~ Dani Atkins: „Our Song“ ~

Wie ich euch bereits gestern berichtete, lese ich derzeit Dani Atkins‚ Buch „Our Song“ – oder besser: habe es heute beendet – in deutscher Sprache ab November diesen Jahres unter dem Titel „Der Klang deines Lächelns“ erhältlich.

Like I told you yesterday I am reading the wonderful book of Dani Atkins called „Our Song“ – finished it today. The german version is available in November of 2016 with the title „Der Klang deines Lächelns“ (The sound of your smile).

Before telling you some more things about the book and my thoughts about it – let me remind you to have one or more tissues at hand while reading – especially at the end of this book.

Bevor ich näher auf das Buch und meine Leseerfahrung eingehe, muss ich eines vorweg schicken: man braucht unbedingt ein oder auch zwei Taschentücher!

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Dies ist mein erstes Buch, welches ich von der Autorin lese und ich bin beeindruckt. Die Vielzahl an Emotionen, die sie beschreibt, wachruft und mit denen ihre Charaktere leben, handeln, zerbrechen und wieder aufgerichtet werden ist wunderbar dargestellt und ich kann mir zumindest als Leserin der englischen Ausgabe nicht vorstellen, dass die deutsche Übersetzung annähernd besser sein könnte.

This is the first book I read from Dani Atkins and I am really thankful that it is such a beautiful one. The many emotions she is writing about and with which her characters have to live, to act, to break and to straight up again are wonderfully told and I – as a reader of the english version – can’t imagine the german version to be slightly better.

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„There were many things that might have changed the eventual outcome of that night.

He could have taken his car to work, instead of leaving it for his wife to use. But then she wouldn’t have made it to the school Christmas concert on time. And he knew how important it was for Jake to have at least one parent in the audience when he made his stage debut in the Nativity play. He was that kind of father.“

(page 1)

Diese ersten Zeilen, die sich noch eine Weile so fortführen, zeigen das Bild eines tapferen und wundervollen Mannes, der das Wohl anderer über sein eigenes stellt und der einer der Hauptcharaktere dieses wundervollen Buches ist. Sein Name: Joe.

Joe hat mit Ally und Jake seine kleine Familie gefunden und lebt sein glückliches Leben – bis zu diesem Tag, der alles ändert.

The first few lines, which go on for a while like this, are showing us the picture of a brave and wonderful man who puts others first and who is one of the main characters of this wonderful book. His name: Joe.

Joe lives his beautiful and happy life with Ally and Jake and has found happiness – until this one day changes everything.

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Das erste Kapitel teilt sich noch weiter auf und zeigt uns ebenfalls die Ausgangssituation eines anderen Mannes kurz vor Weihnachten: David. Er ist auf der Suche nach einem weiteren Geschenk für seine Frau, doch sein Gesundheitszustand macht ihm einen Strich durch die Rechnung:

The first chapter shows us more than an insight in Joe’s life. We are also shown the life of another man shortly before Christmas: David. He is looking for another present for his wife, when his health got him into serious trouble:

„It felt like a solid steel belt was being cinched tighter and tighter around him. Grey spots danced before his eyes and his hand simply released the bottle, splashing a small torrent down onto the jewellery display. The man hit the floor at just about the same time as the small plastic container.“

(page 17)

Natürlich dürfen die zwei weiblichen Parts nicht fehlen und so erleben wir mit, wie Ally und Charlotte erfahren, was ihren jeweiligen Männern geschehen ist.

For sure the two female characters are also there for us to explore: we are to live with Ally and Charlotte through the moments when their life is changing:

„‚I’m sorry, we should have explained. I am afraid technically he drowned, Mrs. Taylor.'“ (page 19)

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„‚I don’t think it’s the flu, Mrs. Williams,‘ said the woman kindly, ‚I don’t want to alarm you, but I think your husband may have had a heart attack.'“

(page 26)

Langsam entfaltet sich die Geschiche und wir erhalten einen Einblick in die Vergangenheit, obwohl die Vergangenheit in diesem Fall gerade mal knapp 10 Jahre beträgt.

Slowly the story unfolds and we get an insight in the past – even though past means only 10 years.

Wir erfahren, dass Ally eine sehr musikalisch begabte Person ist, die Piano und Trompete spielt und während eines Einsatzes bei einer Band ihre erste große Liebe kennenlernt: David.

We get to know that Ally is a musical person who plays piano and trumpet and gets to know her first love during her depping in for a sick musician. The name of the first love: David.

Wir erfahren, dass Charlotte David schon vorher kannte und er sozusagen ihr Lebensretter war, als sie beim Skifahren schwer stürzte.

We get to know that Charlotte has already known David before and he was in some way her life-saver when she was skiing some time ago.

Wir erfahren, dass Ally und Charlotte mal so etwas wie Freundinnen gewesen sind – und dass beide die Situation im Krankenhaus mit ihren beiden Ehemännern ziemlich mitnimmt. Und das nicht nur wegen der Sorge um die geliebten Menschen.

We get to know that Ally and Charlotte used to be some kind of friends – and that both of them have a hard time being in the same hospital while worrying about their husbands.

And they are not just worry about the beloved people.

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Dani Atkins verwebt die Vergangenheit gekonnt mit der jetzigen Situation und gewährt uns tiefe Einblicke in die Leben der Personen, die mit jeder Zeile lebendiger werden.

Dani Atkins is playing wonderfully with the past and the present and gives us deep insight in the lifes of the characters which grow more animated while reading.

Wir bangen mit Ally um das Leben ihres Mannes Joe und wir fühlen die Verzweiflung von Charlotte in der Sorge um ihren Mann David.

We get to tremble with Ally for the life of her husband Joe and we feel the despair of Charlotte in her worries about her husband David.

Wir erfahren, was in den vergangenen Jahren passiert ist und wie tief diese vier Personen miteinander verbunden sind.

We also get to know what happened in the last few years and how deep these four people are connected.

Wir erfahren von Liebe, Vertrauen, Trennungen, Schmerz und zeitweise auch Groll. Und wir erfahren auch von der Kraft, die ein Neuanfang mit sich bringt und dem kleinen Glück, dass ein paar gemeinsame Jahre bringen kann.

Nur um dann wieder erschüttert zu werden…

We get to know about love, trust, separation, grief and sometimes resentments. And we also get to know about the power of a new beginning and the small happiness of a few years together.

Only to be shocked again…

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Dani Atkins wechselt fast spielerisch zwischen den verschiedenen Emotionen und lässt uns von schönen Erinnerungen zur verzweifelten Realität wechseln, um dann wieder den Blickpunkt auf das jeweils andere Paar zu lenken und auch dort wieder zwischen Tränen der Trauer und leichtem Lächeln zu balancieren.

Dani Atkins is mastering her work with the different emotions and gets us readers from beautiful memories to the harsh reality in seconds – just to let us go to the other couple and also live through tears of sorrow and small smiles.

„Our Song“ ist ein wundervolles englischsprachiges Buch, das wohl niemanden kalt lässt, der einmal begonnen hat, es zu lesen.

„Our Song“ is a wonderful english book which will bring everyone reading at least one time to tears.

Since me being really picky about books lately I am really happy to have been so lucky with this book.

Da ich in letzter Zeit sehr wählerisch geworden bin, was meine Lektüre betrifft, bin ich froh, dass mich diese Entdeckung nicht enttäuscht hat.

„Our Song“ kann ich wirklich weiterempfehlen.

I definitely can recommend „Our Song“ to everyone.

Zumindest in der englischen Ausgabe, da ich kaum glaube, dass mich die deutsche Variante begeistern würde.

At least in the english version of the book – I don’t think the german version would be such a good experience for me.

But you never know – and at least the german cover is nice and has been geared to the english one. But… the english cover still looks nicer…

Aber man weiß ja nie – und wenigstens ist das Cover recht nett und orientiert sich auch ein wenig an der englischen Vorlage. Trotzdem finde ich das Cover der englischen Ausgabe irgendwie hübscher.

Quelle: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51O1MjCMZvL._SX327_BO1,204,203,200_.jpg

„Der letzte Gentleman“ und zwei Filme für psychische Anspannung

Nach einiger Zeit melde ich mich mal wieder zu Worte. Der Grund für meine kurzzeitige Abwesenheit: ich miste aus. Inventur sozusagen. Man sammelt ja über die Jahre doch immer viel zu viel Dinge an, die man dann irgendwann wieder loswerden möchte, sei es, weil sich der eigene Lese- und Sehgeschmack geändert hat – oder weil man einfach Platz für Neues braucht oder generell etwas minimalistischer leben möchte.

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Wer von euch an den vergangenen zwei Freitagabenden arte geschaut hat, wird in den Genuss der britischen Serie „Parade’s End“ gekommen sein. Wer dieses kleine Filmjuwel mit Benedict Cumberbatch (Sherlock; Atonement, Star Trek Into Darkness), Adelaide Clemens und Rebecca Hall in den Hauptrollen noch nicht gesehen hat, sollte sich unbedingt auf der arte-Website umschauen. Derzeit sind leider nur noch die letzten drei Folgen online zu sehen. Aber besser als gar nichts.

Bildquelle: http://i.huffpost.com/gen/743593/thumbs/o-PARADES-END-570.jpg?4

Die Literaturverfilmung von Ford Madox Ford’s Roman bietet als Schauplatz die Zeitspanne vor bis nach dem ersten Weltkrieg aus britischer Sicht. Christopher Tietjens (Cumberbatch) ist ein traditionsbehafteter, kluger Mann, der sich – nachdem er einmal seiner momentanen Gefühlswelt nachgegeben hat – aus Pflichtgefühl in die Fänge der Ehe mit Sylvia gedrängt fühlt. Diese erwartet nämlich ein Kind und Tietjens sieht sich als moralisch-korrekter Mann dazu verpflichtet, ihr und dem Kind ein Heim zu bieten. Allerdings hat er Zweifel, ob es sich bei dem Jungen tatsächlich um seinen Nachkommen handelt.

Aber – wie fast immer bei dem von Benedict Cumberbatch wundervoll dargestellten Charakter – überwiegt das Ehrgefühl und die Pflichterfüllung – auch über das eigene Glück hinweg.

So hat sich Christopher Tietjens in eine junge Frau verliebt, die der Sufragettenbewegung angehört. Die junge blonde Schönheit namens Valentine ist ihm ebenso zugetan, allerdings stehen die Zeichen nicht gut für die beiden.

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Diese Serie entführt uns in eine Zeit, die wir nur aus Geschichten älterer Verwandter oder Büchern kennen. Zwar spielt die Entwicklung hin zum Frauenwahlrecht und dem Kriegsanbruch und -ende eine gewisse Hintergrundrolle, dennoch konzentrierte man sich mehr auf die Lebens- und Leidensgeschichte von Christopher Tietjens, der sich nicht aus seinen erlernten Zwängen der unbedingten Höflichkeit befreien kann. Selbst als ihm der Rat gegeben wird, sich doch scheiden zu lassen kann er sich nicht überwinden, obwohl weder er noch Sylvia in dieser Ehe glücklich sind. Sylvia weiss sich jedoch zu helfen und sucht anderweitig Abwechslung und versucht, aus Wut über dessen Moralverständnis ihrem Mann immer wieder zu schaden.

ABER: Ende gut, alles gut. In den letzten Minuten der Serie kann sich Christopher Tietjens aus seinem „Gefängnis“ befreien und man sieht die ersten zarten Augenblicke zukünftigen Glücks, dass ihm wohl jeder gönnt.

Bildquelle: http://i.telegraph.co.uk/multimedia/archive/02341/parade_s_2341931b.jpg

Wer sich Kritiken zur Serie durchlesen möchte, kann dies

hier

hier

hier

hier

und

hier tun.

 

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Gestern abend war auch wieder ein guter Zeitpunkt für Filmfans: zunächst lieferte der Hitchcock-Thriller „Das Fenster zum Hof“ spannende und blutlose Unterhaltung und danach hieß es für alle, die den Gedanken an Haie in den Sommermonaten am liebsten verdrängen einen spannenden Thriller namens „The Reef – Schwimm um dein Leben“, der im Vergleich zu anderen relativ blutleer auskommt, aber dennoch in seinen Bann zieht.

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Zunächst zu „Das Fenster zum Hof“:

Bildquelle: http://www.moviepilot.de/files/images/0248/8836/das_Fenster_zum_hof.jpg

Der 1954 entstandene Film des 1980 verstorbenen Alfred Hitchcock wartet mit James Stewart und Grace Kelly in den Hauptrollen auf und zeigt, was Besessenheit von einer Tat mit einem Menschen machen kann.

James Stewarts Charakter Jeff muss nach einem Unfall den Rollstuhl als zeitweiligen Lebensgefährten ertragen und beobachtet – auch auf Grund seiner Tätigkeit als Fotograf – gern die Menschen in seinem Wohnumfeld.

Als er eines Abends den Nachbarn Thorwald bei mehreren Spatziergängen mit einem Koffer beobachtet und Tags darauf dessen Frau verschwunden ist, wächst in dem Fotografen ein schrecklicher Verdacht…

„Das Fenster zum Hof“ ist ein Filmjuwel und ein Meisterwerk Hitchcocks. Da in den heutigen Zeiten Actionszenen und „Krach-Bumm“-Effekte zur Normalität geworden sind, ist so ein ruhiger aber dennoch fesselnder Film eine gelungene Abwechslung von der heutigen Effektehascherei. Simple, einfache Methoden, die in ihrer Sprache dennoch überzeugen.

 

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„The Reef“ – ist ein Film des Regisseurs Andrew Traucki, der im Jahr 2007 schon „Black Water“ schuf – ein ebenfalls fesselnder Schocker mit einem Krokodil in der Hauptrolle. Ich habe den Film hauptsächlich wegen Zoe Naylor angeschaut, die mir aus ihren „McLeods Töchter“-Tagen gut in Erinnerung ist.

Bildquelle: http://covers.box.sk/newsimg/dvdmov/max1302549634-frontback-cover.jpg

Was wäre, wenn ihr auf Segeltour seid, euer Boot kentert und ihr habt nur eine Wahl – schwimmen…

So ergeht es den fünf Charakteren des Films. Zunächst ist der Segelausflug richtig schön und alle genießen die Zeit. Es wird auch auf einer kleinen Insel halt gemacht. Dann setzt die Ebbe ein und die vier müssen zurück aufs Schiff. Dieses hat einen Motorschaden erlitten, kann jedoch wieder mobilisiert werden. Der Ausflug geht weiter. Am nächsten Morgen werden sie unsanft wachgerüttelt, das Boot ist gekentert… (obwohl ich mich an dieser Stelle schon gefragt habe, wie ein etwas größeres Segelboot bei sanftem Wellengang komplett umstürzen kann und dann mit der Unterseite zu oberst im Wasser treibt – war ja auch kein Riff an dieser Stelle, wo es hätte Schrammen geben können…)

Jedenfalls retten sich alle zunächst auf das über dem Wasser liegende Schiffsteil. Da sie keine andere Möglichkeit sehen, beschließen sie zur nächstgelegenen Insel zu schwimmen – 12 Meilen!

Einer der Gruppe bleibt auf dem Bootsteil – die Angst vor Haien hindert ihn daran, die anderen zu begleiten.

Bildquelle: http://www.moviepilot.de/files/images/0658/8067/The_Reef_2.jpg

Die kleine Vierergrupe macht sich auf den Weg in aus dem Wrack geretteten Neoprenanzügen hin zur rettenden Insel….

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Wie bei jedem Horror- oder Schauerfilm gibt es auch bei „The Reef“ letztendlich nur einen Überlebenden.

Was an diesem Film gut ist: keine Massenpanikattacken oder genmutierte und einem Wachstumsschub ausgesetzten Monsterhaie. Nein – diesen Film dominiert die menschliche Psyche und die Angst vor einem Raubtier, das bereits zu Zeiten der Dinosaurier auf der Erde existierte.

Bei „The Reef“ sind es die kleinen Momente, die ängstigen: das Suchen durch die Taucherbrille nach Bewegungen unter Wasser, die Ruhe, die eigenen Angstgefühle…

Bildquelle: http://www.moviepilot.de/files/images/0658/8053/The_Reef_1.jpg

Es ist keine Horde von Haien – sondern ein Hai, der sich dem Grüppchen nähert und das Grauen in ihnen auslöst. Es folgen die typischen Reaktionen: hektisches und stockendes Atmen, Schockstarre und verzweifeltes Planschen.

Ein gut gemachter Film, der hoffen lässt, dass man sich nie selbst in so einer Situation befindet. Letztendlich bringen alle Ratschläge von Kennern der Fische, wie „möglichst ruhig atmen“  und „nicht hektisch planschen“, in der Realität nicht wirklich viel. Man wird in so einer Situation immer hektisch reagieren und nicht ruhig atmen können…

Wer einen Vorgeschmack haben möchte, hier kann man sich den Trailer anschauen.

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FAZIT:

Es gibt in der Fernsehwelt mit all ihren Reality-Soaps und manchmal verblödenden Inhalten auch wahre TV-Schätze, die nur gefunden werden müssen. 

Hitchcock und „Parade’s End“ sind definitiv zu empfehlen und „The Reef“ ist was für Menschen, die auch im Sommer keine Angst vor Haien in offenen Gewässern haben. 

 

 

 

 

 

„Die Frau auf der Klippe“…

Gestern war es wieder einmal Zeit für einen Film-fürs-Herz: „Die Frau auf der Klippe„.

Ja, Ja, Rosamunde Pilcher ist nicht für jeden etwas und auch ich kann diese Filme nur in begrenztem Umfang ertragen und genießen.

So also auch gestern.

Wobei ich mit diesem Film Glück hatte: eine Mischung aus Liebesfilm und Geheimnissen und ein wenig Dramatik ließen „Die Frau auf der Klippe“ nicht ganz so herrlich schnulzig erscheinen.

Bildquelle: http://www.moviepilot.de/files/images/movie/file/9938415/Rosamunde-Pilcher-Die-Frau-auf-der-Klippe

Worum geht es also:

Holly (Mira Bartuschek) ist in der Landwirtschaft tätig und liebt Pferde. Sie hat eine ganze Zeit als Verwalterin auf einem größeren Anwesen gearbeitet. Der Erbe dieses Anwesens – der junge Anwalt Owen (Daniel Buder)  hat sie allerdings entlassen, da er plant, das Grundstück samt altem Haus zu verkaufen.

Allerdings soll er seine Meinung noch ändern, auch wenn die erste Begegnung zwischen Holly und Owen mehr als unglücklich verläuft. Er, ganz der geschäftige Anwalt in schickem Fahrzeug, lässt ein Gatter offen, so dass Pferde und Schafe von ihrer Koppel entweichen und das Weite suchen. Mit Hilfe ihres Freundes, des Polizisten Lucas gelingt es Holly, die Ausreißer wieder einzufangen.

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Eine weitere Geschichte dieses Films dreht sich um das 40-Jahre verheiratete Ehepaar Adele und Maxwell Brackett. Sie lieben sich sehr und Adele ist auch eine gute Freundin für Holly, der sie eine Stelle als Haushälterin bei Owen verschafft. Dumm nur, dass Holly nicht unbedingt ein Engel in der Küche ist.

Aber zurück zu Adele und Maxwell.

Bildquelle: http://www.moviepilot.de/files/images/movie/file/9938421/Rosamunde-Pilcher-Die-Frau-auf-der-Klippe-3_article.jpg

Da die Feier zu ihrem 40. Hochzeitstag bevorsteht, möchte Maxwell seiner Frau eine Überraschung bereiten und tanzen lernen. Dazu nimmt er heimlich die Künste von „Madame Dominique“ in Anspruch – einer Tanzlehrerin. Seine Frau wird eifersüchtig und denkt, dass ihr Mann sie betrügt…

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Holly hat unterdessen ganz andere Sorgen.

Ihr Mann, der vor Jahren verschwunden ist (sie hat ihn aus Notwehr die Klippe hinuntergestoßen) löst neue dunkle Erinnerungen an das damals Geschehene aus. Holly bekommt unheimliche Anrufe und ihr Fenster wird zerschlagen. Sie erhält Erpresserbriefe.

In ihrer Not wendet sie sich an ihren Freund Lucas, der ihr weismachen möchte, dass Owen (zu dem sie mittlerweile eine liebevolle Beziehung aufgebaut hat) dahintersteckt. So schürt er Hollys Misstrauen in den geliebten Mann…

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ABER: ENDE GUT, ALLES GUT!

Ansonsten wäre es kein Rosamunde-Pilcher-Film.

Bildquelle: http://www.moviepilot.de/files/images/movie/file/9938420/Rosamunde-Pilcher-Die-Frau-auf-der-Klippe-4_article.jpg

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FAZIT:

Für einen netten Fernsehabend ist dieser Film gut geeignet, bietet er doch schöne Landschaften und nette Charaktere.

Mit diesen Filmen verhält es sich ähnlich wie mit der Serie „Traumhotel“ mit Christian Kohlund: nette Geschichten, gute Charaktere und Wahnsinnslandschaften. Mehr braucht man für einen ruhigen Fernsehabend nicht…

 

 

 

 

 

 

Colin Farrell als irischer Fischer – „Ondine – das Mädchen aus dem Meer“

Als Medienpädagogin schaut man sich Filme generell etwas anders an als andere Menschen. Das ist nicht immer so, aber wenn z.B. der Film mit dem  „Prädikat besonders wertvoll“ der Filmbewertungsstelle (FBW) ausgezeichnet wurde, ist ein genauerer Blick auf den Filminhalt und seine Darstellung sehr interessant.

Zu „Ondine – das Mädchen aus dem Meer“, der 2011 auf DVD herauskam (zuvor lief er laut mehreren Kritiken im Kino an), habe ich bei Recherchen doch einige leicht negativ klingende Bewertungen gelesen.

Sicher, der Film ist nichts für Actionfans oder Liebhaber von raschen Bildwechseln und temporeichen Handlungen.

„Ondine“ – das ist ein ruhiger Film von 99 min. Länge. Ein Film des Regisseurs Neil Jordan, der 1994 die Kinogänger mit „Interview mit einem Vampir“ begeisterte. Ein Film mit einem gut agierenden Colin Farrell, der in den unterschiedlichsten Filmen seine Wandelbarkeit gezeigt hat – und nun hier einen ruhigen Charakter spielt, der trotz seiner äußeren sichtbaren Probleme (alkoholabhängige Exfrau, kranke Tochter) versucht, die eigenen Dämonen in den Griff zu bekommen.
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Der irische Fischer Syracuse (auf Grund seiner Probleme hat er den „Spitznamen“ Circus) hat kein Glück. Nicht in seinem Beruf – Fische verirren sich nur selten in seinen Netzen, noch in der Liebe – seine Exfrau ist alkoholabhängig und ihr neuer Freund ebenso.

Einziger Lichtblick ist seine Tochter Annie, die allerdings auf Grund einer Nierenkrankheit im Rollstuhl sitzt, regelmäßig zur Dialyse muss, aber ansonsten ein aufgewecktes Kind mit viel Fantasie ist.

Als Syracuse mit seinem Boot einen seltsamen Fang macht, wendet sich sein Leben.

Beim Einholen der Netze hat fischt er eine junge Frau aus dem Meer, die fast ertrunken wäre. Sie kann sich weder an ihren Namen erinnern, noch daran, wie sie ins Meer gelangt ist.

Syracuse nimmt sie mit an Land und bietet ihr Unterschlupf im Strandhaus seiner verstorbenen Mutter.

Während der Dialyse seiner Tochter erzählt er ihr eine Geschichte – von einem Fischer  und einer Frau, die aus dem Meer kam… In Annie wächst die Idee, bei der Frau könnte es sich um eine Selkie handeln.

Nach und nach kommen sich Syracuse und die Frau aus dem Meer näher – und sie schöpft Vertrauen zu ihm und seiner Tochter….

Sie schafft es sogar, dass Syracuse einen guten (Fisch) Fang macht und der sonst eher alleingängerische Fischer fühlt sich mehr und mehr von der jungen Frau angezogen…

Doch dann tauchen immer wieder Männer auf, die sich nach ihr erkundigen – und sie schließlich auch finden – und hier offenbart sich die Realität hinter der märchenhaften Geschichte…

Wer ist die junge Frau wirklich? Welchen Grund haben die Männer, hinter ihr her zu sein?

Als ein Autounfall seinen Lauf nimmt, stellt sich die Frage, wie sich das Leben von Annie ändern wird…

FAZIT:

„Ondine“ ist ein ruhiger Film mit großartigen Landschaftsaufnahmen, einer netten Geschichte und guten Darstellern.

Man muss allerdings – wie bei jedem anderen Film auch – in der richtigen Stimmung sein, um sich auf ihn einzulassen. Wenn man diese langsam und gefühlvoll erzählte Geschichte jedoch an sich heranlässt, wird man nicht enttäuscht – obwohl das Ende ein wenig vorhersehbar ist.

Empfehlenswert!