~ Roma Downey: „Box of Butterflies“ ~

Ich bin nicht gläubig in dem Sinne, dass ich zu Gottesdiensten in Kirchen gehe oder getauft bin. Obwohl ich Kirchen und Menschen, die einen festen Glauben haben, sehr interessant und beruhigend finde.

Dennoch habe ich eine Affinität zu positiv gestalteten Lebensentwürfen, Mottos, Zitaten und ähnlichem, womit ich meinen Lebensalltag optimistisch gestalten kann.

Und hier kommt dieses Buch ins Spiel.

I am not religious in the meaning of going to church services or being christened. Nevertheless I like churches and people with a strong and positive religious belief and find some kind of comfort in their presence.

And I like to have some positive ways of life, mottoes, quotes and things like that to give my life some upbeat way.

And that is where this book comes in.

Roma Downey – vielleicht einigen bekannt als Darstellerin des Engels Monica in der Serie „Ein Hauch von Himmel“, die in den Jahren zwischen 1994 und 2003 produziert und ab 1995 erstmals in Deutschland ausgestrahlt wurde, ist die Autorin dieses wunderbaren Buches voll von positiven und motivierenden Lebensgeschichten. Geschichten aus ihrem Leben, dass viele Höhen und Tiefen hat.

Ihre Mutter starb, als Roma noch ein Kind war und bei einem ihrer ersten Besuche mit ihrem Vater an ihrem Grab sahen sie einen Schmetterling. Von da an waren Schmetterlinge für Roma immer ein Zeichen von ihrer Mutter und der Präsenz Gottes. Diese fragilen und anmutigen Tiere haben seit diesen frühen Tagen einen wichtigen Platz im Leben der Schauspielerin und erinnern sie immer an ihre Mutter und an ihren Glauben.

Roma Downey – maybe some of you remember seeing her as angel Monica in the series „Touched by an Angel“ which was produced in the years between 1994 and 2003 and was first shown in german television in 1995. She is the author of this lovely book which contains a lot of positive, meaningful and motivational stories of her life and life in general. A life which also had a lot of ups and downs.

The mother of Roma passed away when she was just a little kid and when she visited her grave for the first time with her dad they saw a butterfly. From that moment on butterflies have been a sign for Roma, that her mother and God were watching over her and guiding her in life. These fragile and graceful animals since these days had a strong place in the life of the actress and always remember her of her mom and the positive influence of belief.

Wenn ihr ein Buch lesen möchtet, dass euch nachdenken lässt, dass euch positiv motiviert, wunderbar gestaltet ist und außerdem noch einige großartige Zitate und Lebensweisheiten enthält, seid ihr hier bei „Box of Butterflies“ genau richtig.

Ich habe zwar einige Zeit gebraucht, um das Buch nach dem Erwerb zu lesen, da ich immer auf den richtigen Zeitpunkt gewartet habe, aber eigentlich kann man dieses Buch in jeder Situation lesen.

Definitiv eine Empfehlung!

If you are looking for a book to read that will keep you thinking, that will influence you in a positive way, that is designed pretty lovely and which contains some really lovely quotes and worldy wisdom – definitely „Box of Butterflies“ is your go-to-book.

It took me quite a while to read this book after purchasing it, because I was kind of waiting for the right moment – but this precious gem is really a book which you could read anytime.

Definitely a recommendation!

Für Menschen, die manchmal kein Licht mehr sehen…

…ist Allesandro Zanardi bestimmt ein Mensch, der ihnen Hoffnung und Zuversicht geben kann.

Der Italiener war Rennfahrer – bis er 2001 schwer verunglückte und seitdem ohne Beine leben muss.

Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, weiterhin aktiv zu bleiben.

Er stieg wieder in den Rennwagen, fuhr wieder für BMW und gewann 2005 sein erstes Rennen nach dem alles-verändernden Unfall.

Bei den Paralympics im letzten Jahr in London nahm er ebenfalls teil – als Fahrer eines Handbikes. Und: er gewann: Gold im Einzelzeitfahren sowie im Straßenrennen. Silber gewann er im Mixed-Teamfahren.

Alessandro Zanardi ist ein Vorbild – nicht nur für behinderte Sportler, sondern auch für alle Menschen, die auf der Suche sind. Auf der Suche nach positiver Motivation, nach Lebenswillen. Kurz: für alle, die Hoffnung brauchen.

Einen sehr interessanten Videobeitrag zu Alessandro Zanardi gibt es hier zu sehen.

 

Wenn die Zeit einem keine Wahl lässt: Pam Jenoff’s „Der Kommandant und das Mädchen“

Bereits in meinem letzten „Zu Empfehlen…“-Artikel habe ich euch auf den Roman „Der Kommandant und das Mädchen“ von Pam Jenoff aufmerksam gemacht.

Heute nun möchte ich euch dieses wunderbare Buch ein wenig näher vorstellen:

Bildquelle: https://dksw3hw5iu1be.cloudfront.net/1773658/thumbs/205.gif

 

„Als wir den weitläufigen Marktplatz überqueren, auf dem sich Tauben rund um die abgestandenen Pfützen scharen, betrachte ich argwöhnisch den Himmel. Ich greife Lukasz‘ Hand noch etwas fester, um den Jungen zur Eile anzutreiben. Ein erster Regentropfen verfängt sich in seinen blonden Locken. Gott sei Dank, dass es wenigstens blonde Locken sind.“ (S. 11)

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In diesen Anfangszeilen begegnen wir einer jungen Jüdin. In Rückblenden erzählt sie, wie sie ihren Ehemann Jakub kennengelernt hat und wie sie schließlich heirateten.

„“Wir leben in einer Zeit der Ungewissheit“, […] Aber ich weiß, egal, was uns erwartet, ich möchte meinem Schicksal gemeinsam mit dir begegnen. Würdest du mir die Ehre erweisen und meine Frau werden?– „Ja“, hauchte ich, als er den silbernen Ring mit einem eingefassten winzigen Diamanten über meinen linken Ringfinger schob.““(S. 21)

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Doch die Zeiten ändern sich. Emma verliert, wie viele zur damaligen Zeit, ihre Arbeit und ihre Eltern werden von den deutschen Besatzern in ein Ghetto verschleppt. Zudem muss sie mit ansehen, wie die schwangere Frau des ansässigen Rabbis vor ihren Augen und vor den Augen ihres Jungen (Lukasz) und ihres Mannes erschossen wird.

Die Grausamkeiten sind für die junge Frau fast unerträglich. Noch dazu ist die junge Frau von ihrem Mann getrennt, der für den Widerstand arbeitet.

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Doch Emma hat Glück im Unglück. Sie wird in einer Nacht-und-Nebel-Aktion aus dem Ghetto begfreit und findet Unterschlupf bei Krysia – der Tante ihres Mannes.

„Krysias warmherzige Begrüßung erschien mir damals ausgesprochen ironisch, da sie nicht mal Jüdin, sondern eine strenggläubige Katholikin war. […] Mir wurde schnell klar, wieso Jakub seine Tante so bewunderte. Ihre Mischung aus Eleganz und unberechenbarem Temperament war einfach unwiderstehlich. […] Angesichts ihrer stattlichen Erscheinung schämte ich mich für meine abgetragene Kleidung und mein zerzaustes Haar, doch sie nahm meine Hand, zog mich zu sich ins Haus und schloss mich in ihre Arme.“ (S. 68-70)

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Um ihre wackelige Sicherheit nicht zu gefährden, bekommt Emma neue Papiere und nennt sich ab diesem Zeitpunkt Anna. Anna Lipowski. Auch ihre Identität als Gläubige wird umgekrempelt: sie ist nun laut den Papieren keine Jüdin mehr, sondern katholische Polin. Und Jakubs Tante Krysia fungiert nun auch als ihre Tante.

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Nach einer Weile beginnt auch sie für den Widerstand zu arbeiten und nimmt eine Arbeit als Sekretärin beim hochrangigen deutschen Kommandanten Georg Richwalder an. Nach und nach verlangen die Mittelsmänner des Widerstandes auch Aufgaben von Anna: das Entnehmen von Passierscheinen, die Suche nach interessanten Details zu zukünftigen Aktionen der Nazis.

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Anna fühlt sich immer mehr zu ihrem eigentlich verhassten Arbeitgeber hingezogen und soll auch seine Nähe suchen, um an Informationen zu gelangen. Sie wird immer vertrauter mit dem Kommandanten und er ist ebenfalls von ihr fasziniert.

Auf Anraten des Widerstandes beginnt Anna eine Affäre mit Georg Richwalder, der diesem Lauf der Dinge sichtlich zugetan ist.

Allerdings hat Anna nie ihre Eltern vergessen, die im Ghetto ihr Dasein fristen müssen – und schon bald tauchen Pläne auf, die die zukünftige Schließung des Ghettos beinhalten…

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Anna erfährt außerdem von der ersten Frau des Kommandanten: Margot. Sie hat sich das Leben genommen. Sie war eine Halbjüdin – und der Kommandant hatte sich geweigert, ihren Vater zu retten. Aus Angst, ihre Identität zu verraten und sie ebenfalls zu verlieren. Verloren hat er sie. Sie und ihr ungeborenes Kind.

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Die Affäre zwischen Richwalder und Anna nimmt neue Ausmaße an, als die junge Frau entdeckt, dass sie schwanger ist…

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* Wird Anna das Kind behalten?

* Wie reagiert der deutsche Kommandant auf diese Neuigkeiten?

* Was, wenn er erfährt, dass Anna ihn die ganze Zeit angelogen hat?

 

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„Der Kommandant und das Mädchen“ ist ein mitreißendes Buch, das den Leser nicht unberührt zurücklässt.

Sicher ist man als erstes einmal in einer eher abgeneigten Haltung dem deutschen Kommandanten gegenüber, lässt diese Wand allerdings schnell ein wenig einfallen.

Sicher hat man die Greueltaten der Nazis in den Zeiten der Herrschaft Hitlers im Hinterkopf, dennoch kommt man nicht umhin, Sympathien für alle Charaktere des Buches zu entwickeln – so auch für den Kommandanten.

Georg Richwalder ist – wie auch Anna/ Emma – ein von der Zeit überrumpelter Charakter.

Er ist in den Kommandantsposten gesetzt worden und hat ihn ohne zu Murren übernommen, auch wenn im Buch mehrfach deutlich wird, dass er dem was er tut/ tun muss, zwiegespalten gegenübersteht.

Er ist viel in Erinnerungen an die Vergangenheit versunken und doch in der Beziehung zu Anna hoffnungsvoll und glücklich.

Diese Beziehung, die eigentlich nicht sein darf, gibt ihm den Halt, den er braucht und den er seit dem Tod seiner Frau (oder schon früher) verloren hat.

Beide – Anna und Georg – sind verlorene Seelen auf der Irrfahrt durch die Wirren der Nazizeit.

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Pam Jenoff ist es gelungen, mit „Der Kommandant und das Mädchen“ einen Roman zu schreiben, der fesselt, fühlen lässt und auch die Unsicherheiten und Zwiespalte des Lebens und der eigenen Entscheidungen einbezieht.

Ihre Charaktere sind liebevoll, zornig, sie vergeben, sie lügen und sie lieben.

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Mit „Die Frau des Diplomaten“ liefert Pam Jenoff auch einen Nachfolgeroman, der sich um die Jüdin Marta dreht, die eine Freundin Annas ist/war und deren Schicksal im ersten Buch offen gelassen wurde:

Bildquelle: http://www.mira-taschenbuch.de/typo3temp/pics/e548f58611.jpg

 

AUF JEDEN FALL IST „DER KOMMANDANT UND DAS MÄDCHEN“ EIN BUCH, DAS MAN ZUMINDEST EINMAL GELESEN HABEN SOLLTE. EINE ANRÜHRENDE UND FESSELNDE GESCHICHTE IN DEN ZEITEN DER NAZIHERRSCHAFT – EINE LANGSAM WACHSENDE ANZIEHUNG ZWEIER MENSCHEN, DIE DAS SCHICKSAL NICHT FÜREINANDER BESTIMMT HAT!

 

 

Nicht jeder ist, wonach er aussieht – „Abel`s Field – Wege einer Freundschaft“

Heute war wieder einmal DVD-Zeit und ich habe mich einem Film gewidmet, der – wie wenige andere – es schafft, zu berühren, zu unterhalten und gleichzeitig zum Nachdenken anzuregen. Dabei handelt es sich um einen ruhigen und beständigen Film mit guten Schauspielern, die in ihren Rollen überzeugen können. Die Rede ist von:

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In Sinai lebt Seth (Samuel Davis) mit seinen zwei jüngeren Schwestern Mary und Cary (Catie und Elizabeth Duff).

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Auch Abel (Kevin Sorbo) wohnt in dieser kleinen Gemeinde. Als wir ihm das erste Mal begegnen, putzt er in einem grauen Overall gekleidet den Umkleideraum der örtlichen Footballmannschaft.

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Die Sprinkleranlage der „Tigers“ (so der Name des Footballteams) ist hin – und ihr Spielfeld sieht katastrophal aus – das Gras sieht überall besser aus als hier…

Schon überträgt der Coach des Teams Abel eine neue Aufgabe.

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Die „Tigers“, das vom Coach heißgeliebte Team, ist so, wie man es aus vielen anderen Filmen kennt: hochnäsig, arrogant und manche sind auf Streit aus. Es kommt, wie es kommen muss: Seth (der auch einmal Football gespielt hat) kann sich nicht zurückhalten und kassiert ein Veilchen. Aber Seth hat noch ganz andere Probleme:

Er arbeitet in einer Autowerkstatt und jobt im Imbiss, um am Spieltag die Besucher „kulinarisch“ bei Laune zu halten.

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Auch der Charakter Abel ist vielschichtig und nicht zu durchschauen. Schon zu Beginn lernen wir als Zuschauer Abels Charakter kennen, als er in einer Bar sitzt, Notizen in ein Buch macht und Orangensaft trinkt.

Er ist zurückhaltend und lässt sich nicht gern auf Menschen ein.

Aber zu allen, die ihm begegnen, ist er höflich.

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Die erste Begegnung zwischen dem wortkargen Abel und dem problembehafteten Seth findet statt, als der Coach Seth zu Strafarbeiten „bittet“. Er soll mit Abel zusammen die Sprinkleranlage instandsetzen. Nun hat Seth noch einen Job mehr…

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Im Laufe des Films erfahren wir Stück für Stück Einzelheiten aus dem Leben der beiden Protagonisten.

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Seth lebt allein, sein Vater ist unterwegs. Seine Mutter ist vor einiger Zeit gestorben (im jungen Alter von 35), er hat Hypothekenschulden bei der Bank. All diese Probleme wachsen dem 17-jährigen über den Kopf, muss er doch viel mehr Verantwortung übernehmen, als er stemmen kann.

Dabei ist Seth ein stolzer junger Mann, der zwar dringend Hilfe braucht, aber nicht geneigt ist, um diese zu bitten – oder Zuwendungen anzunehmen. Zwar nimmt er ab und an Kuchen vom Pfarrerehepaar an, aber das ist auch schon für ihn das Höchstmaß.

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Auch Abel hat so seine Geheimnisse, die erst in den letzten Minuten des Films Auflösung finden.

Trotz seiner eigenen Probleme ist Abel ein hilfsbereiter Mann, der merkt, dass er dem Jungen helfen muss.

Zwischen beiden entwickelt sich langsam eine Art Freundschaft. Beide sind in ihrer Art ähnlich, obwohl sie vor unterschiedlichen Problemen und deren Lösungsmöglichkeiten davonlaufen. Das verbindet.

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„Es ist OK. um Hilfe zu bitten. Du  musst nicht alles allein durchstehen.

Ich habe keine andere Wahl. Kann Gott meine Hypothek bezahlen?“

Ein weiteres Thema, das im Film angesprochen wird sind Vorurteile. Und zwar diejenigen, die wir haben, sobald wir einen Menschen ansehen und von diesem ersten Eindruck unsere Schlüsse auf den gesamten Menschen ziehen. So hat Seth das Vorurteil, dass tätowierte Männer (Abel hat eine Menge Tatoos) trinken. Allerdings verspürt Abel keinen Hang zu alkoholischen Getränken und hat die passende Antwort für den Jugendlichen:

„Nicht jeder ist, wonach er aussieht.“

In Seth wächst der Wunsch, mehr über den einsiedlerisch lebenden Abel zu erfahren und auch der wortkarge Mann merkt, dass ihm mehr fehlt, als ein fester Wohnsitz.

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Wird Seth seine Geldprobleme lösen können?

Welches Geheimnis verbirgt Abel?

Ist Seth wirklich durch und durch ein guter Kerl – oder lässt er sich durch seine Verzweiflung geleitet  doch zu einer schlechten Tat hinreißen?

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„Abel’s Field“ ist ein Film, der bewegt.

Eine Geschichte, die nicht durch Gewaltbilder und überflüssige Einzelheiten besticht, sondern durch die Wahrhaftigkeit einer Freundschaft, die seine Zeit gebraucht hat, um sich zu entwickeln.

Es ist ein Film über den Glauben. Den Glauben an Gott, an eine höhere Macht im Leben, den Glauben an sich selbst und das Gute in einem selbst.

Abel und Seth zeigen auf eindrucksvolle Weise, dass man Menschen an sich heranlassen kann und um Hilfe bitten kann.

Allerdings muss auch ich als Zuschauerin zugeben, dass das nicht immer leicht fällt.

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„Abel’s Field“ sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Der 104-minütige Film bietet durchgehend gute Unterhaltung für die ganze Familie und ist zu keiner Zeit langweilig oder uninteressant.

Die Hauptrolle spielt die Freundschaft zwischen zwei einzelgängerischen Männern, die voneinander lernen.

Samuel Davis und Kevin Sorbo spielen die zwei Charaktere mit viel Überzeugung und entsprechend glaubhaft.

Auch die Musikauswahl ist gelungen, allen voran der Titel „Amazing Grace“.

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Nähere Informationen zum Film findet man u.a.:

hier – offizielle Filmseite

hier – Interview mit Kevin Sorbo

hier – Eindrücke vom Besuch am Set

 

 

„What if…“ – Was, wenn du dein Leben ändern könntest…

Gestern war wieder einmal DVD-Abend angesagt – und was läge da  näher als ein schöner, ruhiger und familienfreundlicher Film, der noch dazu mit guten Schauspielern aufwartet?

Außerdem war mir ein freundlicher Film wichtig, da ich gerade Marion Schreiners „Vielleicht gab es keine Schuld“ lese, was doch etwas härterer Lesestoff ist und ich einen Ausgleich brauchte.

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Also fiel meine Wahl auf: „What if…“ – ein Film über das Leben, seine Wendungen und den Glauben an das Gute und zweite Chancen…

Bildquellle: http://outnow.ch/Media/Movies/Posters/2010/WhatIf/020607/78ffa8bf939add0b64e61a84859f116e/view

Zu Beginn des Filmes lernen wir Ben (Kevin Sorbo) und Wendy (Kristy Swanson) kennen – ein junges Paar. Beide lieben sich und wollen heiraten. Aber zunächst kommt eine Trennung auf die beiden zu: Ben muss für 4 Wochen auf Reisen und bekommt aus diesem Anlass von Wendy eine Bibel geschenkt – mit Widmung. Ben fährt weg – und vergisst die Bibel auf der Bank.

Danach folgt der erste Zeitsprung im Film: wir gehen 15 Jahre in die Zukunft:

Ben ist ein Geschäftsmann mit Schlips und Anzug geworden, der in einer großen Firma arbeitet, erfolgsverwöhnt ist und außerdem geldgierig – keine besonders glückliche Wendung.

Bildquelle: http://www.orlandofamilymagazine.com/wp-content/uploads/2011/03/what-if-movie-4.jpg

Als er eine Einladung zu einer Benefizveranstaltung erhält (durchgeführt von seiner Highschoolliebe Wendy), lehnt er ab und weist seine Sekretärin stattdessen an, einen Geldbetrag zu überweisen – das zeigt wieder einmal den Stellenwert, den das Zahlungsmittel in Bens Leben eingenommen hat. Seine Freundin – ebenso geldverliebt und leicht arrogant – erhält einen Verlobungsring und eine Einladung zum Abendessen in Paris.

Da Ben gut verdient, leistet er sich auch gleich ein schickes Cabrio und fährt durch die Gegend.

Dann passiert es: der Motor streikt und Ben geht K.O. – durch den Airbag…

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Was folgt, ist einfach nur schockierend für Ben und wirbelt sein Leben komplett durcheinander… er wird von einem Engel abgeschleppt:

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Ben landet wieder in Clearville – seinem Heimatort, den er viele Jahre nicht besucht hat und den er auch gemieden hat, da er froh war, dort nicht mehr zu leben.

Der Engel/ Mechaniker (John Ratzenberger) gibt ihm den Rat, seine jetzige Wirklichkeit zu akzeptieren und die Zeit auszukosten – für den Geschäftsmann natürlich ein Ding der Unmöglichkeit. Dennoch landet er in einem völlig anderen Leben – und ist zunächst geschockt:

Bildquelle: http://www.christianfilmdatabase.com/wp-content/uploads/2010/08/What-if-Christian-MovieFilm-DVDBlu-ray.jpg

In diesem Leben ist er mit Wendy verheiratet und Vater zweier Töchter. In sein neues Leben platzt er ausgerechnet an einem Sonntag, als sich Wendy und die Kinder für die Kirche fertig machen. Dann der nächste Schock:

Ben ist der Pastor der kleinen Gemeindekirche und mit diesem „neuen“ Job zutiefst überfordert – so kommt es, dass er bei der Predigt nur wirres Zeug redet und die Konsumgesellschaft lobend hervorhebt: mehr arbeiten, mehr Geld verdienen und dadurch glücklich sein…

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Ben ist total verzweifelt und fordert den Engel auf, ihn wieder in sein früheres Leben zu bringen. Da dies nicht möglich ist, zeigt er ihm, wie sein Leben ohne ihn verlaufen würde: keiner kennt ihn, seine frühere Freundin ist mit seinem Kollegen verlobt und der fährt auch sein Auto…

Selbst nach dieser Aktion ist Ben nicht feinfühliger geworden und bringt nicht nur seine Tochter gegen sich auf…

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Wird Ben sich in seiner neuen Realität zurechtfinden?

Was passiert, als Ben in sein altes Leben zurückkehren kann/ muss? Trifft er Wendy wieder? Wenn ja, wie hat die Zeit sie verändert?

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FAZIT:

Dieser Film ist voller Wendungen.

Er zeigt auf, wie wichtig die kleinen Dinge im Leben sind und dass Geld eigentlich eine zweitrangige Rolle spielen sollte. Wichtiger als Geld sind die Menschen, denen wir begegnen und die unser Leben bereichern – egal für welche Zeit und mit welchem Ergebnis.

„What if“ ist durch und durch mit einer guten Schauspielerriege besetzt, die ein sehr gutes und stimmiges Gefühl verbreitet. Nicht umsonst war dieser Film in nur drei Wochen abgedreht.

Auch die Synchronisation ist nicht zu verachten und passt genau auf die jeweiligen Charaktere.

Diesen Film kann ich nur empfehlen und hoffe, einige von euch lassen ihn in euer Leben.

Hier gibt es noch ein Interview mit dem Hauptdarsteller Kevin Sorbo.

Hier findet ihr den englischsprachigen Trailer und hier den deutschsprachigen.