~ The Land of Stories: A Grimm Warning ~

„I – I – I saw his face!“ Alex shrieked. Tears spilled out of her eyes. […] She turned to her brother and looked him directly in the eyes. He had never seen her so petrified. „Connor.“ she gasped. „The Masked Man – it was … „

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Mit diesen Worten endet die rasante Geschichte im dritten Buch über die Geschwister Alex und Connor Bailey, die einen Weg ins Märchenland fanden und herausfanden, dass sie selbst nicht ganz frei von Magie sind.

Wie bereits im ersten und zweiten Buch schafft es Autor Chris Colfer mit Leichtigkeit, den Leser in seine Geschichte hineinzuziehen und in diesem Bann zu halten.

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Die Geschichte selbst beginnt 1811 im Schwarzwald.

„It was no mystery why this part of the countryside had been christened the Black Forest. The abnormally dark leaves and tree bark were nearly impossible to see in the night. Even though a bright moon peeked out from the clouds like a shy child, no one could be certain what was lurking in the thick woods.“

Doch wir machen nicht die Begegnung von Trollen oder ähnlichem, sondern wir bekommen mit, wie die Gebrüder Grimm in die Gefangenschaft einer französischen Armee geraten.

General Marquis und Lieutenant Rembert haben von der magischen anderen Welt gehört und wollen diese einnehmen!

Die gierigen Militärposten erpressen die Geschichtenerzähler dazu, ihnen ein Portal zu finden – ansonsten würden sie alle geliebten Menschen der Brüder umbringen!

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Währenddessen geschehen in der heutigen Zeit sowohl auf unserer Seite der Welt als auch im Märchenland interessante Dinge:

CONNER befindet sich in den Vorbereitungen für einen schulischen Auslandsaufenthalt in Deutschland. Hintergrund: eine Lesung noch unbekannter Aufzeichnungen der Gebrüder Grimm.

Da Connor mit seinen Geschichten seine Lehrerin begeistert hat, war es für sie eine einfache Entscheidung, ihn auf diese Reise mitzunehmen – zusammen mit wenigen anderen Schülern.

„Let me think.“ Conner said to himself. „I’ll be in Germany for three days… so I should probably bring twelve pairs of socks.“ He confidently nodded, and tossed a dozen pairs of socks into his suitcase. „You never know, there could be a lot of puddles in Europe.“

ALEX, die sich im Märchenland befindet, trainiert fleißig mit ihrer Großmutter ihre magischen Fähigkeiten. Außerdem soll ihr zu Ehren ein Ball stattfinden, um ihren Beitritt in den Feenrat zu feiern. Das alles nimmt das junge Mädchen doch ziemlich mit.

Aber zum Glück haben sie ja jeder einen magischen Spiegel, mit dem sich die Geschwister unterhalten können.

Und so nimmt Conner auch ein Stückchen des Spiegels mit auf seine Reise nach Europa.

Natürlich freut er sich nicht nur der Gebrüder Grimm wegen auf sein Abenteuer – eine bestimmte Mitschülerin ist auch nicht ganz unschuldig an seinen positiv flatterigen Gefühlen.

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Während Conner die Geschichten der Grimms hört und Alex im Märchenland ihren Aufgaben nachgeht, geschehen erschreckende Dinge, vor denen die Geschichtenerzähler ihre Zuhörer gewarnt haben:

„The Brothers Grimm were trying to warn someone that something was on its way to the Land of Stories. And since they had so carefully planned for the story to be heard two hundred years later, whatever was approaching the Land of Stories must be arriving soon.“

Als Conner sich seiner Sache sicher ist, macht er sich auf den Weg, um ein Portal in die Welt seiner Schwester zu finden. Allerdings nicht alleine. Begleitet wird er von Bree, der Mitschülerin, die ihm Herzklopfen verursacht.

Auf ihrem Weg machen sie noch andere Bekanntschaften, die ihnen zeitweilig weiterhelfen, bis sie im Schloss Neuschwanstein landen. Dort haben sie nur Zutritt, weil ihnen der kleine Emmerich hilft, nach Einbruch der Nacht durch einen Hintereingang in das Schloss zu kommen.

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„All three of them flew through the air and were sucked into the circling light. Conner, Bree and Emmerich disappeared into the vortex and vanished from Neuschwanstein Castle.“

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Aber nicht nur Conner und Alex erleben so ihre Abenteuer mit Höhen und Tiefen – auch die uns bekannten Märchenfiguren haben ihre Probleme: Rotkäppchen, die einzige gewählte Königin im Märchenland, ist dabei, ihren Thron zu verlieren – an eine Schäferin namens Little Bo Peep.

Das macht der Überlebenden der Wolfattacke natürlich schwer zu schaffen und so ruft sie Alex zur Unterstützung beim Wahlkampf.

Diese hat in der Zwischenzeit herausgefunden, dass auch Bo Peep im Besitz eines magischen Spiegels ist, mit dessen Hilfe sie mit einem mysteriösen Mann kommuniziert.

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Im Laufe von „A Grimm Warning“ erfahren wir die Hintergründe, wieso die französische Armee gerade jetzt im Märchenland einzufallen droht und was Mother Goose damit zu tun hat. Außerdem steht es nicht ganz so gut um die Gesundheit von Alex‘ Großmutter.

Als die Franzosen ins Land „gefallen“ sind, stehen dem gesamten Märchenland große Gefahren bevor: Reiche werden überfallen, das Pinocchio Gefängnis nach „Freiwilligen Helfern“ geplündert und die Suche nach einem Drachen steht an.

Außerdem erfahren wir, wieso Gretel in diesem berüchtigten Gefängnis sitzt und auch dort bleiben will!

„The woman looked at them like they were insane. „I’m not going out there,“ she said and shook her haid. „There’s nothing for me out there. I mean, perhaps at one point there was, but not anymore. I belong right here in my cell.“

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„A Grimm Warning“ hat alles, was eine interessante Geschichte braucht: Abenteuer, Gefahr, Geheimnisse, Liebe und den Zusammenhalt von Freunden. Auch Liebhaber von Kämpfen kommen auf ihre Kosten!

Wir treffen alle geliebten Charaktere wieder und machen auch einige neue Bekanntschaften.

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Chris Colfer hat mit den ersten drei Bänden seiner geplanten fünf Geschichten gute Arbeit geleistet und wartet für 2015 nicht nur mit dem vierten Band auf, sondern auch mit zwei Extrageschichten.

Außerdem kann es gut sein – und das waren auch meine ersten Gedanken, bevor ich recherchierte – dass „Land of Stories“ auch ein Film-Franchise bekommen.

Ich für meinen Teil finde die Idee grandios und verfolge natürlich gespannt, was daraus wird!

Als Leserin kann ich „A Grimm Warning“ nur empfehlen – es gibt Geheimnisse, es wird verraten, geglaubt, gekämpft, überrumpelt, gezaubert, gewonnen und auch verloren!

„The sight was unbelievable – their tiny grandmother gingerly walked toward a massive fire-breathing dragon as if she were taking a trip to the grocery store.“

My Book during the vacation in London…

Nachdem ich nun wieder aus London zurück bin, möchte ich euch meinen literarischen Begleiter während dieser Zeit vorstellen:

 

It had to be you“ von Jill Shalvis

Bildquelle: http://jillshalvis.com/wp-content/uploads/2012/08/It-Had-To-Be-You-comp-200×322.jpg

 

Mir war nach einer romantischen Geschichte zumute – und mit diesem Teil der „Lucky Harbor“-Geschichten habe ich direkt ins Schwarze gegriffen.

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Es geht um Ali Winters und Luke Hanover.

Sie arbeitet in einem Blumenladen, gibt im Seniorencenter Unterricht im Töpfern und ist ein hilfsbereiter, loyaler und freundlicher Mensch.

Er ist Polizist und macht sich Vorwürfe, nachdem ein Fall nicht so gelaufen ist, wie gehofft. Es gab Tote, die seiner Ansicht nach nicht hätten sterben müssen. Er gibt sich die Schuld und sucht die ruhige Gegend in Lucky Harbor auf, um sich zu sammeln, Kraft zu tanken – und um allein zu sein.

„People came to Lucky Harbor looking for something, some to start over and some for the gorgeous scenery of the Olympic Mountains and the Pacific Ocean. Ali was one of those looking for a new start.“ (S. 5)

Nur dass sein Plan, die Zeit in der Einsamkeit des Hauses seiner Großmutter zu verbringen, einen Haken hat: Ali.

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Die junge Frau wurde gerade von ihrem „Freund“ verlassen, ihr Job ist in Gefahr und während sie ihrem Ex bei einem Anruf auf seiner Mailbox die Hölle heiß macht – nur bekleidet in ihrer Unterwäsche – steht plötzlich der junge Cop hinter ihr:

 

„It’s just one bad day“, she whispered while standing in the perfect position for him to pat her down for weapons. […] „Not from where I’m standing“, he said.“ (S. 15)

 

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Er lässt sie in dem Haus weiterhin wohnen, und mit der Zeit freunden sich die beiden an.

Als Ali verdächtigt wird, einen hohen Geldbetrag gestohlen zu haben, setzt sich Luke trotz seiner „Ferien“ für sie ein und fängt an, zu ermitteln…

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Während immer mehr Verdächtige auftauchen, muss auch Luke lernen, mit der Vergangenheit abzuschließen.

Seine Großmutter starb vor 10 Jahren und seitdem war er nicht wieder in dem Örtchen, geschweige denn, in dem Haus. Sein Großvater lebt ebenfalls in Lucky Harbor, und auch mit ihm muss er sich auseinandersetzen.

Dann wären da noch Ali und die Gefühle, die er für sie entwickelt – obwohl er sich auf nichts einlassen wollte…

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Wie heisst es doch so schön auf dem Buchrücken: „The Heat is on“ – und das nicht nur auf Grund der Außentemperaturen…

 

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FAZIT:

Ein gelungenes Buch mit sympathischen Charakteren und einer interessanten Geschichte. Da dies mein erstes Buch der Autorin ist, werde ich definitiv einen Blick in ihre anderen Werke werfen.

Auf meiner Londonreise hat „It had to be you“ mir jedenfalls gute Gesellschaft geleistet.

 

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Wer einen ersten Blick ins Buch werfen möchte, kann dies hier tun.

Die Autorin Jill Shalvis ist außerdem bei Twitter und Facebook vertreten.