~ Christmas under Wraps ~

Alle Jahre wieder gibt es wunderschöne Weihnachtsfilme.

Und nicht nur die deutschen Defa-Klassiker haben ihre Anhänger – nein, auch die Liebhaber der amerikanischen Hallmark-Weihnachtsfilme bekommen jedes Jahr neue Filme zu sehen.

Ein richtig netter Film der letzteren Kategorie ist „Christmas under Wraps“ mit Candace Cameron Bure.

cuw1
Bildquelle: http://www.tvweek.com/wp-content/uploads/2014/12/christmas-under-wraps-title.jpg

Die Ärztin Dr. Lauren Brunell (Bure) arbeitet in einem Krankenhaus und hat ihr weiteres Leben schon ziemlich gut geplant. Sie will den Karriereschritten ihres Vaters folgen und in einem großen anerkannten Krankenhaus als Chirurgin arbeiten.

Doch es kommt zunächst anders als sie es sich gedacht hat…

Ihr nächster Arbeitsplatz wird abgesagt und zufällig ist eine neue Stelle in Garland, Alaska zu besetzen. Zunächst nicht begeistert, reist Lauren dann doch in die Kleinstadt.

Einerseits, weil es eine berufliche Herausforderung ist, die sich in ihrem Lebenslauf gut macht – und andererseits, weil ihr eigentlich sonst nichts anderes übrig bleibt.

sssss
Bildquelle: http://www.hallmarkchannelpress.com/Medias/XDAM/preview/1098690.jpg

In Garland muss sich die junge Ärztin nicht nur an die etwas kälteren Temperaturen gewöhnen, sondern auch an die liebenswürdigen Stadtbewohner. Da wären ihre Kollegen in dem kleinen Krankenhaus, die nette Bedienung/ Inhaberin des Cafés und Andy (David O’Donnell).

Schnell wird klar, dass sich Lauren und Andy mehr als gut verstehen und sie sich in Garland wohl fühlt. Dann erreicht sie ein Anruf, dass die Stelle in einem Bostoner Krankenhaus frei geworden ist – und Lauren muss sich entscheiden…

ff3
Bildquelle: http://image-cdn.zap2it.com/images/candace-cameron-bure-christmas-under-wraps-hallmark.jpg

„Christmas under Wraps“ ist ein typischer Hallmark-Weihnachtsfilm: liebevoll gestaltet, mit guten Schauspielern – und: vorhersehbar.

Sicher ist das kein Nachteil, hat man als Zuschauer doch trotzdem eine gute Zeit verbracht und fühlt sich während und nach dem Anschauen richtig wohlig warm und in perfekter Weihnachtsstimmung.

Candace Cameron Bure ist zudem geübt im Weihnachtsgenre, hat sie doch schon einige Christmas-Movies gedreht:

* „Let it Snow“ (2013)

* „The Heart of Christmas“ (2011)

* „Moonlight and Mistletoe“ (2008)

Ein Interview mit der Schauspielerin zu ihrem neuen Film könnt ihr euch hier ansehen und hier ein anderes lesen.

sss
Bildquelle: http://cdn.crownmediadev.com/e4/04/1a6a82b041538b454ee6f91c75a1/christmasunderwraps-0874.jpg

 

*** Happy Holidays ***

Im Urlaub mit Timothy Dalton / Auf „Sammlerjagd“ mit Morgan Freeman & Ashley Judd

Gestern war perfektes DVD-Wetter, welches ich natürlich auch gleich ausgenutzt habe. Zu sehen gab es einen Film aus dem Jahr 2000 – „Time Share“ und abends dann einen Psychothriller aus dem Jahre 1997 – „…denn zum Küssen sind sie da“.

Bildquelle: http://larryseymourmusic.com/images/movie/timeshare_poster.jpg

 

In „Time Share“ lernen wir den Koch Matt (wunderbar: Timothy Dalton) kennen – sympathisch, ein wenig chaotisch, Vater zweier Kinder. Er will mit seinen Kindern erholsame Ferien am Meer verbringen – in einem Ferienhaus, dass sie immer mieten, wenn sie in den Urlaub fahren.

Doch dieses Mal haben sie die Rechnung ohne Julie (Nastassja Kinski) gemacht. Die Wissenschaftlerin ist ebenfalls Mutter zweier Kinder und hat auch dieses Ferienhaus gebucht.

Doch der Krach geht nicht erst im Haus los, sondern schon an der Fähre, die beide nutzen, um zum Haus zu kommen.

Julie drängelt sich vor und so müssen Matt und seine Kinder auf die nächste Fähre warten.

Außerdem ist da noch Julias Verlobter Russel, der sich lieber mit seinen preisgekrönten Auberginen beschäftigt als mit den Kindern seiner Zukünftigen…

Dass dieser Urlaub mehr als interessant wird, ist vorherzusehen…

 

***

FAZIT:

„Time Share“ ist ein kurzweiliger Film, bei dem das Zusehen Spaß macht. Es gibt viele Handlungsstränge um die Kinder von Matt und Julie und um die beiden selbst. Matt muss lernen, trotz seiner sympathischen Chaoswelt ein wenig mehr Pläne in sein Leben zu involvieren – und Julie muss lernen, den Dingen auch mal ihren Lauf zu lassen und nicht alles planen zu wollen. In ihrem Fall fängt das schon mit dem Kochen an….

Aber die Wissenschaftlerin hat ja Matt als sinnlichen Kochlehrer…

Nicht vergessen darf man an dieser Stelle auch die Jungdarsteller, die den Cast vervollständigen – allen voran den 1984 geborenen Kevin Zegers, der mittlerweile den Kinderschuhen entwachsen ist und

DEFINITIV EMPFEHLENSWERT!!!

 

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Und schon wären wir beim Abendprogramm:

„…denn zum Küssen sind sie da“

Bildquelle: http://www.weltbild.de/media/ab/2/053447296-denn-zum-kuessen-sind-sie-da.jpg

 

In diesem Thriller begeben sich Dr. Alex Cross (Freeman) und die Ärztin Dr. McTiernan (Judd) auf die Jagd nach Casanova.

Der sich so bezeichnende Verbrecher hat bereits mehrere junge Frauen entführt – 3 Leichen gab es schon…

Für Dr. Cross ist die Angelegenheit wichtiger denn je, denn auch seine Nichte gehört zu den Entführungsopfern.

Dr. McTiernan klinkt sich in die fieberhafte Suche ein, denn sie ist die Einzige, die dem Wahnsinnigen entkommen ist. Die Erinnerungen an ihre Gefangenschaft und die Flucht verfolgen sie, dennoch könnte sie den Täter anhand seiner Stimme und seiner Bewegungen identifizieren…

Bildquelle: http://www.moviepilot.de/files/images/0002/6714/26714_article.jpg

 

In „…denn zum Küssen sind sie da“ spielen Ashley Judd und Morgan Freeman wie schon in „High Crimes“ wunderbar zusammen.

Der Film bietet viel Spannung und man kann auf der Suche nach Casanova nicht wegsehen und tappt doch bis zum Ende ebenfalls im Dunkeln…

Das Ende kommt ziemlich schnell – aber das Hauptanliegen ist schließlich auch die Suche – nach einem „Verrückten“, der eine Sammelleidenschaft an den Tag legt und vermutlich seine Einsamkeit zu überwinden versucht. Seinen Opfern sagt er immer wieder, wie sehr er sie liebt und legt ihnen Regeln auf (kein Schreien, kein Um-Hilfe-Rufen,…) – wer nicht darauf hört, erlebt die andere Seite des „Liebhabers“…

 

FAZIT:

„…denn zum Küssen sind sie da“ ist ein rasanter und spannender Thriller, dessen Hauptcharakter, Dr. Cross, im Folgefilm „Im Netz der Spinne“ einen weiteren Fall zur Lösung bekommt.

Beides sind Literaturverfilmungen von James Patterson – Romanen.

Auf amazon kann man sich Rezensionen anschauen und auf youtube gibts den Trailer zum Film.

DEFINITIV EMPFEHLENSWERT!!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicht jeder ist, wonach er aussieht – „Abel`s Field – Wege einer Freundschaft“

Heute war wieder einmal DVD-Zeit und ich habe mich einem Film gewidmet, der – wie wenige andere – es schafft, zu berühren, zu unterhalten und gleichzeitig zum Nachdenken anzuregen. Dabei handelt es sich um einen ruhigen und beständigen Film mit guten Schauspielern, die in ihren Rollen überzeugen können. Die Rede ist von:

2

In Sinai lebt Seth (Samuel Davis) mit seinen zwei jüngeren Schwestern Mary und Cary (Catie und Elizabeth Duff).

1

Auch Abel (Kevin Sorbo) wohnt in dieser kleinen Gemeinde. Als wir ihm das erste Mal begegnen, putzt er in einem grauen Overall gekleidet den Umkleideraum der örtlichen Footballmannschaft.

3

Die Sprinkleranlage der „Tigers“ (so der Name des Footballteams) ist hin – und ihr Spielfeld sieht katastrophal aus – das Gras sieht überall besser aus als hier…

Schon überträgt der Coach des Teams Abel eine neue Aufgabe.

***

Die „Tigers“, das vom Coach heißgeliebte Team, ist so, wie man es aus vielen anderen Filmen kennt: hochnäsig, arrogant und manche sind auf Streit aus. Es kommt, wie es kommen muss: Seth (der auch einmal Football gespielt hat) kann sich nicht zurückhalten und kassiert ein Veilchen. Aber Seth hat noch ganz andere Probleme:

Er arbeitet in einer Autowerkstatt und jobt im Imbiss, um am Spieltag die Besucher „kulinarisch“ bei Laune zu halten.

***

Auch der Charakter Abel ist vielschichtig und nicht zu durchschauen. Schon zu Beginn lernen wir als Zuschauer Abels Charakter kennen, als er in einer Bar sitzt, Notizen in ein Buch macht und Orangensaft trinkt.

Er ist zurückhaltend und lässt sich nicht gern auf Menschen ein.

Aber zu allen, die ihm begegnen, ist er höflich.

***

Die erste Begegnung zwischen dem wortkargen Abel und dem problembehafteten Seth findet statt, als der Coach Seth zu Strafarbeiten „bittet“. Er soll mit Abel zusammen die Sprinkleranlage instandsetzen. Nun hat Seth noch einen Job mehr…

***

Im Laufe des Films erfahren wir Stück für Stück Einzelheiten aus dem Leben der beiden Protagonisten.

5

Seth lebt allein, sein Vater ist unterwegs. Seine Mutter ist vor einiger Zeit gestorben (im jungen Alter von 35), er hat Hypothekenschulden bei der Bank. All diese Probleme wachsen dem 17-jährigen über den Kopf, muss er doch viel mehr Verantwortung übernehmen, als er stemmen kann.

Dabei ist Seth ein stolzer junger Mann, der zwar dringend Hilfe braucht, aber nicht geneigt ist, um diese zu bitten – oder Zuwendungen anzunehmen. Zwar nimmt er ab und an Kuchen vom Pfarrerehepaar an, aber das ist auch schon für ihn das Höchstmaß.

***

Auch Abel hat so seine Geheimnisse, die erst in den letzten Minuten des Films Auflösung finden.

Trotz seiner eigenen Probleme ist Abel ein hilfsbereiter Mann, der merkt, dass er dem Jungen helfen muss.

Zwischen beiden entwickelt sich langsam eine Art Freundschaft. Beide sind in ihrer Art ähnlich, obwohl sie vor unterschiedlichen Problemen und deren Lösungsmöglichkeiten davonlaufen. Das verbindet.

4

„Es ist OK. um Hilfe zu bitten. Du  musst nicht alles allein durchstehen.

Ich habe keine andere Wahl. Kann Gott meine Hypothek bezahlen?“

Ein weiteres Thema, das im Film angesprochen wird sind Vorurteile. Und zwar diejenigen, die wir haben, sobald wir einen Menschen ansehen und von diesem ersten Eindruck unsere Schlüsse auf den gesamten Menschen ziehen. So hat Seth das Vorurteil, dass tätowierte Männer (Abel hat eine Menge Tatoos) trinken. Allerdings verspürt Abel keinen Hang zu alkoholischen Getränken und hat die passende Antwort für den Jugendlichen:

„Nicht jeder ist, wonach er aussieht.“

In Seth wächst der Wunsch, mehr über den einsiedlerisch lebenden Abel zu erfahren und auch der wortkarge Mann merkt, dass ihm mehr fehlt, als ein fester Wohnsitz.

***

Wird Seth seine Geldprobleme lösen können?

Welches Geheimnis verbirgt Abel?

Ist Seth wirklich durch und durch ein guter Kerl – oder lässt er sich durch seine Verzweiflung geleitet  doch zu einer schlechten Tat hinreißen?

***

7

„Abel’s Field“ ist ein Film, der bewegt.

Eine Geschichte, die nicht durch Gewaltbilder und überflüssige Einzelheiten besticht, sondern durch die Wahrhaftigkeit einer Freundschaft, die seine Zeit gebraucht hat, um sich zu entwickeln.

Es ist ein Film über den Glauben. Den Glauben an Gott, an eine höhere Macht im Leben, den Glauben an sich selbst und das Gute in einem selbst.

Abel und Seth zeigen auf eindrucksvolle Weise, dass man Menschen an sich heranlassen kann und um Hilfe bitten kann.

Allerdings muss auch ich als Zuschauerin zugeben, dass das nicht immer leicht fällt.

***

P1010518

P1010519

„Abel’s Field“ sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Der 104-minütige Film bietet durchgehend gute Unterhaltung für die ganze Familie und ist zu keiner Zeit langweilig oder uninteressant.

Die Hauptrolle spielt die Freundschaft zwischen zwei einzelgängerischen Männern, die voneinander lernen.

Samuel Davis und Kevin Sorbo spielen die zwei Charaktere mit viel Überzeugung und entsprechend glaubhaft.

Auch die Musikauswahl ist gelungen, allen voran der Titel „Amazing Grace“.

8

Nähere Informationen zum Film findet man u.a.:

hier – offizielle Filmseite

hier – Interview mit Kevin Sorbo

hier – Eindrücke vom Besuch am Set