~ Anne Rice: Interview mit einem Vampire – Claudias Story ~

Note to my english speaking readers: this article will only be in german language. Should you be interested in further details, please contact me. Thank you

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Anne Rice’s „Interview mit einem Vampir“ hat mich sowohl in der Buchversion als auch in der filmischen Umsetzung mit Brad Pitt als Louis, Tom Cruise als Lestat und Kirsten Dunst als Claudia sehr bewegt.

source: https://nerdist.com/wp-content/uploads/2016/05/Interview-with-a-Vampire-interview-with-a-vampire-12423170-1280-720.jpg
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Und noch immer ist diese filmische Umsetzung eine der stärksten die es gibt – auch wenn es dazu manch andere Stimmen gibt.

Nun gibt es seit einiger Zeit eine wunderschöne Graphic Novel zu der Geschichte rund um Louis, Lestat und Claudia – fantastisch umgesetzt von Ashley Marie Witter.

Dieses schöne Exemplar hat bei meinem Berlin-Kurztrip auch seinen Weg zu mir gefunden und die Gestaltung ist wirklich sehr schön: liebevolle Umschlaggestaltung, feste und dicke Seiten und eine sehr detaillierte Gestaltung der Grafiken runden diese Graphic Novel ab.

Zur Geschichte selbst gibt es glaub ich nicht viel zu sagen. Jeder, der das Buch und/oder den Film gesehen hat, kennt den Handlungsstrang von „Interview mit einem Vampir“. Und auch in der Graphic Novel gibt es nicht sonderlich viel Neues, außer, dass der Fokus auf Claudias Charakter liegt und sie in den Vordergrund der Handlungen stellt.

Ansonsten das aus Film und Buch Bekannte, beginnend hier mit der Verwandlung Claudias zum Vampir durch Lestat über die wachsende Abneigung von Claudia gegenüber Lestat bis hin zur Suche nach anderen Vampiren und dem Ende von Claudia im Sonnenlicht.

Alles in allem kann ich „Interview mit einem Vampir: Claudias Story“ sehr empfehlen – nicht nur für Liebhaber von Graphic Novels, sondern auch für jene, die die literarische Vorlage und den Film mögen.

 

Kennt ihr diese Graphic Novel schon?

Was haltet ihr davon?

~ 12 Years a Slave ~

Neun Nominierungen für den Oscar sind keine Kleinigkeit und wer „12 Years a Slave“ gesehen hat, weiß, dass diese hoch verdient sind.

Kinokarten
12 Years a Slave

Solomon Northup (grandios dargestellt von Chiwetel Ejiofor) ist ein freier Mann, der mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Saratoga wohnt. Er arbeitet als Geiger und ist ein angesehener Bürger der Stadt.

Bis sich sein Leben auf einen Schlag ändert: er wird unter Drogen gesetzt und in bewusstlosem Zustand zu einem Rechtelosen gemacht, zu einem Sklaven.

Zunächst wehrt er sich energisch dagegen, als Sklave bezeichnet zu werden, muss aber erkennen, dass er, um am Leben zu bleiben, keine andere Wahl hat, als für den Moment auszuharren.

Aus diesem „Moment“ werden 12 lange und meist elende Jahre.

Zunächst von William Ford (Benedict Cumberbatch) gekauft, stehen die Sterne für ihn zwar nicht unbedingt günstig, dennoch ist Ford noch das Harmloseste, was Solomon (der nun unter dem Namen Pratt geführt wird) auf seinem langen, von Verzweiflung und Zuversicht geprägten Weg begegnet.

Schlimmer werden die Dinge, als er an den Sklavenhalter Epps (grandios gespielt von Michael Fassbender) verkauft wird. Dieser ist „Herr“ über eine Baumwollplantage, hat eine Vorliebe für eine seiner Sklavinnen und treibt seine Frau damit zur Weissglut. Außerdem hat er einen ungesunden Hang zum Alkohol.

In seiner Verzweiflung vertraut sich Solomon hilfesuchend einem vermeintlichen „Freund“ an, der jedoch als erste Handlung Epps vom „vertraulichen“ Gespräch berichtet, woraufhin dieser Solomon zur Rede stellt. Dieser kann dank seiner Klugheit Epps davon überzeugen, dass nichts von den ihm geschilderten Tatsachen der Wahrheit entspricht. Damit rettet er sein Leben.

Durch diesen Vorfall hat Solomon allerdings schmerzlich erfahren müssen, dass man in seiner Situation am besten sieht, wie man selbst zurecht kommt und es keine Freundschaften oder Ehrendienste gibt.

Dies ändert sich, als er auf Samuel Bass (Brad Pitt) trifft – einen Gegner der Sklaverei.

Ihm vertraut sich Solomon an und bittet ihn um Hilfe.

Die Zeit vergeht.

Als er schon gar nicht mehr damit rechnet, fährt auf dem Grundstück von Epps eine Kutsche vor…

Kinozeitschrift Cinestar
Kinozeitschrift Cinestar

20 Millionen Dollar Produktionskosten – und kein einziger davon vergeudet!

Durchweg erzielte „12 Years a Slave“ positive Kritiken, ob nun bei seiner Premiere oder auf dem Toronto Film Festival.

Dieser auf einer wahren Begebenheit beruhende Film besticht nicht nur durch die Kameraführung, sondern vor allem durch die großartige schauspielerische Leistung seiner Darsteller:

* Chiwetel Ejiofor (Amistad, Tatsächlich…Liebe, 2012, Salt,…) vermag es, den Film zu tragen und mit einem Blick sämtliche Emotionen auszudrücken, die es gibt. Sein Solomon ist ein starker Mann, der trotz allem was ihm geschehen ist noch Hoffnung hat. Er lässt sich nicht so leicht brechen, obwohl er Schlimmes gesehen und getan hat. Sein emotionaler Zusammenbruch am Ende des Films zeugt vom Schrecken der 12 Jahre und lässt wohl keinen Zuschauer kalt.

* Michael Fassbender (Band of Brothers, Sherlock Holmes, 300, Inglorious Basterds, Jane Eyre,…) spielt den grausamen und menschenfeindlichen Sklavenbesitzer Epps mit einer Intensität, die den Zuschauer auch nach dem Film nicht loslässt. Seine Darbietung erschreckt, verstört und macht den Schrecken der damaligen Zeit fast fühlbar.

* Lupita Nyong’o ist in ihrer Rolle als Patsey (die Sklavin, an der Epps Gefallen gefunden hat) einfach umwerfend. Sie stellt unverblümt die gequälte Seele (und den gequälten Körper) der jungen Frau dar, die in ihren schlimmsten Zeiten den Tod herbeisehnt, am Ende doch noch lebendig ist und ihren wohl einzigen Verteidiger (Solomon) verliert.

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Natürlich sind die anderen Schauspieler und deren Rollen ebenso wenig zu verachten:

Brad Pitt als ehrbarer Mr. Bass, der die letzte Hoffnung von Solom nicht enttäuscht. Der Mime (dessen Produktionsfirma Plan B auch beteiligt war) ist sozusagen die positive „Lichtgestalt“ in einer dunklen Zeit der Menschenverachtung.

Benedict Cumberbatch als William Ford ist ein in sich gespaltener Charakter. Einerseits ein halbwegs humaner Charakter, andererseits aber eben auch ein Sklavenhalter, der nichts davon wissen will, als Solomon ihm von seiner Herkunft zu erzählen versucht.

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Bei allem natürlich nicht zu vergessen: der Regisseur. Mit dieser Arbeit hat sich Steve McQueen einen Oscar verdient. Definitiv!

„12 Years a Slave“ besticht durch gnadenlose und auch brutale Szenen, eindrucksvolle Bilder und eine Stimmung, die den Zuschauer den ganzen Film über nicht verlässt.

Man wagt als Zuschauer kaum zu atmen und kann sämtliche Emotionen sozusagen bis auf die Knochen spüren.

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Weitere interessante Artikel zum Film findet ihr

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hier.

Die literarische Vorlage von Solomon Nothurp findet sich hier zum Kauf und hier zum lesen.

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Auf jeden Fall ein Film, den man gesehen haben sollte und der einen nicht los lässt.


Videoquelle: http://www.youtube.com/watch?v=vthK6HV6wzw

~ Der 18. Dezember ~

…IST ein Tag, an dem zwei interessante Schauspieler ihren Geburtstag feiern.

Der eine langezeit ein Sexsymbol und ein wahrhaftig großartiger Schauspieler – die andere eine gute Schauspielerin, die nach einem Ehe-Aus wieder den Weg in die Welt gefunden hat.

Die Rede ist von: Brad Pitt und Katie Holmes.

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Ersterer wird heute 50. Wow!

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen – 50 Jahre Brad Pitt.

50 Lebensjahre, in denen er uns so manchen wunderbaren Film geschenkt hat, in denen er zum träumen einlud, aber auch zum Nachdenken.

Ob in „Thelma & Louise“, „Aus der Mitte entspringt ein Fluss“,  „Interview mit einem Vampir“ oder „Legenden der Leidenschaft“ oder „Sieben Jahre in Tibet“ – bereits mit seinen ersten Filmen konnte er bis ins Jahr 1997 überzeugen. Gestern abend strahlte ZDFneo die „Legenden“ aus und man wurde wieder mitgezogen in die Geschichte der Familie Ludlow. Tragik, große Gefühle und natürlich gute Schauspieler vervollkommnen diesen Film.

Aber auch die neueren Filme des Mimen sind sehenswert. Ob „Babel“, „Der seltsame Fall des Benjamin Button“, „Inglorious Basterds“ und viele mehr – in allen kann der in Oklahoma geborene Schauspieler überzeugen.

Wer sich optische Anreize zu den fünfzig Lebensjahren gönnen will, kann dies hier tun.

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Auch Katie Holmes erblickte an einem 18.Dezember das Licht der Welt.

Die in Ohio geborene Schauspielerin fand ihren Weg in die Herzen der Zuschauer über die Serie „Dawsons Creek“ und ihre Darstellung der Joey Potter.

Aber auch ihre anderen Filme sind sehenswert:

* „Dich kriegen wir auch noch“ (1998, u.a. mit James Marsden)

* „Teaching Mrs. Tingle“ (1999, mit Helen Mirren)

* „The Gift – die dunkle Gabe“ (2000)

* „Abandon“ (2002)

* „Pieces of April“ (2003)

u.v.m.

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Die größere Rolle bei diesen beiden Geburtstagskindern kommt natürlich Brad Pitt zu, der nicht nur mit seinem Aussehen von Beginn an punktete, sondern sich nicht auf die Rolle des „Schönlings“ festgelegt hat.

Sicher haftet sie ihm an, diese Schönheit, die ihn in den frühen Filmen zum Anziehungspunkt der Aufmerksamkeit machte – und die auch heute noch vorhanden ist.

Er ist zwar älter geworden, aber dennoch ein gutaussehender Mann geblieben – ein Mann, der seine Familie unterstützt, sich für Architektur interessiert und für Hollywoodverhältnisse eigentlich zu normal erscheint.