~ Akram El-Bahay: „Herzenmacher“ ~

Note to my english-speaking readers: Due to the time fact and the fact, that this book is only available in german language – I will skip the english version this time. If you are interested in the english version – please contact me. Thank you for your understanding.

~ ~ ~

Nachdem ich in den vergangenen Buchmesse-Jahren regelmäßig Lesungen von Akram El-Bahay besuchte, war ich – wie ihr ja bereits erfahren konntet – auch dieses Jahr wieder zugegen, als er aus seinem Buch „Bücherkönig“ las. In den Jahren zuvor hatte ich schon das Vergnügen, Lesungen zu „Bücherstadt“ (Artikel zum Buch hier), „Wortwächter“ und „Henriette und der Traumdieb“ zu hören.

Zwar habe ich die diesjährige Lesung zu „Herzenmacher“ verpasst, jedoch hat mich das Buch auch ohne vorherige Hörprobe begeistert (alleine das Cover ist toll) – und so landete es natürlich schon vor meinem Messebesuch bei mir und wurde dann auch vom Autor signiert.

„Sie fand hier das, was sie brauchte.

Menschen, die so fern der Natur lebten, dass sie vergessen hatten, wie die Dinge zusammengehörten. […] ließen sich täuschen von den Zauberdingen, die sie ihnen als Lohn anbot. Zauberdinge, die das Leben so viel besser machen.

Wie Kinder, die sich mit ein paar Glasmurmeln kaufen lassen, waren die Leute.

Und sie sind es noch immer.“

(Herzenmacher, Seite 280)

Léo lebt mit seiner Mutter in Briançon – einer französischen Stadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die Stadt nahe der italienischen Grenze ist dem Hauptcharakter schon längst zu klein geworden – und er sucht nach Möglichkeiten, seinem Leben einen größeren Sinn zu geben. Seine Familiensituation ist auch alles andere als einfach für ihn – sein Vater ist vor Jahren gestorben und seine Mutter, eine Spielzeugmacherin, will nicht darüber sprechen, was damals vorgefallen ist.

Eines Tages beobachtet Léo, wie seine Mutter einem kleinwüchsigen Mann eine Kugel übergibt, von der er weiß, dass sein Vater sie hergestellt hat. Da er die Kugel unbedingt wiederbekommen möchte, folgt er dem Mann – und entdeckt Unglaubliches, als er in einer Spiegelwelt seiner eigenen Stadt ankommt, die doch so anders und gefährlicher ist, als seine eigene.

Und trotz dieser Unterschiede sind doch die wirklich wichtigen Dinge und Probleme im Leben gleich: Klimaveränderungen, Herrschsucht und Gier der Mächtigen, Heldenmut von Menschen mit Herz, um positive Veränderungen hervorzurufen.

 

„‚Ja, die Hexe‘, antwortete ihm Kafir, der offenbar weniger Furcht vor der Hexe hatte als der Spielzeugmacher.

‚Die Kinder erinnern sich schon nicht mehr an die Zeit, in der auf jeden Somer zuverlässig der Winter folgte. Schon seit vielen vielen Jahren ist dieser Kreislauf durchbrochen.'“

(Herzenmacher, Seite 54)

 

Doch die Probleme des Spiegel-Briançon sind nicht alleine der fehlende Wechsel von Sommer- und Winterzeiten, sondern reichen tiefer:

Er erfährt, dass in dieser Spiegelstadt die Winterhexe herrscht – und das schon länger, als ihre Zeit es ihr erlauben würde. Jedes Jahr feilscht sie mit dem Tod um mehr Lebenszeit, die sie sich von den Bürgern der Stadt „schenken“ lässt.

 

„Wenn die Hexe mehr Jahre haben will, als ihr zustehen, muss ein anderer ihr Zeit geben. Freiwillig.“

(Herzenmacher, Seite 91)

 

Langsam erfährt Léo durch seinen neuen Mentor Fernando, ebenfalls ein Spielzeugmacher mit ganz besonderen Fähigkeiten, dass die Dinge durch die Regentschaft der Hexe und des derzeigen Königs schlimmer liegen als befürchtet – und auch sie haben Ähnlichkeit mit den technischen Errungenschaften, die wir Leser in unserer heutigen Realität haben.

 

„‚Du siehst in Hexenspiegel‘, raunte Kafir ihm zu. ‚Interessante kleine Dinger, nicht?‘ […]

‚Unglaublich‘, stammelte Léo.

‚Hinterhältig‘, erwiederte Fernando brummig und starrte in die blank polierten Spiegel.

‚Die Hexe hat sie verzaubert und lässt sie von ihren Dienern verkaufen. Sie soll so sehen und hören können, was ihre Spiegel sehen und hören. Verliebte Worte, dunkle Geheimnisse.

Viele sagen, das sei alles Unsinn. Ich aber denke, dass es stimmt.

Die Narren, die diese Dinger kaufen, entblößen sich vor der Hexe.'“

(Herzenmacher, Seite 58)

 

Léo lernt noch weitere tiefe Geheimnisse kennen, die auch mit der Arbeit seines Vaters und dessen Tod zusammenhängen. Langsam lüftet sich der Schleier, als Léo erkennt, dass sein Vater und seine Mutter ursprünglich Einwohner der Spiegelstadt gewesen sind und einen geheimen Auftrag hatten.

Als er immer mehr und mehr über die Machenschaften der Hexe und ihrer Diener erfährt und persönliche Verluste hinnehmen muss, fasst er gemeinsam mit neuen Freunden einen Plan, um der Hexe entgegenzutreten und ihre Herrschaft zu beenden.

„Er ist einmalig.

Und der Einzige, den die Hexe und ihre Diener fürchten.“

(Hexenmacher, Seite 151)

 

Léo muss Mut beweisen und auf seine Fähigkeiten als Herzenmacher – von denen er vor noch gar nicht so langer Zeit erfahren hat – vertrauen. Im Angesicht von einem machthungrigen und von der Hexe geblendeten König und Hexenkrähen, die den Tod in Form von Federn bringen, ist das gar nicht so einfach…

***

Wird Léo den Bewohnern der Spiegelwelt helfen können?

Wer ist der „Einmalige“, der die Hexe besiegen kann?

***

„Herzenmacher“ von Akram El-Bahay ist definitiv eine Leseempfehlung.

Der Autor schafft es wunderbar, die Spiegelwelt von Briançon lebendig werden zu lassen. Die Charaktere sind allesamt sympathisch, wenn man sie erst einmal beim Lesen näher kennenlernt. Auch die Winterhexe hat so ihre interessanten Seiten und ist nicht nur böse, auch wenn die Zeiten sie wahrscheinlich härter gemacht haben.

Leben und Tod liegen sehr nahe beieinander in diesem Roman von Akram El-Bahay und zeigen erneut, wie sehr man das Leben wertschätzen sollte – mit all seinen Fehlern und täglichen Problemen.

„Erst ich mache das Leben schön.

Doch man soll mich nicht suchen, denn ich komme zu jedem, wenn dessen Zeit erreicht ist.“

(Herzenmacher, Seite 211)

~ Mallorca, Sonne und Strand / Mallorca, Sun and Beach ~

Was macht man, wenn man viel gearbeitet hat, das Wetter in Deutschland zu wünschen übrig lässt und man kurz davor steht, einen „Stadtkoller“ zu bekommen?

Richtig!

So what are you doing when you worked a lot, the weather in your country is not like you wished it would be and you are likely to get into a paddy?

Yes!

You are going on holiday! And that for sure to some destination where the temperatures are way better than in cold Leipzig.

Man macht Urlaub! – Und das natürlich da, wo es etwas angenehmere Temperaturen gibt als im kühlen Leipzig.

Mein Reiseziel für den kurzentschlossenen Urlaub lautete: Mallorca.

So I decided to spent some time on an island and in that case it was Mallorca.


Nachdem die ganzen Vorbereitungen getätigt waren, gings ab zum Flieger und hoch in die Lüfte. Ich mag Flugreisen und man hat auch immer sehr schöne Wolkentürme zum anschauen und träumen – oder man fliegt, wie ich dieses Mal, über die französischen Alpen und hat auch auf diesem Weg wunderbare Ausblicke, die man sonst so nicht bekommt.

So after everything was planned and ordered it was my time to go, board the airplane and to go up in the sky. I like flying and you always have some wonderful clouds to look at and dream – or like this time you fly atop the french alps and can experience some wonderful views you don’t get to have everyday.

Mein genaueres Reiseziel lag im Südwesten der Insel und hört auf den Namen Paguera. Dieser schöne Ort war also mein Zuhause für eine Woche und es war eine gute Entscheidung.

So my home for the week was in a nice little town called Paguera – this was definitely a good decision.

In der Nebensaison sind zwar schon einige Urlauber auf der Insel und im Ort, aber es ist immernoch überschaubar. Gerade dieses Jahr, wenn einige andere Destinationen ausfallen, wird Mallorca im Sommer ziemlich überrannt sein. Deshalb meine Entscheidung, bereits jetzt Sonne zu tanken.

In the off-season are some tourists on the island and in the towns, but its definitely not that much and you still have the relaxed holiday feeling. Definitely this year, when other destinations are less wanted Mallorca will be very crowded in summer. That was another reason for me to go now.

Nun zur Kurzübersicht dessen, was ich im warmen Paguera erlebt habe:

Now here’s what I did during this week:

  • Wanderung nach Cala Fornells – wunderschöne Ausblicke auf Häuser und Meer
  • walking tour to Cala Fornells – wonderful views on beautiful houses and the sea
  • Ausflug nach Palma (kurz) Tour to Palma (short)
  • Ausflug zum Aquarium in Palma Tour to the Palma Aquarium
  • diverse kleine Wanderungen in der Gegend lots of short walking tours around the area
  • Bootsausflug nach La Dragonera boat tour to La Dragonera
Kleine versteckte Restaurants
So lässt sich die freie Zeit genießen
Einer der Wege zur Straße nach Cala Fornells
Ausblicke auf der Cala Fornells Straße

Nach Palma kommt man von Paguera aus gut mit dem Bus und auch relativ schnell.

Wenn man in der Nähe ist, sollte man auf jeden Fall das Aquarium in Palma besuchen. Dort findet sich europas größtes Haibecken – das Big Blue.  Dies war definitiv ein Grund, mir das Aquarium einmal näher anzuschauen.

When you are on Mallorca you should definitely visit the Palma Aquarium. They have the largest shark tank in Europe – the Big Blue – which was definitely the main reason for me to have a closer look at the Aquarium.

Im Web findet man die diversesten Bewertungen und bei manchen Dingen, die negativ genannt werden, muss ich zustimmen. Gut, dass man am Eingang fotografiert wird ist für ein auf Besucher angewiesenes Freizeitunternehmen nicht verwunderlich. Am Ausgang kann man ja immernoch abwählen und das Foto nicht kaufen. Also das war nicht besonders schlimm.

Was ich als negativ – oder eher traurig empfand, waren die Unterkünfte der Quallen. Quallen sind so interessante Tiere und dennoch sahen diese im Palma Aquarium eher tod als lebendig aus. Das sollte das Aquarium dringend ändern!

The internet offers you various sometimes negative ratings – and: I have to agree with some of them! Sure, the fact that you are photographed at the entry is not a nice feeling, but its definitely something most entertainment attractions do – and you can definitely tell the nice people at the exit that you don’t want to buy that picture. So – nothing that bad.

But what I definitely think is really bad – the tanks for the jellyfish. Jellyfish are so interesting creatures and it really was distressing to see these poor guys in the Aquarium rather dead than alive. At least that was my thought when I was there.


Aber mal abgesehen davon: die vielen Menschen verlaufen sich in dem großen Areal und so hat man auch Gegenden, wo man alleine durchläuft und sich entspannen kann.

Und natürlich die Haie!

Ich hatte ein gutes Timing und kam zur Fütterung und wurde mit schönen Einblicken belohnt.

But – the good thing: the area is rather big, so that you dont necessarily meet hordes of visitors and you definitely can find areas where there is noone else and you can relax.

And for sure – the sharks!

My timing was rather good and I had the opportunity to watch them being fed by a diver. In the Palma Aquarium they have several sand tiger sharks and sand bank sharks.

Doch nicht nur Sandtigerhaie und Sandbankhaie sind dort zuhause, auch andere Arten, wie Schwarzspitzenriffhaie, Hammerhaie und diverse andere Rochen etc. sind vor Ort zu bewundern.

But you can see not only sandtigersharks or sandbanksharks, but also other species like Blacktip reef sharks, hammerheads and different species of rays.


Als weiteres Highlight erlebte ich die Bootstour zur Naturschutzinsel La Dragonera – der Heimat für verschiedene Tierarten.

Another highlight of my vacation was the boattour to La Dragonera which is a highly protected island for different kinds of animals.

Diese Diashow benötigt JavaScript.


Definitiv ist Mallorca mehr als eine Reise wert und dieses war bestimmt nicht mein letztes Mal auf der beliebten Urlaubsinsel.

Definitely – Mallorca is an island that has many beautiful spots to discover – and this would not have been the last time I spent on the island.