~ „Es blieb nur dieser Blick“ – Vorerst ohne neues Zuhause… ~

Traurig aber wahr:

Nachdem ich Anfang des Monats über den neuesten Thriller von Marion Schreiner berichtet habe und diesen wirklich sehr empfehlen kann, hat sich leider kein interessierter Leser gefunden, der der signierten Ausgabe dieses Buches eine neue Heimat geben möchte!

DSC_0001Dabei lässt sich auch dieses Buch der Autorin gut lesen und zieht einen in die Geschichte hinein.

Der Leser erlebt die Ängste, Zweifel und auch die kleinen Freuden der Protagonisten mit und der Aufbau des Buches erlaubt es einem, einfach zwischen den Ansichten der Charaktere hin und her zu schlüpfen.

***

Da ich weiterhin daran interessiert bin, einer signierten Ausgabe von „Es blieb nur dieser Blick“ ein neues Zuhause zu ermöglichen – an dieser Stelle noch einmal der Aufruf:

 

*** Schreibt mir und teilt mir mit, was ihr von diesem Buch erwartet, wieso gerade ihr es lesen wollt! ***

Aus den eingegangenen Antworten wähle ich dann per Zufall einen Teilnehmer aus, der sich über Buchpost freuen darf 🙂

Gebt diesem Buch eine Chance und lernt dadurch auch die Autorin ein bisschen näher kennen. Marion Schreiner hat schon einige gute Thriller verfasst und ist bereits an der Arbeit für einen weiteren Roman.

~ Gewonnen / Won :-) ~

Was gibt es Schöneres für einen Buchfreund, als Bücher zu gewinnen? Fast nichts – außer vielleicht dafür bezahlt zu werden… aber das ist eine andere Sache…

Heute jedenfalls bekam ich Post – vom Inselverlag aus Berlin. Ein schönes kleines Paket gefüllt mit Büchern. Fünf Stück an der Zahl – und alle ziemlich interessant.

What could be better for a lover of books than to win some of them? Nearly nothing – except being paid for it… but that’s another thing…

So today the postman came by and dropped five books from Inselverlag in Berlin at my flat. A lovely little parcel – and really interesting.

Bei meinem Gewinn handelt es sich um historische Romane, die mein Interessensspektrum gut treffen:

* „Der Winterpalast“ und „Die Zarin der Nacht“ von Eva Stachniak

* „Adieu, Sir Merivel“ von Rose Tremain

* „Der Palast der Borgia“ von Sarah Dunant

und

* „Eine Geschichte von Land und Meer“ von Katy Simpson Smith

My prize consists of historical novels which fit my interests quite well:

* „The Winterpalace“ and „The Empress of the Night“ by Eva Stachniak

* „Merivel, A  man of his Time“ by Rose Tremain

* „Blood and Beauty“ by Sarah Dunant

and

* „The Story of Land and Sea“ by Katy Simpson Smith

won
Gewonnen 🙂

Ich glaube, mit diesen Reisegefährten werde ich viel Spaß haben in den kommenden Wochen – und euch werde ich natürlich teilhaben lassen 🙂

I think I will be having quite a good time with these lovely travel companions in the next weeks – and I will surely tell you about it 🙂

Welche Bücher würdet ihr gern einmal bei einer Verlosung gewinnen?

Gibt es besondere Genres, die euch interessieren und packen würden?

Ich bin gespannt auf eure Antworten!

What kind of books would you like to win at a sweepstake?

Are there special genres you are interested in?

I am really looking forward to your answers!

~ Cheryl Strayed: „Der große Trip – Wild“ ~

Nachdem ich den Film mit Reese Witherspoon in der Hauptrolle gesehen hatte, musste ich unbedingt noch das Buch lesen, auf welchem der Film basiert.

Cheryl Strayed bewanderte 1995 den Pacific Crest Trail – um sich selbst zu finden, um den Tod ihrer Mutter zu verarbeiten, um sich ihrer selbst besser bewusst zu werden, um den Schmerz loszuwerden…

Nicht zuletzt auch wegen dieser Suche trägt das Buch auch den Untertitel „Tausend Meilen durch die Wildnis zu mir selbst“.

Diese Wanderung schildert sie eindrucksvoll auf 445 Seiten.

Hat man den Film zuerst gesehen, hat man natürlich die Bilder des Films noch im Kopf: eine wandernde Cheryl mit dem Aussehen von Reese Witherspoon, die wunderschönen Landschaftsaufnahmen, die Schlüsselszenen und natürlich die zahlreichen Rückblicke.

„Die Bäume waren groß, aber ich war größer, denn ich stand auf einem steilen Berghang in Nordkalifornien. Vor wenigen Augenblicken hatte ich meine Wanderstiefel ausgezogen, und einer war in ebendiese Bäume gefallen, war zuerst in die Luft katapultiert worden, als mein großer Rucksack daraufkippte, dann über den Schotterpfad gerutscht und über den Rand geflogen. Mehrere Meter unter mir prallte er an einem Felsvorsprung ab, bevor er auf Nimmerwiedersehen zwischen den Baumkronen des Waldes darunter verschwand“

(S. 11)

Vom Erzählerischen folgt der Film den Handlungen des Buches – beginnend mit der Szene, als Cheryl ihre Wanderschuhe verliert! Für jemanden, der wandert natürlich kein schönes Erlebnis. Diejenigen, die den Film bereits gesehen haben, werden sich an die Szene erinnern und an den erschütterten Schrei, der daraufhin folgt. Dieser Schrei drückt praktisch alles aus, was Cheryl in diesem Moment ausmacht: die Wut, die Verzweiflung, der Schmerz – alles in einem Schrei!

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Eingeteilt ist dieses wunderbare Buch in fünf größere Abschnitte mit jeweiligen Unterkapiteln. Die Überschriften sind gut gewählt und zu Beginn eines jeden Abschnittes finden sich Zitate, die Cheryl auf dem Trail für ihre Mitwanderer hinterlassen hat.

Wir begleiten Cheryl Strayed durch ‚Die zehntausend Dinge‘ hinweg über ‚Spuren‘ und ‚Das Gebirge des Lichts‘. Wir sind ‚Ungebändigt‘ und erreichen schließlich ‚Eine Kiste voll Regen‘, bevor sie ihr Ziel erreicht – die Brücke der Götter.

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„Ich ging in die Hocke, packte den Rahmen fester und unternahm einen zweiten Versuch. Er rührte sich immer noch nicht. Keinen Zentimeter. Ich stemmte die Beine fest gegen den Boden, umschlang ihn mit beiden Armen und versuchte, ihn unter Aufbietung aller Muskel- und Willenskraft hochzuheben. Doch er wollte einfach nicht. Genauso gut hätte ich versuchen können, einen VW Käfer hochzuheben. Es sah so süß aus, absolut damit einverstanden, hochgehoben zu werden – und doch war es mir unmöglich.“

(S. 66)

Cheryl wird auf ihrem Weg noch weitere schwierige Situationen meistern müssen, bis sie sich selbst findet. Dabei begleitet wird sie von ihren Gedanken, von ihren Erinnerungen an vergangene Zeiten und von der Musik, die in ihrem Kopf hin- und herspielt.

Wenn man den Film gesehen hat, bevor man das Buch las, hat man definitiv einen Ohrwurm beim Lesen im Kopf: „El Condor Pasa“ von Simon & Garfunkel. (Dieses Lied höre ich übrigens auch gerade, während ich schreibe.)

Cheryl selbst kann sich auch der Schönheit ihrer wechselnden Umgebung nicht entziehen – und so hat man die schönsten Beschreibungen der Natur vor sich – und möchte am liebsten gleich selbst los laufen – sofern man dazu körperlich in der Lage ist…

„Mein Führer hatte Recht gehabt: Mein erster Blick auf den See war unglaublich. Ich stand auf dem 2160 Meter hoch gelegenen felsigen Kraterrand, 270 Meter über der Wasseroberfläche. Das gezackte Rund des Sees lag unter mir und erstrahlte in einem unbeschreiblich reinen Ultramarinblau, wie ich noch keines gesehen hatte. […] Ich konnte die Kraft des Sees spüren. […] Ich hatte noch 534 Kilometer bis zur Brücke der Götter zu wandern, aber irgendwie war mir, als wäre ich schon angekommen. Als hätte mir das blaue Wasser etwas zu sagen, um dessentwillen ich den weiten Weg hierher gekommen war.“

(S. 385 – 388)

Auf den letzten Seiten des Buches erfahren wir, was auch im Film gezeigt wurde – dass Cheryl Jahre später wieder an diese Stelle (die Brücke) zurückgekommen ist, dass sie doch noch die Liebe gefunden hat – und dass Cheryl ihr Leben so gut genug ist, wie es ist: wild.

„Dies alles wusste ich damals noch nicht, als ich am letzten Tag meiner Wanderung auf dieser weißen Bank saß. Aber ich wusste, dass ich es nicht zu wissen brauchte. Dass es genügte, darauf zu vertrauen, dass ich das Richtige getan hatte. Dass es genügte, seinen Sinn zu verstehen, ohne genau sagen zu können, worin er bestand […] Dass das mein Leben war – wie jedes Leben rätselhaft, unabänderlich und heilig. So nah, so präsent, so fest zu mir gehörig.

Und es, wie wild es auch sein mochte, so zu lassen.

(S. 440/441)

 

IM RAHMEN DIESES ARTIKELS MÖCHTE ICH EIN EXEMPLAR DES BUCHES VERLOSEN!

ICH BITTE DIE INTERESSIERTEN, MIR ÜBER DIE KOMMENTARFUNKTION ZU SCHREIBEN.

BITTE SCHREIBT MIR, OB IHR AUF EINE SOLCHE WANDERUNG GEHEN WÜRDET – UND WENN JA, WAS IHR DAVON ERWARTET!

DEN GEWINNER ERMITTELE ICH DANN PER ZUFALL!

VIELEN DANK UND VIEL ERFOLG 🙂

 

 

 

 

Wenn einer eine Reise tut… oder: „Das grosse Los“

 Was würdest du antworten, wenn dich – sagen wir mal Günther Jauch – fragt, was du mit deinem Spielgewinn machen willst? – Klar – sicherlich das, was auch Meike Winnemuth antwortete: „Reisen.“ 

Und so kam es: Sie plante kurz, packte ihren Koffer ziemlich schnell und auf gings auf die Reise um die Welt.

Genauer gesagt: 12 Städte in 12 Monaten.

Reisen, Leben, Erleben.

1

 „Ich habe gerade 500.000 € bei Wer wird Millionär? gewonnen. Glaube ich jedenfalls. […] Wenn einem so etwas passiert, ist es erstmal gar nicht das große Glücksgefühl, wie man immer denkt, sondern eine einzige Überforderung. Das Hirn ist Matsch, der Magen ein Knoten, ich schwanke zwischen angestrengter Coolness, hysterischem Kichern und stummem Kopfschütteln.“ (S. 5)

Ihre Berichte über die Reise sind als Briefe verfasst – Briefe an Menschen, die ihr etwas bedeuten (beste Freunde, Eltern) sowie sogar ein Brief rückblickend an ihr jüngeres Ich.

Gespickt sind die Briefe mit Erfahrungen aus den unterschiedlichen Reisezielen. Erfahrungen mit Menschen, mit der Umgebung und den jeweiligen Situationen, an die sie sich anpassen musste (Kulturschocks inklusive). 

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Meike Winnemuth reiste 12 Monate quer über den Globus und besuchte Städte, die sie schon immer einmal besuchen wollte. Den Anfang dabei macht Sydney.

2

„…eigentlich könnte ich den Koffer gleich wieder packen und nach Hause kommen, denn besser kann es gar nicht werden. […] Wie leicht die Stadt es einem macht, sich in sie zu verlieben!“ (S. 10)

Im Buch enthalten sind auch viele Fotos, die sie auf ihren Reisen gemacht hat – zusammen mit einigen Worten daneben. Aber auch schwarz-weiss-Fotos zieren die Seiten.

Auf diese Weise wird das Lesen dieses Buches zu einer mentalen Reise – in Begleitung Meike Winnemuths zu interessanten Städten der Welt.

3

Bereichert werden die einzelnen Kapitel durch jeweils eine Liste von 10 Dingen, die die Autorin in der jeweiligen Stadt gelernt hat – über die Stadt, das Leben und über sich selbst.

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Auch am Ende des Buches findet sich so eine Liste: „10 Dinge, die ich zukünftigen Weltreisenden empfehlen möchte“ – denn auch Meike Winnemuth hat positive und negative Erfahrungen gemacht und bietet auf diese Weise eine kleine Hilfe an.

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Als Leser dieses Buches möchte ich festhalten, dass die Reisemonate Januar bis Juli (Sydney, Buenos Aires, Mumbai, Shanghai, Honolulu, San Fransisco und London) einen stärkeren Eindruck bei mir hinterlassen haben, als der Rest der Reise. Was aber sicherlich nicht an den besuchten Städten und dem Schreibstil der Autorin liegt. 

Den Grund für diesen Eindruck habe ich noch nicht herausgefunden, vielleicht lag es aber auch am Lesetempo. Habe ich die ersten sieben Reisemonate doch regelrecht verschlungen, ging es bei den restlichen Destinationen doch etwas träger voran – vielleicht so eine Art mentale Reisemüdigkeit?

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Auf jeden Fall ist dieses Buch jedem weiterzuempfehlen, der selbst gern auf Reisen geht und auch persönliche Erfahrungen schätzt, nicht nur die Informationen, die man in gängigen Reiseführern stehen.

Interessant zu lesen sind auch die letzten Kapitel, in denen Frau Winnemuth die Zeit nach ihrer Rückkehr beschreibt: den ersten Tag wieder zurück in Hamburg, die erste Woche durchlebt, den ersten Monat überstanden und das erste Jahr zurück im Alltag.

„Eine der Erkenntnisse der Reise war für mich, dass ich ganz widersprüchliche Bedürfnisse habe: Sehnsucht nach Zugehörigkeit, Sehnsucht nach Freiheit. Zwischen diesen Polen werde ich immer pendeln. Lasse ich mich ganz auf das eine ein, werde ich mich nach dem anderen verzehren. Ich muss für beides sorgen – mit einem entschiedenen Sowohl/als auch, wie mir das so viele im letzten Jahr vorgelebt haben.“ (S. 321)

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Noch eine kurze Info zum Schluss: spendabel teilte die Redakteurin ihren Gewinn übrigens mit ihren Jokern, die ihr Glück gebracht haben.

Hier ist ein Artikel von ihr für GEO zu lesen.

UND, Meike Winnemuth hat ihre Erfahrungen auch gebloggt – und zwar hier. Dieser Blog ist unbedingt sehenswert und sehr interessant – auch mit vielen Fotos geschmückt und eine Freude für Lese- und Reisehungrige.