fortsetzung.

    Gefällt mir

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