~ James Patterson: „Zoo – Sie werden dich finden“ ~

NOTE for my english readers:

The quotes of the book will not be translated but be sure to check out the book yourself – it’s a good one.

***

Wie ich euch bereits mitteilte, gehört die gleichnamige auf dem Buch basierende Serie „Zoo“ zu meinen Favoriten der kommenden Saison.

Like I’ve told you before, „Zoo“ is one of my favorites for the coming series-season.

Now that a 2nd season is being planned I couldn’t resist and bought the E-Book-version of the german edition yesterday.

Nun, da eine zweite Staffel vom Sender CBS beauftragt ist, konnte ich gestern nicht wiederstehen und habe mir die deutsche E-Book-Version für meinen hungrigen Reader besorgt.

DSC_0004Obwohl ich eigentlich einen anderen Leseplan hatte, packte mich gestern nach dem Kauf die Neugier und so war James Pattersons Thriller meine Begleitung für den Abend.

Despite having other plans I skipped them and got along quite well with my reading companion for the late evening.

„Dort im Gras liegt Dominick, Mosas Partner. Er ist älter als sie und das dominante Männchen des Löwenpaars aus Transvaal in Südostafrika. Er schüttelt seine rötliche Mähne und starrt Mosa mit kaltem Blick an.“

(S. 9)

Zu Beginn befinden wir uns im Zoo von Los Angeles und werden Zeuge des ersten Angriffs von Tieren auf die Menschen. Hierbei muss ich sagen, dass James Patterson – und auch der deutsche Übersetzer – es fantastisch geschafft haben, mit den Ängsten des Lesers zu „spielen“ und sämtliche Angriffsituationen realistisch erscheinen lassen.

At the beginning of the book we are at the L.A. zoo and are kind of watching the first attack of animals at the humans. At this place I have to say that James Patterson – and the german translator – did a phantastic work in playing with the fears of the readers and let every attack be really authentic.

„Larson ist nicht in der Lage, auch nur einen Schritt zu gehen, bevor Mosa ihn erreicht. Wie ein Prellball rammt sie ihren Kopf gegen seine Brust. […] Benommen bleibt er liegen. […] Er greift nach seinem Funkgerät, doch in dem Moment legt Mosa ihre Pfoten auf seine Schultern und beißt in sein Gesicht. Ihre riesigen Eckzähne bohren sich in seine Augen, während ihre unteren Zähne sein Kinn durchdringen wie Butter.“

(S. 14)

 

Schon zu Beginn hat man den Verdacht, dass dies nicht alles gewesen ist – und dieser Gedanke setzt sich durch das gesamte Buch fort und bleibt auch am Ende der stumme Begleiter des Lesers.

Right from the start you have the idea, that this is just the beginning – and this thought haunts you until the last sentence and stays with you for a while.

Wir lernen den Protagonisten der Handlung kennen, der sich diesem Phänomen widmet und es ergründen will. Sein Name: Oz. Zumindest ist dies sein Nachname, unter dem er bei den meisten bekannt ist.

Er teilt sich seine Wohnung mit einem geretteten Schimpansen namens Attila, der auch in der Folgehandlung noch eine Rolle spielt.

We get to know the main character called Oz. At least that’s his last name and most of the people call him that. He is sharing his apartment with a saved chimpanzee called Attila who is also having a bigger role in the whole book.

When Oz wants to get through to the core of the attacks he flies to Africa to meet a friend of his. Unfortunately things don’t go that well for one of them.

Zur Klärung dieser seltsamen Angriffe, die sich langsam häufen, begibt er sich zu einem Bekannten nach Afrika, da auch dort Dinge dieser Art passieren. Doch der Ausflug verläuft nicht ganz so wie geplant:

„Das ergab keinen Sinn. Männliche Löwen tun so etwas nicht. Ein Rudel Löwen besteht aus etwa einem Dutzend Löwinnen und einem, manchmal zwei, aber höchstens drei oder vier Männchen, wenn das Rudel ungewöhnlich groß ist. Doch hier war alles anders. […] Abe schwenkte sein Gewehr herum für den nächsten Schuss, als sich das Gras vor dem Wagen öffnete und vor meiner Kamera ein goldfarbener Streifen vorbeihuschte. Eine Pranke erwischte Abraham im Gesicht, und mit einem Geräusch, als würden Knochen brechen, kippte er über die Fahrertür nach draußen.“

(S. 80)

Oz kann sich retten und wird kurze Zeit später ebenfalls zum Lebensretter einer jungen Frau namens Chloe. Ihr Problem: Krokodile.

Oz can save himself and is saving another life a little bit later: the life of Chloe. Her problem: crocodiles.

***

Natürlich ist Pattersons Geschichte nicht nur von den Angriffen der Tiere und der rasanten Erzählweise geprägt, sondern auch von den kleinen lustigen Episoden, die diese Charaktere so menschlich machen. Man muss beim Lesen unweigerlich über einige Szenen schmunzeln und auch über den leichten Sarkasmus, der Oz‘ Gedanken entfleucht.

For sure Pattersons Story is not only the story of the attacks. Sometimes you have funny episodes which make the characters real and human. While reading you have to smile and hope for more of this.

Nevertheless the animals and the attacks – may it be by dogs, ants, rats or bigger cats – are lingering around every corner.

Aber trotz allem sind die Gefahren durch die Tiere – seien es jetzt Hunde, Ameisen, Ratten oder Vertreter der großen Raubtiere – allgegenwärtig:

„Dann bewegt sich dieses Etwas sehr schnell auf ihn zu. Er schaltet die Taschenlampe ein, Augen funkeln ihm wie Edelsteine entgegen. Dann stürzt er nach hinten.

Pardeep hat keine Zeit zu schreien, als ihm der Leopard die Brust bis zum Hals aufschlitzt. […]

Der Leopard ist mit seinen türkisfarbenen Augen wunderschön, aber auch eines der gefährlichsten Tiere der Welt. ‚Springende Kettensäge‘ wird er genannt, weil er, wenn er zuschlägt, sowohl die Hinter- als auch die messerscharfen Vorderkrallen und seine Zähne benutzen.“

(S. 251)

Zunächst wollen die Politiker nichts von den Gefahren wissen – dieses Verhalten ändert sich erst, als sie selbst betroffen sind. Die Tochter der Präsidentin wird von ihrem Hund getötet.

At first the politicians don’t want to know anything about it and are kind of laughing at Oz’s theories. That changes, when they are personally involved – the daughter of the president is killed by her dog.

Then the „ruling“ parts are doing what they can: they are going to solve this case with weapon power. In that they are not listening to other voices – not even the scientists – that try to get them to another solution.

Dann tun die „herrschenden Kräfte“ das, was sie am besten können: Befehle erteilen, um diese Situation so weit möglich militärisch zu bekämpfen. Dabei hören sie nicht auf andere Stimmen – auch nicht die der Wissenschaftler – die ihnen andere Lösungen anraten.

Erst nach und nach kommt man zur Vernunft – nachdem die militärische Intervention nichts gebracht hat!

By and by the are listening – after the military invasion wasn’t successfull!

Now Oz and his collegues finally have something to say.

Oz und seine Kollegen haben einen Vorschlag gemacht und nun wird endlich auf sie gehört.

„Ich habe gerade eine Notversorgung unterzeichnet, mit der alle Mobilfunkmasten und Energieanlagen in den Vereinigten Staaten von Amerika um Mitternacht abgeschaltet werden. […] Auch die Nutzung von Fahrzeugen ist verboten, wer sich dieser Anordnung widersetzt, wird verhaftet. […]

Dieser zweiwöchige Verzicht ist wichtig, damit unsere Wissenschaftler die Gründe für den Mensch-Tier-Konflikt nachweisen und damit wir einen Plan ausarbeiten können, um das zukünftige Vorgehen zu koordinieren.“

(S. 308)

Klingt diese Ankündigung auch zunächst ganz passabel, wird Oz‘ Optimismus jedoch kurze Zeit später eines besseren – oder in dem Sinne: schlechteren – belehrt. Der Mensch – zumindest der Großteil – und das sind auch die „Machthabenden“ – sehen minimale Erfolge und denken, die Gefahr sei vorbei.

Despite the fact, that this announcement sounds pretty good, the optimism of Oz is put to a shocking end when he discovers that, when the „rulers“ are seeing minimal success – they think that the threat is over and quit the thing they are working on.

Humans like Oz are exploited in their thoughts and then – when no longer of use – they are abandoned.

Menschen wie der Charakter Oz werden mit ihren Ansichten und Vorhaben nach Belieben ausgenutzt und dann mit ihren Ansichten wieder „entsorgt“.

In „Zoo“ gehen die Herrschenden sehenden Auges dem Untergang entgegen.

In „Zoo“ the ruling humans are one step away from the edge – and still not wanting to stand still.

***

„Zoo“ ist ein sehr aufregendes Buch mit vielen unterschiedlichen Perspektiven, die ein umfangreiches Handlungsbild liefern.

„Zoo“ is a really great book with many different perspectives which make this book quite interesting.

And you have some small rays of light which are fire for the optimism of Oz and also couldn’t tear apart his sarcasm.

Auch gibt es positive Lichtblicke, die selbst den einigermaßen geplagten Sinn für Optimismus von Oz und auch seinen Sarkasmus nicht ganz auslöschen können.

„Ich zeichne dies in einem Bunker auf. Es ist November, die kalte Jahreszeit, und die Temperaturen hier bewegen sich um minus fünfundzwanzig Grad. […] In der fast vierundzwanzigstündigen Dunkelheit jagt der Wind von den Bergen mit hundert Stundenkilometern auf die weiße Wüste des Eiskaps herab. Hier leben fast keine Säugetiere, daher können wir unbeschadet unsere Generatoren und Funkgeräte verwenden. Was haben wir doch für ein Glück.“

(S. 339)

Ich kann „Zoo“ jedem Leser nur empfehlen. Es ist ein anderer Thriller, der den Leser packt, fesselt und den man sich schon wunderbar beim Lesen als Serie vorstellen kann.

I can highly recommend „Zoo“ to every reader. It’s a thriller that haunts you and which is wonderful for your fantasy.

That makes my curiosity for the new series grow even more and I really hope that Pro7 is putting this series at a good time – and hopefully really soon!

Das macht dann meine Neugier auf die filmische Umsetzung nur noch größer und ich hoffe, Pro7 setzt den Tierthriller auf einen guten Sendeplatz – und das ziemlich bald!

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Über booksandmore81

Fotografin, Leseratte, Film- & Serienliebhaberin, Tagträumerin.... und noch vieles mehr...
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6 Antworten zu ~ James Patterson: „Zoo – Sie werden dich finden“ ~

  1. Kathrin schreibt:

    Klingt doch recht brutal und blutig. Ich weiß deshalb gerade nicht, ob ich es lesen/sehen möchte… Neugier sagt Ja, Nerven sagen „vielleicht erst mal die Leseprojekt“.

    Gefällt 1 Person

    • booksandmore81 schreibt:

      Ja, ist schon nicht zu vergleichen mit einer „normalen“ Geschichte oder einem anderen Roman, aber das ist denk ich auch die Absicht des Autoren. Man soll sich als Leser bewusst werden, dass die Tiere, die im Zoo oder auf Fotos so nett aussehen, extrem gefährliche Seiten haben und wir nie genau abschätzen können, was in ihnen vorgeht.

      Wie gesagt, du kannst ja auch auf amazon oder so mal in die ersten paar Seiten reinschnuppern und dann entscheiden, ob du evtl. mal einen tieferen Blick hineinwerfen willst 🙂

      Gefällt mir

  2. Pingback: ~ “Zoo” – die neue Serie auf Pro7 ~ | booksandmore81

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