Akram El-Bahay: „Anouks Spiel“

Note to my english speaking readers: this article will only be published in german language.

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Seit ich die erste Lesung von Akram El-Bahay auf der Leipziger Buchmesse 2017 gehört habe, bin ich ein Fan des deutsch-ägyptischen Autors mit dem wunderbaren Erzähltalent.

Akram El-Bahay hat in den vergangenen Jahren seine Leser in diverse Welten entführt, von Wüsten (wie in seinen Debütromanen rund um die Drachen der Flammenwüste) über die Welt der Träume und Bücher, bis hin zu den Bibliotheksräumen der Bücherstadt. Jede Geschichte hat ihr eigene Geschwindigkeit, ihre eigenen Regeln und bahnt sich Wort für Wort, Seite für Seite ihren Weg in die Herzen der Leser.

Schon Herzenmacher und die Geschichte rund um den Dieb Sam (Bücherstadt, Bücherkönig, Bücherkrieg) haben mich fasziniert und mit dem neuesten Werk des Autors ist es nicht anders.

Lasst euch entführen in die Welt von „Anouks Spiel“.

Anouk hat Geburtstag – sie wird 13. Ein wichtiger und prägender Geburtstag. Und eigentlich freut sich das junge Mädchen auf die Geschenke, auf ihre Eltern und die Zeit mit ihnen. Wäre da nur nicht Anouks kleine Schwester Maya, die die Aufmerksamkeit ihrer Eltern fordert, wie es nur Babies und Kleinkinder können.

Anouk ist es leid, an ihrem Geburtstag die Aufmerksamkeit der Eltern teilen zu müssen und – wie an Geburtstagen üblich – wünscht sie sich etwas: dass ihre Eltern nur noch ihr gehören – und nicht Maya.

Und da es ihr Herzenswunsch ist, erlebt sie am nächsten Morgen eine folgenschwere Überraschung. Ihre Schwester ist verschwunden. So als habe sie nie existiert!

 

„Um sich von den quälenden Gedanken über Mayas unerklärliches Verschwinden abzulenken, griff sie das Paket und öffnete es. Darin lag ein in Geschenkpapier eingeschlagenes zweites Paket. Anouk packte es aus und zog ein altes Spiel hervor. Es sah ziemlich gebraucht aus. Als wäre es viele Jahre von vielen Menschen gespielt worden.“

(Akram El-Bahay: Anouks Spiel, Format: mobi, ohne Seitenangabe)

 

Auf den ersten Blick erinnert der Handlungsweg von „Anouks Spiel“ ein wenig an Jumanji (den Original-Film habe ich übrigens geliebt und mag ihn auch heute noch sehr) und doch ist es ein wenig anders. Es sind eben die Nuancen die zählen und Akram El-Bahay besitzt das Talent, auch die feinen Einzelheiten herauszuheben und die Buch-Charaktere zu lieben Freunden werden zu lassen.

So lernen wir auch den zweiten Hauptcharakter des Buches kennen: Pan. Ein Schimpanse, der plötzlich in Anouks Zimmer auftaucht und sie über das Spiel aufklärt. Zunächst wirkt er etwas merkwürdig, aber er ist ein Charakter, den man im Laufe der Geschichte liebgewinnt und nicht missen möchte.

Mit Pans Hilfe beginnt Anouk zu verstehen, dass das Spiel dazu da ist, ausgesprochene Herzenswünsche, die sich als falsch erwiesen haben, rückgängig zu machen. Natürlich geschieht dies nicht auf einfachem Weg, sondern die Spieler müssen verschiedene Aufgaben lösen und Dinge sammeln, die sie später noch brauchen können. Aber es gibt auch einen Gegenspieler, der das Vorankommen des Spielers vereiteln und ihn am Gewinnen hindern will: der dunkle Prinz.

„Das Streitross spiegelt wie vieles in diesem Spiel den Charakter seines Besitzers wider. […] Ist er oder sie freundlich, hilfsbereit, aufopfernd, ein wenig mutig, kurz gesagt: Hat er oder sie das Herz am rechten Fleck wie ein Schimpanse, so wird es zu einem unerträglich schönen Tier.“

(Akram El-Bahay: Anouks Spiel, Format: mobi, ohne Seitenangabe)

Auf dem Weg durch die verschiedenen Spielwelten (u.a. Wald, Wüste, Wasser) lernt Anouk die verschiedenen Nebencharaktere kennen, unter anderem Wurzelmenschen, Wipflinge, Eulen, Piraten und einen Dschinn.

Sie muss Streite schlichten, Freunde finden und wieder verlieren und darf trotzdem nie ihre Mission aus den Augen verlieren: Sie muss das Spiel gewinnen, um ihre Schwester und sich selbst zu retten.

Anouk hat kleine Siege, aber auch Niederlagen zu durchleben. Irgendwann lernt sie den im Spiel lebenden Regelmacher kennen, dem sie ebenfalls aus einer sehr misslichen Situation helfen muss – und dieser bedankt sich auf seine Weise:

„Wenn ich dir einen Rat mit auf deinen stürmischen Weg geben darf… Gleich, welche Waffe du schwingst und welches Ross du reitest, es ist einzig dein Herz, das du gegen den dunklen Prinzen in die Waagschale werfen kannst. Halte an ihm und an deiner Güte fest.“

(Akram El-Bahay: Anouks Spiel, Format: mobi, ohne Seitenangabe)

 

Doch trotz allen Fortschritten scheint der dunkle Prinz  ihr stets einen Schritt voraus zu sein…

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Was hat es mit dem dunklen Prinzen auf sich?

Wird Anouk alle Aufgaben bestehen?

Wie wirkt sich die Zeit im Spiel auf ihr Herz aus?

Und was haben Piraten in der Wüste zu suchen?

 

Diese und andere Fragen beantwortet Akram El-Bahay wunderbar mystisch in seinem neuesten Buch „Anouks Spiel“. Es geht um Feindschaften, Freundschaften, Streitigkeiten und den Wert des Lebens – und es geht um Geschichten…

„Geschichten sagen dir, wo du herkommst. Sie können dir von fremden Orten berichten und solchen, deren Entfernung nicht in Metern, sondern in Jahren gerechnet wird. Sie helfen dir zu verstehen, warum die Welt so ist, wie sie ist. Und wie du sie zu einem besseren Ort machen kannst.“

(Akram El-Bahay: Anouks Spiel, Format: mobi, ohne Seitenangabe)

 

An dieser Stelle bedanke ich mich bei der Ueberreuter-Verlagsgruppe und Akram El-Bahay für die Bereitstellung des E-Book-Exemplars von „Anouks Spiel“.

Der Autor hat es wieder einmal geschafft, auch erwachsene Leser für ein als „Kinderbuch“ deklariertes Werk zu begeistern und in eine weitere seiner spannenden Welten zu entführen. Ich bin gespannt, welche Geschichten Akram El-Bahay noch hervorzaubern wird und freue mich schon sehr auf die Veröffentlichung von „Das Schattentor: Ministry of Souls“ im September dieses Jahres.

~ Akram El-Bahay: „Bücherkönig“ ~

~ Note to my english speaking readers: since this book is only available in german language, I chose to only write this article in german. If you are interested to read this article in english, please contact me. Thanks ~

~ Bücherkönig – ein Buch, das fesselt… ~

Nachdem ich schon vom ersten Teil der Trilogie von Akram El-Bahay begeistert war (siehe Lesungsberichte hier und hier), konnte ich es kaum abwarten, bis der zweite Teil um die Abenteuer von Sam, Kani und den Fabelwesen von Paramythia erscheint.

Und ich wurde nicht enttäuscht.

„Bücherkönig“ zieht den Leser sofort wieder in seinen Bann und die Erzähltalente von Akram El-Bahay lassen einen in die märchenhaften Welten von Mythia und Paramythia eintauchen, als ob nicht ein Tag seit dem Lesen des ersten Buches vergangen wäre.

„Märchen geben der Wirklichkeit ein neues Kleid und lenken den Blick vom Gewohnten, das nicht mehr als eine Schale ist, auf das Wesentliche.

Auf den Kern der Dinge.

Wer das nicht erkennt, sieht immer nur auf die spiegelnde Oberfläche, aber nie tiefer in den See hinein.“

(S. 35)

~ … und die Abenteuer gehen weiter… ~

Sam und seine Begleiter haben bisher schon viel Interessantes erlebt, Neues kennengelernt, Verluste erlitten – und sind dadurch nur stärker geworden. Und stärker müssen sie auch sein, denn die Fabelwesen der Gruppe, Asfura und Nushishan, wollen unbedingt mehr über ihre Vergangenheit wissen. Und Wissen ist nicht immer ungefährlich…

„Nusar verzog die Lippen zu einem freudlosen Lächeln, das seine spitzen Zähne entblößte:

‚Ich will wissen, wer ich bin. Wer mich geweckt hat. Weshalb ich gefangen war.'“

(S. 65)

Dabei müssen sie einen neuen Feind im Auge behalten, der hinter ihnen her ist, aber nicht leicht zu erkennen ist: ein Wesen aus Papier, dem Leben von der Dunkelheit eingehaucht wurde. Und dieses Wesen ist auf der Jagd…

„Der Mensch verbringt zu viel Zeit damit,

sich vor dem Ende zu ängstigen.

So viel, dass er manchmal vergisst, zu leben.“

(S. 152)

Und leben – das tun Sam und seine Gefährten.

Auf ihrer Suche nach der Wahrheit hinter den Geschehnissen in Paramythia müssen Sam, Kani und die Fabelwesen ihren Weg in die Wüste einschlagen – und auf Hilfe von ungewöhnlicher Seite bauen: Ein Blinder, der mehr vom Leben will, von den ungewöhnlichen Gefährten fasziniert ist und an die Wahrheit in Märchen glaubt.

„Jede Geschichte trägt einen Kern der Wahrheit in sich.

Manche glauben, Märchen dienten den Schwächlichen nur als Tor, um vor der rauen Wirklichkeit zu flüchten.

Wie törricht muss jemand sein, der so denkt?

Diese Narren machen sich nicht die Mühe, nach dem zu schauen, was sich im Inneren der Erzählung verbirgt.

Und wenn sie nichts auf den ersten Blick erkennen, so glauben sie ein Märchen sei leer. Doch das ist es nicht.

Es gibt das Tor zum Himmel. Und die Märchen können den Weg dorthin weisen.“

(S. 150)

Und auf dem Weg zur Wahrheit finden Sam und seine Freunde – denn das sind sie im Laufe der Zeit geworden – neue Bekannte…

~ Bahride…Wasserwesen…Freund oder Feind? ~

Als sich die Chance für die Fabelwesen bietet, ihre wahren Namen zu erfahren – zögern sie…

Nicht immer ist die Wahrheit das, was man serviert bekommt…

„Die Wahrheit.“ Umm klang abfällig.

„Was ist schon die Wahrheit?

Selbst wenn man nicht lügt, ist es immer nur der eigene Blick, den man hat.

Und der muss nicht unbedingt der richtige sein.“

(S. 138)

Es ist an der Zeit für die Fabelwesen – den Asfur, der einst eine dunkle Vergangenheit hatte – und den Nushishan, dessen verlorene Vergangenheit ebenso dunkel scheint – eigene Wege einzugehen und sich nicht von vergangenen Geschichten blenden zu lassen.

„Unser Schicksal? Wer weiß, was uns bestimmt ist?

Mir gefällt der nicht, den ihr mir gezeigt habt.

Und meinem Freund hier gefällt seine Vergangenheit ebenfalls nicht.“

(S. 198)

Nun haben die Fabelwesen rund um Sam mit einiger menschlicher Unterstützung nur noch ein Ziel: die eingesperrten Fabelwesen aus Paramythia zu befreien – zumindest so viele wie möglich.

~ Wege ins Schloss… ~

Doch noch immer ist dies ein gefahrenvolles Abenteuer und auch nach der gelungenen Befreiung einiger durch die Gefangenschaft verwirrter Asfura, Nushishan, Bahriden, Iblise und anderer steht für alle Beteiligten fest: DAS IST ERST DER ANFANG!

„Sam stand zwischen den zerbrochenen Flügeln des mächtigen Tores und blickte auf die Welt vor ihnen, während das Heer der Fabrelwesen an ihm vorbeizog.

Die Nacht war von einem einzigen Wort erfüllt.

Freiheit.

„Es ist ein weiter Weg“, sagte er.“ (S. 396)

Und ich bin gespannt auf den dritten Teil – „Bücherkrieg“ – der im nächsten Jahr erscheinen wird.

Und ebenso gespannt bin ich auf die Buchmesse in Leipzig, 2019, bei der Akram El-Bahay sicherlich wieder zu Gast sein wird und aus „Bücherkönig“ lesen wird.

~ Kommt nach Paramythia ~

~ „Grimms Monster“ – ein magisches Buch, ein männlicher Cinderella – und Monster ~

~ Note for my english readers: this article will only be published in german language. If you are interested in details, please contact me. Thank you ~

Nachdem ich so begeistert vom Manga „Eine fröhliche Familie“ war, dauerte es nicht lange, bis ich mich einem weiteren Manga widmete, dessen Inhalt mir interessant erschien: „Grimms Monster“.

Der Anfang war recht nett und die Charaktere – allen voran die männliche Variante von Cinderella – schienen eine gute Geschichte erzählen zu wollen.

In „Grimms Monster“ treffen wir im ersten Teil nicht nur auf Cinderella – der natürlich wie die originale Grimm’sche Märchenfigur auch eine Vorliebe für Putzen und Sauberkeit hat, sondern auch auf andere Märchenfiguren, die allerdings in dieser Varianten nichts gutes im Sinn haben. So versteht sich z.B. Schneewittchen hervorragend auf den Umgang mit und die Anwendung von Giften…

Und auch die grafische Gestaltung ist überwiegend zufriedenstellend und interessant.

Auch das Ende des ersten Bandes verspricht eine interessante Fortsetzung…

Dennoch hat mich die Geschichte nicht 100% überzeugt.

Für eine kurzweilige Unterhaltung jedoch ist „Grimms Monster“ genau richtig.

Allerdings kann ich jedem Liebhaber von Märchen nur die Bücher der Reihe „The Land of Stories“ von Chris Colfer empfehlen. In diesen Geschichten rund um Alex und Connor Bailey werden die Leser und Liebhaber von Märchenfiguren mehr Interessantes entdecken als in dem Manga von Ayumi Kanou.

~ Der erste Tag auf der LBM / The first day at Leipzig Book Fair ~

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~ Welcome to the Book Fair ~

So, nun habe ich meinen ersten Tag auf der Leipziger Buchmesse hinter mir und möchte euch darüber berichten.

Das Gute an einem ersten Tag: es ist nicht so viel Gewühle. Allerdings reichte es auch aus.

So – my first day at the Leipzig Book Fair is over and I will tell you about it.

The good thing of a first day: not too many people. But still enough.

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Nun zu meinem Tag:

Als erstes begab ich mich zum Stand des Traumfänger Verlages, um mir einige indianische Märchen und Zeichensprache anzusehen. Ausgeschrieben war es als „Show“ und moderiert wurde es von der sympathischen Autorin des Verlages, Kerstin Groeper.

Sie erzählte mir, dass viele Bücher bereits in der 2. oder 3. Auflage erschienen sind, z.B. „Der scharlachrote Pfad„, „Die Feder folgt dem Wind“ oder „Kranichfrau„.

Auch berichtete sie mir, dass der Verlag sich um neue Covergestaltung bemüht und mit seinen Geschichten mehr Richtung Ethno-Krimi gehen möchte. („raus aus der puren Indianer-Ecke“) – Das vor allem aus dem Grund, um neue Leser anzuziehen.

Dann erzählte sie mir und den Anwesenden (meist Kinder) einige Geschichten, die immer auch eine Weisheit enthielten und vielen uns bekannten Fabeln gleichen. Die Geschichte gab es nicht nur in mündlicher Art, sondern es wurden auch die indianischen Zeichen dazu gezeigt, welche von den Kindern aufmerksam verfolgt wurden.

In den Geschichten ging es z.B. darum, wie die Sterne an den Himmel gekommen sind oder es ging um einen Mann, der gestorben war und herausfinden musste, wo Himmel und Hölle sind.

Now a little bit about my day:

First I went to the Traumfänger Verlag, to hear something about indian fairy tales and sign languages. It was presented by an author of the publisher, Kerstin Groepner.

She told me that many books are in the 2nd or 3rd edition. She also told me that the publisher is dealing right now with the design of new cover prints to get more readers. They aim to go more into Ethno-Crime scene.

After our little chat she began telling the stories which always have a moment of truth and wisdom in them and resemble our fables. She not only told the stories in a good way but she also showed the sign language for different words inside the story. The children were really impressed and followed with shining eyes.

Danach war ich auf dem Weg zu einer anderen Veranstaltung und stolperte sozusagen in die nächste Sache:

„Wie das Krokodil zum Fliegen kam“ – bei dieser Veranstaltung erzählte Katharina Lamprecht von der Idee zu therapeutischen Geschichten und wie diese helfen können.

Meist geht es bei ihren Coachings um Werte und Normen, Sinn und Hoffnung – und natürlich die verschiedenen Botschaften der Geschichten.

Sie erzählt auch von dem oft fehlinterpretierten Wort „Trance“, welches eigentlich nur mit Aufmerksamkeitsfokussierung gleichgesetzt wird. Wir befinden uns sozusagen fast ständig in irgend einer Trance.

Laut Frau Lamprecht kann man die Geschichten auch einfach nur so lesen – oder sie sich vorlesen lassen.

Afterwards I was on the way to another event when I stumbled upon this:

„How the crocodile came to flying“ – here Katharina Lamprecht told about therapeutical stories and how they could help. In her coachings its all about rules and value, sense and hope – and the different messages told by the stories.

Also she told about the different meaning of „Trance“ – which mostly means concentrated attention to a certain thing. So we are most of the time in some kind of Trance.

She also said that these stories could be read just for fun.

Dann gings auf zum Jonglieren…

ein sympathischer Trainer stieg auf die Bühne und machte seine Zuhörer mit dem Jonglieren bekannt. Es fördert Körper und Geist sowie Denken, Handeln und Fühlen zur selben Zeit. Auch ist Jonglieren eine Tätigkeit für jedes Alter und für jeden Typ Mensch.

Auf der Onlineseite gibt es einen Überblick und man kann sich über REHORULI informieren.

Than I went on to juggling…

a sympathetic coach went on the stage and told us a little bit about juggling. Its good for your body and mind and for the simultaneous thinking, doing and feeling. Also juggling is a good thing for all ages and every kind of person.

 

Kennt ihr das?

Ihr denkt „Oh, der Titel klingt interessant“, wollt zu der Lesung gehen – und der Autor entpuppt sich als jemand, der die Geschichte oder den Auszug nicht adäquat herüberbringen kann?

Ist mir so passiert. Heute. Mal wieder.

Eigentlich klingt doch „Der Duft des Zorns“ interessant.

Der Autor machte auch einen guten Eindruck, erzählte etwas über sich, dass er aus Frankfurt stammt und für einige Zeit in der USA gelebt hat.

Er erzählte ebenso etws über seine Themengebiete: die Manipulation durch Medien und Regierungen. Ein Motiv für seine schriftstellerischen Ambitionen ist das Verhalten von Menschen in Extremsituationen. Als Vorbilder nannte der Autor Stephen King und John Grisham.

So weit so gut.

Dann kam das Lesen.

Die Stelle schien an sich interessant zu sein, allerdings fehlte eine kurze Einleitung, was vorher geschehen war und wo man sich jetzt in der Handlung befindet.

Dann begann er zu lesen – und ich dachte: Oh, mein Gott.

Es ist einfach nicht so günstig, wenn man als Verlag ein Buch vermarkten möchte und der dazugehörige Autor kann nicht spannend erzählen bzw. lesen.

Aus diesem Grund bin ich auch relativ schnell wieder weitergezogen zu meinem nächsten Ziel.

 

Do you know this?

You think „Oh, that sounds interesting“, wanted to go to the reading – and the author is someone who couldn’t perform the part of story in the right way?

Happened to me. Today. Again.

So – normally „The perfume of anger“ sounds interesting.

The author seemed to be quite interesting, told something about himself, that he is originally from Frankfurt and lived some time in the USA. Also he told us about his themes of the books: the manipulation by media and government. A motive for his writing is the behavior of people in extreme situations. His role models in writing are Stephen King and John Grisham.

So far so good.

Then the reading began…

The scene seemed to be interesting – although he failed to tell a short introduction about what happened before.

Then he began to read – and I thought: oh my god.

It’s not a good sign for a publisher, if you want to do proper marketing and have an author who is not able to read in a fascinating way.

So for that I went on with my programme and left pretty early to go to my next event.

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Als nächstes stolperte ich in den Rest des Vortrags von Christo Foerster, der mit „Neo Nature“ unterwegs war. Es geht um positive Lebenshaltung und -gestaltung und das Denken und Handeln im Hier und Jetzt. Laut Foerster sollte der Mensch mehr im Rhythmus mit der Natur leben und aus eben dieser seine Kraft schöpfen.

Wir als Menschen brauchen die Natur und den Rhythmus.

Das wenige, was ich von diesem Vortrag mitbekommen habe, hat mich schon motiviert und auch Christo Foerster als guten Motivationscoach und sehr positiv eingestellten Menschen herübergebracht.

Man sollte als Mensch mehr Vertrauen und seiner Intuition folgen und auf diese Weise seine Wurzeln stärken.

Next time I stumbled upon the rest of the event by Christo Foerster, who is the author of „Neo Nature“. It’s all about positive vibes in your life and the possibility to think and act in the here and now. According to Foerster we should be more in rhythm with the nature and get our power from that closeness.

We as humans need the nature and the rhythm.

The little things I heard were enough to motivate me and tell you that Christo Foerster is a good motivational coach and a very positive human being.

We should have more confidence and follow our instincts and on this way strengthen our roots.

 

Dann gings auf zur Podiumsdiskussion rund um den „Traumberuf Literaturübersetzer“. Eine ziemlich interessante Sache, auch wenn nicht viel Neues rauskam. Die zwei Übersetzer erzählten von den positiven und negativen Seiten ihres Berufes, von den Schwierigkeiten hinein zu kommen und machten an und für sich einen guten Eindruck.

Natürlich wollten auch sie ihr Werk (so eine Art Standardkompendium für die Fragen) bewerben und natürlich war auch dafür wenig Zeit.

Alles in allem ziemlich interessant.

Next was the discussion of the topic „Dreamjob: Translation of Literature“. A really interesting thing, even there were no big news. The two freelance translators told us about the positive and negative things of their job, of the difficulties getting a job,…

Ins Gespräch mit dem Publikum vertieft...
Ins Gespräch mit dem Publikum vertieft…

Als letztes … puh, langer Tag!

Eigentlich wollte ich mir diese Lesung schon anhören, dann wieder nicht – und bin dann doch wieder dort gelandet: „In den Wind geflüstert“ – eine Lesung mit einem isländischen Autor namens Gundmundur Andri Thorsson.

Er konnte am besten mit Worten umgehen, deshalb ist er Autor geworden. Er und die anwesende Übersetzerin erzählten etwas Grundsätzliches zur Geschichte und dann wurde auch daraus gelesen.

Diese Lesung stand im genauen Gegensatz zu der Lesung, die ich vorhin als „Oh Gott“ beschrieben hab.

Die Moderatorin war sehr engagiert und der Autor ebenfalls.

So … at last…puh, long day…

I wanted to go to this reading, than not… and then I found myself right in front of it: I would translate the title into „Whispered to the wind“ – a reading with the islandic author called Gundmundur Andri Thorsson.

He could work best with words so he decided to be an author. He and the translator told some things about the story and then they read – in islandic and in german.

This reading was the complete opposite of the former with the „oh my god“ comment.

The translator was really committed and the author himself also.

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Ein schönes Ende des ersten Messetages.

A good end for the first day of the fair.

 

 

Wer von euch war heute auch schon auf der Buchmesse?

Was habt ihr so erlebt?