Tanya Carpenter: „PurpurNacht“

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Mit historischen Romanen ist es wie mit allen anderen Buchgenres auch: entweder sie fesseln einen auf den ersten Blick – oder sie erweisen sich als Fehlgriff im Leserleben.

Eine besondere Freude ist es für mich daher immer, wenn ich nicht nur ein gut geschriebenes Buch finde, sondern auch, wenn ein gutes Buch mich findet – in diesem Fall durch einen Mitarbeiter von Edel Elements, einem Verlag der Edel Germany GmbH. Dieser kam vor gut zwei Wochen via Email auf mich zu und berichtete mir von diesem tollen Roman. Nach einer kurzen Recherche nahm ich das Angebot des mir angebotenen Rezensionsexemplars gern an und seitdem begleitete mich „PurpurNacht“ auf den täglichen Fahrten zu meiner Arbeit.

Übrigens: „PurpurNacht“ von Tanya Carter ist seit gestern als E-Book im Handel erhältlich!


Tanya Carpenter – PurpurNacht

Wie in allen Romanen haben wir auch in „PurpurNacht“ eine solide Kerngeschichte, welche die Autorin noch um reichlich interessante Details und Beschreibungen erweitert. Zu Beginn der Geschichte befinden wir uns im Frankreich des Jahres 1672, kurz vor dem Niederländisch-Französischen Krieg, der jedoch in der Geschichte nur eine – wenn auch recht interessante – Nebenrolle spielt.

Unsere Protagonistin hört auf einen wohlklingenden Namen, der mich immer an die Buchreihe von Anne Golon und die darauf basierenden Filme erinnert:

„Angelique liebte die Stille dieses Ortes. Es war so friedlich. Hier glitten alle Sorgen, Ängste und jeder Kummer von ihr ab. Das war schon immer so gewesen. […] Damals natürlich am Tage. Niemand kam des Nachts hierhier, nicht einmal ihre Maman. Aber Angelique tat es – und sie liebte es.“

(Tanya Carpenter: PurpurNacht, Edel Elements, E-Book, ohne Seitenangabe)

Zu Beginn der Geschichte scheint das Leben von Angelique Renier gut zu verlaufen – sie hat ein stabiles Elternhaus, ihr Vater ist ein angesehener Händler und die Mutter Heilkundige, die schon öfter den Kranken des Dorfes geholfen hat. Zudem stehen sie mit dem Comte de Frené auf gutem Fuße und dieser hält auch in den Zeiten der Hexenverfolgungen und -verbrennungen nicht viel auf abergläubisches Gerede und ist ein aufgeklärter Landsherr.

„Liebe Freunde, ich bin auch in diesem Jahr wieder dankbar und glücklich, dass ihr alle meiner Einladung gefolgt seid und mit mir gemeinsam beweist, dass sich alte Traditionen und der christliche Glaube nicht widersprechen müssen, sondern miteinander Hand in Hand gehen, weil sie uns dasselbe lehren: Liebe im Herzen. Mitgefühl gegenüber unseren Mitmenschen. Respekt und Achtung vor Mutter Erde und ihrem Rad des Lebens, das sich Jahr für Jahr in immer gleicher Weise dreht.“

(Tanya Carpenter: PurpurNacht, Edel Elements, E-Book, ohne Seitenangabe)

Angelique ist in Kindertagen mit den Nachkommen des Comte aufgewachsen und hat mit ihrem Freund aus diesen Tagen, dem Sohn des Comte, Pierre, viel Zeit verbracht – und jetzt im Erwachsenenalter ändert sich das Verhältnis der beiden hin zu einer vorsichtigen ersten Liebe. Nicht nur Angeliques Leben verläuft zu Beginn in positiven Bahnen, auch ihre Eltern leben ein gutes Leben.

Die Autorin, Tanya Carpenter, schafft es mit ihren Beschreibunen, das häusliche Umfeld der Familie Renier lebendig werden zu lassen und den Leser ein wenig mehr in die Zeit und Umgebung der Handlung zu ziehen. Sie nimmt sich die Zeit (und die entsprechende Seitenzahl), um uns die handelnden Figuren näher zu bringen und tiefer in die Geschichte einzudringen, bevor sie zum ersten Schlag gegen ihre Protagonistin ausholt.

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Angelique gibt während eines Treffens mit Pierre diesem Ihr Eheversprechen und Pierre will es zeitnah seinem Vater berichten und offiziell um die Hand seiner Freundin anhalten. Doch dazu kommt es nicht.

Jean, Pierres Bruder, der mit mehr als einem kalten Herzen ausgestattet ist, hat einen finsteren Plan und gaukelt seinem Vater, dem Comte de Frené vor, Angelique würde ihn lieben und ihn heiraten wollen. Als wenn das nicht genug Verwirrung stiften würde, vergewaltigt er die junge Frau und stellt es hinterher als Fehlverhalten von Seiten Angeliques dar. Daraufhin spricht der Comte, der seinem Sohn Glauben schenkt, Gericht über Angelique und ihre Familie und wirft unsere Heldin ins Gefängnis.

Zu der Zeit hat Angelique bereits festgestellt, dass sie ungewollt schwanger ist, hat aus Verzweiflung versucht, sich das Leben zu nehmen und sieht nun einer Zukunft hinter Gittern entgegen.

Alles wäre erträglich, wenn nicht Jean seinen ganz persönlichen langfristigen Racheplan verfolgen würde, der große und weitreichende Veränderungen für Angelique, ihre Eltern und auch für Pierre bereit hält…

„Die Kälte zog sich tief in sein Inneres zurück, während sein Körper zu glühen schien. Warmes Blut tränkte seine Handschuhe, benetzte sein Gesicht. Sein Rappe stieg, doch er hielt sich mühelos im Sattel, trieb das Pferd immer weiter vorwärts, überrannte jeden, der ihm in den Weg kam.“

(Tanya Carpenter: PurpurNacht, Edel Elements, E-Book, ohne Seitenangabe)


„PurpurNacht“ ist ein historischer Roman voller Spannung, großer Wendungen, aber auch der Gefühle – von zarter Liebe und Vertrauen, über grenzenlosen Hass, Mordlust und große Opfer bis hin zu tiefer Freude und persönlichem Glück.

Angelique Renier ist eine starke Romanheldin, die jede noch so schwierige Herausforderung ihres Lebens irgendwie überlebt, jedoch nie gekünstelt wirkt, sondern von Tanya Carpenter sehr real und nahbar ins Leben gerufen wurde.

Ich kann „PurpurNacht“ als Buch nur empfehlen. Lernt Angelique kennen, verfolgt ihren Lebens- und Leidensweg und urteilt am Ende selbst, ob die Geschichte euch genauso gefallen hat wie mir.


An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Edel Elements, die mir das E-Book zur Verfügung gestellt haben.

Akram El-Bahay: „Anouks Spiel“

Note to my english speaking readers: this article will only be published in german language.

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Seit ich die erste Lesung von Akram El-Bahay auf der Leipziger Buchmesse 2017 gehört habe, bin ich ein Fan des deutsch-ägyptischen Autors mit dem wunderbaren Erzähltalent.

Akram El-Bahay hat in den vergangenen Jahren seine Leser in diverse Welten entführt, von Wüsten (wie in seinen Debütromanen rund um die Drachen der Flammenwüste) über die Welt der Träume und Bücher, bis hin zu den Bibliotheksräumen der Bücherstadt. Jede Geschichte hat ihr eigene Geschwindigkeit, ihre eigenen Regeln und bahnt sich Wort für Wort, Seite für Seite ihren Weg in die Herzen der Leser.

Schon Herzenmacher und die Geschichte rund um den Dieb Sam (Bücherstadt, Bücherkönig, Bücherkrieg) haben mich fasziniert und mit dem neuesten Werk des Autors ist es nicht anders.

Lasst euch entführen in die Welt von „Anouks Spiel“.

Anouk hat Geburtstag – sie wird 13. Ein wichtiger und prägender Geburtstag. Und eigentlich freut sich das junge Mädchen auf die Geschenke, auf ihre Eltern und die Zeit mit ihnen. Wäre da nur nicht Anouks kleine Schwester Maya, die die Aufmerksamkeit ihrer Eltern fordert, wie es nur Babies und Kleinkinder können.

Anouk ist es leid, an ihrem Geburtstag die Aufmerksamkeit der Eltern teilen zu müssen und – wie an Geburtstagen üblich – wünscht sie sich etwas: dass ihre Eltern nur noch ihr gehören – und nicht Maya.

Und da es ihr Herzenswunsch ist, erlebt sie am nächsten Morgen eine folgenschwere Überraschung. Ihre Schwester ist verschwunden. So als habe sie nie existiert!

 

„Um sich von den quälenden Gedanken über Mayas unerklärliches Verschwinden abzulenken, griff sie das Paket und öffnete es. Darin lag ein in Geschenkpapier eingeschlagenes zweites Paket. Anouk packte es aus und zog ein altes Spiel hervor. Es sah ziemlich gebraucht aus. Als wäre es viele Jahre von vielen Menschen gespielt worden.“

(Akram El-Bahay: Anouks Spiel, Format: mobi, ohne Seitenangabe)

 

Auf den ersten Blick erinnert der Handlungsweg von „Anouks Spiel“ ein wenig an Jumanji (den Original-Film habe ich übrigens geliebt und mag ihn auch heute noch sehr) und doch ist es ein wenig anders. Es sind eben die Nuancen die zählen und Akram El-Bahay besitzt das Talent, auch die feinen Einzelheiten herauszuheben und die Buch-Charaktere zu lieben Freunden werden zu lassen.

So lernen wir auch den zweiten Hauptcharakter des Buches kennen: Pan. Ein Schimpanse, der plötzlich in Anouks Zimmer auftaucht und sie über das Spiel aufklärt. Zunächst wirkt er etwas merkwürdig, aber er ist ein Charakter, den man im Laufe der Geschichte liebgewinnt und nicht missen möchte.

Mit Pans Hilfe beginnt Anouk zu verstehen, dass das Spiel dazu da ist, ausgesprochene Herzenswünsche, die sich als falsch erwiesen haben, rückgängig zu machen. Natürlich geschieht dies nicht auf einfachem Weg, sondern die Spieler müssen verschiedene Aufgaben lösen und Dinge sammeln, die sie später noch brauchen können. Aber es gibt auch einen Gegenspieler, der das Vorankommen des Spielers vereiteln und ihn am Gewinnen hindern will: der dunkle Prinz.

„Das Streitross spiegelt wie vieles in diesem Spiel den Charakter seines Besitzers wider. […] Ist er oder sie freundlich, hilfsbereit, aufopfernd, ein wenig mutig, kurz gesagt: Hat er oder sie das Herz am rechten Fleck wie ein Schimpanse, so wird es zu einem unerträglich schönen Tier.“

(Akram El-Bahay: Anouks Spiel, Format: mobi, ohne Seitenangabe)

Auf dem Weg durch die verschiedenen Spielwelten (u.a. Wald, Wüste, Wasser) lernt Anouk die verschiedenen Nebencharaktere kennen, unter anderem Wurzelmenschen, Wipflinge, Eulen, Piraten und einen Dschinn.

Sie muss Streite schlichten, Freunde finden und wieder verlieren und darf trotzdem nie ihre Mission aus den Augen verlieren: Sie muss das Spiel gewinnen, um ihre Schwester und sich selbst zu retten.

Anouk hat kleine Siege, aber auch Niederlagen zu durchleben. Irgendwann lernt sie den im Spiel lebenden Regelmacher kennen, dem sie ebenfalls aus einer sehr misslichen Situation helfen muss – und dieser bedankt sich auf seine Weise:

„Wenn ich dir einen Rat mit auf deinen stürmischen Weg geben darf… Gleich, welche Waffe du schwingst und welches Ross du reitest, es ist einzig dein Herz, das du gegen den dunklen Prinzen in die Waagschale werfen kannst. Halte an ihm und an deiner Güte fest.“

(Akram El-Bahay: Anouks Spiel, Format: mobi, ohne Seitenangabe)

 

Doch trotz allen Fortschritten scheint der dunkle Prinz  ihr stets einen Schritt voraus zu sein…

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Was hat es mit dem dunklen Prinzen auf sich?

Wird Anouk alle Aufgaben bestehen?

Wie wirkt sich die Zeit im Spiel auf ihr Herz aus?

Und was haben Piraten in der Wüste zu suchen?

 

Diese und andere Fragen beantwortet Akram El-Bahay wunderbar mystisch in seinem neuesten Buch „Anouks Spiel“. Es geht um Feindschaften, Freundschaften, Streitigkeiten und den Wert des Lebens – und es geht um Geschichten…

„Geschichten sagen dir, wo du herkommst. Sie können dir von fremden Orten berichten und solchen, deren Entfernung nicht in Metern, sondern in Jahren gerechnet wird. Sie helfen dir zu verstehen, warum die Welt so ist, wie sie ist. Und wie du sie zu einem besseren Ort machen kannst.“

(Akram El-Bahay: Anouks Spiel, Format: mobi, ohne Seitenangabe)

 

An dieser Stelle bedanke ich mich bei der Ueberreuter-Verlagsgruppe und Akram El-Bahay für die Bereitstellung des E-Book-Exemplars von „Anouks Spiel“.

Der Autor hat es wieder einmal geschafft, auch erwachsene Leser für ein als „Kinderbuch“ deklariertes Werk zu begeistern und in eine weitere seiner spannenden Welten zu entführen. Ich bin gespannt, welche Geschichten Akram El-Bahay noch hervorzaubern wird und freue mich schon sehr auf die Veröffentlichung von „Das Schattentor: Ministry of Souls“ im September dieses Jahres.

~ Christopher Eccleston: „I love the Bones of you“ ~

Euch allen ein schönes neues Jahr – ob mit Lesevorsätzen oder nicht 🙂

Ich habe mir keine Vorsätze für mein Lesejahr genommen – nur eins ist mir diesbezüglich wichtig: selektives Auswählen, regelmäßiges Ausmisten und ansonsten: Schauen was 2020 so bringt.

Ich habe bereits einige Bücher, die ich mir näher anschauen möchte und demnächst werde ich auch diese kurze Liste auf den Blog stellen.

Nun gehts aber rasch zu einem Buch, welches mich über den Jahreswechsel begleitet hat – mit Lesepausen zwischendurch. Gestern hab ich es beendet.

Wish everyone a really wonderful year 2020 – if you have resolutions on what to read or not 🙂

I don’t have any intentions for the year ahead when it comes to reading – but one thing is really important to me this way: choose wisely and selective what to read, clear out your stuff every now and then and that’s it. Let yourself get inspired by what will be published 2020 and enjoy. 

So far I have a short list with some books I will have a closer look at this year and one of the next articles will be about this short list. Stay tuned!

Now let’s go to a book which kept me company before and during the turn of the year, until I finished reading yesterday. Surely I did some pauses in reading – like I do with with every book.

Liebhaber von „Doctor Who“ werden ihn kennen und für seine Darstellung des Zeitreisenden lieben. Wären die Voraussetzungen anders gewesen, wäre er vielleicht länger in die Rolle des Doctors geschlüpft. Aber das alles ist Vergangenheit.

In „I love the Bones of you“ nimmt uns der Schauspieler mit in sein eigenes Leben, seine Kindheit, sein Aufwachsen, seine Vergangenheit.

Fans of „Doctor Who“ will know and love him for his portrayal fo the time-traveler. If the conditions of filming would have been different, maybe he would have been „The Doctor“ for a longer time. But all this is past.

In „I love the Bones of you“ the actor takes us on a journey through his life, his childhood, his growing up, his past.

„I grew up believing I had choices.“

(Christopher Eccleston: I love the Bones of you, page 40)

 

Wie der Untertitel schon zeigt, dreht sich das gesamte Buch größtenteils um das Verhältnis von Christopher Eccleston zu seinem Vater Ronnie. Wie in jeder Familie gab es gute und weniger gute Momente, sonnige Tage und Regenwetter. Doch eins ist von Anfang an klar: Ronnie Eccleston hat eine immense Rolle im Leben seines Sohnes Christopher gespielt – und dieser hat ihm mit „I love the Bones of you“ ein Denkmal gesetzt, das Höhen und Tiefen einbezieht, jedoch immer die Liebe spüren lässt, die der Schauspieler für seinen Vater hatte.

Like the subtitle mentions, this whole book is mainly about the relationship between Christopher Eccleston and his father Ronnie. Like in nearly every family there have been good moments and the not so good ones, sunny days and rainy spells. But one thing is for sure from the first page on: Ronnie Eccleston did have an immense role in the life and growing up of his son Christopher – and with „I love the Bones of you“ the actor raised a written monument for  his dad, which included highs and lows but always makes the reader feel the love of a son for his father.

„Crosswords were our thing. They were how we expressed our love.“

(Christopher Eccleston: I love the Bones of you“, page 53)

 

Die Zeiten, als Christopher Eccleston aufwuchs, waren anders als die heutigen – und das zeigt er auch in seiner Biografie. Es geht um Geldfragen, um das Berufsleben seiner Eltern, welches andere Prioritäten hatte als in der heutigen Zeit – und um die Frage, wie man drei Kinder ordentlich erzieht und ein gutes Beispiel für sie ist. Der Schauspieler entführt uns in die Arbeitswelt seiner Eltern, wo es weniger darauf ankam, was dich interessiert und was deinen Fähigkeiten und Talenten entgegenkam, sondern es einzig um die Geldbeschaffung ging. Manchmal ist diese Sichtweise nicht ganz so weit weg von der heutigen, obwohl die Dinge im Umbruch sind.

The times in which Christopher Eccleston was growing up were different from ours today – and that is showing in the biography. It’s about money, the working life of his parents, which had different priorities than today – and about the question how to raise three kids properly and set a good example for them. The actor shows us snippets of the worklife of his parents where the focus was less on what interests you have and what abilities you own, but more about just getting paid enough to pay for your living. Sometimes this view is not that far away from todays time, even though things change.

„Dad’s frustration came from a restless intelligence, and intelligence not being met. You got the best of him when he discovered something new, be in via a documentary or a book. Then you would see his sense of amazement.“

(Christopher Eccleston: I love the Bones of you“, page 61)

 

Christopher Eccleston erzählt auch von seinen eigenen beruflichen Tätigkeiten, von Entscheidungen für oder gegen Projekte, von persönlichen Tiefschlägen und von der eigenen Kraft, sich aufzurappeln und vorwärts zu gehen.

Der Schauspieler, der die Kraft hatte, sich selbst Hilfe zu suchen, als er seine tiefsten und schwärzesten Tage erlebte, schreibt offen über seine mentalen Gesundheitsprobleme, über seine Erfahrungen mit Anorexie und die Diagnose einer schweren klinischen Depression, die lange Zeit sein Leben und seine Gedankenwelt beherrschte.

Christopher Eccleston also tells us about his own professional work, about the decision for and against projects, of personal deep hits and of the own power and will it takes to get back to yourself and start going forward.

The actor, who had the incredible strength to go and look for help when he had his lowest low and the blackest of days, writes openly about his mental health problems, his experiences with anorexia and the diagnosis of a severe clinical depression, which was part of his life for a long time – and some aspects still are.

„I’d lived fight or flight for three years, some might say fifty the way I am. Chemically and neurologically, I had nothing left. All there is then is death.“

„You’ll be all right, Chris.“, she said. […] You knocked on the door. That’s an indicator of strength. You knew you were ill. You realised you needed help and you went and got it.“

(Christopher Eccleston: I love the Bones of you“, page 133/ 139)

Und noch eines zeigt „I love the Bones of you“ deutlich.

Christopher Eccleston ist ein Mensch, der Wert auf Manieren und positiven Umgang miteinander legt – und der sowohl bei der Arbeit, als auch im sonstigen Leben viel Wert auf Instinkt und Intuition legt. Dies und ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn sind nur einige Stärken, die man über diesen Mann erfährt, der schon in so vielen Rollen gelebt hat und sich bei der Rollenauswahl (im Rückblick gesehen) manchmal verschätzt hat, manchmal genau das Richtige auswählte, und mit einem Großteil seiner Entscheidungen zufrieden ist.

And one thing is also obvious when reading „I love the Bones of you“:

Christopher Eccleston is a human being, who makes a point of having good manners and a positive contact with people – and also one who emphasizes the importance of instinct and intuition during work and also in your everyday life. This and a distinct sense of fairness are just some strengths you get to know about this man who portrayed so many characters – some of them were good choices, some of them not – but it seeems he is at peace with his decisions.

„If a director, or anyone else on set, comes in and has bad manners, then chances are they’ll hear from me.“

„I don’t play any part with my head; I do it with my heart and my body, exactly how I would on a building site or in a war zone.“

(Christopher Eccleston: I love the Bones of you“, page 173/ 246)

Natürlich dreht sich das Buch auch um die Demenzerkrankung seines Vaters und die Herausforderungen, die sich daraus für die gesamte Familie ergaben. Diese Erfahrung hinterließ doch einen gewaltigen Einschnitt und Veränderungen in der Eccleston-Familie.  Christopher Eccleston erlebte die Hingabe und Liebe seiner Mutter bei der Pflege seines Vaters, während dieser langsam alles um sich herum vergaß. In der Danksagung am Ende findet er auch Platz, um denjenigen zu danken, die Angehörige pflegen, wenn diese an Demenz erkrankt sind.

For sure this book is also about the illness of dementia which his father got and the challenges this meant for the whole family. This experience clearly left a mark in the lives of the Ecclestons. Christopher saw the love and compassion with which his mother Elsie took care of his dad, while he was slowly forgetting everything in life he once knew. The acknowledgements at the end of the book show his appreciation for those who care for dementia patients, may it be homecare or the care in facilities.

„I would like to thank the countless millions who each day provide care unseen, unacklowledged for those they love afflicted by the terrible illness of dementia. They are the ones who truly deserve our respect and accolades.“

(Christopher Eccleston: I love the Bones of you, page 325)

Nicht in jedem Buch würde man solche Sätze finden. Dies ist ebenfalls ein Zeichen dafür, dass Ronnie und Elsie Eccleston ihren Sohn gut erzogen haben, ihm Manieren und ein Gefühl für Dankbarkeit und das Richtige und Wichtige im Leben mitgegeben. Dieses Buch ist sein Dank.

You wouldn’t find these sentences in the average biography. This is for sure a sign that Ronnie and Elsie Eccleston raised her son the right way. They taught him manners and a feeling for gratitude and things that are right and important in life. This book is his Thank-You to his parents.

Marion Schreiner: „Stress mit Rose“ – Weihnachten in England ein wenig anders…

Note to my english speaking readers: This article will only be available in german language, since this is a german book not yet available in english language.

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Weihnachten rückt näher – und damit die besinnlichen Tage (und auch die noch verbleibende Vorweihnachtszeit) mit schönen Dingen gefüllt sind, habe ich heute eine weihnachtliche Buchempfehlung für euch.

Marion Schreiner, die sonst für ihre Psychothriller („Opfer-Täter-Theorie“) bekannte Autorin, hat es geschafft, einen weihnachtlichen Roman zu schreiben, der ebenfalls die Opfer-Täter-Theorie mit einbezieht, jedoch ohne Gewaltverbrechen auskommt.

Was erwartet euch beim Lesen?

Ihr lernt Rose kennen. Rose ist eine ältere Dame, die gerade in ein kleines Cottage gezogen ist – mit alten Möbeln und alten Lebensgewohnheiten. Im Falle von Rose ist das keine gute Kombination.

„Zum ersten Mal in ihrem Leben war Rose auf sich allein gestellt. Von einem auf den anderen Tag hatte sie beschlossen, alles hinter sich zu lassen. […] Jetzt saß sie fernab von allem und spürte nichts weiter als Stille in sich. Ihr Leben war endlich zum Stillstand gekommen.“ (Stress mit Rose, Seite 7)

Bis zur zweiten Seite könnte man Rose für eine halbwegs „normale“ ältere Dame halten, die einfach ihren Lebensort gewechselt hat. Doch weit gefehlt. Das bisherige und das neue Leben von Rose sind komplizierter und facettenreicher, als sich der Leser vorstellen könnte.

Wir erfahren gleich auf der nächsten Seite mehr von den Tatsachen, die hinter dem Umzug in das englische Dorf stehen – und damit lernen wir Rose kennen, mit einem kleinen Einblick in ihre Probleme, die sie auch im englischen Bossington nicht verlassen wollen…

„Sie war letzten Monat 65 geworden und hatte diesen Geburtstag als Anlass genommen, sich von allen zu verabschieden. Niemand hatte von ihren Plänen, dieses Cottage an der Küste von West Somerset zu kaufen, gewusst. Rose würde doch niemals ihr Haus in London verlassen! Sie war viel zu unselbständig und … Entschuldigung… dumm! Ja, dumm. Diesen Eindruck hatte sie bei vielen hinterlassen. […] Und zu dumm, sich von ihrer tyrannischen Mutter zu lösen, die sie stillschweigend bis in den Tod gepflegt hatte. Alzheimer-Demenz.“ (Stress mit Rose, Seite 8)

Nun ist Rose in Bossington angekommen – und will eigentlich nur ihre Ruhe haben. Keine Menschen, nur ihre Ruhe. Und neue Möbel.

Doch es ist gar nicht so einfach, die alten Möbel und damit verbundene – vielleicht auch schlechte – Gefühle und Gewohnheiten loszuwerden.

„Sie wollte Ruhe finden, doch sie fand nur eine neue Getriebenheit. Alte Verhaltensmuster schlichen sich wieder ein und Rose verließ nur noch für dringende Erledigungen ihr Haus. Den Rest des Tages sperrte sie sich selbst ein. Der Garten schien ihr nicht mehr wichtig. […] Das Cottage wurde zu Roses Gefängnis.“ (Stress mit Rose, Seite 37/38)

Auch wenn die Einwohner Bossingtons und Umgebung Rose ihre Hilfe anbieten, braucht die alte Dame noch sehr viel Zeit und Eigenarbeit, um Gefallen und Hilfe anzunehmen und nicht mehr als „Gegenleistungsdruck“ wahrzunehmen.

Eine wichtige Rolle bei dieser Arbeit spielt Eiven, der einen Handel für alle möglichen Dinge des Lebens betreibt und für Rose einen geeigneten Tisch im Blick hat.

Eiven ist das genaue Gegenteil von Rose: freundlich, herzlich und hilfsbereit. Ein geachteter und geschätzter Bewohner der Küstengegend.

„Alles, was Eiven tat, kam von Herzen. In dieser Umgebung kann man nur mit vollem Herzen leben, hatte sein Vater ihn und seine Schwester gelehrt und es ihnen vorgelebt. Auch die Mutter hatte nie geklagt und viel gelacht. Das hatte Eiven übernommen und die Kunden spürten förmlich die Herzlichkeit, mit der der alte Mann sein Geschäft betrieb.“ (Stress mit Rose, Seite 45)

Im Laufe der Geschichte lernen wir noch weitere Charaktere kennen, die in Bossington leben, sich eigentlich einander helfen – und in Rose eine starke Herausforderung haben, denn die alte Dame ist störrisch, negativ eingestellt und passt grob gesagt nicht in die Gegend, in der das Leben harmonisch verläuft.

Doch Eiven ist sich sicher, dass sich das Verhalten und das Leben von Rose zum Besseren ändern wird – auch mit Hilfe eines neuen Tischs, den er für Rose gefunden hat.

Es dauert seine Zeit, bis der neue Tisch – kleiner, rund, gemütlich aber bearbeitungsbedürftig – den Weg ins Rose Cottage findet. Und selbst dann liegt noch viel Arbeit vor der alten Dame, die sich zunächst nicht von dem alten Möbelstück trennen kann:

„Im Haus herrschte Stille. Das Zischen aus dem Esszimmer war verschwunden und so wagte sie einen Blick dort hinein. Wie zwei beleidigte Wesen lehnten die Tische an den Wänden und warteten auf ihre Entscheidung. […] Sie kam sich plötzlich respektlos vor, dieses Möbelstück wegzugeben, wo es doch ihr ganzes Leben begleitet hatte. […] Die Vergangenheit klebte an Rose wie ekelhafter Leim, den sie nicht loswerden konnte.“ (Stress mit Rose, Seite 67)

Während Rose nach langer Zeit einverstanden ist, den alten Tisch loszuwerden, muss sie noch einige Arbeit in das neue Möbelstück investieren – und damit Arbeit in sich selbst. Denn der Tisch birgt ein Geheimnis, dass erst freigelegt werden muss – Stück für Stück, Schicht für Schicht…

Rose beginnt, sich langsam zu verändern – doch immer wieder gibt es Rückfälle…

„Veränderungen brauchen Zeit, viel Zeit. Je nachdem, wie groß sie sind. Heilung braucht Zeit, viel Zeit. Je nachdem, wie groß die Verletzungen sind. Diese Zeit muss man sich nehmen, wenn man in ein neues Leben hineinfinden will. […] Man muss die Bequemlichkeit aufgeben, Gewohnheiten verändern und alte Gefühle verlassen, die einen immer wieder einzuholen versuchen.

Doch was nützt es, in der Vergangenheit zu leben, wenn es die Gegenwart ruiniert und die Zukunft zerstört?

Es gibt Menschen, die nehmen ihr ruiniertes Leben mit ins Grab. Aber es gibt auch solche, die es schaffen, ihre Zukunft neu zu gestalten und ein glückliches Leben mit ins Grab nehmen.“ (Stress mit Rose, Seite 191/192)

Langsam greifen die Veränderungen – auch wenn es stellenweise schwer für Rose ist, sich ein neues Leben aufzubauen und die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Hilfreich dabei ist auch die Umgebung des Ortes, nah am Meer und voll mit interessanten Menschen und positiven Momenten, die Rose Halt geben.

=> Wie lange wird Rose brauchen, um den Tisch und die Stühle fertigzustellen?

=> Welche Auswirkungen haben die Arbeiten an dem Tisch – und was ist sein Geheimnis?

=> Wird Roses nächstes Weihnachtsfest besser ausfallen als das letzte?

=> Wie ist eigentlich die echte Rose, die hinter der störrisch-negativen Fassade versteckt war?


Wenn ihr die echte Rose kennenlernen wollt, lest den Roman von Marion Schreiner und lasst euch an die britische Südwestküste versetzen.

Vielleicht findet ihr auch die Stelle im Buch, an der sich Marion Schreiner selbst ein kleines Charakterdenkmal gesetzt hat 🙂 (Kleiner Hinweis: es hat mit Socken zu tun)

Und nicht vergessen: Positiv bleiben hilft im Leben!

„Alles im Leben ist eine Frage der Entscheidung.

Sie haben immer die Wahl.

Ich habe mich stets für das Bunte und Glückliche entschieden und dem Schlechten keinen Blick geschenkt.“

(Stress mit Rose, Seite 99/100)

Akram El-Bahay: „Bücherkrieg“

Note to my english speaking readers: this article will only be published in german language.

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Kennt ihr das, wenn ihr das Lesen eines Buches zeitlich hinauszögert, so dass ihr länger etwas vom Inhalt habt? Mir ging es auch beim finalen Teil der Trilogie rund um die Bücherstadt und ihre Bewohner so – genau wie bei den ersten beiden Teilen mit den Titeln „Bücherstadt“ und „Bücherkönig„.

Nun ist es soweit, der Krieg steht bevor.

Auf der einen Seite die befreiten Fabelwesen mit ihrem Anführer Nusar – und auf der anderen Seite die Sahira Layl und der Weiße König.

Die Vorbereitungen für den Schlag gegen den Weißen König und die Sahira der Nacht laufen und auch Sams Vater Vicente sowie die Feuerentzünder, Diebe und Mörder der Unterwelt Mythias sind mit einbezogen.

Der Asfur Nusar schafft es, gemeinsam mit dem Pferdemenschen Shagyra und der Hilfe von Sam, sowohl Fabelwesen als auch menschliche Unterstützer einzuteilen, zu motivieren und auf den folgenden Kampf vorzubereiten. Auch wenn nicht alle von den getroffenen Maßnahmen immer begeistert sind. Doch in Zeiten wie diesen muss man erfinderisch sein und auch einmal ungewöhnliche Wege gehen.

So wie Sam, als dieser sich in Begleitung von Shagyra ins Gefängnis von Mythia wagt…

Und auch in den Gefängnisinsassen finden sie weitere Helfer im Kampf um die Freiheit der vorher in Büchern eingesperrten Fabelwesen.

Währenddessen macht sich Kani mit ihrem neuen Ich vertraut. Sie ist zur Hälfte eine Sahira – die Sahira der Dämmerung – und ist laut Auskunft der steinernen und stummen Thalia auch diejenige, die die Veränderung bringen wird. Zum Guten oder zum Schlechteren.

Die Geschichte um den Bücherkrieg wäre nicht dieselbe, würde sich nicht auch Sam früher oder später wieder in den Gängen Paramythias befinden, der riesigen Bibliothek unterhalb der Stadt.

Mit seiner ersten Vermutung, dass der Krieg auch diesmal seine Opfer finden würde, wird Sam noch sehr recht haben.

Doch bis dahin laufen die Vorbereitungen wie am Schnürchen und binden alle Fabelwesen mit unterschiedlichen Aufgaben ein. Da Sam seine Spionage- und Diebeskünste zur Verfügung stellen soll, ist er auf die Hilfe der Bahriden angewiesen. Die Wasserwesen, die sich und jene, die sie berühren, unsichtbar machen können, stehen auch nicht allen Unternehmungen gut gelaunt gegenüber und nicht alle Gewohnheiten der Menschen finden ihren Anklang.

Hier schafft Akram El-Bahay es auch wunderbar – wie bisher in allen Büchern, die ich gelesen habe – Alltagskritik/ Umweltkritik einzuwerfen, die bei aufmerksamen Lesern nicht unbemerkt bleibt und auch als richtig und wichtig empfunden wird.

Während all dies geschieht, ist Kani darum bemüht, ihren Weg als Sahira zu finden, ihr Ich nicht zu verlieren und denen zu helfen, denen sie auch vorher nahestand und als Freunde bezeichnet hat. Mit ihrem neu erlangten Wissen auch in Bezug auf den Tod ihrer Mutter ist dies jedoch nicht ganz so einfach für die neu erwachte Sahira und mehr als einmal hat sie mit aufkommender Wut und Rachegelüsten zu kämpfen. Doch für ihr gemeinsames Ziel und für ihre Freunde findet sie den richtigen Weg.

In den laufenden Kämpfen in Mythia finden sowohl Menschen als auch Fabelwesen den Tod. Wir als Leser werden mehrere lieb gewonnene Charaktere verlieren und müssen dies als gegeben hinnehmen, dient es doch auf die ein oder andere Weise dem Fortkommen der Geschichte. Wenn man es am Ende überdenkt, ist es vielleicht auch gut so, dass gerade diese Charaktere gegangen sind, gerade weil sie so einen großen Eindruck hinterlassen haben.

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Am Ende einer Trilogie wie dieser muss es ja eine Art von Happy-End geben – und Akram El-Bahay gibt uns Lesern ein zufriedenstellendes Ende für alle noch lebenden Charaktere.

Und das Gute, wenn man die Bücher zur Hand hat: man kann jederzeit von vorn beginnen und Shagyra, Nusar, Kelaino, Umm, Sam, Kani und die anderen neu kennenlernen und sich in die Straßen von Mythia und die unterirdischen Wege Paramythias ziehen lassen.

„Bücherkrieg“ ist ein würdiger Abschluss dieser Reihe um Menschen, Fabelwesen und die Dinge, die uns ausmachen – abgesehen von Aussehen, Zugehörigkeit und ersten Überzeugungen. Die Trilogie handelt von Vertrauen, Freundschaft und dem Wunsch nach Freiheit.

Wer übrigens mehr ein Audiotyp ist, dem kann ich das Hörbuch empfehlen, gelesen von Thomas Schmuckert und – wie auch die beiden anderen Teile: eine „Ohrenweide“.

Emily Gunnis: „The Girl in the Letter“

This short article will only be in english language. The german version of this book is available, titled „Das Haus der Verlassenen“.

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This book  in its english version followed my thoughts a long time. I don’t recall exactly when I have seen it first, but it was kind of haunting. Then the german version got my eye in a bookstore, but not the way the english one was at my thoughts – even though the cover design was the same.

So – after some more re-thinking I went and ordered „The Girl in the Letter“ – for I love stories that have actions in different times (here it is 1956 and 2017) and the characters seemed to be written quite well.

And then it arrived…

The storyline set in 1956 evolves around a girl named Ivy Jenkins, who got pregnant and is now facing a hard time in St. Margaret’s, a home for unmarried pregnant women. She was forced to go there by her „step-dad“, as you could call him. Her real dad died during the war and her mother is too emotionally paralysed to step up for her daughter. So Ivy is sent away – and from this moment on she lives in pure horror, for the „home“ is nothing more than a workplace with no one to really care for the young women and their children.

„Tuesday 5 March 1957

Ivy lay in the dark, staring up at the beamed ceiling, listening to the young girl in the next bed crying quietly. The dormitory was bitterly cold. Every girl lay on their side, curled up in a ball, trying to stay warm. The locked window next to Ivy’s bed had no curtains, and the moon cast a beam on the poor girl beside her. She was so young, she looked like she still belonged in school. She’d had puppy fat when she had first arrived, and a colour on her cheeks, but now her collarbone jutted out from under her overalls and her pale skin pulled at her haunted eyes, from which tears were now falling.“

(Emily Gunnis, The girl in the Letter, page 202)

 

In 2017 a young journalist named Samantha struggles with her life. She is currently living with her grandmother and her own daughter while being estranged from the childs father. Her own mother died some time ago and she is kind of unhappy with her work situation, having to rely too much on her Nana for taking care of her daughter.

„The lift was broken again. Sam climbed the steps of the Whitehawk Estate stairwell two at a time and let herself into Nana’s flat where she and Emma were staying after storming out during a particularly bad row with Ben two months before. […] ‚I am sorry again for working late and you having to look after Emma, and missing your birthday and having to stay with you…I’m just sorry for being born, basically.‘ – ‚Well, I am not, I’d be lost without you.‘ Nana kissed both Sam and Emma, then disappeared down the corridor.“

(Emily Gunnis, The Girl in the Letter, page 24/30)

 

Then Samanthas grandmother gives her some letters she has found and Sam takes time out of her job to get to know more about that girl named Ivy that wrote these letters –  and soon she wants to find out more about why she was taken to St. Margarets and why no one of her family helped her.

Sam soon discovers things that also have something to do with her own life – more than she realises at first.

She is about to uncover murderous secrets and untold family history that will change her view of family forever…

 

„The Girl in the Letter“ is definitely a page-turner and a good book to read.

If you love secrets and mysteries wrapped in a story spanning over different times – this book is just right for you.

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And – Emily Gunnis has already published another novel: „The lost Child“, which is also set in different times (1960 & 2014) and has – just like „The Girl in the Letter“ – a lot to do with family history.