~ „Der Soldat und das Feuerzeug“ ~

Viele Lieder und Geschichten aus der Kindheit begleiten uns unser Leben lang und wecken schöne Erinnerungen an vergangene Zeiten.

Many stories from our childhood accompany us for the rest of our lives and inspire us with warm feelings.

Bereits als Kind bin ich sehr gern in die Bibliothek gegangen und habe mir Bücher, Kassetten und sonstiges ausgeliehen. In meinen jungen Jahren war ich natürlich meist in Begleitung meines Vaters in den „heiligen Hallen“ und meine Eltern haben großen Anteil daran, dass ich vielfältig interessiert bin.

Even as a little kid I was – like always – going to the library and lent books, cassettes and other things. While being young I was always accompanied by my father and my parents have a big part in me having wide interests.

Eines dieser Erinnerungsstücke, das ich auch heute noch gerne höre, möchte ich euch heute vorstellen: ein Musical für Kinder namens „Der Soldat und das Feuerzeug“.

One of these lovely pieces of memory – which I also like to listen to today – is „Der Soldat und das Feuerzeug“ (The Tinder-Box)

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Bildquelle: http://www.ddr-hoerspiele.net/bilder/cover/lp/Der-Soldat-und-das-Feuerzeu.jpg

Sicher kennt jeder die Geschichte von Hans Christian Andersen und die vielfältigen Verfilmungen, die die Geschichte des Soldaten erzählen, der aus dem Krieg kommt, sich mit einer Hexe anlegt und am Ende eine Prinzessin heiratet. Hervorheben muss man hier natürlich auch das gute Herz des Soldaten, der seinen wenigen Besitz gerne mit anderen teilt und auf diese Weise Freundschaften schließt.

Many know the story of Hans Christian Andersen and the many movies of the soldier who comes home from war, battled with a witch and gets to wed a princess in the end. You have to mention also the good heart of the soldier who shares the little he has with others and gets friendship in return.

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Das Besondere an dieser Hörspielvariante, die für Kinder geeignet ist (ich hab sie bereits in jungen Jahren gehört) aber ebenso für Erwachsene ist die Aufbereitung als Musical mit eingänglichen Melodien, schönen Texten und auch „rockigeren“ Elementen.

Die Sprecher sind gut gewählt, allen voran Heinz-Martin Benecke (ein Leipziger) als Erzähler, aber auch die anderen Sprecher/ Sänger sind hervorzuheben.

The specialty about this play which is suitable for children ( i listened to it from an early age on) but also for adults is that it’s a musical with lovely and interesting melodies, songs, texts and even „light rock parts“.

The speakers are well chosen, especially Heinz-Martin Becker who plays the narrator, but also the others are doing their job well.

Wer sich dieses Stück anhören möchte, kann dies hier tun. If you would like to listen to it, follow the link in the last german sentence.

Auf diesem Kanal findet ihr übrigens auch andere schöne Geschichten, wie z.B. „Petrea und die Blütenkaiserin“„Das Tierhäuschen“ oder „Das Märchen vom Zaren Saltan“.

You can find other examples of radio plays through the links in the last german sentence.

Ebenfalls empfehlen kann ich „Die Schneekönigin“ und „Die Regentrude“.

So schön ich die Erinnerungen und das erneute Hören aller Geschichten auch finde, wird „Der Soldat und das Feuerzeug“ wohl immer eine besondere Rolle für mich spielen.

Even if I like listening to all of the above mentioned plays, „The Tinder-Box“ will always be special for me.

sudf
Bildquelle: http://www.ddr-hoerspiele.net/bilder/cover/lp/Der-Soldat-und-das-Feuerzeu.jpg

Alle Jahre wieder… Die Buchmesse in Leipzig

Es ist kaum zu glauben: schon wieder ist ein Jahr vorüber und die Buchmesse lockt tausende Menschen in die Messestadt. Da ich in Leipzig wohne, ist mein Anreiseweg glücklicherweise nicht sehr lang und das ist auch gut so, denn mein heutiger Messetag beginnt schon früh.

Dieses Jahr hab ich mir mehr Zeit für Lesungen genommen und dies auch ordentlich ausgekostet.

Hier mal mein Programm von heute:

10:30 Uhr ==> Lesung von Marion Schreiner „Vielleicht gab es keine Schuld“

Hier stellte die sympathische Autorin den dritten Teil ihrer Trilogie um die Familie Gelton vor. Der erste Teil („Die Scheune“) thematisierte den Vater, Dane Gelton. Dieser wurde als Kind missbraucht und avancierte zum psychopathischen Mörder. Im zweiten Teil („Das blaue Haus“) dreht sich alles um seinen Aufenthalt in einer Anstalt und die Geschichte seiner zukünftigen Frau, die er dort kennenlernt.

Teil 3 nun fokusiert den Sohn der beiden, Christopher. Als er geboren wird, hat er nicht wirklich viel von seinen Eltern: Vater tot, Mutter tablettensüchtig und später durch Suizid umgekommen.

Bereits im Kindergarten werden seine Eigenheiten sichtbar, die er bereits in diesen jungen Jahren angehäuft hat.

Unbedingt lesenswert!

Übrigens: Die Autorin ist auch auf Facebook vertreten und hier findet ihr ein Interview mit ihr.

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11:15 Uhr ging es dann weiter zum internationalen Forum und einer Lesung des amerikanischen Schriftstellers Alexander Chee. Er stellte sein neues, noch unveröffentlichtes Werk „The Queen of the Night“ vor.

Diese Lesung war auch sehr interessant, obwohl ein kleines Manko vorherrschte – zumindest meiner Ansicht nach.

Alexander Chee ist ein sympathischer Autor, der gut auf Interviewfragen reagiert und schön frei erzählen kann, wie er zu dem Thema gekommen ist (er suchte ein Abenteuer) und ob er die Hauptfigur gewählt hat (sie hat ihn gefunden).

Allerdings liest er ohne Punkt und Komma. Dies macht es dem Zuhörer schon etwas schwerer zuzuhören, obwohl die Geschichte, wie gesagt, sehr interessant klingt.

Aber mal sehen. Wenn sie veröffentlicht wird, werd ich nochmal einen Blick hineinwerfen und vielleicht überzeugt sie mich dann mehr.

Hier ein Interview mit ihm.

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Dann wurde es langsam Mittag und bei der nächsten Lesung/ Präsentation, „…und über uns kein Himmel“ traf ich mich mit Kathrin. Wir tauschten zunächst unsere medienpädagogischen Bücher und ich bekam von ihr leihweise „Breathe“ überlassen.

Diese Graphic Novel, die sich mit einem sehr ernsten Thema (Kinderheime und Misshandlungen in der Zeit von 1936-53)  beschäftigt ist auf jeden Fall lesenswert und verdient mehr als einen zweiten Blick.

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Etwas lustiger ging es dann ab 15:00 Uhr zu.

In „Cockney, Cookies, Camden Market“ schildert der Autor Frank Rüdiger lustige und teilweise skurile Geschehenisse während seiner Londonbesuche. Einige Episoden brachten auch das Publikum zum Lachen und der Autor wirkte ebenfalls sehr gelockert und sympathisch. Auch passiert ihm das, was vielen London-Liebhabern und Englischsprechenden ab und an passiert: sie fangen einen Satz auf Deutsch an und sprechen dann deutsche Worte mit einem englischen Touch aus – sehr schön und sympathisch.

Auf jeden Fall werd ich dieses Buch im Auge behalten.

Gute Erfahrungsberichte könnt ihr hier lesen.

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Meine letzte Lesung des Tages führte mich ab 17:30 Uhr in die Untiefen des Lebens ehemaliger DDR-„Offiziere“ – Menschen, die andere bespitzelten und auch dafür zu sorgen hatten, dass die Menschen in der DDR blieben und nicht auf „dumme Gedanken“ kamen. Nun fristen sie in „Waldfrieden“ ein mehr oder weniger erfülltes „Rentnerdasein“, nur gestört durch die Trauerrede bei der Beerdigung eines Mannes, dessen Geschichte später noch betrachtet wird. Sie fühlen sich durch die Rede angegriffen, wollen sich beschweren…

Dies ist alles erst der Auftakt zum weiteren Geschehen des Buches…

Dieser Autor mit Namen Michael Krügel kann sehr gut lesen und überzeugt auch durch unterschiedliche Stimmarbeit und seine Gestik.

Definitiv ein Lesetipp – wenn es denn erschienen ist 🙂

 

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Ich hoffe, euch hat mein Einblick in den Messetag gefallen und ich bin – wie immer – gespannt auf eure Kommentare 🙂