~ Annis Bell: „Die schwarze Orchidee“ ~

Note to my english-speaking readers: the quotes of the book are only in german language. If you would like to read the english version, it is titled „The black Orchid“.

Es ist immer schön, wenn man von Autoren und Musikern über die sozialen Netzwerke angeschrieben wird und man dadurch neue Werke entdecken kann.

Über Twitter hat mich auch die Autorin Annis Bell kontaktiert.

Die Schriftstellerin liebt es zu reisen und war bereits längere Zeit in England und Amerika zu Hause. Derzeit ist sie als freie Autorin in England und Deutschland tätig – mit besonderem Fokus auf das England der viktorianischen Zeit.

Its always nice to get contacted by authors and musicians via the social networks and to be able to explore new things this way.

Via Twitter the author Annis Bell contacted me a while ago.

She loves to travel and has been for a longer time living in England and the United States. Right now she works as a freelance author in England and Germany – with a special focus on the England at victorian times.

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Annis Bell stellte mir dieses Buch zur Verfügung – den zweiten Teil ihrer Romanreihe um Lady Jane.

Und bereits der Anfang ist interessant gestaltet:

„Das Moor schmatzte und gluckste, als wäre es lebendig. Ein Tier, das sich jeden Augenblick erheben und sie verschlingen konnte, dachte Rachel und hob die Laterne höher, um den Pfad nicht aus den Augen zu verlieren. Es war eine große Dummheit, nachts allein hier herauszulaufen, aber es gab Dinge, die es wert waren, etwas zu wagen.

(…)

Ihre neue Herrin schien das Klima hier oben auch nicht zu ertragen. Die arme Frau sah blass wie ein Leichentuch aus und wirkte sehr zerbrechlich. Sie konnte einem leidtun, denn Lady Charlotte war eine freundliche Herrin, die es nicht leicht mit ihrem Gatten hatte. Sir Frederick war launisch, kurz angebunden und er schlug gern zu.

(…)

Der weiche Boden verschluckte das Geräusch heraneilender Schritte, doch sie spürte die Schwingungen des Bodens. Noch bevor sie den Aufprall spürte, nahm sie einen seltsamen Geruch war. Der Geruch war ihr nicht unbekannt, doch sie hatte keine Zeit zum Überlegen, denn der Angreifer traf sie mit solcher Wucht, dass sie kopfüber sürzte und erst danach den scharfen Schmerz in ihrem Rücken fühlte. Warum?

Bevor ihre Sinne gänzlich schwanden, nahm sie noch wahr, dass man sie in den Morast wälzte, und diesmal wehrte sie sich nicht, als der weiche gluckernde Schlamm sich beinahe tröstend um ihre Glieder schmiegte.“

(page 7; 8; 11)

***

Lady Jane begibt sich – nach einiger Gegenwehr ihres Mannes, Captain David Wescott – auf den Weg zu ihrer Freundin Lady Alison. Zunächst war es nur als Freundschaftsbesuch geplant – obwohl auch Lady Alison sich Sorgen um die Dame des Hauses, Lady Charlotte, macht.

Schon bald sieht sich Jane gezwungen, Nachforschungen anzustellen, um das Leben der beiden Damen zu retten.

Lady Jane – after some quarrel with her husband, Captain David Wescott – starts her journeys to her friend Lady Alison. What first was only meant to be a friendly visit soon turns out to be a live-saving adventure.

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Ganz interessant finde ich, dass es in dem Roman nicht nur die „normalen“ Passagen gibt, sondern auch Kapitel in Briefform.

Geschrieben von Derek Tomkins, dem Orchideenjäger der für Sir Frederick arbeitet, geben sie einen schönen Einblick in die Arbeit des Blumenjägers, die nicht immer ungefährlich ist. Diese „Briefe“ geben dem Buch einen weiteren abenteuerlichen Hauch und vervollkommnen das Bild, dass sich im Geiste beim Lesen zeichnet.

What I found really interesting is, that there are not only the „normal“ chapters, but also the chapters who are written as letters.

Written by Derek Tomkins, who is Sir Fredericks Hunter for the Orchids, is showing us insights of his work which is not always riskless. These letters have an additional touch of adventure added to the picture that is formed while reading this book.

***

Ohne hier weiter auf die Handlung einzugehen kann ich dieses Buch nur empfehlen. Die Geschichte liest sich flüssig und auch die Charaktere sind schön entwickelt.

Annis Bell schafft es, den roten Faden der Geschichte schön zu spinnen und bis zum Ende aufrecht zu erhalten.

Die diversen Nebencharaktere sind ebenfalls gut gezeichnet und verlieren nichts an ihrer Intensität.

Without going further into the plot 0f the story I can definitely recommend this book. The story is easy to read and also the characters are well formed.

Annis Bell created an interesting golden thread to the story and keeps it upright to the end.

The different characters – not only the main ones – are well formed and are never loosing their intensity.

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Wer sich auch für den ersten Teil der Geschichte rund um Lady Jane interessiert, kann sich den Titel „Die Tote von Rosewood Hall“ näher ansehen.

If you are interested in the first part of the story about Lady Jane – it is titled: „The Girl at Rosewood Hall“.

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Habt ihr schon Bekanntschaft mit Lady Jane geschlossen?

Have you already taken a closer look into the adventures of Lady Jane?

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Ein Interview mit der Autorin gibt es übrigens hier und Informationen zur Faszination der Orchideen zu Zeiten Queen Victorias gibt es auf den letzten Seiten des Buches und auch hier.

~ Marion Schreiner: „Das blaue Haus“ ~

Bevor ich mich dem Roman von Cheryl Strayed – „Der große Trip – Wild“ (auch gesehen im Kino und sehr zu empfehlen) – widme, habe ich erst einmal ein anderes Buch beendet.

Dieses lag schon seit der Zeit vor Weihnachten bei mir herum und ich habe es stückchenweise gelesen: Marion Schreiners zweiter Teil der Trilogie um Dane Gelton und seine Familie: „Das blaue Haus“.

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Bildquelle: http://www.book-on-demand.de/sites/default/sites/default/files/images/978-3-86386-068-4.png

Damit habe ich mein früheres Vorgehen weitergeführt und nähere mich Stück für Stück dem Beginn der Geschichte.

Habe ich mit „Vielleicht gab es keine Schuld“ zunächst die Geschichte von Dane’s Sohn Christopher verfolgt, erfuhr ich nun im zweiten der drei Bücher einiges über Dane’s Geschichte. Wie alles seinen Anfang nahm, erfahre ich dann später im ersten Teil der Trilogie mit dem Titel „Die Scheune“.

***

„Er lag in einem Zimmer. Schäbig sah es aus. Aus dem Waschbecken roch es nach Jauche, das Bett nach alter ungelüfteter Bettwäsche und die Wände nach abgestandenem Essen. Widerlich.

[…]

Seinen Namen konnte er unmöglich weiter benutzen, nicht, nachdem er offiziell gestorben war. Aber das wollte ihn jetzt nicht interessieren. Später wollte er sich damit beschäftigen, da würde er genug Zeit haben. Jetzt wollte er erst einmal die Ruhe genießen.“

(S. 9)

***

„Das blaue Haus“ beginnt mit der Zeit, die Dane in der Psychiatrie Heaven verbringt. Nach seinen letzten Morden wurde er dort eingeliefert und zunächst medikamentös ruhig gestellt. Wir folgen als Leser seinem Weg weiter und lesen seine Gedanken über die anderen Insassen der Psychiatrie und wie Dane seinen Plan entwickelte, aus der Heilanstalt zu fliehen.

Er nahm den günstigsten Weg, den er finden konnte: er wählte den Tod.

„Ein selbst herbeigeführter Erstickungstod schloss die Akte und Dr. Brickson ließ Dane Gelton, nachdem er weder Atmung noch Herzschlag bei ihm feststellen konnte, in den Keller der Klinik bringen. […] Dr. Brickson war eben ein Anfänger!“

(S. 38)

Nachdem Dane auch den Weg zurück in die reale Welt gefunden hat, will er sich eigentlich auf den Weg zu seiner Frau Sarah machen. Ein Schneesturm und eine Lungenentzündung machen ihm einen Strich durch die Rechnung – er landet in einem Krankenhaus in einem Zweibettzimmer.

Sein Mitpatient Ragee ist ein älterer Mann von über achtzig Jahren und war in seinem Berufsleben Psychiater. Er ist wegen eines gebrochenen Arms und seiner Herzwerte in dem Krankenhaus untergebracht. Seine Tochter Julie wird auch noch eine große Rolle im Verlauf des Romans spielen. Zunächst jedoch lernen wir sie als Ziehtochter Ragee’s kennen und als angestellte Krankenschwester.

„Julie war recht jung und schlank, aber nicht mehr so jung, dass man sie für einen Teenager halten konnte. Sie musste etwas über dreißig sein. Ihr Haar war lang und blond, und sie hatte ein hübsches Gesicht, das auch im Alter noch hübsch aussehen würde. Ein rotes Haarband hielt ihr Haar zu einem Pferdeschwanz gebunden zusammen, wie es die Krankenhausvorschrift verlangte.“

(S. 98)

Da sich der Psychiater nicht aus einem vertreiben lässt, auch wenn man schon eine Weile im Ruhestand ist, ist es mehr als natürlich, dass sich Ragee näher mit seinem Zimmerkollegen beschäftigt. Schnell kommt der schlaue Mann dahinter, wen er da vor sich hat. Zwar benutzt Dane einen anderen Namen (Alan Christopher Campbell), aber Ragee lässt sich so leicht nichts vormachen.

Er und seine Ziehtochter versorgen Dane mit neuer Kleidung und Ragee bezahlt sogar seine Krankenhausrechnung. Dann nimmt er den mehrfachen Mörder und Psychopathen mit zu sich nach Hause.

In Erinnerung an einen ehemaligen Freund, dem er nicht bei seinen Problemen helfen konnte, versucht nun Ragee, Dane mit seinen Problemen zu helfen. Dabei versucht er, seine Pflegetochter Julie möglichst im Unklaren über die Identität seines Gastes zu lassen.

Nach und nach scheinen sich kleine Erfolge einzustellen und Alan aka Dane beginnt, Vertrauen zu Ragee zu fassen und fühlt sich zunehmend besser.

***

„Dane bemerkte, wie sich etwas in ihm zu verändern begann. Dinge wie Frühstücken, Lesen, Spazierengehen und Einkaufen begannen, ihn mit Freude zu erfüllen. Sogar der lästige Wohnungsputz bereitete ihm Spaß.“

(S. 182)

***

Dennoch ist dem Leser schon von Beginn an klar, dass diese Situation nicht ewig so harmonisch bleiben kann. Es liegt nicht in Danes Natur, ein harmonisches Leben zu führen. Nicht nach allem, was ihm widerfahren ist.

Im Laufe der Geschichte erfahren wir, was Julie mit Danes erneutem Zusammenbruch und dem Verlust seines Vertrauens zu Ragee zu tun hat.

In gewisser Weise hat sie auch eine wahnsinnige Seite, die erst durch Dane und ihre besessene Liebe zu ihm zum Vorschein kommt.

Eine Besessenheit, mit der sie nicht nur sich selbst schadet, sondern auch ihrem geliebten Ziehvater Ragee, Danes Frau Sarah und natürlich Dane selbst…

Der Weg in den Abgrund hat mit dem Zusammentreffen von Dane und Julie begonnen…

***

„Das blaue Haus“ – ist ein interessanter Roman, den Liebhaber von Krimigeschichten oder psychol0gischen Geschichten gelesen haben sollten.

Zwar ist es ungewöhnlich, eine Trilogie von hinten nach vorn zu lesen, aber ich fand dieses Experiment bis jetzt ziemlich interessant. Sicher ist es ungewöhnlich – und auch nicht in jedem Fall machbar – aber diese Trilogie war wie geschaffen dafür.

Ebenfalls einen Blick wert ist „Stumme laute Schreie“, der neueste Roman der Autorin Marion Schreiner, die sich derzeit wieder in England befindet und neuen Romanstoff verarbeitet.

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Ein Interview der Autorin zu diesem Buch findet ihr hier.

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Könntet ihr euch vorstellen, dieses Buch – oder die ganze Trilogie – zu lesen?

Welche Erwartungen habt ihr an die Geschichte?

~ Q & A: Helen Grant ~

Es ist mal wieder soweit: Zeit für ein neues und ganz aktuelles Q & A.

Diesmal an Bord: die Autorin Helen Grant, über deren Buch „Wish me Dead“ ich bereits vor einiger Zeit geschrieben habe.

Wish me dead cover
Mit freundlicher Genehmigung der Autorin

Die Artikel dazu findet ihr hier, hier und hier.

***

Nun hat sich die sympathische Schriftstellerin die Zeit genommen und mir ein paar Fragen beantwortet. Natürlich geht es darin wie immer um Bücher, aber auch um die Social-Media-Plattformen facebook und twitter, auf denen Helen Grant auch vertreten ist.

 

Doch bevor es zum Interview geht, hier noch eine kurze Vorstellung der Autorin:

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Mit freundlicher Genehmigung der Autorin

Helen Grant wurde 1964 in London geboren, hat in Oxford studiert und anschließend als Marketingmanagerin gearbeitet. Die Autorin, die mit einem Schotten verheiratet ist und seit 2011 in Schottland lebt, wohnte auch einige Zeit in Deutschland: 2001 erklärte sie Bad Münstereifel zu ihrer Heimat.

Wer sich dafür interessiert, was die Autorin sonst noch so macht, kann sich auf ihrem Blog umschauen. Dort finden sich interessante Artikel, die immer einen zweiten Blick wert sind.

 

Zu ihren Büchern gehören:

„The Vanishing of Katharina Linden“ (deutsch: „Die Mädchen des Todes“)

„The Glass demon“ (deutsch: „Blutige Scherben“)

„Wish me dead“ (noch kein deutscher Titel vorhanden)

„Silent Saturday“ (noch kein deutscher Titel vorhanden)

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Nach diesem kurzen Einstieg gehts nun auf zum Interview:

In your book „Wish me Dead“ you mixed signs of mystery and friendship with the question of wishful thinking, betrayal and murder.       

What was your idea behind setting it to a german town and to give the characters typical german names? I know you lived in Bad Münstereifel for a time, did that affect your choices?

When I first started writing – well, writing with the aim of being published one day – we were living in Bad Münstereifel in Germany. I found the town incredibly inspiring. It is very beautiful in an old-fashioned German way, with half-timbered houses and cobbled streets. It also has a very colourful history, with war and plague! And it has a wealth of interesting local folk legends. So I set my first book, The Vanishing of Katharina Linden, right there in the town. When I came to write my second book (The Glass Demon) I stuck to the same part of Germany, although I changed some of the place names in that book because I wanted to set most of the action in a castle. Many small castles in Germany are still in private hands and I didn’t want anyone to think I had used „their“ castle and perhaps be offended. So I created fictional places for that book, although the fictional town of Baumgarten is stated to be near Bad Münstereifel. Wish Me Dead is actually the last of my books to be set in Germany, because in 2011 we moved to Flanders and I set the next book (Silent Saturday) there. Wish Me Dead was inspired by the witch trials that took place in the Eifel in the 17th century. I also wanted to tell my readers a little about what had happened to the town after the events of The Vanishing of Katharina Linden, and in particular to some of the people who lived there, such as the venomous town gossip, Frau Kessel!

 The other factor in choosing to set three books in Germany was that it was my „home“ environment when I was writing them. We’d been away from Britain for years and I was out of touch with life there. I couldn’t have told you the price of a litre of milk or a newspaper in Britain!

What is your favorite time for writing and why?

I have two children so I have to work during school hours! I try to start work around 9am and I have to finish around 3.45pm when they get home. They are both teenagers now so they don’t need me fussing over them every moment, but I find it difficult to concentrate when anyone else is in the house.

Buch
Mit freundlicher Genehmigung der Autorin

With you being a writer – in terms of reading: are you mor of a „real book“ reader who enjoys the feel of an actual book in ones hands or are you more of an „E-Book“-reader who enjoys the possibility of having lots of books in a small space together? Why?

I am a „real book“ reader because I love to read in the bath!! I don’t think an eReader would survive falling into hot water! Apart from that, I don’t have any particular prejudice against eBooks.

I think when my family have grown up and moved out, and my husband and I move into a smaller home, I will probably replace many of my paper books with eBooks to save space. The exception, however, is my collection of antiquarian books. You can read some of those online but it really isn’t the same! They are lovely antiques.

You are on twitter and facebook. Are you really a „social media „fan““ or mostly doing it for reasons of promotion? Which one do you prefer – twitter or facebook – and why?

I went onto Facebook some years ago because my then publisher (Penguin) suggested it. I have a Facebook books page as well as my own private account. The trouble is, social media is addictive and you end up spending more time than you should on it! So I probably would have stopped there, but then my publisher suggested Twitter, so eventually I went on that too. Same story! It would be far too easy to spend the whole day on social media!

I did start social media for reasons of promotion, but it is much more than that. If you follow someone on Twitter and all they ever do is post links to their book on Amazon, it gets very tedious and dreary, and you end up unfollowing. I post about all sorts of things – interesting old buildings I have visited, books I have bought, the foreign locations of my books and so on.

If I had to choose between Facebook and Twitter, I would probably choose Twitter. It can be a challenge saying what you want to say within 140 characters, but that is also rather fun. Also there isn’t the commitment of friending people – you can follow whom you like – so you make contact with a very wide range of people. Also there are some great initiatives like #ukyachat, where anyone interested in YA (young adult) fiction from the UK can join in and ask questions.

You were born in London, now live near Brussels. In a former blog entry I interviewed the german author Frank Rüdiger about his love for the british capital.

Do you miss living in London sometimes? What is the best place for you in the city?

We lived in Brussels until 2011, but then we moved again, to Perthshire in Scotland! My husband is Scottish but I am English, so in a sense I am still „abroad“! I love living in Scotland; the area where we live has some really beautiful countryside and some very interesting old buildings, including the Library of Innpeffray, Scotland’s oldest lending library, which has four hundred year old books that you are allowed to take out of the case and read!

However, I still miss some of the places I lived in the past: Bad Münstereifel, Brussels, and of course London. I don’t get to go to London very often because it is over 400 miles from where I now live, but I always enjoy visiting. My favourite places are probably the museums. A couple of years ago I took my kids to see the Natural History Museum in South Kensington and I think I enjoyed it as least as much as they did, possibly more! I remember going there many times when I was a child.

Quick-Ask-Round:

(Please fill in the first thing that comes to mind, thank you)

Favorite Season? Spring. It has such a hopeful feeling about it!

Book to the movie or the movie itself? It depends on the book/movie, but mostly book!

Favorite Author? I can’t choose one – impossible! But I am a great fan of the English ghost story writer Montague Rhodes James.

Best moment in 2014 so far? Standing on top of a hill in the dark looking for the Northern Lights (we didn’t see them) and singing silly songs with my teenage daughter!

Biggest wish for 2014? To earn enough money to get by…and maybe have a holiday.

Which book do you want to become a movie? Any book? Or book of mine? If you mean book of mine, I think The Glass Demon would make a cracking movie, and so would Silent Saturday.

 Do you have a place (anywhere) where you would want to live/ work one day? Like a „dream place“? Well, we only lived in Flanders for three years and I feel I had hardly begun to explore it when we moved to Scotland. So I would like to go back and spend another year there, maybe in the city of Ghent, which I love. My next book, The Demons of Ghent, is set there. That’s coming out in June 2014.

I would also like to live by the sea. I’ve always fancied that. I have fulfilled many of my ambitions (to write a book, to travel the world, to have kids) but I have never lived by the sea. If I could choose, I would have a house that looked straight out at the sea. I’d go swimming every day!

What do you look most for in a book to impress you? Excitement, thrills – I like modern crime novels but I also like the classic Gothic horror novels and Victorian novels with big moral dilemmas in them. I also look for good writing, which is hard to define, except to say that I like to see more than the bare bones of the action. I like writing with colour; I like the setting to spring to life.

 

At this point: Thank you very much, Helen Grant, for taking part in my Q & A 🙂

 

Auf ihrer Autorenhomepage findet sich ebenfalls ein Q & A – für diejenigen, die mehr über die Autorin erfahren möchten.

„The Demons of Ghent“, ihr neuestes Buch – und zweiter Teil der Forbidden Spaces-Trilogie („Silent Saturday“ ist Teil 1) – erscheint im Juni.

Mit freundlicher Genehmigung der Autorin
Mit freundlicher Genehmigung der Autorin

~ Q & A: Dr. Sarah Morris ~

HEUTE erwartet euch wieder eines meiner Q&A’s – und diesmal auch wieder mit einer Premiere: es ist das erste englischsprachige Q&A.

Rede und Antwort stand mir diesmal die englische Autorin Sarah Morris, aus deren Feder die beiden Romane um Anne Boleyn stammen: „Le Temps Viendra I & II: A Novel of Anne Boleyn“.

Diejenigen, die eine deutsche Übersetzung bevorzugen würden, bitte ich um kurze Mitteilung an mich, dann werde ich diese schnellstmöglich anfertigen & einstellen.

***

Aber zunächst einige Worte zur Autorin selbst:

Sarah Morris wuchs in Yorkshire Dales in England auf und genoss die dortige Landschaft, die ihre lebenslange Liebe zur Natur und zu kreativen Werken förderte.  Sie schrieb schon in jüngeren Jahren Gedichte, Geschichten und Artikel – aber auch Texte für Theaterstücke.

Zunächst arbeitete Sarah Morris als Ärztin, später als Berater auf verschiedenen Bereichen – und ihre dritte Karriere ist nun die einer Autorin. Hierin kann sie ihre Interessen und Fähigkeiten vereinigen und ihre Kreativität ausleben.  Inspiriert wird sie dabei von den Lebensgeschichten starker und couragierter Frauen, die sich selbst treu geblieben sind und den Widerständen getrotzt haben.

Sarah Morris möchte Geschichte real werden lassen („Make.History.Real“) und achtet sehr auf historische Genauigkeit in ihren Werken – aber auch auf eine große emotionale Bandbreite, die den Leser anzieht.

Privat entspannt sie am ehesten mit ihrem Hund Milly, der sie des öfteren von ihrem Computerbildschirm wegzieht und so für frischen Wind und frische Gedanken sorgt.

Gemeinsam mit Natalie Grueniger hat sie ein Buch namens „In the Footsteps of Anne Boleyn“ geschrieben, welches den historischen Schauplätzen nachgeht und ein guter Reiseführer für Interessierte ist.

***

Einen guten Artikel zu „Le Temps Viendra“ findet ihr auch hier.

Nun auf zum Q & A:

Dear Sarah,

thank you so much for joining me (and the readers of my blog) to this Q & A.  I hope the questions are OK and find you in a good mood to answer 🙂  I’ll keep you updated to when the Q & A will be online on my blog.

Thanks so much in advance. Greetings and hugs

Sindy

 ***

1. For „Le Temps Viendra I & II“ you go deep in the history and soul of Anne Boleyn who had the unlucky ending we all know from history books. What drew you especially to Anne Boleyn?

I have no idea. I have a strong psychic connection with her that I have never quite understood. Whether there is a past lives connection, or whether I merely resonate with her, and her story, as a woman I do not know. However, I do know that I greatly admire so many of her qualities, some of which I articulate in the Epilogue of Le Temps Viendra; her courage, grace, determination to be true to herself, no matter what the consequences, to name but a few.

2. With „In the Footsteps of Anne Boleyn“ you co-wrote a book (with Natalie Grueninger) where interested people could follow the ancient traces and explore on their travels the „yesterday“ and the „here and now“. Are you much of a traveller? What is / was your favorite place you went to? Why ?

I love travelling, particularly on my own. I find it is incredibly liberating. At the same time, I am also very much a lover of my home, and enjoy having a base, so these short, research trips suited me perfectly. It was such tremendous fun to have done the background research then go in search of the fragments left of Anne’s life. So many of the places in the book I loved uncovering through research. However, I suppose I have to say the French locations were amongst the most special, as I was looking at these from scratch, with very little having been written about them in the context of Anne’s life. Paris is my favourite city in the world, and re-creating medieval Paris, the Paris that Anne would have know, was like putting together a particularly thrilling jigsaw puzzle. Visiting the Loire Valley was also very special, for here I felt I came close to understanding how Anne become the woman who so enraptured the heart of a King. Here we come close to the people, events and culture that so indelibly shaped her thinking and marked her out as a visionary who did not just witness history in the making, but actively participated in shaping the story of a nation.

3. What kind of book-ideas do you have for future work – again anything historical?

 Natalie and I so enjoyed writing In the Footsteps of Anne Boleyn that we have decided to do a follow on. Having polled our respective fan bases, we have started research on In the Footsteps of the Six Wives of Henry VIII. This will follow a similar format to the first, but we will be focusing on the top ten or so locations for each of the wives. However, I have to admit, that Nat and I both have a hankering to do a detailed In the Footsteps for Katherine Parr. That may well follow on after and it will certainly keep us busy for some time to come!

4. While writing „Le Temps Viendra“ you did listen to special medieval music from the Tudor times or to the Soundtrack of the series „The Tudors“ with the wonderful Natalie Dormer portraying Anne Boleyn and a very charismatic Jonathan Rhys Meyers as Henry VIII. Both have played very different roles during their career but together as Anne & Henry they are fabulous.

Did you happen to (while writing) see the „Natalie Dormer ‚Anne‘) in your mind?

Yes, very much. In a non-specific way, The Tudors was a big catalyst, I think, in bringing the creative idea for LTV to the surface of my mind. When I was writing various scenes, I certainly saw JRM and Natalie Dormer in my mind’s eye. However, in order to create that feeling – that so many fans have reported – of being there in the midst of the story as it unfolds, I also had to sink myself into Anne’s body directly. So often, in the very emotional scenes, I would spend time before I started writing by becoming absorbed in her body and mind until I could see the chamber, room, or building I was in, through my mind’s eye – as if I was there, as if I were Anne. When I did this, I felt I could tap into her deepest feelings and how she would have most likely reacted to what was happening to, and around, her. It was thrilling, moving and oftentimes, exhausting.

If you could be the casting director of the historical couple now – who could be your two favourite people for portraying Anne & Henry?

I couldn’t pick anyone more suitable. Natalie was just pefect; a sublime embodiment of Anne’s very complex and multi-dimensional character. It is just how I envision her. As for JRM, I know many did not like him in that role, primarily it seems because he didn’t look like Henry. But to me, he captured the King’s troubled and mercurial character flawlessly. I have often suspected that JRM’s own difficult personal life allowed him to play out Henry’s magnetic but unstable character to perfection.

5. Why do you think it will always be Anne Boleyn who is remembered most out of Henrys wives? With Katherine or Jane Seymour or Katherine Howard there are strong characters, too – but to me it seems as though Anne Boleyn always has this special magic…

In her own way, she was as charismatic as Henry; a complex crucible of feminine power, intelligence and grace. Unlike the others, (with perhaps the exception of Katherine Parr), Anne was a woman ahead of her time, a visionary if you like, who saw the opportuity for a different religious landscape in England. She was unafraid to stand up for what she believed in, and the sheer brilliance of her courage throughout her life, and particualrly at the end, still blinds us almost 500 years on. Somehow, despite the slander of those who wished to defame her following her execution, the truth has prevailed – as it always does – eventually. The tragic story of an innocent woman of incredible strength cannot fail to move so many of us who are still inspired by her character today. None of Henry’s other Queens quite manages to embody so many of these qualities, and also can claim to have changed the course of a nation’s history quite so emphatically. This is, I belive, why she still manages to enthrall us to this day.

6. As a former physician turned coach turned writer and lover of history and with the goal of making history real and comprehensible for readers – is there a history era you wouldn’t want to write about or get into deep in? Why?

I am not interested in modern history, or anything post 1603 actually. With the death of Elizabeth I, so died my passion for English history!

7. Back again to Anne Boleyn: In „Inside the mind of Anne Boleyn: a portrait of a murdered queen“ you give insight of the process developing these wonderful books. Very at the beginning of this blogentry you wrote about Anne „You either love her or you hate her!“ Its obvious that you are loving her.

Is there a historical character (male or female) that you are also very interested in and to which you could also say that you could either love or hate her/him?

I’m afraid I am very Tudor orientated in my love of history. Although I am interested in the medieval period in English history too, Tudor characters will always most intrigue me. I adored writing about Mary Howard for LTV II, and I quite fell in love with her. Now here is an interesting woman! One who stood up to some powerful men. She was another indomitable character who seems to have refused to be intimidated – just like Anne. As you will see in the novel, I do wonder whether Anne Boleyn acted as a key role model in the shaping of her adult character.

8. Quick-Answer Round: (Please answer with the first thing that comes to mind, thanks)

Summer or Winter: Summer

Movie or Book-to-the-movie: – Book to Movie, or just movie, but not Movie to Book – I like seeing books brought to life, but I can’t muster up the interest to read the book once I know the outcome from a movie. Odd I know, but there you have it!

Best song you heard in 2013? – I love soundtracks, and my lovely friend and co-author, Natalie Grueninger, introduced me to the soundtrack of W.E. in 2013, which I have played incessantly since.

Worst song you heard in 2013? I am not really up to date with music, but my toes curl up every Christmas when I hear I Wish it Could be Christmas Everyday by Slade.

Biggest wish for 2014? Real peace and happiness.

Crime, Fiction or Romantic Comedy? Rom com every time. I am such a softie.

If you could go to a deserted island – what would you bring along? A yatch!

TV Movies or TV Series? – TV Series

Best series you watched in 2013/ ever? The Tudors – had to be, didn’t it?

Thank you so much for taking the time.

***

Dies war mein kleiner Q&A-Ausflug mit der Autorin von „Le Temps Viendra“ – Sarah Morris.

Wer noch einen multimedialen Eindruck von ihr bekommen will, kann dies hier tun.

(Da der GEMA-youtube Streitfall aktuell wieder verhandelt wird, an dieser Stelle nur der Link zu youtube und kein eingebettetes Video…)

~ Was passiert nach dem Happy-End? – Ein Happily Ever After… ~

BEI vielen Büchern fragt man sich am Ende: so – und das wars jetzt? Wie geht es weiter?

Die Autorin Julia Quinn, die ihren Lesern mit den Bridgertons eine ziemlich große und interessante Zweitfamilie geschaffen hat, hat den Wunsch ihrer Leserschaft nach einer Beschreibung der Zukunft der geliebten Charaktere erfüllt.

Sind die „Happily Ever After“-Geschichten um die jeweiligen Paare zunächst nur als Ebook veröffentlicht wurden, bin ich gestern in einer Buchhandlung über die wunderschöne Printausgabe gestolpert.

Bridgertons Happily Ever After Cover
Bildquelle: http://juliaquinn.com/images/covers/bridgertons/bridgertons_350.jpg

Diese ist natürlich sofort bei mir gelandet, da ich auch die anderen Romane der Bridgerton-Reihe in der Printausgabe besitze.

Kleiner Unterschied an dieser Stelle: Die Ausgangsgeschichten stehen bei mir in deutscher Sprache im Regal und die zweiten Epiloge in der englischen Originalfassung.

Auf diese Weise kann ich auch gut den Schreibstil der Autorin mit den Übersetzungskünsten der jeweiligen Literaturübersetzer vergleichen. Bis jetzt ist mir nichts störendes aufgefallen und der witzige, lebendige Schreibstil von Julia Quinn verleitet zum vertieften Eintauchen in die Welt der Bridgerton-Familie.

 

Wer also wissen möchte, wie es mit Simon & Daphne, Anthony & Kate, Posy, Eloise, Francesca und den anderen Familienmitgliedern weitergeht, sollte einen Blick in die amüsanten 2nd epilogues werfen und sich verzaubern lassen: von witzigen und scharfsinnigen Charakteren, von großer Liebe und von vergangenen Zeiten…

***

Übrigens findet man Julia Quinn auch bei Facebook.