~ Bücher für die Seele / Books that nourish your soul ~

Notes to my english speaking readers: the first part of the article is bilingual, the second one is only in german language.

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Lange Zeit habe ich nichts mehr von mir hören lassen, doch nun kann ich euch gleich zwei Bücher empfehlen, die mich in den letzten Wochen begleitet haben.

Eins findet sich in der Kategorie „Roman“ einer bekannten Kinderbuchautorin und das andere findet man wohl eher in der Selbsthilfe-Ecke des Buchladens. Beide haben eins gemeinsam: es sind positive Bücher, die beim Lesen positive Emotionen auslösen und sicher auch noch lange im Gedächtnis bleiben.

Long time no read, but now I can recommend you two books that accompanied me during the last weeks.

One of them is a novel by a famous author of childrens books and the other one you can find in the corner with self-help-books of your local bookstore. Both have one thing in common: both of them are positive books that make you feel good while reading and definitely stay in your memory after finishing the book.

Fangen wir an mit dem „Selbsthilfebuch“ – obwohl ich diesen Kategoriebegriff nicht besonders mag. Es geht um Seelenarbeit, positiven Fokus und das Heilen innerer negativer Aspekte, die uns im Leben behindern können.

Der Titel des Werkes: „Vibrate Higher Daily“.

Let’s start with the self-help-book – although I don’t really like that definition. It’s about soul work, positive focus and the healing moments of negativity that you can have in your life and that is hindering you from achieving great things in your life.

This great book is titled: „Vibrate Higher Daily“.

„How do you thrive in a world that does not honor who and what you are – at the most real level?“

(Vibrate Higher Daily, page 3)

Diese unsere Welt ist geprägt von einem „Höher, Schneller, Weiter“-Rhythmus, der viele Menschen (ver)zweifeln lässt und der nicht wenige nach einem echten Sinn in ihrem Leben suchen lässt.

Our world is full of a „higher, faster, further“ pace, that many humans are doubting and more and more humans are looking for a real purpose in their live.

„A world living beneath its potential is what we have allowed planet Earth to become, hence, why we see so much chaos, imbalance, and dis-ease. The good news is, there is another way of being in the world.“  (Vibrate Higher Daily, page 3)

Lalah Delia zeigt uns in ihrem Buch, wie wichtig es ist, ein positives Mindset zu haben, positive Gedanken und Lebensweisen zu kultivieren und zu leben, damit wir unserem Leben eine positive Wendung geben und wir gute Dinge im Leben anziehen.

Lalah Delia shows in her book the importance of having a positive mindset, encourage and live positive thoughts and habits, so that we can change our lives towards good moments, good things and in doing so attracting more good things to happen in our lives.

„There’s a pathway of higher potential and power that, when honored, transforms your reality – and you. When it becomes the way you relate to all things in life, you are empowered. So instead of living a life of inducing, or being continually affected by, stress and negativity, I invite you to enter a life that reduces, overcomes, and transcends it.

This book is here to encourage and support you while challenging you to expand your way of thinking, living, and being.“

(Vibrate Higher Daily, page 4)

 

„Vibrate Higher Daily“ ist ein motivierendes Buch, welches nicht mit erhobenem Zeigefinger Möglichkeiten aufzeigt, sondern ein Begleiter, um die positiven Aspekte im Leben zu manifestieren und zu stärken.

Lalah Delia zeigt anhand ihres eigenen Lebens und des positiven Wandels, den es genommen hat, wie sie vorher war, welche negativen Einflüsse sie überwunden hat und wie sie sich auf diesem Weg selbt gestärkt hat.

„Vibrate Higher Daily“ is a motivational book that doesn’t show you the wagging forefinger but it is more a companion to nudge you in the right direction of a more positive life and a stronger self.

Lalah Delia shows in insights of her life how the higher vibrational life has changed herself, her life and her look on the more positive vibes of everyday living. She has overcome negative influences and got stronger along the way.

Definitiv eine Leseempfehlung, auch wenn man den positiven Weg bereits für sich gefunden hat.

Definitely a reading recommendation, even when you are already vibrating higher.

(„Vibrate Higher Daily“ ist erschienen im Harper One Verlag / The book is published by Harper One)


 

Das zweite Buch – der Roman, wurde verfasst von der bekannten Autorin Frances Hodgson Burnett, bekannt u.a. durch „Der kleine Lord“, „Die kleine Prinzessin“ oder „Der geheime Garten“. Sie schrieb über 40 Kinder- und Jugendbücher, eine Autobiografie und mehrere Romane. Einen davon habe ich lange gesucht, nun gefunden und mit viel Freude gelesen.

Der Titel: „Das Herz einer Lady“.

„Das Herz einer Lady“ lebt von den kleinen und umfangreichen Schilderungen diverser Einzelheiten – sei es Kleidung oder die Ausstattung eines Raumes. Der Hauptcharakter, Emily Fox-Seton, ist ein sehr positiver Mensch, den manche vielleicht ein wenig naiv finden oder zu „Gutmensch“-haft.

Ich allerdings fand diese Art von Charakter sehr erfrischend und stark. Emily Fox-Seton weiß, dass sie ein schwieriges Leben hat, aber sie hat diesen für sich positiven Lebenswillen, der ihr die Situationen, die für andere vielleicht hart wären, leichter machen und sie zu einem überaus freundlichen und liebenswerten Charakter machen.

„Bei dieser glücklichen Lösung ging ein Leuchten über ihr Gesicht. Sie war eine so schlichte und normal denkende Person, dass es nur weniger Dinge bedurfte, damit ihr das Leben in einem helleren Licht erschien und sich ein gutmütiges, kindliches Lächeln auf ihrem Gesicht zeigte. Die freundliche Geste eines Menschen, ein kleines Vergnügen oder ein kleiner Trost, und schon glühte sie vor inniger Freude.“

(Das Herz einer Lady, Seite 8)

 

Emily wohnt in einem kleinen Zimmer zur Miete, hat ein wenig Geld von einer früheren Herrin geerbt, erledigt Einkäufe für andere Leute und hat ein gutes Händchen, was Menschen und Kleidung angeht. Sie lebt extrem sparsam und hat mit ihrem Lebensstil und ihren Angewohnheiten schon so manchen bessergestellten Menschen geholfen.

Dann wird sie von Lady Maria Bayne auf ihr Landgut Mallowe Court eingeladen, um dieser ebenfalls bei den Vorbereitungen zu ihrem Sommerfest beizustehen und sie nach Kräften zu unterstützen.

Auf dem Gut lernt sie Lord Walderhurst kennen, den verwitweten Cousin der Lady, der trotz fortgeschrittenem Alter eigentlich keine Pläne hat, sich erneut zu verheiraten. Dennoch sind die anwesenden Damen allesamt darauf erpicht, die neue Lady Walderhurst zu werden.

Ohne, dass Emily es ahnt, findet der Lord wohl Gefallen an ihr und bittet sie in einer etwas merkwürdigen Situation um ihre Hand. Überglücklich nimmt sie den Antrag an und hat in der Folgezeit genug damit zu tun, sich an das Leben als neue Lady Walderhurst zu gewöhnen.

Sie hat nun die finanziellen Mittel, um sich Dinge leisten zu können, von denen sie vorher nur träumen konnte – und doch steht das Wohl ihres Gatten immer im Vordergrund ihres Handelns und ihres gesamten Lebens.

Doch – wie sollte es auch anders sein – es gibt auch Neider und missgünstige Personen, die die neue Hausherrin am liebsten tot sehen würden – zumal auch das Thema eines zukünftigen Erben des Vermögens im Hintergrund lauert.

Dass die intriganten Personen aus dem (wenn auch unbeliebten) Familienumfeld stammen, hätte zu Beginn der Geschichte niemand geahnt…

„Das Herz einer Lady“ ist ein ruhiger Roman, der trotzdem nicht langweilig ist und der von grandios gezeichneten Charakteren lebt, die man in manchen heutigen Romanen lange sucht.

Eine Leseempfehlung für alle, die der schnelllebigen Zeit für eine Weile entfliehen wollen und die Gefallen finden an einem ausschweifenden, aber trotzdem fließenden Schreibstil. Lesen lässt sich das Buch wunderbar und das Lebensumfeld von Emily Fox-Seton lebt in vollem Umfang vor dem inneren Auge auf und verschönert das Leseerlebnis.

Erschienen ist „Das Herz einer Lady“ im Goldmann Verlag.

~ Hochsensibel geboren – ein Buch von großer Bedeutung ~

Note to my english-speaking readers: This article will only be available in german language. If you are interested in it – contact me and I tell you about it. Thank you.

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„‚Ach herrje, was bist du überempfindlich!‘ ‚Verträgst du denn gar nichts?‘ ‚Jetzt überreagierst du aber!‘

Das alles haben wir schon zigmal gehört. Die negativen Kommentare, wie mimosenhaft wir seien, wie wir auf alles überreagierten, von Gerüchen und Stimmen über Geräusche und Lärm bis hin zu Stress.

Andere hielten sehr viel mehr aus. Andere vertrugen etwas. Andere kamen klar. Andere sahen über etwas hinweg.“

(Hochsensibel geboren, Seite 11)

Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wann und wie ich auf dieses Buch aufmerksam wurde. Vielleicht habe ich es in einer Zeitschrift gesehen, vielleicht aber auch einen Facebook-Post gelesen – ich kann es nicht mehr sagen.

Was ich weiß: es ist eines der interessantesten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe – abgesehen von deutschen und englischen Romanen.

Vielen werden, wenn sie die Autoren lesen, denken: naja, das ist bestimmt wieder so ein Pseudo-Selbsthilfebuch, was nicht unbedingt lesenswert ist. Hier ist das Gegenteil der Fall.

Märtha Louise und Elisabeth Nordeng haben einen einfühlsamen Schreibstil, der persönliche Anekdoten verbindet mit belegbaren Informationen über den Charakterzug der Hochsensibilität. So informieren sie über bisherige Forschungen auf dem Gebiet, u.a. durch die amerikanische Spezialistin Elaine N. Aron und stellen klar heraus, dass es unterschiedliche Typen von hochsensiblen Menschen gibt – die introvertiert geprägten und die extrovertiert geprägten, die High Sensation Seeker (HSS), zu denen auch die beiden Autorinnen gehören.

„Gehirnforscher der University of British Columbia und der Cornell University haben also Unterschiede zwischen dem Gehirn von Hochsensiblen und dem von Nichthochsensiblen nachgewiesen. Weil das Nervensysten Hochsensibler feinfühliger ist, muss ihr Gehirn mehr Prozesse verarbeiten. Deshalb lautet der wissenschaftliche Terminus für dieses Persönlichkeitsmerkmal sensory-processing sensitivity.“

(Hochsensibel geboren, S. 20)

Über Erlebnisse und Erfahrungen von der frühen Kindheit, über die Jugendzeit bis hin ins Erwachsenenalter mit seinen Herausforderungen – in dem Buch geben uns Märtha Louise und Elisabeth einen Einblick in ihre Leben und in Zeiten, in denen sie gestrauchelt sind und sich unverstanden fühlten. Es hat für beide eine Weile gedauert, bis sie sich über ihre Hochsensibilität im Klaren waren.

„Mit der Zeit verstanden sie, wie es um mich bestellt war. Sie begriffen, dass ich vergnügt war, es mir irgendwann aber schlicht und einfach zu viel wurde. Und ich erkannte, dass ich Pausen einlegen musste und Zeit für mich alleine brauchte, auch wenn die anderen dieses Bedürfnis nicht hatten.“

(Hochsensibel geboren, S. 74)

In ihrem Buch machen die beiden Autorinnen auch deutlich, dass Hochsensibilität kein „rein weiblicher“ Lebenszug ist, sondern dass genauso viele Männer einen hochsensiblen Charakterzug in sich tragen. Sie machen uns Lesern auch bewusst, dass es kein „Fehler“ ist, den man als Mann oder heranwachsender Junge ausmerzen und beseitigen muss, sondern dass man seine Gefühle und seine Sinneswahrnehmungen und damit auch seine Einfühlsamkeit positiv in sein Leben einbauen kann und sollte. – Feiert die Sensibilität!

„[Abschnitt über Arne Kristian Kolberg, Konzernchef Nortura] Ich bin brennend an den Menschen um mich herum interessiert und daran, etwas Sinnvolles zu tun, und ich möchte bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern so gerne Freude und Inspiration triggern. […] Kolberg überlegte eine Weile, ob mit ihm etwas nicht stimme, doch als er nach und nach mehr über Hochsensibilität las und mit verschiedenen Menschen sprach, denen es genauso ging, entdeckte er, dass es eine Bereicherung war.“

(Hochsensibel geboren, S. 146)

In „Hochsensibel geboren – Wie Empfindsamkeit stark machen kann“ geben Märtha Louise und Elisabeth Nordeng auch Anleitungen und zeigen Möglichkeiten auf, wie man im Alltag mit seiner (eventuell gerade erkannten) Hochsensibilität besser zurechtkommt und sich nicht überfordert. Das alles geschieht in einem wunderbar positiven Ton und ich empfinde es als besonders wohltuend, dass Personen, die im öffentlichen Leben stehen, die Leser in ihren Alltag und ihren Charakter mitnehmen – um eine Stütze zu sein, um zu helfen und um einen positiven Effekt zu hinterlassen.

„Gar zu viele Menschen trauen sich nicht zu erzählen, wer sie eigentlich sind. Sie trauen sich nicht, ihre Stimme zu gebrauchen. Sie wurden mit einem großen Potenzial geboren, trauen sich aber nicht, es auszuleben.

Meine Erfahrung ist, dass die Welt ein besserer Ort wird, wenn wir uns trauen, der Mensch zu sein, der zu sein wir geboren sind. Nicht der, der wir nach Ansicht aller anderen sein sollten.“

(Hochsensibel geboren, S. 262)

Definitiv eine Leseempfehlung für Jeden!

P.S.: Über dieses Buch könnte man noch eine ganze Menge weiterer Worte verlieren – doch ich überlasse es den Lesern und Interessierten, sich ihre Meinung zu bilden und offen an das Buch und seine Autorinnen heranzugehen.

Ein Leben für ein Leben… – „Das Geheimnis der Monduhr“

„Unter dem vollen Mond

Doch  nur für eine Stunde

Ist Reflexion der Schlüssel

Für der Monduhr Kunde“

(S. 187)

Holly und Tom sind jung, glücklich verheiratet und gerade in ein wunderschönes Haus gezogen.

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Holly ist auch ziemlich zufrieden mit ihrem Beruf als Bildhauerin, auch wenn sie ab und an mal Kundinnen zu betreuen hat, die ihr nicht so sympathisch sind.

Tom arbeitet als Journalist und ist wegen Umstrukturierungsmaßnahmen viel auf Reisen, was der gegenseitigen Liebe der beiden aber nicht im Wege steht…

Beide planen, ihr Haus zu renovieren – mit Wintergarten und Instandsetzung des Gartens…

Da macht Holly eines Tages eine Entdeckung – ein Sockel im Garten und mehrere Teilstücke in einer Holzkiste, die zu einer Sonnenuhr zu gehören scheinen.

Allerdings ist es keine Sonnenuhr, die sich hinter der Vorrichtung verbirgt, sondern eine Monduhr – und die hat auch noch ungeheuerliche Auswirkungen auf Hollys Leben…

Zum Glück macht sie die Bekanntschaft einer älteren Dame namens Jocelyn, die auch ihre Geheimnisse hat und diese sind ebenfalls mit der Monduhr verbunden.

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Die Monduhr bringt Holly einen Blick in die Zukunft – eine Zukunft, die sie selbst nicht erleben wird und die ihrem Mann Tom und ihrer Tochter Libby das Herz brechen wird…

Zunächst hält die junge Bildhauerin diese Visionen nur für Hirngespinste. Aber bald schon wird ihr der Ernst der Situation bewusst und sie versucht, Auswege zu finden.

Allerdings lässt die Monduhr nicht mit sich handeln:

„Willst du dem Tod entgehen

Rechnet die Monduhr auf

Ein Leben für ein Leben

Das ist der Preis beim Tausch.“

(S. 191)

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FAZIT:

Dieses im Godmann-Verlag erschienene Buch (Originaltitel: Yesterday’s Sun) der Autorin Amanda Brooke (offizielle Website) ist ein Buch zum eintauchen und träumen. Zwar hat die Entstehung des Werkes einen ernsten Hintergrund (der dreijährige Sohn der Autorin erkrankte an Krebs und starb), dennoch handelt dieses Buch von Liebe, Vertrauen und Hingabe.

Tom und Holly könnten ein Paar wie jedes andere auch sein und dennoch erinnerten sie mich beim Lesen ein wenig an Holly und Gerry aus Cecelia Aherns Roman „P.S. Ich liebe dich“.

Diese Verbundenheit und innige Liebe rührt den Leser zutiefst und man wünscht beiden Charakteren nur das Beste, auch wenn die Visionen der Monduhr ein gegenteiliges Bild zeichnen – einen gebrochenen Mann mit einem kleinen Mädchen – allein und verlassen von der Liebe seines Lebens…

Mein Tipp: Unbedingt Lesen!

Ein Interview mit der Autorin kann man ebenfalls lesen und nach einer  Leseprobe  im Anschluss selbst urteilen, ob ein Kauf/ das Ausleihen lohnt – andere Rezensionen und Eindrücke gibt es wie immer hier zu lesen.

„Das Buch Emerald – Die Chroniken vom Anbeginn“

„Sie erwachte, weil jemand sie an der Schulter rüttelte. Ihre Mutter beugte sich über sie.

„Kate.“ Die Stimme war leise und drängend. „Hör mir genau zu. Ich möchte, dass du etwas für mich tust.

Ich möchte, dass du auf deinen Bruder und deine Schwester aufpasst. Hast du verstanden?

Pass auf Michael und Emma auf.“ […] „Ich habe keine Zeit für Erklärungen.

Versprich mir, dass du dich um die beiden kümmerst.“ (S. 7)

 

Bereits mit diesen ersten Worten des Prologs haben wir die Protagonisten des ersten Teils der Trilogie um die Chroniken vom Anbeginn kennengelernt: die Geschwister Kate, Michael  und Emma.

Ihre Geschichte ist recht einfach erzählt: Sie werden von ihren Eltern weggeholt und  landen in einem Waisenhaus nach dem anderen. Nur Kate kann sich an ihre Mutter erinnern, da Michael und Emma zu klein waren, als die Eltern sie weggaben. Nach einer Odyssee durch die Waisenhäuser landen sie im Haus von Dr. Stanislaus Pym.

Und der ist mehr, als er auf den ersten Blick zu sein scheint…

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Eltern – Waisenhäuser – Dr. Pym – die Vergangenheit – die Gräfin – Morum Cadi – Gefangene – Zwerge – das lange Suchen – Magie – und immer wieder: das Buch Emerald...

Dies sind zusammengefasst die Dinge, um die es in John Stephens erstem Teil der Trilogie „Das Buch Emerald“ geht.

Erschienen in der Verlagsgruppe Random House ist dies ein Buch, welches man nicht so leicht weglegen kann. Es besticht durch seinen einfachen Schreibstil, der jedoch so wunderbar gestaltet ist, dass der Leser direkt in die Geschichte gezogen wird und kaum eine Wahl hat, als sich für längere Zeit in ihr aufzuhalten.

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Das zentrale Thema des Buches, welches sich auch durch die anderen beiden Teile zieht ist die Liebe. Die Liebe der Geschwister zueinander und die Liebe zu ihren Eltern, die sie unbedingt finden wollen. Dies ist auch auf dem Cover des neuen Einbands der Bücher zu erkennen. Wie Seifenblasen schnörkeln sich die Buchstaben des Wortes „Love“ in die Höhe und zeigen so das verbindende Element der Geschichten.

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Dabei geht es aber nicht nur um Liebe – es geht um Vertrauen, Mut und das Überwinden von Hindernissen – seien dies nun eine machtgierige Hexe („Die Gräfin“) oder ihre Leibwache, die Morum Cadi – Wesen, die schreckliche Geräusche von sich geben und aus diesem Grund auch „Kreischer“ genannt werden.

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Näheres zu den Personen und Orten, die in den Chroniken eine Rolle spielen findet man hier.

Einen Einblick in die ersten Seiten erhält man auf amazon.de.

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„Das Wichtigste an guten Büchern und an guten Filmen ist das Geschichtenerzählen.“ – Diesen Worten von John Stephens kann ich nur zustimmen. Ohne eine gut erzählte Geschichte nützen sämtliche Effekte nichts. Seine Worte sind die eines Mannes, der sich mit unterschiedlichen Medien auskennt, war er doch vor seinem Schaffen als Autor als Drehbuchautor für große Serien tätig (u.a. Gilmore Girls, Gossip Girl). In diesem Interview erfahrt ihr etwas mehr über ihn und seine Intentionen.

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Was ich  noch sehr interessant finde: auf youtube hat die Verlagsgruppe Randomhouse ein Promotionvideo herausgegeben, welches das erste Buch vorstellt. Man könnte meinen, sie haben schon konkrete Vorstellungen von einer Verfilmung.

 

Mein FAZIT:

Unbedingt lesenswert! Bin schon sehr gespannt auf das zweite Buch der Chroniken.

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„In dem Augenblick, in dem ich das Buch in den Händen halte, werde ich sie freilassen. Ich gebe dir mein Wort.“

Die Gräfin hatte sie  mit einem höhnischen Gesichtsausdruck angeschaut,

und in diesem Augenblick war Kate klar geworden,

dass sie sich auf Gedeih und Verderb der Hexe ausgeliefert hatte.

Unwillkürlich umklammerte sie die Armlehnen des Sessels,

dachte an die Kinder, die irgendwo im Bauch des Schiffes eingesperrt waren.“ (S. 375)