~ Sarah Dunant: „Der Palast der Borgia“ / „Blood and Beauty“ ~

Jetzt habe ich das vorletzte meiner gewonnenen Bücher beendet und noch eines vor mir…

Aber zunächst möchte ich euch in die Welt der Borgia entführen: ins Italien am Ende des 15. Jahrhunderts – zu einem Papst, der seine Macht möglichst vergrößern will und dafür seine ganze Familie einspannt.

Now I have finished the second-to-last of my won books…and only one more to go…

But for now I would like to welcome you into the world of the Borgia: to Italy at the end of the 15th century – to a pope who is very hungry for power and is using his family for his goals.

Wir begegnen in Sarah Dunants Werk den bekannten Namen der Geschichte: Rodrigo Borgia -besser bekannt als Papst Alexander VI., Lucrezia Borgia – die nicht wirklich eine Wahl hatte bezüglich ihrer Männer und natürlich Cesare Borgia – der nicht für die Kirche geschaffen war und anderweitig Ruhm suchte.

In the book of Sarah Dunant we get to know the famous names of history: Rodrigo Borgia – better known as pope Alexander VI., Lucrezia Borgia – who really didn’t have a choice in her husbands and Cesare Borgia – who is not born for the church and is looking for glory in other ways.

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„Die Dämmerung färbt den Nachthimmel blassblau, als im Palast ein Fenster aufgeht und ein Gesicht erscheint, die Züge verzerrt vom Feuerschein der Fackeln an der Wand. Die Soldaten auf der Piazza schlafen. Aber sie fahren auf, als vom Fenster der Ruf erschallt: ‚Habemus papam!'“

(S.17)

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1492 beginnt die Handlung des Buches – und wir werden eingeladen, leserisch am Konklave teilzuhaben, welches den Namen Borgia noch bekannter werden lässt.

It is 1492 and we are invited to take part in the conclave which will make the name Borgia a very famous one.

Rodrigo Borgia hat natürlich – wie sicherlich auch andere Teilnehmer – seine Verbündeten und ist ständig dabei, ihre Anzahl zu erweitern. Wir erhalten schon hier einen Einblick in das Machtstreben der Beteiligten: wie sie sich ihre Zellen aussuchen, wie sie sich untereinander verhalten – und natürlich auch, wie sie sich in strategischen Schachzügen üben.

Rodrigo Borgia has – like usually most of the other members – his allies and is doing his best to get new ones. While reading we get to take a look at the hunger for power of all the members and how they act: how they choose their cell, how they interact with each other – and how they work strategically for their goals.

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„Und dann, als das Ergebnis verkündet wird, füllt ein lautes ‚AAAAH‘ den Raum, teils wutentbrannt, teils triumphierend […] Aber dieser massige Mann, ein Meister feingeschliffener politischer Verstellungskunst, springt auf und reckt beide Fäuste in die Luft wie ein Preisringer, der seinen stärksten Gegner besiegt hat.

„Ja!“, schreit er. „Ja, ich bin der Papst!“ Und er jauchzt in kindlichem Entzücken.“

(S. 33)

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Die weiteren Geschehnisse, die man lesend im Buch verfolgen kann, hangeln sich an der Geschichte entlang und bieten keine sonderlichen Überraschungen. Wer die ZDF-Serie „Borgia“ gesehen hat, findet zumindest bei der Ansicht der Hauptcharaktere Zugang zum Kopfkino.

You can follow the things happening in a good way and they orientate themselves in the way they happened in reality so there are no great surprises. If anyone has seen the ZDF-series „Borgia“ you also have the nice looks in mind while reading.

„Der Palast der Borgia“ (Blood and Beauty) ist gut geschrieben und natürlich nicht vollständig. Der Roman endet zu dem Zeitpunkt, als sich Lucrezia auf den Weg macht in ihre neue Heimat – Ferrara. Sie hat zu der Zeit schon zwei Ehen hinter sich und ein Kind geboren, welches sie zurücklassen muss. Auch diese dritte Ehe ist aus machtpolitischen Gründen arrangiert und sie wird sich wohl damit abfinden müssen.

„Blood and Beauty“ is well written and for sure not complete. The novel ends with Lucrezia going on her way to Ferrara – her new home. At this time she has already been married twice and has given birth to a son whom she had to leave behind. Even this third marriage of her is arranged by her father and she has to cope with it.

Alles in allem ein schöner Ausflug ins mittelalterliche Italien – im Angesicht von Vertrauen, Misstrauen, Liebe und Hass, Politik und Macht.

All in one this book is a lovely getaway to the medieval Italy  of trust and distrust, love and hate, politics and power.

Und wie hat die Autorin Cesare Borgia so schön in den Mund gelegt:

„Je mehr Skandale, desto besser.

Man soll uns fürchten, solange wir

am Leben sind, und  uns auch

nach unserem Tod

niemals vergessen.“

Über booksandmore81

Fotografin, Leseratte, Film- & Serienliebhaberin, Tagträumerin.... und noch vieles mehr...
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