~ Die Welt durch andere (Buch-)Augen sehen / See the world through different (bookish) eyes ~

To my english readers – this article will be translated in a few days – please be patient and come back in a while. Thanks.

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„Ich wollte schon immer weg. Raus. Frei sein. Das steckt so in mir drin. […] Ich sollte jeden Tag genießen und dankbar sein, und ich sollte nicht so viel träumen. Aber ich kann’s einfach nicht lassen.“

(Gesa Neitzel, „Frühstück mit Elefanten- Als Rangerin in Afrika, Seite 13/14)

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Fast jeder von uns kennt das Gefühl, auch mal ausbrechen zu wollen, weg und raus aus dem eigenen „normalen“ Leben – fliehen vor der Eintönigkeit und oft auch dem „stupiden“ Blick – auf der Suche nach „Mehr“.

Gesa Neitzel hat den Schritt gewagt und lebt ihren Traum. Ein Leben, von dem viele träumen und für das nur wenige den Mut haben, Risiken einzugehen.

Oft hindern uns erlernte Konventionen und Lebensmuster am „Ausbruch“, oft sind es die Ansichten der Menschen die uns nahe stehen, die uns im Weg stehen. Oft sind es auch nur wir selbst.

„Ich will wieder auf dem Boden ankommen. […] Ich benutze meine Hände nicht. Meine Beine sind faul geworden, meine Sinne abgestumpft. Ich fühle mich wie ein taubes Gliedmaß, das zwar noch an einem lebendigen Körper hängt, dort aber keinerlei Zweck mehr erfüllt. Ich kriege von nichts genug, aber ich habe von allem zu viel.“

(Gesa Neitzel, „Frühstück mit Elefanten- Als Rangerin in Afrika, S. 16/17)

 

Also folgt Gesa ihrem Herzen und findet sich schon bald bei einer Ausbildung zur Rangerin in Afrika wieder.

„Die Grundausbildung beginnt in einem abgeschiedenen Camp irgendwo im Nirgendwo. Vier Wochen werde ich hier verbringen, bevor es wieder nach Südafrika geht, wo ich die Prüfungen ablegen muss. Ziel dieser Grundausbildung ist es, sogenannter Field Guide Level 1 zu werden. […]“

(Gesa Neitzel, „Frühstück mit Elefanten- Als Rangerin in Afrika, Seite 32/33)

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten – zum Beispiel die mitgebrachte Kleidung betreffend – findet sich Gesa schnell zurecht und lernt die verschiedensten Dinge. Darunter fallen u.a. das Erkennen verschiedener Vogelarten, Sicherheitseinweisungen bei Fußmärschen, das Lesen von Fußspuren unterschiedlicher Tierarten (z.B. Unterschiede zwischen Leoparden- und Hyänenabdrücken) oder wie man sich in Gegenwart von Elefanten verhält.

Auch Schießtraining gehört für Gesa zur Ausbildung – und damit hat sie so einige Probleme. Aber alles was neu ist lernt man irgendwann…

„Das Gewehr liegt schwer in meiner linken Hand. Ich schaue unverwandt in die Augen der Löwin, die knapp zwanzig Meter entfernt im Gebüsch auf mich wartet, lasse sie nicht einmal aus den Augen. Es ist der letzte Tag des Schießtrainings. Die Löwin ist natürlich nur eine Attrappe. [..] Ich muss die Löwin beim ersten Versuch direkt zwischen die Augen treffen. Nur dann bestehe ich das Schießtraining für Fortgeschrittene. Nur dann kann ich die Prüfung zum Back-up-Trails-Guide ablegen.“

(Gesa Neitzel, „Frühstück mit Elefanten- Als Rangerin in Afrika, S. 311)

Dass Gesa die richtige Entscheidung getroffen hat merkt sie immer wieder während ihrer Zeit in Afrika. Sie ist zu Hause angekommen, das Leben und ihr Mut haben ihr ein Geschenk gemacht, dass sie nutzen wird und eines ist sicher: Gesa Neitzel wird – solange sie ihrem Herzen folgt und als Rangerin arbeiten kann – auch immer die besten Momenten genießen können:

„Ich pirsche mich langsam heran und setze mich leise unter meine liebste Maulbeer-Feige, lehne mich an ihren Stamm und schaue durch die Baumkrone in den Himmel. Ich ziehe meine Schuhe aus und vergrabe meine nackten Füße im Matsch. Und in diesem Moment fühle ich mich so frei wie noch nie zuvor in meinem Leben.

Ich spüre meinen Atem. Ich höre meinen Herzschlag. Und ich bin ein ganz natürlicher Teil von allem, was mich umgibt.

Ich bin.“

(Gesa Neitzel, „Frühstück mit Elefanten- Als Rangerin in Afrika, S. 345)

FAZIT: „Frühstück mit Elefanten“ kann ich als Lektüre nur empfehlen. Nicht nur um einfach mal abzutauchen, sondern auch um den Geist bewusst wandern zu lassen und sich der positiven Dinge im Leben bewusst zu werden. Und: um das Leben und die Natur um einen herum bewusster wahrzunehmen.

Definitiv lesenswert!!!

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Lesenswertes über Gesa Neitzel gibt es u.a. hier, hier und auf ihrer offiziellen Seite.

Sehenswertes gibts hier.

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Hinweis an meine Leser: Im demnächst erscheinenden Artikel dreht sich alles um Bill Bryson und seine Zeit in England. Eins vorweg: „It’s teatime, my dear!“  ist absolut lesenswert und definitiv eine Empfehlung. Der Artikel dazu folgt demnächst 🙂

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