Tanya Carpenter: „PurpurNacht“

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Mit historischen Romanen ist es wie mit allen anderen Buchgenres auch: entweder sie fesseln einen auf den ersten Blick – oder sie erweisen sich als Fehlgriff im Leserleben.

Eine besondere Freude ist es für mich daher immer, wenn ich nicht nur ein gut geschriebenes Buch finde, sondern auch, wenn ein gutes Buch mich findet – in diesem Fall durch einen Mitarbeiter von Edel Elements, einem Verlag der Edel Germany GmbH. Dieser kam vor gut zwei Wochen via Email auf mich zu und berichtete mir von diesem tollen Roman. Nach einer kurzen Recherche nahm ich das Angebot des mir angebotenen Rezensionsexemplars gern an und seitdem begleitete mich „PurpurNacht“ auf den täglichen Fahrten zu meiner Arbeit.

Übrigens: „PurpurNacht“ von Tanya Carter ist seit gestern als E-Book im Handel erhältlich!


Tanya Carpenter – PurpurNacht

Wie in allen Romanen haben wir auch in „PurpurNacht“ eine solide Kerngeschichte, welche die Autorin noch um reichlich interessante Details und Beschreibungen erweitert. Zu Beginn der Geschichte befinden wir uns im Frankreich des Jahres 1672, kurz vor dem Niederländisch-Französischen Krieg, der jedoch in der Geschichte nur eine – wenn auch recht interessante – Nebenrolle spielt.

Unsere Protagonistin hört auf einen wohlklingenden Namen, der mich immer an die Buchreihe von Anne Golon und die darauf basierenden Filme erinnert:

„Angelique liebte die Stille dieses Ortes. Es war so friedlich. Hier glitten alle Sorgen, Ängste und jeder Kummer von ihr ab. Das war schon immer so gewesen. […] Damals natürlich am Tage. Niemand kam des Nachts hierhier, nicht einmal ihre Maman. Aber Angelique tat es – und sie liebte es.“

(Tanya Carpenter: PurpurNacht, Edel Elements, E-Book, ohne Seitenangabe)

Zu Beginn der Geschichte scheint das Leben von Angelique Renier gut zu verlaufen – sie hat ein stabiles Elternhaus, ihr Vater ist ein angesehener Händler und die Mutter Heilkundige, die schon öfter den Kranken des Dorfes geholfen hat. Zudem stehen sie mit dem Comte de Frené auf gutem Fuße und dieser hält auch in den Zeiten der Hexenverfolgungen und -verbrennungen nicht viel auf abergläubisches Gerede und ist ein aufgeklärter Landsherr.

„Liebe Freunde, ich bin auch in diesem Jahr wieder dankbar und glücklich, dass ihr alle meiner Einladung gefolgt seid und mit mir gemeinsam beweist, dass sich alte Traditionen und der christliche Glaube nicht widersprechen müssen, sondern miteinander Hand in Hand gehen, weil sie uns dasselbe lehren: Liebe im Herzen. Mitgefühl gegenüber unseren Mitmenschen. Respekt und Achtung vor Mutter Erde und ihrem Rad des Lebens, das sich Jahr für Jahr in immer gleicher Weise dreht.“

(Tanya Carpenter: PurpurNacht, Edel Elements, E-Book, ohne Seitenangabe)

Angelique ist in Kindertagen mit den Nachkommen des Comte aufgewachsen und hat mit ihrem Freund aus diesen Tagen, dem Sohn des Comte, Pierre, viel Zeit verbracht – und jetzt im Erwachsenenalter ändert sich das Verhältnis der beiden hin zu einer vorsichtigen ersten Liebe. Nicht nur Angeliques Leben verläuft zu Beginn in positiven Bahnen, auch ihre Eltern leben ein gutes Leben.

Die Autorin, Tanya Carpenter, schafft es mit ihren Beschreibunen, das häusliche Umfeld der Familie Renier lebendig werden zu lassen und den Leser ein wenig mehr in die Zeit und Umgebung der Handlung zu ziehen. Sie nimmt sich die Zeit (und die entsprechende Seitenzahl), um uns die handelnden Figuren näher zu bringen und tiefer in die Geschichte einzudringen, bevor sie zum ersten Schlag gegen ihre Protagonistin ausholt.

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Angelique gibt während eines Treffens mit Pierre diesem Ihr Eheversprechen und Pierre will es zeitnah seinem Vater berichten und offiziell um die Hand seiner Freundin anhalten. Doch dazu kommt es nicht.

Jean, Pierres Bruder, der mit mehr als einem kalten Herzen ausgestattet ist, hat einen finsteren Plan und gaukelt seinem Vater, dem Comte de Frené vor, Angelique würde ihn lieben und ihn heiraten wollen. Als wenn das nicht genug Verwirrung stiften würde, vergewaltigt er die junge Frau und stellt es hinterher als Fehlverhalten von Seiten Angeliques dar. Daraufhin spricht der Comte, der seinem Sohn Glauben schenkt, Gericht über Angelique und ihre Familie und wirft unsere Heldin ins Gefängnis.

Zu der Zeit hat Angelique bereits festgestellt, dass sie ungewollt schwanger ist, hat aus Verzweiflung versucht, sich das Leben zu nehmen und sieht nun einer Zukunft hinter Gittern entgegen.

Alles wäre erträglich, wenn nicht Jean seinen ganz persönlichen langfristigen Racheplan verfolgen würde, der große und weitreichende Veränderungen für Angelique, ihre Eltern und auch für Pierre bereit hält…

„Die Kälte zog sich tief in sein Inneres zurück, während sein Körper zu glühen schien. Warmes Blut tränkte seine Handschuhe, benetzte sein Gesicht. Sein Rappe stieg, doch er hielt sich mühelos im Sattel, trieb das Pferd immer weiter vorwärts, überrannte jeden, der ihm in den Weg kam.“

(Tanya Carpenter: PurpurNacht, Edel Elements, E-Book, ohne Seitenangabe)


„PurpurNacht“ ist ein historischer Roman voller Spannung, großer Wendungen, aber auch der Gefühle – von zarter Liebe und Vertrauen, über grenzenlosen Hass, Mordlust und große Opfer bis hin zu tiefer Freude und persönlichem Glück.

Angelique Renier ist eine starke Romanheldin, die jede noch so schwierige Herausforderung ihres Lebens irgendwie überlebt, jedoch nie gekünstelt wirkt, sondern von Tanya Carpenter sehr real und nahbar ins Leben gerufen wurde.

Ich kann „PurpurNacht“ als Buch nur empfehlen. Lernt Angelique kennen, verfolgt ihren Lebens- und Leidensweg und urteilt am Ende selbst, ob die Geschichte euch genauso gefallen hat wie mir.


An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Edel Elements, die mir das E-Book zur Verfügung gestellt haben.

~ Michelle Ross: „Die verlorene Zeit“ ~

Note to my english speaking readers: this article is bilingual, but the book itself is only available right now in german language.

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Zwei Schwestern – seit der Geburt getrennt, charakterlich wie Tag und Nacht – verbunden durch zufällige Ereignisse…

Eine Tochter – auf der Suche nach sich selbst und der Geschichte ihrer Familie – reist nach England um Klarheit zu finden…

Two sisters – apart since the early days, different in character – connected by random incidents…

A daughter – searching for herself and the history of her family – travels to England to get clarity…

Dies sind die Zutaten zu Michelle Ross‘ Roman „Die verlorene Zeit“. (Nur nebenher: Michelle Ross ist ein Pseudonym der Autorin Rebecca Michéle)

These are the ingredients to Michelle Ross‘ novel with the german title „Die Verlorene Zeit“. (just so you know: Michelle Ross is a pseudonym of the author Rebecca Michéle)

Alles beginnt im Jahr 2012, als sich Dinah, die Tochter eines aufstrebenden Politikers, widerwillig auf einer Gala befindet, die sie am liebsten sofort verlassen würde – wenn sie nur könnte.

Als ein Umzug der Familie nach Washington ansteht, mistet Dinah den Dachboden aus und stößt auf Familiengeheimnisse.

Everything starts 2012 when Dinah, the daughter of an ambitious politician, is present at a gala she wishes she could leave right now.

When the family decided to move to Washington for the sake of the political career of Dinah’s father, the reluctant daughter decides to clear out the attic – and there she uncovers some family secrets.

Darunter Artikel über eine Hinrichtung wegen Mordes im Jahre 1904 in England. Der Name der Frau: Ellen Townsend.

In den Familienunterlagen findet sie eine amerikanische Heiratsurkunde aus dem Jahr 1904. Der Name der Braut: Ellen Townsend.

Articles about an execution of a murderer in the year 1904 in England. The name of the woman who was hanged: Ellen Townsend.

While looking through family records she finds a marriage certificate dated 1904 in America. The name of the bride: Ellen Townsend.

Laut den Unterlagen war Ellen Townsend eine direkte Vorfahrin von Dinah – ihre Ururgroßmutter.

Nun ist Dinah’s Neugier geweckt und sie will unbedingt mehr herausfinden.

Due to the records Ellen Townsend was a direct ancestor of Dinah – her great-great-grandmother.

Now Dinah is really curious to find out more about the history of her family.

War Ellen Townsend wirklich eine Mörderin?

Und wie kann es sein, dass sie 1904 – in dem Jahr ihrer Hinrichtung – in Amerika geheiratet hat?

Was Ellen Townsend really a murderess?

And if so – how could she in 1904 – the year of her execution – be married in America?

Dinah macht sich auf den Weg nach England, um hinter die Geschichte von Ellen Townsend zu kommen…

Dinah is on her way to England to find out more about the story of Ellen Townsend…

„Die verlorene Zeit“ ist ein sehr gut geschriebenes Buch mit einer interessanten und spannenden Geschichte.

Natürlich gibt es ein Happy End, aber dies wirkt keineswegs übertrieben oder zu inszeniert.

Die Geschichte um zwei Schwestern – gleich im Aussehen, sehr verschieden im Charakter – ist definitiv eine Leseempfehlung von mir.

„Die verlorene Zeit“ is a wonderfully written book with an interesting and exciting storyline.

For sure there is a Happy End, and this feels neither too exaggerated nor too made-up.

The story of two sisters – the same in appearance, really different in character – is definitely a reading recommendation.

~ Marion Schreiner: „Das blaue Haus“ ~

Bevor ich mich dem Roman von Cheryl Strayed – „Der große Trip – Wild“ (auch gesehen im Kino und sehr zu empfehlen) – widme, habe ich erst einmal ein anderes Buch beendet.

Dieses lag schon seit der Zeit vor Weihnachten bei mir herum und ich habe es stückchenweise gelesen: Marion Schreiners zweiter Teil der Trilogie um Dane Gelton und seine Familie: „Das blaue Haus“.

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Bildquelle: http://www.book-on-demand.de/sites/default/sites/default/files/images/978-3-86386-068-4.png

Damit habe ich mein früheres Vorgehen weitergeführt und nähere mich Stück für Stück dem Beginn der Geschichte.

Habe ich mit „Vielleicht gab es keine Schuld“ zunächst die Geschichte von Dane’s Sohn Christopher verfolgt, erfuhr ich nun im zweiten der drei Bücher einiges über Dane’s Geschichte. Wie alles seinen Anfang nahm, erfahre ich dann später im ersten Teil der Trilogie mit dem Titel „Die Scheune“.

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„Er lag in einem Zimmer. Schäbig sah es aus. Aus dem Waschbecken roch es nach Jauche, das Bett nach alter ungelüfteter Bettwäsche und die Wände nach abgestandenem Essen. Widerlich.

[…]

Seinen Namen konnte er unmöglich weiter benutzen, nicht, nachdem er offiziell gestorben war. Aber das wollte ihn jetzt nicht interessieren. Später wollte er sich damit beschäftigen, da würde er genug Zeit haben. Jetzt wollte er erst einmal die Ruhe genießen.“

(S. 9)

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„Das blaue Haus“ beginnt mit der Zeit, die Dane in der Psychiatrie Heaven verbringt. Nach seinen letzten Morden wurde er dort eingeliefert und zunächst medikamentös ruhig gestellt. Wir folgen als Leser seinem Weg weiter und lesen seine Gedanken über die anderen Insassen der Psychiatrie und wie Dane seinen Plan entwickelte, aus der Heilanstalt zu fliehen.

Er nahm den günstigsten Weg, den er finden konnte: er wählte den Tod.

„Ein selbst herbeigeführter Erstickungstod schloss die Akte und Dr. Brickson ließ Dane Gelton, nachdem er weder Atmung noch Herzschlag bei ihm feststellen konnte, in den Keller der Klinik bringen. […] Dr. Brickson war eben ein Anfänger!“

(S. 38)

Nachdem Dane auch den Weg zurück in die reale Welt gefunden hat, will er sich eigentlich auf den Weg zu seiner Frau Sarah machen. Ein Schneesturm und eine Lungenentzündung machen ihm einen Strich durch die Rechnung – er landet in einem Krankenhaus in einem Zweibettzimmer.

Sein Mitpatient Ragee ist ein älterer Mann von über achtzig Jahren und war in seinem Berufsleben Psychiater. Er ist wegen eines gebrochenen Arms und seiner Herzwerte in dem Krankenhaus untergebracht. Seine Tochter Julie wird auch noch eine große Rolle im Verlauf des Romans spielen. Zunächst jedoch lernen wir sie als Ziehtochter Ragee’s kennen und als angestellte Krankenschwester.

„Julie war recht jung und schlank, aber nicht mehr so jung, dass man sie für einen Teenager halten konnte. Sie musste etwas über dreißig sein. Ihr Haar war lang und blond, und sie hatte ein hübsches Gesicht, das auch im Alter noch hübsch aussehen würde. Ein rotes Haarband hielt ihr Haar zu einem Pferdeschwanz gebunden zusammen, wie es die Krankenhausvorschrift verlangte.“

(S. 98)

Da sich der Psychiater nicht aus einem vertreiben lässt, auch wenn man schon eine Weile im Ruhestand ist, ist es mehr als natürlich, dass sich Ragee näher mit seinem Zimmerkollegen beschäftigt. Schnell kommt der schlaue Mann dahinter, wen er da vor sich hat. Zwar benutzt Dane einen anderen Namen (Alan Christopher Campbell), aber Ragee lässt sich so leicht nichts vormachen.

Er und seine Ziehtochter versorgen Dane mit neuer Kleidung und Ragee bezahlt sogar seine Krankenhausrechnung. Dann nimmt er den mehrfachen Mörder und Psychopathen mit zu sich nach Hause.

In Erinnerung an einen ehemaligen Freund, dem er nicht bei seinen Problemen helfen konnte, versucht nun Ragee, Dane mit seinen Problemen zu helfen. Dabei versucht er, seine Pflegetochter Julie möglichst im Unklaren über die Identität seines Gastes zu lassen.

Nach und nach scheinen sich kleine Erfolge einzustellen und Alan aka Dane beginnt, Vertrauen zu Ragee zu fassen und fühlt sich zunehmend besser.

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„Dane bemerkte, wie sich etwas in ihm zu verändern begann. Dinge wie Frühstücken, Lesen, Spazierengehen und Einkaufen begannen, ihn mit Freude zu erfüllen. Sogar der lästige Wohnungsputz bereitete ihm Spaß.“

(S. 182)

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Dennoch ist dem Leser schon von Beginn an klar, dass diese Situation nicht ewig so harmonisch bleiben kann. Es liegt nicht in Danes Natur, ein harmonisches Leben zu führen. Nicht nach allem, was ihm widerfahren ist.

Im Laufe der Geschichte erfahren wir, was Julie mit Danes erneutem Zusammenbruch und dem Verlust seines Vertrauens zu Ragee zu tun hat.

In gewisser Weise hat sie auch eine wahnsinnige Seite, die erst durch Dane und ihre besessene Liebe zu ihm zum Vorschein kommt.

Eine Besessenheit, mit der sie nicht nur sich selbst schadet, sondern auch ihrem geliebten Ziehvater Ragee, Danes Frau Sarah und natürlich Dane selbst…

Der Weg in den Abgrund hat mit dem Zusammentreffen von Dane und Julie begonnen…

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„Das blaue Haus“ – ist ein interessanter Roman, den Liebhaber von Krimigeschichten oder psychol0gischen Geschichten gelesen haben sollten.

Zwar ist es ungewöhnlich, eine Trilogie von hinten nach vorn zu lesen, aber ich fand dieses Experiment bis jetzt ziemlich interessant. Sicher ist es ungewöhnlich – und auch nicht in jedem Fall machbar – aber diese Trilogie war wie geschaffen dafür.

Ebenfalls einen Blick wert ist „Stumme laute Schreie“, der neueste Roman der Autorin Marion Schreiner, die sich derzeit wieder in England befindet und neuen Romanstoff verarbeitet.

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Ein Interview der Autorin zu diesem Buch findet ihr hier.

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Könntet ihr euch vorstellen, dieses Buch – oder die ganze Trilogie – zu lesen?

Welche Erwartungen habt ihr an die Geschichte?

erstes Review zu den Kennedys…

So, nun haben es die Senderverantwortlichen von ARTE hinter sich gebracht und die ersten drei Folgen der US-Serie „The Kennedys“ ausgestrahlt.

Nachdem sich in Amerika der Sender, welcher die Dreharbeiten in Auftrag gegeben hatte, zurückzog und ein anderer Sender die Ausstrahlung recht erfolgreich übernahm, stehen auch die Zeichen in der deutschen Ausstrahlung recht gut.

Zu allererst ist es positiv zu werten, dass sich ARTE dafür entschieden hat, mehrere Folgen am Stück zu senden. Somit reduziert sich nicht nur die Länge der Serienlaufzeit im Sender, sondern es wird damit auch das Publikum länger an den Sender gebunden und die Serienausstrahlung wirkt nicht abgehackt.
Das dies ein gutes und aufgehendes Konzept ist, bewies vor gar nicht so langer Zeit auch der berüchtigte Sender RTLII, als er die komplette erste Staffel von „Game of Thrones“ an einem Wochenende ausstrahlte. ARTE hätte dieses Ausstrahlungsart auch übernehmen können, allerdings ist die Bindung des Publikums über einen längeren Zeitraum auch eine positive Art der Ausstrahlungspolitik.

NUN ZUR SERIE:

„Die Kennedys“ lebt von einer Kernhandlung, die 1960 beginnt und in vielen gut positionierten Rückblicken die Familie und deren Lebens- und Denkart vorstellt: den Patriarchen der Familie, der am liebsten selbst Präsident geworden wäre, der älteste Sohn, der die Militärlaufbahn einschlägt und von dieser aufgefressen wird – und natürlich JFK – Jack Kennedy, der trotz eines gesundheitlich angeschlagenen Wesens und den Kontakten des Vaters zum Militär geht – und später mehr oder weniger dessen Träume lebt. Außerdem wäre da noch Bobby Kennedy, der zwar verheiratet ist und Vater mehrerer Kinder, sich aber noch immer nicht gegen den Patriarchen der Familie durchsetzen kann – und somit alles tut, was dieser „befiehlt“.

Zu den Schauspielern kann man nur eines sagen: richtig gut gewählt!

Greg Kinnear macht als JFK eine gute und angenehme Figur und auch die Brüder des Präsidenten werden gut verkörpert. Ebenfalls sehr gut besetzt ist die Rolle des Familienoberhauptes, der nebenher mit seiner Sekretärin anbändelt und die seiner Frau, die alles kühl wahrnimmt, sich aber ihren verletzten Stolz nicht anmerken lässt.

Womit wir auch bei Jackie Kennedy wären, die wundervoll von Katie Holmes dargestellt wird. Rein optisch sieht sie ihr in den meisten Momenten der ersten drei Folgen sehr sehr ähnlich und auch sie spielt diese Rolle gut. Die Ehefrau, die als Fotografin und Redakteurin gearbeitet hat, ihren Mann in jungen Jahren kennenlernte und auch von seinen fremdgeherischen Anwandlungen weiss – und trotz allem zu ihm hält. Eine Frau, die ihren Schwiegervater lieber mag und mit ihrer Schwiegermutter auf einer kühleren Verbindungsebene steht…

FAZIT:

Diese Serie ist gut besetzt und bietet einen Einblick in das Leben des JFK – eines Mannes, der – wäre sein älterer Bruder nicht gestorben – vielleicht eine andere Laufbahn eingeschlagen hätte und den wir dann nicht auf diese Weise kennengelernt hätten – als Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika.

DIE SERIE IST FÜR ALLE EMPFEHLENSWERT; FÜR DIEJENIGEN, DIE GESCHICHTE MÖGEN, FÜR DIE, DIE GESCHICHTEN MÖGEN – UND NATÜRLICH FÜR DIE, DIE EINEN GUTE SERIE ZU SCHÄTZEN WISSEN.

AUßERDEM FÜR DIE FREUNDE UND BEWUNDERER DER DARIN SPIELENDEN SCHAUSPIELER