Florian C. Booktian: „Milten & Percy: Das Schloss der Skelette“

For my english speaking readers: This article is only in german language. The english version will be online tomorrow. Thank you for your patience 🙂

Noch im vergangenen Jahr habe ich von einem jungen Autor ein Rezensionsexemplar bekommen. Der Titel hatte mich neugierig gemacht und so befand ich mich dann – als ich es endlich geschafft habe das Ebook zu lesen – in Gesellschaft eines gestressten Erdmännchens und eines etwas tollpatschig wirkenden Erfinders.

Die Namen haben mich zuerst angesprochen, denn Milten & Percy – das klingt irgendwie nach einem netten Ermittler-Duo.

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Gleich zu Beginn wird man in eine andere Realität katapultiert, die mit unserer heutigen Welt nicht wirklich viel gemeinsam hat:

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Schon alleine diesen Anfang fand ich gelungen. Es klingt sehr nach Fantasy und einem eher verrückten Inhalt.

Obwohl ich eigentlich nicht sooo viele Fantasyromane lese – ich weiß gar nicht, wann ich den letzten zwischen meinen Fingern hatte – haben mich Milten & Percy irgendwie angesprochen.

Jetzt einige Worte zum Inhalt:

Nach der Einführung in die örtlichen Gegebenheiten und dem Leben der Erdbewohner, die sich mit den Bewohnern von Gnaa anfreunden müssen, lernen wir natürlich auch den Titelhelden kennen: Percy.

„Aber genau wie auf der Erde war das Verbrechen ein Problem auf Gnaa. Und mit der Erdhalbkugelfusion nahm die Kriminalität ganz neue Ausmaße an.

Im Zuge der Zusammenarbeit übernahm ein Detective aus Gnaa die Fälle, die sowohl Gnaa als auch die Erdhalbkugel miteinbezogen. Sein Name war Percy Meercat, er ist ein sprechendes Erdmännchen, und das hier ist sein erstes Abenteuer.“

(S. 9)

Dann geht es auch schon los mit der Handlung: zwei Historiker verschwinden und sie sind bei weitem nicht die Einzigen.

Während dessen fährt Percy – ganz urlaubsmäßig – in seinem 68er Ford Mustang! durch die Gegend.

Natürlich sind nicht alle Erdbewohner glücklich über den Zusammenschluss der Planeten – und sie machen ihrem Ärger natürlich auch Luft:

„Verdammtes Viehzeugs. Früher hätte es so was nie gegeben, ein Wiesel in der Tankstelle. Und dann auch noch rauchen, das geht zu weit“, brummelte der Kopf über dem Bierbauch, bevor alles Weitere in einem wilden Gehuste unterging.

[…]

„Ich bin kein Wiesel, sondern ein Erdmännchen“, sagte er in freundlichem Ton. „Und ich würde es sehr schätzen, wenn Sie sich bei mir entschuldigen. Sie haben mich über den Haufen gerannt.“

(S. 16)

Für Percy wird der Tag aber noch schlimmer: er bekommt keinen Urlaub. Keinen einzigen Tag!

Dafür bekommt er einen Praktikanten: Milten Greenbutton.

Diese Tatsache stößt bei dem Erdmännchen auf wenig Gegenliebe:

„Dann halt jetzt die Klappe. Sei so nett.

Wir kennen uns beide noch nicht genug, als dass ich die Lust aufbringe, dein Gefasel zu ertragen.“

(S. 24)

Was die ganze Geschichte über läuft ist die Entwicklung dieser beiden. Hin von einem Gefühl des Zwangs (zumindest von Seiten Percys) bis hin zu den guten Anfängen einer Freundschaft. Genau dieses Geplänkel zwischen beiden macht diese Charaktere sehr sympathisch.

***

Der Hauptort des Geschehens nennt sich Sharpytown und der Name ist Programm – hier werden Bleistifte hergestellt. Natürlich auch für die Interessierten auf Gnaa.

Und auch hier verschwinden Personen…

***

Percy und Milten quartieren sich nun in dem Städtchen ein und Percy entdeckt seine Vorliebe für die Besitzerin der örtlichen Pension namens Rachel – und sie scheint auch eine Schwäche für Erdmännchen zu haben.

Natürlich sind Sprüche wie „Ich würde wundervoll zu deinem Schlafanzug passen“ eigentlich eher mit Kopfschütteln und hochgezogenen Augenbrauen zu quittieren – allerdings passen sie zu diesem Percy, der ein ziemlich draufgängerisches Erdmännchen ist.

Percy und Milten beschließen, ihren Job erstmal langsam anzugehen und ein wenig zu entspannen. Als aber Rachel selbst noch entführt wird ist der Urlaub erstmal beendet.

***

In Sharpytown gibt es noch zahlreiche andere merkwürdige Personen und schon bald kommen die beiden dem Geheimnis des Dorfes auf die Spur.

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Eine Schlossruine, die plötzlich wieder aufgetaucht ist…Skelette, die Menschen entführen und skurrile Gestalten wie Walrossbären pflastern den Weg dieser Geschichte.

Wird Percy den Skeletten ins Handwerk pfuschen?

Werden die entführten Menschen gerettet?

Und wer war der eigentliche Urheber des ganzen Grauens?

***

Wichtig ist nur, dass Percy bei der Bestrafung von Bösewichten – egal ob menschlich oder auf Gnaa lebend – keinen Spaß versteht:

„Um ehrlich zu sein, Freddy, von dir geht so ein Ich-erstehe-immer-wieder-auf-Vibe aus.

Da hab ich echt keinen Bock drauf. Meine Zeit ist zu kostbar, um ständig gegen den gleichen Bösewicht zu kämpfen.

Die Dampfwalze hatte gerade die knochigen Beine des Mörders erreicht, als Percy einen Hebel fand, von dem er nicht wusste, wofür er gut war.

„Was der wohl macht?“ fragte er sich und zog einfach mal dran.“

(S. 165)

 

Auf jeden Fall ist „Milten & Percy: Das Schloss der Skelette“ ein netter Zeitvertreib zum Lesen für zwischendurch. Die Geschichte hat Humor, diverse merkwürdige Charaktere und das Beste: es gibt eine Fortsetzung!

 

Vielen Dank an dieser Stelle an Florian C. Booktian für die Bereitstellung des Ebooks.

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Eine Antwort zu Florian C. Booktian: „Milten & Percy: Das Schloss der Skelette“

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