~ Neues aus dem Zoo Leipzig / News from the Zoo ~

Wenn man eine Zoo-Jahreskarte hat, ist es auch immer sehr förderlich, wenn man diese auch ausnutzt.

Aus diesem Grund war ich letzte Woche Freitag wieder im Zoo – und diesmal war nicht nur schönes Wetter, sondern ich hatte auch die Freude, Teile der neuen Wohngemeinschaft aus Geparden, Nashörnern & Co. zu sehen.

Endlich 🙂

If you got a years-card for the local zoo it is really good to use it. Thinking of that I was lucky enough to get to the zoo last friday – again. And this time the weather was not only really good, I also had the chance to see parts of the shared-living-community of cheetahs, rhinos & co.

Finally 🙂

Auch die Affen auf der neu umgestalteten Anlage am Eingang des Zoos ließen sich von den Sonnenstrahlen inspirieren und waren ebenfalls zu sehen.

Unter diesem Artikel findet ihr einige Bilder von diesem Zoobesuch in Form einer Slideshow.

Wer sich weitere – und auch interessantere – Bilder ansehen möchte, kann sich hier nach unten scrollen.

Also the monkeys in their newly-made home near the entry of the zoo were outside and climbing around in their trees.

Beneath this article you will find some of my photographs in a slideshow.

If you would like to see more – and beautiful pictures – please take a look here and scroll down.

Noch eine Bitte an meine Besucher:

Wenn euch die Bilder gefallen, bitte teilt die Links mit euren Freunden, Verwandten und Bekannten 🙂

Danke 🙂

 I would also like to ask my visitors to do me a favor:

If you like my photographs, please share the link with your friends, relatives and aquaintances 🙂

Thank you 🙂

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

 

 

 

~ Q & A: Frank Rüdiger ~

Willkommen zu einem neuen Q & A!

Mein Gast diesmal: der Autor, Fotograf, Museologe und Londonliebhaber Frank Rüdiger.

Einigen von euch wird er eventuell noch aus vergangenen Blogeinträgen bekannt sein. Für Interessierte und Neuleser hier ein kleiner Einblick in Stichpunkten:

– geboren und aufgewachsen in Gera, hat Museologie in Leipzig studiert

– lebt mit seiner Frau Ulla Spörl (ebenfalls Autorin) in Gera

– von ihm bekam ich mein erstes Rezensionsexemplar 🙂

– Autor/ Co-Autor von mehr als 50 Werken

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Sein wunderbares Buch „Cockney, Cookies, Camden Market“ habe ich geradezu verschlungen und natürlich auch darüber berichtet.

London
London

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Lieber Frank,

vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, für mein Q&A Fragen zu beantworten.

Da ich bereits einige andere Gäste zur Fragenbeantwortung hatte, nehme ich auch immer Bezug zu anderen Themengebieten, getreu dem Blognamen „…andmore“. Ich hoffe, das kommt dir ein wenig entgegen 🙂

Sicherlich werden sich die Fragen hauptsächlich um London drehen, aber das ein oder andere „Londonfremde“ wird auch zu finden sein.

1. Als Fotograf und Museologe hast du ja vielleicht einen anderen Blick auf die Dinge als der „normale“ Tourist. Was ist es, was dich an der Stadt London so fasziniert? Gibt es eine andere Stadt, von der du ähnlich beeindruckt bist?

 Es ist die wunderbare Mischung aus Tradition und Moderne, die mich an London so fasziniert. Da gibt es neben den natürlich bekannten Touristenmagneten noch soviel Kleines und Unbekanntes zu entdecken, dass es einen täglich aufs Neue motiviert, sich auf den Weg zu machen. Es ist das Selbstverständnis des ständigen Wandels, dass diese Stadt, die trotz ihrer Größe wirklich überschaubar ist, prägt.

Und es sind natürlich die Menschen, die diese Stadt interessant und liebenswürdig machen.

Auch wenn das jetzt vielleicht etwas seltsam klingt –zumindest schauen mich viele Bekannte immer ungläubig an, wenn ich das erzähle– aber für mich hat diese Stadt auch einen unverwechselbaren Geruch!

Sicherlich hat jede Stadt ihre Besonderheiten und Eigenarten, aber die Faszination und Ausstrahlung, die ich nun schon über zwei Jahrzehnte in London empfinde, habe ich so woanders noch nicht erlebt.

2. Könntest du dir vorstellen, für längere Zeit (länger als ½ Jahr) in London zu leben? Wenn ja, an welchem Ort in dieser schönen Stadt würde man dich wohl am ehesten finden?

 Ich war schon länger als ein halbes Jahr dort. Wenn wir in London sind, wohnen wir im Haus eines Freundes in Bloomsbury. Aber du findest mich natürlich nicht nur dort. Zwischen Croydon und Enfield, oder Dartford und Hounslow gibt es soviel Interessantes, dass ich mich beim besten Willen nicht festlegen kann.

3. Du bist ja generell sehr am Britischen interessiert – gibt es ein englischsprachiges Buch/ Film/ Serie, die du empfehlen würdest zu lesen/ anzuschauen? Aus welchem Grund?

 Oh, das ist natürlich ein sehr weites Feld, dass literarisch von Emily Brontë und Jane Austen über Charles Dickens bis zu Ian McEwan reicht. Im Film/TV sind es natürlich Holmes (Basil Rathbone oder Benedict Cumberbatch), die Herren Barnaby, Banks oder Lynley, „Downton Abbey“ oder „Die Tudors“. Aber auch „Notting Hill“ und „Tatsächlich … Liebe“ gehören je nach Stimmung zu den Favorites. Und nicht zu vergessen – „Little Britain!“

Generell kann ich nur empfehlen, die Filme möglichst im englischen Original anzuschauen.

Übrigens für Londonliebhaber ein Muss: Peter Ackroyd – „London Die Biografie“!!!

Warum? Ich könnte ja jetzt was über die Erzählstruktur oder Perspektive erzählen, aber das wäre nicht die Wahrheit. Die Wahrheit ist, dass es ganz einfach Bücher, Filme, Geschichte und Geschichten sind, die in dem Land spielen, in dem ich mich wohlfühle.

4. Wird es von dir weitere Bücher/ Episoden über deine Londonerlebnisse geben?

Gern, falls es jemanden interessiert.

Im Moment ist geplant, eine überarbeitete Neuauflage auf den Markt zu bringen. Die wird neue Bilder enthalten. Das hat auch damit zu tun, dass dieses Büchlein ja nicht geplant war. Wir haben im Freundes- und Bekanntenkreis immer mal wieder das eine oder andere Erlebnis aus London zum Besten gegeben und irgendwann hat der Verleger meiner Frau gesagt: Mensch, da machen wir ein Buch draus. Natürlich wollte ich es dann auch schnell haben, hatte aber nicht zu allen Geschichten passende Bilder. Ich war z.B. schon über 20 mal in London, habe aber feststellen müssen, das ich nicht ein einziges Foto vom Tower besaß! Und nun ist eine neue Auflage mit einigen neuen Bildern in Arbeit.

5. Bei meinen beiden Londonbesuchen hatte ich bisher nur positive Erlebnisse. Das lag zum einen an den grandiosen Londoner Sommern der letzten Jahre und zum anderen an den freundlichen Menschen, denen ich begegnet bin.

Hattest du während deiner Londonaufenthalte eigentlich je richtig „unliebsame“ Begegnungen/ Erlebnisse?

 Unliebsam würde ich nicht sagen. Eher unangenehme. Und die hatten interessanterweise alle mit deutschen Touristen zu tun. Eine davon ist ja auch in meinem Buch beschrieben …

6. Die Londoner U-Bahn. Viele schimpfen darüber, andere lieben sie. Ich gehöre zufällig zu letzterer Kategorie und fahre ziemlich gern U-Bahn, wenn ich in der Stadt bin. Bist du eher ein Benutzer der öffentlichen Verkehrsmittel der britischen Hauptstadt oder läufst du lieber? Sicher kommt es auf die Entfernung zum Ziel an, aber theoretisch gesprochen…?

 Ich gestehe, dass ich tatsächlich meistens zu Fuß unterwegs bin. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass ich viel mit der Kamera auf Achse bin. Ansonsten fahre ich sehr gern Bus, schon wegen all dem, was man da zu sehen kriegt. Die Tube nehme ich nur bei Zeitnot und langen Strecken.

7. Schnellantwort-Runde:

Sommer oder Winter? Herbst

Fliegen oder mit dem Zug reisen? Fliegen, das kommt meiner Ungeduld entgegen.

Englisches Frühstück oder Kontinentales Frühstück? Full english breakfast

Sherlock oder Watson? Holmes

Lieblingsbrücke in London/ warum? Die Albertbridge wegen ihrer unaufdringlichen Eleganz

Beliebteste historische Figur Englands? Shakespeare, falls er wirklich alles das geschrieben hat, was man ihm zuschreibt

Tower oder Royal Navy College Greenwich? Greenwich, wegen der vergleichsweisen Ruhe und dem wunderbaren Blick zur Isle of Dogs

Wenn es in London regnet, bin ich.… zu Hause

Drei Dinge, die du unbedingt nach London mitnimmst:…. meine Frau natürlich, Kamera, London A bis Z

3 Orte (außer London) an denen du gern leben würdest: …. südliches Devonshire, Orkneyinseln, Swansea

8. Samuel Johnson hat gesagt: “Sir, when a man is tired of London, he is tired of life; for there is in London all that life can afford.”

Gibt es einen Ausspruch (außer der wirklich wunderbaren Liebeserklärung von Harry Meyer im Roman deiner Frau), der deine Liebe und Begeisterung für die Stadt an der Themse auf den Punkt bringt? Oder wäre es eher ein Zusammenspiel von vielen Zitatteilen?

 „Endlich war ich also in London, und nichts machte mir mehr Spaß, als den ganzen Tag in meinem neuen Revier herumzuschlendern. London kam mir vor wie ein Haus mit fünftausend verschiedenen Zimmern; der ganze Reiz lag darin, zu entdecken, wie die Zimmer untereinander verbunden waren, und sie allmählich alle zu durchlaufen.“ (Hanif Kureishi)

An dieser Stelle noch einmal vielen lieben Dank und ich hoffe, die Fragen haben die Londonsehnsucht wieder geschürt 🙂 auf dass viele neue Erlebnisse, Eindrücke und Fotos den Weg in ein weiteres „Cockney, Cookies, Camden Market“ finden 🙂

„Der letzte Gentleman“ und zwei Filme für psychische Anspannung

Nach einiger Zeit melde ich mich mal wieder zu Worte. Der Grund für meine kurzzeitige Abwesenheit: ich miste aus. Inventur sozusagen. Man sammelt ja über die Jahre doch immer viel zu viel Dinge an, die man dann irgendwann wieder loswerden möchte, sei es, weil sich der eigene Lese- und Sehgeschmack geändert hat – oder weil man einfach Platz für Neues braucht oder generell etwas minimalistischer leben möchte.

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Wer von euch an den vergangenen zwei Freitagabenden arte geschaut hat, wird in den Genuss der britischen Serie „Parade’s End“ gekommen sein. Wer dieses kleine Filmjuwel mit Benedict Cumberbatch (Sherlock; Atonement, Star Trek Into Darkness), Adelaide Clemens und Rebecca Hall in den Hauptrollen noch nicht gesehen hat, sollte sich unbedingt auf der arte-Website umschauen. Derzeit sind leider nur noch die letzten drei Folgen online zu sehen. Aber besser als gar nichts.

Bildquelle: http://i.huffpost.com/gen/743593/thumbs/o-PARADES-END-570.jpg?4

Die Literaturverfilmung von Ford Madox Ford’s Roman bietet als Schauplatz die Zeitspanne vor bis nach dem ersten Weltkrieg aus britischer Sicht. Christopher Tietjens (Cumberbatch) ist ein traditionsbehafteter, kluger Mann, der sich – nachdem er einmal seiner momentanen Gefühlswelt nachgegeben hat – aus Pflichtgefühl in die Fänge der Ehe mit Sylvia gedrängt fühlt. Diese erwartet nämlich ein Kind und Tietjens sieht sich als moralisch-korrekter Mann dazu verpflichtet, ihr und dem Kind ein Heim zu bieten. Allerdings hat er Zweifel, ob es sich bei dem Jungen tatsächlich um seinen Nachkommen handelt.

Aber – wie fast immer bei dem von Benedict Cumberbatch wundervoll dargestellten Charakter – überwiegt das Ehrgefühl und die Pflichterfüllung – auch über das eigene Glück hinweg.

So hat sich Christopher Tietjens in eine junge Frau verliebt, die der Sufragettenbewegung angehört. Die junge blonde Schönheit namens Valentine ist ihm ebenso zugetan, allerdings stehen die Zeichen nicht gut für die beiden.

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Diese Serie entführt uns in eine Zeit, die wir nur aus Geschichten älterer Verwandter oder Büchern kennen. Zwar spielt die Entwicklung hin zum Frauenwahlrecht und dem Kriegsanbruch und -ende eine gewisse Hintergrundrolle, dennoch konzentrierte man sich mehr auf die Lebens- und Leidensgeschichte von Christopher Tietjens, der sich nicht aus seinen erlernten Zwängen der unbedingten Höflichkeit befreien kann. Selbst als ihm der Rat gegeben wird, sich doch scheiden zu lassen kann er sich nicht überwinden, obwohl weder er noch Sylvia in dieser Ehe glücklich sind. Sylvia weiss sich jedoch zu helfen und sucht anderweitig Abwechslung und versucht, aus Wut über dessen Moralverständnis ihrem Mann immer wieder zu schaden.

ABER: Ende gut, alles gut. In den letzten Minuten der Serie kann sich Christopher Tietjens aus seinem „Gefängnis“ befreien und man sieht die ersten zarten Augenblicke zukünftigen Glücks, dass ihm wohl jeder gönnt.

Bildquelle: http://i.telegraph.co.uk/multimedia/archive/02341/parade_s_2341931b.jpg

Wer sich Kritiken zur Serie durchlesen möchte, kann dies

hier

hier

hier

hier

und

hier tun.

 

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Gestern abend war auch wieder ein guter Zeitpunkt für Filmfans: zunächst lieferte der Hitchcock-Thriller „Das Fenster zum Hof“ spannende und blutlose Unterhaltung und danach hieß es für alle, die den Gedanken an Haie in den Sommermonaten am liebsten verdrängen einen spannenden Thriller namens „The Reef – Schwimm um dein Leben“, der im Vergleich zu anderen relativ blutleer auskommt, aber dennoch in seinen Bann zieht.

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Zunächst zu „Das Fenster zum Hof“:

Bildquelle: http://www.moviepilot.de/files/images/0248/8836/das_Fenster_zum_hof.jpg

Der 1954 entstandene Film des 1980 verstorbenen Alfred Hitchcock wartet mit James Stewart und Grace Kelly in den Hauptrollen auf und zeigt, was Besessenheit von einer Tat mit einem Menschen machen kann.

James Stewarts Charakter Jeff muss nach einem Unfall den Rollstuhl als zeitweiligen Lebensgefährten ertragen und beobachtet – auch auf Grund seiner Tätigkeit als Fotograf – gern die Menschen in seinem Wohnumfeld.

Als er eines Abends den Nachbarn Thorwald bei mehreren Spatziergängen mit einem Koffer beobachtet und Tags darauf dessen Frau verschwunden ist, wächst in dem Fotografen ein schrecklicher Verdacht…

„Das Fenster zum Hof“ ist ein Filmjuwel und ein Meisterwerk Hitchcocks. Da in den heutigen Zeiten Actionszenen und „Krach-Bumm“-Effekte zur Normalität geworden sind, ist so ein ruhiger aber dennoch fesselnder Film eine gelungene Abwechslung von der heutigen Effektehascherei. Simple, einfache Methoden, die in ihrer Sprache dennoch überzeugen.

 

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„The Reef“ – ist ein Film des Regisseurs Andrew Traucki, der im Jahr 2007 schon „Black Water“ schuf – ein ebenfalls fesselnder Schocker mit einem Krokodil in der Hauptrolle. Ich habe den Film hauptsächlich wegen Zoe Naylor angeschaut, die mir aus ihren „McLeods Töchter“-Tagen gut in Erinnerung ist.

Bildquelle: http://covers.box.sk/newsimg/dvdmov/max1302549634-frontback-cover.jpg

Was wäre, wenn ihr auf Segeltour seid, euer Boot kentert und ihr habt nur eine Wahl – schwimmen…

So ergeht es den fünf Charakteren des Films. Zunächst ist der Segelausflug richtig schön und alle genießen die Zeit. Es wird auch auf einer kleinen Insel halt gemacht. Dann setzt die Ebbe ein und die vier müssen zurück aufs Schiff. Dieses hat einen Motorschaden erlitten, kann jedoch wieder mobilisiert werden. Der Ausflug geht weiter. Am nächsten Morgen werden sie unsanft wachgerüttelt, das Boot ist gekentert… (obwohl ich mich an dieser Stelle schon gefragt habe, wie ein etwas größeres Segelboot bei sanftem Wellengang komplett umstürzen kann und dann mit der Unterseite zu oberst im Wasser treibt – war ja auch kein Riff an dieser Stelle, wo es hätte Schrammen geben können…)

Jedenfalls retten sich alle zunächst auf das über dem Wasser liegende Schiffsteil. Da sie keine andere Möglichkeit sehen, beschließen sie zur nächstgelegenen Insel zu schwimmen – 12 Meilen!

Einer der Gruppe bleibt auf dem Bootsteil – die Angst vor Haien hindert ihn daran, die anderen zu begleiten.

Bildquelle: http://www.moviepilot.de/files/images/0658/8067/The_Reef_2.jpg

Die kleine Vierergrupe macht sich auf den Weg in aus dem Wrack geretteten Neoprenanzügen hin zur rettenden Insel….

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Wie bei jedem Horror- oder Schauerfilm gibt es auch bei „The Reef“ letztendlich nur einen Überlebenden.

Was an diesem Film gut ist: keine Massenpanikattacken oder genmutierte und einem Wachstumsschub ausgesetzten Monsterhaie. Nein – diesen Film dominiert die menschliche Psyche und die Angst vor einem Raubtier, das bereits zu Zeiten der Dinosaurier auf der Erde existierte.

Bei „The Reef“ sind es die kleinen Momente, die ängstigen: das Suchen durch die Taucherbrille nach Bewegungen unter Wasser, die Ruhe, die eigenen Angstgefühle…

Bildquelle: http://www.moviepilot.de/files/images/0658/8053/The_Reef_1.jpg

Es ist keine Horde von Haien – sondern ein Hai, der sich dem Grüppchen nähert und das Grauen in ihnen auslöst. Es folgen die typischen Reaktionen: hektisches und stockendes Atmen, Schockstarre und verzweifeltes Planschen.

Ein gut gemachter Film, der hoffen lässt, dass man sich nie selbst in so einer Situation befindet. Letztendlich bringen alle Ratschläge von Kennern der Fische, wie „möglichst ruhig atmen“  und „nicht hektisch planschen“, in der Realität nicht wirklich viel. Man wird in so einer Situation immer hektisch reagieren und nicht ruhig atmen können…

Wer einen Vorgeschmack haben möchte, hier kann man sich den Trailer anschauen.

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FAZIT:

Es gibt in der Fernsehwelt mit all ihren Reality-Soaps und manchmal verblödenden Inhalten auch wahre TV-Schätze, die nur gefunden werden müssen. 

Hitchcock und „Parade’s End“ sind definitiv zu empfehlen und „The Reef“ ist was für Menschen, die auch im Sommer keine Angst vor Haien in offenen Gewässern haben. 

 

 

 

 

 

Alle Jahre wieder… Die Buchmesse in Leipzig

Es ist kaum zu glauben: schon wieder ist ein Jahr vorüber und die Buchmesse lockt tausende Menschen in die Messestadt. Da ich in Leipzig wohne, ist mein Anreiseweg glücklicherweise nicht sehr lang und das ist auch gut so, denn mein heutiger Messetag beginnt schon früh.

Dieses Jahr hab ich mir mehr Zeit für Lesungen genommen und dies auch ordentlich ausgekostet.

Hier mal mein Programm von heute:

10:30 Uhr ==> Lesung von Marion Schreiner „Vielleicht gab es keine Schuld“

Hier stellte die sympathische Autorin den dritten Teil ihrer Trilogie um die Familie Gelton vor. Der erste Teil („Die Scheune“) thematisierte den Vater, Dane Gelton. Dieser wurde als Kind missbraucht und avancierte zum psychopathischen Mörder. Im zweiten Teil („Das blaue Haus“) dreht sich alles um seinen Aufenthalt in einer Anstalt und die Geschichte seiner zukünftigen Frau, die er dort kennenlernt.

Teil 3 nun fokusiert den Sohn der beiden, Christopher. Als er geboren wird, hat er nicht wirklich viel von seinen Eltern: Vater tot, Mutter tablettensüchtig und später durch Suizid umgekommen.

Bereits im Kindergarten werden seine Eigenheiten sichtbar, die er bereits in diesen jungen Jahren angehäuft hat.

Unbedingt lesenswert!

Übrigens: Die Autorin ist auch auf Facebook vertreten und hier findet ihr ein Interview mit ihr.

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11:15 Uhr ging es dann weiter zum internationalen Forum und einer Lesung des amerikanischen Schriftstellers Alexander Chee. Er stellte sein neues, noch unveröffentlichtes Werk „The Queen of the Night“ vor.

Diese Lesung war auch sehr interessant, obwohl ein kleines Manko vorherrschte – zumindest meiner Ansicht nach.

Alexander Chee ist ein sympathischer Autor, der gut auf Interviewfragen reagiert und schön frei erzählen kann, wie er zu dem Thema gekommen ist (er suchte ein Abenteuer) und ob er die Hauptfigur gewählt hat (sie hat ihn gefunden).

Allerdings liest er ohne Punkt und Komma. Dies macht es dem Zuhörer schon etwas schwerer zuzuhören, obwohl die Geschichte, wie gesagt, sehr interessant klingt.

Aber mal sehen. Wenn sie veröffentlicht wird, werd ich nochmal einen Blick hineinwerfen und vielleicht überzeugt sie mich dann mehr.

Hier ein Interview mit ihm.

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Dann wurde es langsam Mittag und bei der nächsten Lesung/ Präsentation, „…und über uns kein Himmel“ traf ich mich mit Kathrin. Wir tauschten zunächst unsere medienpädagogischen Bücher und ich bekam von ihr leihweise „Breathe“ überlassen.

Diese Graphic Novel, die sich mit einem sehr ernsten Thema (Kinderheime und Misshandlungen in der Zeit von 1936-53)  beschäftigt ist auf jeden Fall lesenswert und verdient mehr als einen zweiten Blick.

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Etwas lustiger ging es dann ab 15:00 Uhr zu.

In „Cockney, Cookies, Camden Market“ schildert der Autor Frank Rüdiger lustige und teilweise skurile Geschehenisse während seiner Londonbesuche. Einige Episoden brachten auch das Publikum zum Lachen und der Autor wirkte ebenfalls sehr gelockert und sympathisch. Auch passiert ihm das, was vielen London-Liebhabern und Englischsprechenden ab und an passiert: sie fangen einen Satz auf Deutsch an und sprechen dann deutsche Worte mit einem englischen Touch aus – sehr schön und sympathisch.

Auf jeden Fall werd ich dieses Buch im Auge behalten.

Gute Erfahrungsberichte könnt ihr hier lesen.

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Meine letzte Lesung des Tages führte mich ab 17:30 Uhr in die Untiefen des Lebens ehemaliger DDR-„Offiziere“ – Menschen, die andere bespitzelten und auch dafür zu sorgen hatten, dass die Menschen in der DDR blieben und nicht auf „dumme Gedanken“ kamen. Nun fristen sie in „Waldfrieden“ ein mehr oder weniger erfülltes „Rentnerdasein“, nur gestört durch die Trauerrede bei der Beerdigung eines Mannes, dessen Geschichte später noch betrachtet wird. Sie fühlen sich durch die Rede angegriffen, wollen sich beschweren…

Dies ist alles erst der Auftakt zum weiteren Geschehen des Buches…

Dieser Autor mit Namen Michael Krügel kann sehr gut lesen und überzeugt auch durch unterschiedliche Stimmarbeit und seine Gestik.

Definitiv ein Lesetipp – wenn es denn erschienen ist 🙂

 

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Ich hoffe, euch hat mein Einblick in den Messetag gefallen und ich bin – wie immer – gespannt auf eure Kommentare 🙂