~ Ein großer Name für einen kleinen Elefanten / What’s in a name? ~

Am vergangenen Montag (03.06.2019) war es nun endlich soweit – der kleine Elefant im Leipziger Zoo wurde getauft.

Last monday (03 June 2019) it was time for the little elephant of Leipzig Zoo to be christened.

Mehr als 5000 Namensvorschläge gingen ein, die dann von Zoomitarbeiterin auf 10 reduziert wurden. Dem Wahlaufruf zur Namensabstimmung folgen viele Zoofreunde – laut Medienberichten gingen mehr als 13000 Stimmen im Wahlzeitraum von fünf Tagen ein.

The zoo got more than 5000 possible suggestions for names related to the original asian habitat for the little elephant. Then the list was shortened to 10 names and people were asked to vote for a name. Many interested animal lovers followed the call – regarding to the media there have been more than 13000 votes in a time-span of five days.

Zur Abstimmung standen Namen wie z.B.  Tình Thực (Wahre Liebe), Tâm (Herz/Seele), Jadoo (Zauber/Magie) oder Amar (der Unsterbliche).

There have been names in the final list like f.e. Tình Thực (True Love), Tâm (Heart/Soul), Jadoo (Magic/Charm) or Amar (the Immortal).

Das Rennen machte dann ein Name, der einerseits für einen starken Charakter steht – andererseits aber auch stets erinnert an die schwierigen ersten Lebensmonate des kleinen Rüsselträgers.

Seit Montag hört der Kleine auf den Namen Bền Lòng.

The winning name stands for a strong character – and will also always be a reminder for the first few weeks and months of life of the little elephant, that weren’t so easy for him and his caretakers.

Since monday the little elephant is called Bền Lòng.

Die deutsche Namensentsprechung – Durchhalten trotz Widrigkeiten – wird den heranwachsenden Elefanten wohl nicht so sehr interessieren – er erkundet mit seinen Tanten Don Chung und Rani die Außenanlage bei sommerlichen Temperaturen, genießt die Möglichkeit, ausgiebige Bäder zu nehmen und trainiert die Muskulatur seines Rüssels, indem er die älteren Tiere beobachtet und nachahmt. So übt er schon fleißig den Umgang mit Möhren und Ästen.

The german equivalence – to keep up against all odds – won’t be that interesting for the little elephant – he is either interested in walking around the grounds with his aunts Don Chung and Rani, enjoying baths in the sunny summer weather and training his trunk while watching the older aunts and playing around with branches and carrots.

Wenn ihr in der Nähe seid: schaut bei dem Kleinen vorbei und beobachtet ihn bei seinen sommerlichen Abenteuern.

If you are around: have a look at the little one and enjoy watching him growing and playing around in the summer weather.

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~ Orte der Ruhe / Quiet Places ~

Im Trubel der Geräusche und Dinge, die – ob wichtig oder nicht – Aufmerksamkeit fordern in unserem Leben, ist es wichtig, Orte zu haben, an denen es ruhig ist und an denen man zu sich finden kann.

Diese Orte sind selten – denn auch die als ruhiger geltenden Ausflugsziele sind nie so ganz ruhig.

Einen etwas ruhigeren Ort habe ich für mich gefunden.

In your every-day-life you are supposed to be paying attention to things around you, people around you and also the many city-noises around you. To pay attention to yourself and to practise some self-care one needs to have quiet places around to relax, to calm down and to find yourself again.

These places are not so easy to find – and also the destinations out of town that are said to be more quiet are oftentimes not. 

Recently I have found such a little place for myself.

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Habt ihr für euch Orte gefunden, an denen ihr zur Ruhe kommen könnt?

Do you have places where you can calm down?

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~ John Ironmonger: „Der Wal und das Ende der Welt“ ~

Als ich dieses Frühjahr auf der Buchmesse in Leipzig unterwegs war, fiel mir dieses Buch in die Hände. Was mich angezogen hat? Natürlich die ganze Aufmachung des Covers, der interessante und neugierig machende Titel und die Tatsache, dass ich irgendwie das Gefühl hatte, dieses Buch lesen zu müssen.

So, when I was looking around the millions of books present at Leipzig Book Fair earlier this year in Leipzig, this book caught my eye. What made me look closer at it? For sure the way the cover was designed, the title of the book – btw in english it is called „Not Forgetting the Whale“ – and the feeling that I had, that told me to read this book.

~ Das deutsche Cover ~

Nach dem Lesen hat sich nun herausgestellt: ich weiß nicht, was ich von dem Buch halten soll…

Ist es gut geschrieben, unterhaltsam, hat interessante Charaktere, regt einen zum Nachdenken an, lässt das Kopfkino während des Lesens laufen? All diese Fragen kann ich gut mit „Ja“ beantworten.

Und doch gibt es etwas, was an diesem Buch nicht greifbar ist – und vielleicht ist es gerade das, was es umso interessanter macht.

After I finished reading the book my first thought was: I don’t know what to think about this book…

Is it well written, thoughtful, has interesting characters, makes you think afterwards about a lot of topics, has your mind show you scenes while reading? The answer to all of those questions is a big „yes“.

But there is something about the book which is not within reach for anyone – and maybe that is the most fascinating thing about it.

Das Kurzzitat der Elle zum Buch lautet: „Dieses Buch gibt einem den Glauben an die Menschheit zurück.“ (Zitat Buchrücken deutsche Ausgabe).

Nun – dem kann ich nur bedingt zustimmen. Einerseits hat es einen positiven Ausgang, trotz der drohenden Katastrophe, die sich auftürmt. Und ja, man möchte daran denken und glauben, dass – sollte so etwas in Realität und größerem Ausmaß stattfinden – die Menschen so reagieren wie die Titelfigur Joe Haak und die Bewohner von St. Piran. Doch beim Lesen konnte ich den Gedanken nicht abschütteln, dass die Realität in Folge eines solchen Vorfalls doch gravierend anders aussehen würde. Vielleicht nicht in kleineren Ortschaften wie St. Piran, wo das Leben doch noch einen anderen Rhythmus hat als in den Großstädten. Doch im Allgemeinen gibt es, denke ich, genug Individuen, die – trotz aller Bemühungen, positiv zu bleiben und den Gemeinschaftssinn zu pflegen – in der Lage sind, das Negativste im Menschen hervorzurufen und zu befeuern.

ELLE UK commented on this book: „This novel, set in Cornwall, will restore your faith in humanity.“

So – I can go with that only for a short while. One thing: yes, it has a positive ending although catastrophe lurking around the edges and becoming stronger. And yes, one wants to think and believe, that – should such a thing happen in reality and to a bigger extent – humans would react the way Joe Haak, the main human character, and the people of St. Piran did. But while reading I couldn’t lose the thought and the feeling, that reality in the aftermath of such an incident would be much different from the version in the book. Maybe not in smaller villages like St. Piran, where life has another rhythm to it and people are more dependent and living another life than in the bigger cities. But in general – I think – there are enough individuals, who – despite all efforts to stay positive and live for community – are capable of getting the worst out of human nature and fuel negativity.

Alles in allem kann ich festhalten: „Der Wal und das Ende der Welt“ ist ein gutes und interessantes Buch, definitiv nicht in dystopischen Gedanken wandelnd – und schon deshalb auf Grund dieser Gratwanderung erwähnenswert.

Vielleicht lese ich es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal und werde sehen, ob sich mein erster Eindruck geändert hat.

In den Medien ist das Buch auf jeden Fall angekommen. Beiträge gibt es u.a. hier, hier und hier.

Als Lesestoff kann ich es weiterempfehlen und würde gern eure Meinung hören.

***

So after all I can tell you: „Not forgetting the Whale“ is a good and interesting book to read and get lost in – definitely not dystopian – and also because of that balancing act worth a closer look.

Maybe I will read it again at another time and will see, how my first impressions will change.

And – since the original version has been out a while longer than the german one – there are lots of articles in the media, f.e. here, here and here.

I can definitely recommend this book for a reading session and am definitely interested in your thoughts.

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~ Zwei Leseempfehlungen / Two book recommendations ~

Zunächst einmal: Fröhliche Ostern euch allen! Genießt euer Wochenende 🙂

First of all: Happy Easter to all of you! Enjoy your weekend 🙂

***

 

Heute möchte ich euch zwei wundervolle Bücher vorstellen, die den Leser fesseln, in die Geschichte ziehen und bis zum Ende nicht wieder loslassen. Und das auch, weil sie ähnliche Themenspektren behandeln, aber doch unterschiedlicher nicht sein könnten.

Today I would like to recommend to you two wonderful books, who grab the reader, pull them close into the story and never let him go until the book is finished. And that also because the stories couldn’t be more different from one another, but are dealing with the same kind of issues. 

Note: Book Nr. 1 is a german one which is – as far as I know, currently not available in english. So for that reason there won’t be an english translation on this one. The second one is an english novel, so there will be english text. Thank you.

~~~

Buch Nummer eins ist ein deutschsprachiges Buch von Felicity Whitmore mit dem Titel „Das Herrenhaus im Moor“.

Laura muss mit dem Tod ihres Mannes fertig werden – und ihre Intuition, dass er  ermordet wurde, wird nicht ernst genommen. Sie beschließt, Nachforschungen anzustellen und reist ins britische Exmoor, um mehr über die Vergangenheit ihres Ehemannes zu erfahren. Bei ihren Nachforschungen stößt sie auf eine alte Familiengeschichte, die tragisch ausging und bis heute nachwirkt.

„Und hinter den überwucherten Beeten und Wegen lag Lynybrook Hall – wie ein verwunschenes Märchenschloss. Einige der roten Backsteine waren aus der Fassade gefallen, und obwohl sämtliche Fensterscheiben intakt zu sein schienen, blätterte an den Rahmen überall die Farbe ab. Auf den Dachziegeln hatte sich Moos ausgebreitet und eine Regenrinne hing schief vom Sims herunter.“

(Das Herrenhaus im Moor, Seite 98)

Im ausgehenden 19. Jahrhundert lebt Lady Victoria Milton nach dem Tod ihres Vaters (von dem sie ebenfalls annimmt, er wurde ermordet) in ihrem Elternhaus Milton Castle unter der alles einnehmenden Obhut ihres Onkels Richard. Dieser hat seine eigenen Pläne, wie er das Vermögen der Familie an sich bringen kann. Als Victoria sich gegen ihn stellt, lässt er sie schmerzlich erfahren, wie weit er geht, um seinen Plan durchzusetzen.

„Das Herrenhaus im Moor“ bietet dem Leser eine tragische Familiengeschichte, wunderbar und herzlich gezeichnete Charaktere, die Suche nach der Wahrheit und eine gewisse Portion Spannung.

Definitiv eine Leseempfehlung!

„Victoria schluckte.

‚Sie wollen uns verrückt machen? Sie therapieren nicht die Irren, sondern machen Gesunde krank?‘

Eliza nickte traurig.

„Willkommen in Lynybrook Hall.“

(Das Herrenhaus im Moor, Seite 149)

 

Die zweite Empfehlung ist ein englischsprachiger Roman von Kristin Hannah mit dem Titel „The Great Alone“.

My second recommendation is an english novel titled „The Great Alone“ by wonderful author Kristin Hannah.

Leni Allbright lebt mit ihrer Mutter Cora und ihrem aus dem Vietnamkrieg heimgekehrten Vater Ernt in nicht gerade idealen Verhältnissen. Sie ziehen oft um, Leni ist ständig ‚Die Neue‘ an der Schule, der Vater kann die schlimmen Kriegserlebnisse nicht loswerden und hat seine Emotionen nicht im Griff.

Leni Allbright lives with her mother Cora and her dad Ernt, who recently came home from the war in Vietnam, in a not very good and stable situation. They are moving houses very often, Leni is always ‚the new girl‘ in school and her dad is broken by the things that happened in war and couldn’t control his emotions.

„When Dad had finally come home, Leni barely recognized him. The handsome, laughing man of her memory had become moody, quick to anger, and distant. He hated everything about the commune, it seemed, and so they moved. Then they moved again. And again. Nothing ever worked out the way he wanted. He couldn’t sleep and couldn’t keep a job, even though Mama swore he was the best mechanic ever.“

(The Great Alone, page 5)

Dann scheint es, als hätte das Leben es gut mit ihnen gemeint: ein ehemaliger Kriegskamerad hat ihm ein Haus in Alaska vererbt. Ernt ist so begeistert und davon überzeugt, dass in Alaska alles besser werden wird. Also ziehen sie erneut um.

Then it seems as if life is for once playing nice with Ernt and his family: a late comrade passed his house in Alaska to Ernt – and he is so excited and convinced, that in Alaska everything will be better. So they move again.

„I need this, Cora. I need a place where I can breath again. Sometimes I feel like I’m going to crawl out of my skin. Up there, the flashbacks and shit will stop. I know it. We need this. We can go back to the way things were before „Nam screwed me up.““

(The Great Alone, page 11)

Zunächst scheint alles gut zu gehen, Ernt wirkt glücklicher als je zuvor und auch Leni findet Anschluss  in der kleinen Schule. Auch Cora scheint die gute Zeit zu genießen. Doch schon bald findet sich Ernt in negativen Gedanken wieder, die immer mehr Besitz von ihm ergreifen. Er wird eigenbrötlerischer…und gefährlicher.

At first everything seemed to go well, Ernt seemed to be happier than ever and also Leni found friends in the small school. Also her mum Cora seemed to finally enjoy the good times. But nothing lasts forever and so bad thoughts are catching Ernt in the shorter days and colder climate of the coming winter in Alaska. He is getting more peculiar… and more dangerous. 

„Dad was like an untamed animal, shoving, tearing, snarling, saying words she couldn’t understand… then he was wrenching open boxes, looking for something. Mama approached him cautiously, laid a hand on his back. He shoved her aside so hard she cracked into the log wall, cried out. Dad stopped, jerked upright. His nostrils flared. He was flexing and unflexing his right hand. When he saw Mama, everything changed. His shoulders rounded, his head hung in shame. ‚Jesus, Cora,‘, he whispered brokenly. ‚I’m sorry. I … didn’t know where I was.'“

(The Great Alone, page 117)

Und es sollte alles noch schlimmer kommen….

And everything is going to get worse in a matter of time…

***

„The Great Alone“ spielt in den Jahren 1974 – 1986 und begleitet Leni, ihre Mutter Cora und Vater Ernt durch harte Zeiten. Damals war die Hilfe bei Depressionen / PTBS und anderen psychischen Traumata noch nicht so fortgeschritten und anerkannt wie heute und wenige haben professionelle Hilfe gesucht oder angeboten bekommen. Doch gerade Kriegsveteranen wie der Charakter Ernt hätten dringend Hilfe benötigt.

„The Great Alone“ zeigt eindrucksvoll, was passieren kann, wenn der schlimmste Fall eintritt, die betroffene Person keine Hilfe erhält und die äußeren Umstände ihr Übriges zur Verschlechterung der Situation tun.

The story of „The Great Alone“ plays between 1974 – 1986 and shows how Leni, her mother Cora and dad Ernt are dealing with more than hard times. Back then the help with depression /PTSD and other psychic traumas hasn’t been that advanced as it is today and not a lot of people got help with their problems. But definitely veterans like the character of Ernt would have needed help more than everything else.

The story of this family shows vividly what could happen when the worst case evolves, the person is getting no help and the outer circumstances also do their worst to the situation.

Allerdings ist „The Great Alone“ auch eine Art Liebeserklärung an die Wildnis Alaskas, die für viele Heimat und Sehnsuchtsort ist.

But also, „The Great Alone“ is some kind of a declaration of love for the wilderness of Alaska, which is home and a place to be for so many people.

„Someone said to me once that Alaska didn’t create character; it revealed it. […] In the vast expanse of this unpredictable wilderness, you will either become your best self and flourish, or you will run away, screaming, from the dark and the cold and the hardship. […] You either belong here, wild and untamed yourself, or you don’t. I belong.“

(The Great Alone, page 499)

Definitiv eine Leseempfehlung!

Definitely a must-read!

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~ Zoo Adventures 2019 – so far a nice year ~

Mein Zoo-Jahr 2019 fing ganz gut an und ich möchte euch auch an einigen Bildern teilhaben lassen.

Also, schaut rein und lasst euch inspirieren 🙂

My start in the zoo season this year has been quite nice and I would like to show you some of my pictures.

So, have a look and let yourself get inspired 🙂

* Birds and Elephants and Frogs and more… *

 

* Carnivores at their best *

 

* Little Elephant-Cuteness *

 

* Enjoying Nature *

 

* Looking pretty, right? *

 

* Last… to be continued… *

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~ Verena Reinhardt: „Der Hummelreiter Friedrich Löwenmaul“ ~

Note to my english-speaking readers:

Due to the time fact and the fact, that this book is only available in german language – I will skip the english version this time. If you are interested in the english version – please contact me.

Thank you for your understanding.

~ ~ ~

Mit sogenannten Kinderbüchern ist es immer so eine Sache: es gibt einige, die sind wirklich meistens nur für die jüngeren Leser geeignet und interessieren oder faszinieren die ältere Leserschaft weniger bis gar nicht. Dann kann man aber – meistens zufällig – über Exemplare stolpern, die durchaus interessant, amüsant und lesenswert sind.

So geschehen bei mir mit „Der Hummelreiter Friedrich Löwenmaul“ von Verena Reinhardt.

Dieses Buch fand meine Aufmerksamkeit auf der Leipziger Buchmesse, während ich dort durch die Kinder- und Fantasy-Buchhandlungen stöberte. Alleine das Cover faszinierte mich und die Geschichte klang interessant genug, um einen Blick ins Buch zu werfen und die Geschichte näher zu betrachten. Ein weiterer Anstoß war die Tatsache, dass das Buch für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2017 nominiert war.

Und so tauchte ich ein in die Welt und Erlebnisse von Friedrich Löwenmaul:

„Friedrich Löwenmaul stammte aus einer langen, ruhmreichen Ahnenreihe von Hummelreitern. Er selbst war leider das schwarze Schaf der Familie. Er konnte keine Hummel reiten. Er konnte sie nicht einmal leiden. Als eines Abends eine dicke Hummel mit lautem Brummen auf seinem Balkon landete und seine Balkonblumen auszusaugen begann, erschreckte sich Friedrich deshalb ziemlich. […] Das Tier war ein gutes Stück größer als er selbst und hatte überhaupt keine Angst vor ihm. […] Und dann hob die Hummel den Kopf und sagte mit einer tiefen Stimme: ‚Bist du immer so unhöflich, wenn du Besuch hast?'“

(Der Hummelreiter, Seite 9/10)

So macht Friedrich Bekanntschaft mit Hieronymus Brumsel, einem Hummeldrohn, der ihn mit einiger Überzeugungskraft kurzerhand in ein anderes Land entführt. Brumsel fliegt mit Friedrich nach Skarnland, wo im südlichen Teil des Landes – Südwärts genannt – die Königin Ophrys regiert und Brumsel der Geheimdienstchef ist.

In Südwärts angekommen, wird Friedrich der Königin vorgeführt und ist von ihr schlichtweg begeistert: das Aussehen, die Haare, die Stimme, die Lieblichkeit… Auch erfährt er den Grund, wieso er nach Skarnland verschleppt wurde: die Königin wittert die Gefahr eines Krieges mit dem nördlichen Teil des Landes und braucht Brumsel und einen Hummelreiter mit großem Namen als Erkundungstrupp ins Nachbarland.

Natürlich gestaltet sich die Erkundungsreise als nicht ganz so ungefährlich wie Friedrich erhofft hatte:

„Die Spinne lief um ihn herum und nun konnte Friedrich sie sehen. Und wenn er sich bisher eingeredet hatte, sein Tag könne nicht mehr schlimmer werden, musste er jetzt zugeben:

Damit hatte er Unrecht gehabt.

Sie war riesig. Ihr Körper war größer als Friedrich und dazu kamen noch acht lange, haarige Beine. Mit vier Augen vorne am Kopf beäugte sie ihren Fang neugierig; zwei weitere kleine Augen oben auf dem Kopf schienen nach oben zu schauen.“

(Der Hummelreiter, Seite 38/39)

Auf ihrer Reise begegnen sie den unterschiedlichsten Kreaturen, manche sympathischer als andere und beobachten genau, wie die „Kriegsvorbereitungen“ des Nachbarlandes aussehen und was von diesen zu halten ist. Und so langsam verdichten sich die Hinweise, dass in Skarnland alles etwas anders ist, als es zu sein scheint…

„Und jetzt konnte Friedrich es auch hören. Ein leichtes Trumm, Trumm, Trumm, und es wurde immer stärker, je breiter die Masse vorbeifloss. Friedrich begann es zu grausen. Er verstand zwar nicht genau, warum, aber das hier war nicht so, wie es sein sollte, und es war furchteinflößend.“

(Der Hummelreiter, Seite 236)

So wird dem unfreiwilligen Hummelreiter und seinem Hummelbegleiter Brumsel bald klar, dass sie hinters Licht geführt worden sind und der nördliche Teil eigentlich gar keine Kriegspläne verfolgt… Und wie es in allen politischen Zwistigkeiten so ist, steckt viel zwischen den Zeilen und hat mit dem übergroßen Ego und Machttrieb der Herrschenden zu tun… Und so werden Einheiten gebildet, um die Macht zu sichern und eventuelle „Gefahren“ zu eliminieren… Diese Erfahrung muss auch Friedrich Löwenmaul machen, der eigentlich nur durch Zufall in diesen Schlamassel geraten ist:

Aber nichts ist nur negativ: auf der Reise und ihrer Flucht lernt Friedrich noch einiges über die Bewohner von Nordwärts und die Geschichte des Landes kennen. Das beinhaltet auch die Sage von Gryndhild der Großen, die in ihren früheren Tagen das Land rettete und seitdem Heldenstatus hat.

***

Wie sehen die wahren Pläne von Ophrys aus?

Wird es zum Krieg zwischen Nordwärts und Südwärts kommen?

Was haben singende Eulen mit den Plänen von Friedrich und Brumsel zu tun?

Welche Rolle spielt Gryndhild in dem ganzen Szenario?

***

Das alles erfahrt ihr, wenn ihr Friedrich Löwenmaul und Hieronymus Brumsel auf ihrem Weg begleitet und einen tieferen Blick in „Der Hummelreiter Friedrich Löwenmaul“ werft.

Definitiv zu empfehlen!

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