~ Freya North: „Secrets“ – Wie lange bestimmen Geheimnisse dein Leben? ~

BEREITS in einem kürzlich erschienenen Artikel habe ich über die Gründe geschrieben, weshalb Freya North’s „Secrets“ sozusagen meine „Rettung“ vor dem Fänger im Roggen war. Nun habe ich das Ebook beendet. Und bin begeistert.

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Kurz zusammengefasst ist „Secrets“ die Geschichte einer jungen alleinerziehenden Mutter, die einen Housesitting-Job bei einem Brückenarchitekten in den besten Jahren annimmt. Dieser wohnt in einem alten Familienhaus gemeinsam mit seinem Hund. Er hat keine Verpflichtungen und reist für Aufträge um die Welt. An den jeweiligen Orten hat er dann noch die ein oder andere On-/Off-Affäre – auch ohne Verpflichtungen und ohne größere Investitionen.

Dieses Leben  hat für ihn bisher ganz gut funktioniert und dann steht plötzlich die junge Frau vor der Tür – und alles wird anders…

Titelbild
Titelbild

Das Titelbild ist nicht das Schönste, aber es kommt ja auch auf den Inhalt an. Wer sich das Titelbild der Druckausgabe anschauen möchte – und einmal in den Roman hineinlesen möchte, kann dies hier tun.

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So, geben wir den Charakteren ihre Namen: Die junge Mutter, die so einfach in das Leben von Architekt Joe hineinplatzt nennt sich Tess und ihre Tochter trägt den Namen Emmeline – oder kurz: Em. Der Hund, der schon ein wenig in die Jahre gekommen ist, aber sein Herrchen sehr liebt hört auf den Namen Wolf.

Wie alles begann...
Wie alles begann…

Nachdem ich die Romane von Jill Shalvis Reihe um ihre Charaktere in den Lucky-Harbor-Romanen regelrecht verschlungen habe, ist dies nun mein erster Roman von Freya North. Diesen habe ich auf Empfehlung der Autorin selbst ausgewählt.

Was beide Autoren verbindet und deswegen auch die Geschichten so anziehend macht sind die alltäglichen Begebenheiten gepaart mit interessanten Nebenszenen.

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Beim Lesen von „Secrets“ ist mir folgendes sehr positiv aufgefallen:

Der Leser wird sofort ohne langes Vorreden in die Handlung hineingezogen und in die Gedanken der Protagonisten involviert.

Freya North kann zudem wunderbar Gegenden und andere alltägliche Begebenheiten beschreiben, ohne dass sie banal oder langweilig wirken. Es wirkt alles sehr harmonisch geschrieben, ohne Lücken in der Handlung.

Man wird Teil der Entwicklung der Charaktere mit all ihren Problemen und Ängsten, Hoffnungen und Wünschen.

Chapter 1
Chapter 1

Als Leser kann man tief in die Gedankenwelt von Joe und Tess eintauchen und die Geschichte der beiden beginnt sich vor den eigenen Augen in einen Film zu verwandeln.

Das ist meiner Ansicht nach immer eines der Zeichen für einen guten Roman – das eigene Kopfkino.

Ausschnitt
Ausschnitt

Auch die wunderbaren Nebencharaktere tragen dazu bei, dass man sich fühlt, als wäre man bei guten Freunden zu Gast: da wären der Hund Wolf, etwas älter, aber trotzdem liebenswürdig und kinderlieb; Laura, eine junge Frau, die im örtlichen Altersheim arbeitet; Tamsin, die Schwester von Tess; Mary, Joes Mutter, die an Demenz leidet und im Alters- und Pflegeheim wohnt – und: das Haus.

Es ist schon relativ selten, dass so ein großer Wert auf das Haus eines der Hauptcharaktere gelegt wird. „The Resolution“ – so der Name des Familienhauses – hat ebenfalls eine Geschichte. Es hat die Kindheit und Jugend von Joe miterlebt und nun wird es von Tess‘ liebevoller Hand umgestaltet und im Inneren verschönert. Das macht es für Joe zwar wohnhafter und auch ein wenig gemütlicher, dennoch kann er die Zeit seines Aufwachsens nicht einfach so vergessen. …

Ist dies das Ende des Hauses?

Mit welchen Geheimnissen lebt Tess?

Wie lange wird Joe brauchen, um seine Geheimnisse loszuwerden?

Was verbirgt sich hinter Tess‘ Angst vor dem Strand?

Hat der Ort Saltburn das Zeug, zur neuen Heimat zu werden?

The End?
The End?

„Secrets“ von Freya North ist definitiv lesenswert und ein durchaus liebenswertes Buch für gemütliche Stunden.

Ich werde mir bestimmt weitere Bücher der Autorin anschauen 🙂

~ Q & A: Frank Rüdiger ~

Willkommen zu einem neuen Q & A!

Mein Gast diesmal: der Autor, Fotograf, Museologe und Londonliebhaber Frank Rüdiger.

Einigen von euch wird er eventuell noch aus vergangenen Blogeinträgen bekannt sein. Für Interessierte und Neuleser hier ein kleiner Einblick in Stichpunkten:

– geboren und aufgewachsen in Gera, hat Museologie in Leipzig studiert

– lebt mit seiner Frau Ulla Spörl (ebenfalls Autorin) in Gera

– von ihm bekam ich mein erstes Rezensionsexemplar 🙂

– Autor/ Co-Autor von mehr als 50 Werken

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Sein wunderbares Buch „Cockney, Cookies, Camden Market“ habe ich geradezu verschlungen und natürlich auch darüber berichtet.

London
London

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Lieber Frank,

vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, für mein Q&A Fragen zu beantworten.

Da ich bereits einige andere Gäste zur Fragenbeantwortung hatte, nehme ich auch immer Bezug zu anderen Themengebieten, getreu dem Blognamen „…andmore“. Ich hoffe, das kommt dir ein wenig entgegen 🙂

Sicherlich werden sich die Fragen hauptsächlich um London drehen, aber das ein oder andere „Londonfremde“ wird auch zu finden sein.

1. Als Fotograf und Museologe hast du ja vielleicht einen anderen Blick auf die Dinge als der „normale“ Tourist. Was ist es, was dich an der Stadt London so fasziniert? Gibt es eine andere Stadt, von der du ähnlich beeindruckt bist?

 Es ist die wunderbare Mischung aus Tradition und Moderne, die mich an London so fasziniert. Da gibt es neben den natürlich bekannten Touristenmagneten noch soviel Kleines und Unbekanntes zu entdecken, dass es einen täglich aufs Neue motiviert, sich auf den Weg zu machen. Es ist das Selbstverständnis des ständigen Wandels, dass diese Stadt, die trotz ihrer Größe wirklich überschaubar ist, prägt.

Und es sind natürlich die Menschen, die diese Stadt interessant und liebenswürdig machen.

Auch wenn das jetzt vielleicht etwas seltsam klingt –zumindest schauen mich viele Bekannte immer ungläubig an, wenn ich das erzähle– aber für mich hat diese Stadt auch einen unverwechselbaren Geruch!

Sicherlich hat jede Stadt ihre Besonderheiten und Eigenarten, aber die Faszination und Ausstrahlung, die ich nun schon über zwei Jahrzehnte in London empfinde, habe ich so woanders noch nicht erlebt.

2. Könntest du dir vorstellen, für längere Zeit (länger als ½ Jahr) in London zu leben? Wenn ja, an welchem Ort in dieser schönen Stadt würde man dich wohl am ehesten finden?

 Ich war schon länger als ein halbes Jahr dort. Wenn wir in London sind, wohnen wir im Haus eines Freundes in Bloomsbury. Aber du findest mich natürlich nicht nur dort. Zwischen Croydon und Enfield, oder Dartford und Hounslow gibt es soviel Interessantes, dass ich mich beim besten Willen nicht festlegen kann.

3. Du bist ja generell sehr am Britischen interessiert – gibt es ein englischsprachiges Buch/ Film/ Serie, die du empfehlen würdest zu lesen/ anzuschauen? Aus welchem Grund?

 Oh, das ist natürlich ein sehr weites Feld, dass literarisch von Emily Brontë und Jane Austen über Charles Dickens bis zu Ian McEwan reicht. Im Film/TV sind es natürlich Holmes (Basil Rathbone oder Benedict Cumberbatch), die Herren Barnaby, Banks oder Lynley, „Downton Abbey“ oder „Die Tudors“. Aber auch „Notting Hill“ und „Tatsächlich … Liebe“ gehören je nach Stimmung zu den Favorites. Und nicht zu vergessen – „Little Britain!“

Generell kann ich nur empfehlen, die Filme möglichst im englischen Original anzuschauen.

Übrigens für Londonliebhaber ein Muss: Peter Ackroyd – „London Die Biografie“!!!

Warum? Ich könnte ja jetzt was über die Erzählstruktur oder Perspektive erzählen, aber das wäre nicht die Wahrheit. Die Wahrheit ist, dass es ganz einfach Bücher, Filme, Geschichte und Geschichten sind, die in dem Land spielen, in dem ich mich wohlfühle.

4. Wird es von dir weitere Bücher/ Episoden über deine Londonerlebnisse geben?

Gern, falls es jemanden interessiert.

Im Moment ist geplant, eine überarbeitete Neuauflage auf den Markt zu bringen. Die wird neue Bilder enthalten. Das hat auch damit zu tun, dass dieses Büchlein ja nicht geplant war. Wir haben im Freundes- und Bekanntenkreis immer mal wieder das eine oder andere Erlebnis aus London zum Besten gegeben und irgendwann hat der Verleger meiner Frau gesagt: Mensch, da machen wir ein Buch draus. Natürlich wollte ich es dann auch schnell haben, hatte aber nicht zu allen Geschichten passende Bilder. Ich war z.B. schon über 20 mal in London, habe aber feststellen müssen, das ich nicht ein einziges Foto vom Tower besaß! Und nun ist eine neue Auflage mit einigen neuen Bildern in Arbeit.

5. Bei meinen beiden Londonbesuchen hatte ich bisher nur positive Erlebnisse. Das lag zum einen an den grandiosen Londoner Sommern der letzten Jahre und zum anderen an den freundlichen Menschen, denen ich begegnet bin.

Hattest du während deiner Londonaufenthalte eigentlich je richtig „unliebsame“ Begegnungen/ Erlebnisse?

 Unliebsam würde ich nicht sagen. Eher unangenehme. Und die hatten interessanterweise alle mit deutschen Touristen zu tun. Eine davon ist ja auch in meinem Buch beschrieben …

6. Die Londoner U-Bahn. Viele schimpfen darüber, andere lieben sie. Ich gehöre zufällig zu letzterer Kategorie und fahre ziemlich gern U-Bahn, wenn ich in der Stadt bin. Bist du eher ein Benutzer der öffentlichen Verkehrsmittel der britischen Hauptstadt oder läufst du lieber? Sicher kommt es auf die Entfernung zum Ziel an, aber theoretisch gesprochen…?

 Ich gestehe, dass ich tatsächlich meistens zu Fuß unterwegs bin. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass ich viel mit der Kamera auf Achse bin. Ansonsten fahre ich sehr gern Bus, schon wegen all dem, was man da zu sehen kriegt. Die Tube nehme ich nur bei Zeitnot und langen Strecken.

7. Schnellantwort-Runde:

Sommer oder Winter? Herbst

Fliegen oder mit dem Zug reisen? Fliegen, das kommt meiner Ungeduld entgegen.

Englisches Frühstück oder Kontinentales Frühstück? Full english breakfast

Sherlock oder Watson? Holmes

Lieblingsbrücke in London/ warum? Die Albertbridge wegen ihrer unaufdringlichen Eleganz

Beliebteste historische Figur Englands? Shakespeare, falls er wirklich alles das geschrieben hat, was man ihm zuschreibt

Tower oder Royal Navy College Greenwich? Greenwich, wegen der vergleichsweisen Ruhe und dem wunderbaren Blick zur Isle of Dogs

Wenn es in London regnet, bin ich.… zu Hause

Drei Dinge, die du unbedingt nach London mitnimmst:…. meine Frau natürlich, Kamera, London A bis Z

3 Orte (außer London) an denen du gern leben würdest: …. südliches Devonshire, Orkneyinseln, Swansea

8. Samuel Johnson hat gesagt: “Sir, when a man is tired of London, he is tired of life; for there is in London all that life can afford.”

Gibt es einen Ausspruch (außer der wirklich wunderbaren Liebeserklärung von Harry Meyer im Roman deiner Frau), der deine Liebe und Begeisterung für die Stadt an der Themse auf den Punkt bringt? Oder wäre es eher ein Zusammenspiel von vielen Zitatteilen?

 „Endlich war ich also in London, und nichts machte mir mehr Spaß, als den ganzen Tag in meinem neuen Revier herumzuschlendern. London kam mir vor wie ein Haus mit fünftausend verschiedenen Zimmern; der ganze Reiz lag darin, zu entdecken, wie die Zimmer untereinander verbunden waren, und sie allmählich alle zu durchlaufen.“ (Hanif Kureishi)

An dieser Stelle noch einmal vielen lieben Dank und ich hoffe, die Fragen haben die Londonsehnsucht wieder geschürt 🙂 auf dass viele neue Erlebnisse, Eindrücke und Fotos den Weg in ein weiteres „Cockney, Cookies, Camden Market“ finden 🙂

~ Was tun…~

…wenn man sich nicht mit einem Buch anfreunden kann?

Richtig – man legt es erst einmal zur Seite und sucht sich eine neue Lektüre.

Und genau so ging es mir mit J.D. Salingers englischer Ausgabe vom „Fänger im Roggen“. Ich habe wirklich versucht, mit diesem Klassiker warm zu werden, aber irgendwie funktioniert es nicht.

Entweder liegt es am Buch und der Tatsache, dass ich nicht unbedingt zur Zielgruppe gehöre – oder es liegt an mir…

Das werde ich aber noch herausfinden.

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Doch um einer kleinen Frustration vorzubeugen, tat ich folgendes:

Ich schrieb einer Autorin – genauer gesagt: Freya North und bat sie um eine Buchempfehlung. Natürlich bezog sich die Frage auf eines bzw. mehrere ihrer Bücher. Genauer gesagt fragte ich nach dem besten Einstiegsbuch in ihre Literaturwelt.

Und prompt kam die Rückantwort: „Secrets“ oder „Pillow Talk“.

Nach kurzem Überlegen entschied ich mich für „Secrets“ und bin bis jetzt auch sehr glücklich mit dieser Entscheidung.

In meiner Ebook-Variante fehlt zwar das schön gestaltete Cover, aber damit kann ich leben. Der Inhalt ist momentan ganz nach meinem Geschmack und das ist schließlich das Wichtigste.

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Sobald ich mit der Lektüre fertig bin, erscheint hier – neben einem neuen Q&A – natürlich auch die Rezension zu „Secrets“.

Allgemein kann ich aber mitteilen, dass mein Kopfkino schon wunderbar mitspielt und ich mir „Secrets“ auch gut als Film vorstellen könnte 🙂

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Wer sich über Freya North informieren möchte, kann dies gerne tun.

Interessantes gibt es

hier

hier

hier und

hier.

~ Q & A: Dr. Sarah Morris ~

HEUTE erwartet euch wieder eines meiner Q&A’s – und diesmal auch wieder mit einer Premiere: es ist das erste englischsprachige Q&A.

Rede und Antwort stand mir diesmal die englische Autorin Sarah Morris, aus deren Feder die beiden Romane um Anne Boleyn stammen: „Le Temps Viendra I & II: A Novel of Anne Boleyn“.

Diejenigen, die eine deutsche Übersetzung bevorzugen würden, bitte ich um kurze Mitteilung an mich, dann werde ich diese schnellstmöglich anfertigen & einstellen.

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Aber zunächst einige Worte zur Autorin selbst:

Sarah Morris wuchs in Yorkshire Dales in England auf und genoss die dortige Landschaft, die ihre lebenslange Liebe zur Natur und zu kreativen Werken förderte.  Sie schrieb schon in jüngeren Jahren Gedichte, Geschichten und Artikel – aber auch Texte für Theaterstücke.

Zunächst arbeitete Sarah Morris als Ärztin, später als Berater auf verschiedenen Bereichen – und ihre dritte Karriere ist nun die einer Autorin. Hierin kann sie ihre Interessen und Fähigkeiten vereinigen und ihre Kreativität ausleben.  Inspiriert wird sie dabei von den Lebensgeschichten starker und couragierter Frauen, die sich selbst treu geblieben sind und den Widerständen getrotzt haben.

Sarah Morris möchte Geschichte real werden lassen („Make.History.Real“) und achtet sehr auf historische Genauigkeit in ihren Werken – aber auch auf eine große emotionale Bandbreite, die den Leser anzieht.

Privat entspannt sie am ehesten mit ihrem Hund Milly, der sie des öfteren von ihrem Computerbildschirm wegzieht und so für frischen Wind und frische Gedanken sorgt.

Gemeinsam mit Natalie Grueniger hat sie ein Buch namens „In the Footsteps of Anne Boleyn“ geschrieben, welches den historischen Schauplätzen nachgeht und ein guter Reiseführer für Interessierte ist.

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Einen guten Artikel zu „Le Temps Viendra“ findet ihr auch hier.

Nun auf zum Q & A:

Dear Sarah,

thank you so much for joining me (and the readers of my blog) to this Q & A.  I hope the questions are OK and find you in a good mood to answer 🙂  I’ll keep you updated to when the Q & A will be online on my blog.

Thanks so much in advance. Greetings and hugs

Sindy

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1. For „Le Temps Viendra I & II“ you go deep in the history and soul of Anne Boleyn who had the unlucky ending we all know from history books. What drew you especially to Anne Boleyn?

I have no idea. I have a strong psychic connection with her that I have never quite understood. Whether there is a past lives connection, or whether I merely resonate with her, and her story, as a woman I do not know. However, I do know that I greatly admire so many of her qualities, some of which I articulate in the Epilogue of Le Temps Viendra; her courage, grace, determination to be true to herself, no matter what the consequences, to name but a few.

2. With „In the Footsteps of Anne Boleyn“ you co-wrote a book (with Natalie Grueninger) where interested people could follow the ancient traces and explore on their travels the „yesterday“ and the „here and now“. Are you much of a traveller? What is / was your favorite place you went to? Why ?

I love travelling, particularly on my own. I find it is incredibly liberating. At the same time, I am also very much a lover of my home, and enjoy having a base, so these short, research trips suited me perfectly. It was such tremendous fun to have done the background research then go in search of the fragments left of Anne’s life. So many of the places in the book I loved uncovering through research. However, I suppose I have to say the French locations were amongst the most special, as I was looking at these from scratch, with very little having been written about them in the context of Anne’s life. Paris is my favourite city in the world, and re-creating medieval Paris, the Paris that Anne would have know, was like putting together a particularly thrilling jigsaw puzzle. Visiting the Loire Valley was also very special, for here I felt I came close to understanding how Anne become the woman who so enraptured the heart of a King. Here we come close to the people, events and culture that so indelibly shaped her thinking and marked her out as a visionary who did not just witness history in the making, but actively participated in shaping the story of a nation.

3. What kind of book-ideas do you have for future work – again anything historical?

 Natalie and I so enjoyed writing In the Footsteps of Anne Boleyn that we have decided to do a follow on. Having polled our respective fan bases, we have started research on In the Footsteps of the Six Wives of Henry VIII. This will follow a similar format to the first, but we will be focusing on the top ten or so locations for each of the wives. However, I have to admit, that Nat and I both have a hankering to do a detailed In the Footsteps for Katherine Parr. That may well follow on after and it will certainly keep us busy for some time to come!

4. While writing „Le Temps Viendra“ you did listen to special medieval music from the Tudor times or to the Soundtrack of the series „The Tudors“ with the wonderful Natalie Dormer portraying Anne Boleyn and a very charismatic Jonathan Rhys Meyers as Henry VIII. Both have played very different roles during their career but together as Anne & Henry they are fabulous.

Did you happen to (while writing) see the „Natalie Dormer ‚Anne‘) in your mind?

Yes, very much. In a non-specific way, The Tudors was a big catalyst, I think, in bringing the creative idea for LTV to the surface of my mind. When I was writing various scenes, I certainly saw JRM and Natalie Dormer in my mind’s eye. However, in order to create that feeling – that so many fans have reported – of being there in the midst of the story as it unfolds, I also had to sink myself into Anne’s body directly. So often, in the very emotional scenes, I would spend time before I started writing by becoming absorbed in her body and mind until I could see the chamber, room, or building I was in, through my mind’s eye – as if I was there, as if I were Anne. When I did this, I felt I could tap into her deepest feelings and how she would have most likely reacted to what was happening to, and around, her. It was thrilling, moving and oftentimes, exhausting.

If you could be the casting director of the historical couple now – who could be your two favourite people for portraying Anne & Henry?

I couldn’t pick anyone more suitable. Natalie was just pefect; a sublime embodiment of Anne’s very complex and multi-dimensional character. It is just how I envision her. As for JRM, I know many did not like him in that role, primarily it seems because he didn’t look like Henry. But to me, he captured the King’s troubled and mercurial character flawlessly. I have often suspected that JRM’s own difficult personal life allowed him to play out Henry’s magnetic but unstable character to perfection.

5. Why do you think it will always be Anne Boleyn who is remembered most out of Henrys wives? With Katherine or Jane Seymour or Katherine Howard there are strong characters, too – but to me it seems as though Anne Boleyn always has this special magic…

In her own way, she was as charismatic as Henry; a complex crucible of feminine power, intelligence and grace. Unlike the others, (with perhaps the exception of Katherine Parr), Anne was a woman ahead of her time, a visionary if you like, who saw the opportuity for a different religious landscape in England. She was unafraid to stand up for what she believed in, and the sheer brilliance of her courage throughout her life, and particualrly at the end, still blinds us almost 500 years on. Somehow, despite the slander of those who wished to defame her following her execution, the truth has prevailed – as it always does – eventually. The tragic story of an innocent woman of incredible strength cannot fail to move so many of us who are still inspired by her character today. None of Henry’s other Queens quite manages to embody so many of these qualities, and also can claim to have changed the course of a nation’s history quite so emphatically. This is, I belive, why she still manages to enthrall us to this day.

6. As a former physician turned coach turned writer and lover of history and with the goal of making history real and comprehensible for readers – is there a history era you wouldn’t want to write about or get into deep in? Why?

I am not interested in modern history, or anything post 1603 actually. With the death of Elizabeth I, so died my passion for English history!

7. Back again to Anne Boleyn: In „Inside the mind of Anne Boleyn: a portrait of a murdered queen“ you give insight of the process developing these wonderful books. Very at the beginning of this blogentry you wrote about Anne „You either love her or you hate her!“ Its obvious that you are loving her.

Is there a historical character (male or female) that you are also very interested in and to which you could also say that you could either love or hate her/him?

I’m afraid I am very Tudor orientated in my love of history. Although I am interested in the medieval period in English history too, Tudor characters will always most intrigue me. I adored writing about Mary Howard for LTV II, and I quite fell in love with her. Now here is an interesting woman! One who stood up to some powerful men. She was another indomitable character who seems to have refused to be intimidated – just like Anne. As you will see in the novel, I do wonder whether Anne Boleyn acted as a key role model in the shaping of her adult character.

8. Quick-Answer Round: (Please answer with the first thing that comes to mind, thanks)

Summer or Winter: Summer

Movie or Book-to-the-movie: – Book to Movie, or just movie, but not Movie to Book – I like seeing books brought to life, but I can’t muster up the interest to read the book once I know the outcome from a movie. Odd I know, but there you have it!

Best song you heard in 2013? – I love soundtracks, and my lovely friend and co-author, Natalie Grueninger, introduced me to the soundtrack of W.E. in 2013, which I have played incessantly since.

Worst song you heard in 2013? I am not really up to date with music, but my toes curl up every Christmas when I hear I Wish it Could be Christmas Everyday by Slade.

Biggest wish for 2014? Real peace and happiness.

Crime, Fiction or Romantic Comedy? Rom com every time. I am such a softie.

If you could go to a deserted island – what would you bring along? A yatch!

TV Movies or TV Series? – TV Series

Best series you watched in 2013/ ever? The Tudors – had to be, didn’t it?

Thank you so much for taking the time.

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Dies war mein kleiner Q&A-Ausflug mit der Autorin von „Le Temps Viendra“ – Sarah Morris.

Wer noch einen multimedialen Eindruck von ihr bekommen will, kann dies hier tun.

(Da der GEMA-youtube Streitfall aktuell wieder verhandelt wird, an dieser Stelle nur der Link zu youtube und kein eingebettetes Video…)

~ Buchempfehlungen ~

ICH befinde mich zur Zeit mitten in einem Buch: J.D. Salingers „Fänger im Roggen“ in englischer Sprache.

Trotzdem stöbert man ja immer mal wieder durch die diversen Online-Handel-Seiten und dabei sind mir einige Bücher aufgefallen, die eventuell etwas für Krimifreunde sind – und natürlich für Freunde guter Geschichten.

Auf gehts:

* Lara Steel „Heartbeat“: eine Ärztin, ein Geist und das Spiel um Leben und Tod… (Rezension auf lovelybooks)

 

* Nicholas Vega „Der Junge, der Glück brachte“: Ein Tod, ein Leben – wenn Realität und ein Buch sich begegnen und ein kleiner Junge Hilfe braucht

 

* Charlotte Parsons „Du sollst nicht schlafen“: Ein Mord, eine Journalistin auf Wahrheitssuche und eine Droge, die den Schlaf unnötig machen soll…

 

* B.C. Schiller: „Die Fotografin“: Eine junge Fotografin gefangen zwischen Realität und Einbildung

Artikel dazu hier

 

* Nika Lubitsch „Der 7. Tag“: zunächst glücklich, dann verschwindet der Mann und wird erstochen aufgefunden – hat Sybille ihn getötet?

 

~ Vielleicht war ja für den ein oder anderen Leser ein interessantes zukünftiges Buch dabei?

Ich würde mich über eure Meinungen freuen. ~

„Le Temps Viendra II: A novel of Anne Boleyn“

Nun ist es endlich soweit: ich habe den zweiten Teil des Buches der Autorin Sarah Morris beendet.

Le Temps Viendra
Le Temps Viendra

Schon von „Le Temps Viendra I“ war ich total begeistert und der zweite Band ist ebenso ansprechend und faszinierend wie der erste.

Wir begegnen als Leser wieder den beiden Anne’s – und wandeln mit der Anne aus der heutigen Zeit in den Schuhen der Ehefrau Heinrich VIII. Sarah Morris hat gut recherchiert und die wundervollen Beschreibungen von Orten und Bekleidungen lassen eine Zeit im inneren Kopfkino auferstehen, die neben ihrem Schrecken auch ihre eigene Faszination ausübt.

Einzelne Passagen sind natürlich auch rein fiktiv und darauf weist die Autorin auch am Ende des Buches hin. Dort fasst sie in Worten zu den einzelnen Kapiteln zusammen, wenn genau recherchierte und fiktive Details kombiniert wurden.

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Der Leser steigt im Jahre 1532 in die Lebenswelt von Anne Boleyn ein und erlebt mit ihr die Zeiten im Greenwhich Palace, in Whitehall und in Windsor Castle. Wir sind mit dabei, wenn Anne Boleyn dem Werben Heinrichs nachgibt, den Titel einer Marquess erhält, zur Königin gekrönt wird und ihrer Tochter Elizabeth das Leben schenkt.

Wir sind aber auch dabei, wenn die Gedanken von Anne in ihre heutige Zeit abdriften und sie die Parallelen zu ihrem historischen „Ich“ sieht.

Auch sind wir dabei, wenn Anne langsam aber sicher durch ihre Handlungen den guten Willen und die Liebe Heinrichs aufs Spiel setzt.

Der Ausgang des Lebens von Anne Boleyn ist dem Leser sicherlich durch den Schulunterricht bekannt, zumindest hat man schon einmal von ihrem kurzen Leben gehört.

Sarah Morris schafft es, Sympathien für Anne und ihre Mitmenschen zu wecken (wenn man diese nicht schon vorher hatte) und man hofft – wie auch die „heutige“ Anne – dass die Geschichte eventuell doch noch umgeschrieben werden könnte…

„Remember me when you do pray, that hope doth spring from day to day.“ Anne Boleyn (page 4)

 

… obwohl dies natürlich nicht möglich ist und beide Anne’s sich unwiderruflich am Ende der Geschichte und ihres Lebens im Tower von London wiederfinden…

 

FAZIT:

„Le Temps Viendra II“ ist nicht nur ein Buch für alle an Anne Boleyn Interessierten, sondern auch für Liebhaber der englischen Sprache.

Durch die diversen Beschreibungen von Kleidungsstücken, Raumausstattungen und ähnlichem zieht diese Geschichte in ihren Bann.

Obwohl das Ende der historischen Anne Boleyn bekannt ist, ist es doch eine Freude, wieder ein gut recherchiertes Buch zu lesen, dass keine Aneinanderreihung von Fakten ist, sondern den Personen zu neuem Leben verhilft, wenn auch nur für die Dauer des Lesens.