~ Interview mit mir… ~

Wie meine Leser ja bereits wissen, fotografiere ich auch und nun hat das Team von Berufsfotografen ein Interview mit mir geführt.

Da dort auch einige Bilder zu sehen sind, folgt am besten einfach dem Link.

Danke 🙂

So as many of my readers know I like to take pictures and now there is an interview with me online at the following link.

This is only available in german language, but hopefully you will have a good translator.

In case you don’t, please tell me and I am very happy to translate into english 🙂

Thanks for reading.

P1210646

~ Im Gespräch mit… Stefan Kiesbye ~

Note for my english speaking readers: This article is only in german language. IF you are interested in the Interview with Stefan Kiesbye – go and take a look here. Thanks.

Nachdem ich euch vor einer Woche das englischsprachige Interview mit dem amerikanischen Autor Stefan Kiesbye präsentierte, kommt nun die Übersetzung für meine Leser, die sich mehr mit der deutschen Sprache auseinandersetzen möchten.

Viel Spaß 🙂

***

Lieber Stefan, 

vielen Dank dafür, dass du in meiner Rubrik Q&A teilnimmst. Ich weiß, es ist für dich eine stressige Zeit zwischen deiner normalen Arbeit und dem Bewerben von „The Staked Plains kurz vor der Veröffentlichung Ende November. Ich hoffe, dass dieses kleine Interview zur richtigen Zeit kommt und deine Gedanken ein wenig vom Stress löst und du ein wenig entspannen kannst.

Grüße

Sindy

Hier nun die Fragen:

1. Du bist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Vermisst du das Land manchmal noch oder sind es nur bestimmte Menschen, die du vermisst? Was ist deine liebste Erinnerung an das Leben in diesem Land?

Manchmal kommt eine Erinnerung oder ein Bild in meine Gedanken und dann fühle ich den Drang, zurück zu gehen und [das Land] zu besuchen. Die Weihnachtsmärkte, Stunden, die ich mit Freunden in Cafés verbracht habe. Ich vermisse zwei Freunde aus meiner Zeit in Berlin und ich seh sie nicht oft genug. Meine liebste Erinnerung wäre der Frühling in Berlin. Die Stadt war nie schöner als im April und Mai. Es schien, als ob das Leben zurückkehrt.

2. Wann hast du das letzte Mal Deutschland besucht – oder einen anderen Teil Europas? (Was mochtest du am meisten während deines Aufenthalts hier?) 

Ich war 2011 zu Besuch in Deutschland, aber ich habe den letzten Sommer in Lissabon verbracht. Ich mag das günstige Essen und den Wein, aber am meisten liebe ich, wie viel Zeit die Menschen zu haben scheinen, um sich mit Freunden und Nachbarn zu unterhalten. Und es ist so viel Leben in den Straßen. Sicher, Großstädte sind immer etwas hektisch, aber nichts desto trotz scheint immer genug Zeit da zu sein, um einen Kaffee zu trinken und Gebäck zu genießen – genug Zeit für ein Gespräch.

3. In welchen Dingen ist das Leben in Kalifornien anders als das Leben in Deutschland an der Ostsee? Ich bin sicher, das Wetter ist schöner als hier 🙂 Was ist – in deinen Augen – der größte Unterschied zwischen dem Leben in Amerika und dem Leben in Deutschland?

Ja, das Wetter ist das ganze Jahr über wunderbar. Für mich ist der größte Unterschied zwischen den Ländern die Offenheit Amerikas für Veränderungen. 

Der Vater eines meiner Studenten hat kürzlich seinen Doktortitel in Psychologie erhalten – und er ist 55. Wenn du mit deiner Karriere unzufrieden bist, wird es dir keiner Übel nehmen, wenn du eine neue beginnst. Diese Flexibilität ist wunderbar. Unglücklicherweise ist die soziale Sicherheitsnetz nicht sehr stabil. Kleine Fehler können sich zu Katastrophen ausweiten.

4. Du bist Lehrer für kreatives Schreiben an der Sonoma State University – was war das Beeindruckendste, was einer deiner Studenten kürzlich geschrieben hat?

Es gibt viele Geschichten, die beeindruckend waren, aber eine sticht hervor wegen ihrer beunruhigenden Atmosphäre, die wundervoll wiedergegeben wurde.

Eine Frau vermutet, dass ihr Ehemann in den Tod eines jungen Ehepaars verwickelt sein könnte, welches nachts am Strand übernachtet hatte. Ihr gemeinsames Leben scheint vorbei zu sein, aber wie verhält man sich bei diesen Vermutungen? Wie macht man in dieser Situation einen Schnitt? Der Mix aus Angst, Misstrauen und äußerster Traurigkeit ist faszinierend.

 5. Deine letzte Geschichte „The Staked Plains“ erzählt von einem Medium, das mehr Kräfte zu haben scheint, als sie dachte und es erzählt über eine Zeit und einen Ort wo Menschen versuchen, harte Zeiten zu überstehen. Das ist natürlich nur ein extrem kurzer Abriss des Inhalts.

* Welche Gedanken hast du zum Hauptcharakter des Buches, Jenny?

* Hattest du eine klare Vision von ihr, als du mit Schreiben begannst – oder hat sich ihr Charakter während der Arbeit entwickelt?

* Was ist der Grund dafür, dass du Saddle Road Press als Verlag ausgesucht hast?

Jenny war als Charakter ziemlich vollständig als ich begann, an dem Buch zu arbeiten – aber es war trotzdem überraschend zu sehen, wozu sie fähig war. Ich mag sie – nicht weil sie noble Taten vollbringt, aber weil sie weiß, dass das, was sie tut, schrecklich ist und sich trotzdem diese Verstöße erlaubt. Sie realisiert ziemlich früh, dass ihre Entscheidungen schlecht sind – und troztdem geht sie ihren Weg weiter, weil sie sehen will, was passieren wird. Sie will die Dinge und die Menschen mit einer großen Dringlichkeit.

Erzählungen – obwohl sie eine kleine Renaissance erlebt haben – sind der Albtraum eines jeden Lektors. Große Verlage können den Verlust, den sie mit Erzählungen machen nicht wieder auffangen. Aber unabhängige Verlage arbeiten anders. Für sie sind diese kleinen fiktionalen Arbeiten realisierbar. Ich liebe die Arbeit mit Saddle Road Press weil sie jedes einzelne ihrer Bücher äußerst genau bearbeiten und produzieren. Sie haben mir auch eine Mitsprache im Produktionsprozess erlaubt – ich habe jede einzelne Seite gesehen, bevor sie in den Druck ging.

 

6. Ich habe erst kürzlich deinen Roman „Your house is on fire, your children all gone“ in deutscher Sprache gelesen. Dort läuft er unter dem Titel „Hemmersmoor“. Das war ebenfalls eine Leseempfehlung einer Person, die ich sehr schätze.

Hast du einen Menschen in deinem Leben, dem du mit Leseempfehlungen traust? 

Warum, denkst du, ist es wichtig, solche Menschen (sei es nun Familie oder Freunde oder einfach Menschen, die du bewunderst) im Leben zu haben?

Bist du für jemanden „diese Person“?

Momentan habe ich niemanden, der mich mit Leseempfehlungen versorgt, was ich sehr bedauere. Aber die Studenten erzählen mir oft von ihren Leseerfahrungen – und ich habe eine Liste mit Büchern, die ich mir besorgen muss. 

Es gibt eine ganze Reihe von Menschen, die ich bewundere, und die wichtigsten konnten mir in Zeiten helfen, in denen ich irgendwie festsaß. Oft waren es Lehrer. Dagmar von Thomas, meine Schauspiellehrerin in Berlin, hat mir über ziemlich schwere Zeiten hinweg geholfen. Irving Feldman, mein erster Lehrer für kreatives Schreiben, war einer der scharfsinnigsten Leser, die man sich vorstellen kann – und er half mir, nicht die Orientierung zu verlieren.

Ich versuche, so präsent wie möglich zu sein, aber man weiß ja nie, was die Menschen von Begegnungen mit dir mitnehmen. Du kannst nur die Person sein, die du bist – und das ist harte Arbeit.

7. Wir haben ja gerade über Buchempfehlungen gesprochen – hast du ein besonderes Buch (oder Bücher), das du den Lesern meines Blogs gern empfehlen würdest?

Das große Heft von Agota Kristof; Verlangen von Jeanette Winterson

8. Mein Blog beschäftigt sich ja auch mit anderen Medien außer Büchern und ich würde dich gern ein wenig zu deinen Interessen befragen.Was – außer Lesen und schreiben und deiner Familie – interessiert dich sonst noch? Schaust du gern Filme oder Serien – oder bist du eher der Naturmensch, der gerne wandern geht und fotografiert – oder gibt es etwas anderes, abseits von den „normalen“ Aktivitäten?

Ich wünsche, meine Aktivitäten wären anders, aber sie sind ziemlich normal. Ich schaue derzeit mehr Fernsehen als Filme im Kino. Serien wie The Fall (mit Gillian Anderson), Broadchurch, Game of Thrones und Mad Man habe ich mit großer Hingabe angeschaut. Und ich liebe britische Krimis, von Lewis über Inspektor Linley und DCI Banks.

Ich bin kein großer Naturbursche aber meine Frau und ich haben drei ziemlich große Hunde und sie brauchen eine ganze Menge Auslauf. Also bekommen wir unseren Anteil an Spaziergängen und es ist immer sehr schön, mit ihnen zum Strand zu gehen.

9. Ich weiß, diese Frage klingt vielleicht komisch, aber ich glaube, die Antwort ist interessant. 

Wie du vielleicht weißt, mache ich gerne Fotografien von Tieren. Wenn du für einen Tag ein Tier sein könntest – welches würdest du sein wollen – und warum?

Ich wäre gern mein Hund Kurt, eine deutsche Schäferhund-Mischung. Er ist die positivste und wildeste Kreatur, die ich kenne. Er ist immer „da“. Er läuft immer auf Hochtouren, er ist unerbittlich. Er lässt dich nicht weg.

10. Schnell-Antwort-Runde: Bitte antworte mit dem Gedanken, der dir als erstes in den Sinn kommt. Danke.

* Liebstes Essen: Pizza von Koronet an der Ecke von Broadway und 110th Street in NYC

* Bist du eine Morgenperson oder Abendperson?  Abend

* Liebste Farbe: Grün

* Schönste Zeit in deinem bisherigen Leben? Kaffee mit meiner Frau Sanaz.

* Größte Einfluss auf deine Schreibarbeit? die Gebrüder Grimm und Ernest Hemingway

* Was vermisst du am meisten während du in Kalifornien lebst? Dass ich mich überzeugend beschweren und jammern kann.

* Größter Wunsch für den Rest deines Lebens? Kaffee mit Sanaz.

* Liebste Musik/ Lied, das du je gehört hast? Autechre, “VLetrmx21”

* Musik, zu der du entspannen kannst? French Chansons, Fado

* Welche TV-Serien schaust du am liebsten dieser Tage? Ich hoffe auf die Rückkehr von Kenneth Branagh’s Wallander. 

* Liebste TV-Serie als du ein Kind warst: Star Trek

* Hast du ein positives Zitat, das dir in den Sinn kommt? “[Leben] is hoffnungslos, aber nicht ernst.” Billy Wilder

Vielen Dank nochmal für deine Teilnahme. Ich werde dir Bescheid geben, wenn dieses Interview online geht. 

Eine letzte Frage: Hast du ein neues Buch in Gedanken oder in Arbeit?

Es ist meine Angewohnheit, nie über zukünftige Projekte zu sprechen. Ich kann es einfach nicht.

***

Ich hoffe, euch hat dieses Interview Freude bereitet, ihr habt etwas über Stefan Kiesbye erfahren und hoffentlich inspiriert euch dies, einige seiner Werke zu lesen.

~ An Interview with… Stefan Kiesbye ~

Anmerkung für meine deutschen Leser:

Dieser Artikel erscheint zuerst in englischer Sprache und demnächst in deutscher. Ich bitte die Leser, die sich nicht so mit der englischen Sprache auseinandersetzen möchten um ein wenig Geduld.

Danke!

***

Dear Readers,

lately I told you something about Stefan Kiesbye’s latest novel „The Staked Plains“ and about an older novel of him which is titled „Your House is on Fire, your children all gone“.

Now the talented author answered some questions I sent him.

If you want to get to know Stefan Kiesbye a little bit – please enjoy the following Q&A 🙂

***

Dear Stefan,

thank you so much for taking part in my Q&A. I know its a busy time for you with your normal work and with promoting „The Staked Plains“ just before its release at the end of November. Hopefully this little Q&A comes in quite nice to take your mind off the stress and to relax a little bit.

Greetings

Sindy

Here are the questions:

1. You were born and raised in Germany. Do you still miss the country sometimes or is it just special people you miss? What is your loveliest memory of living in this country?

Once in a while, some image or memory will pop out and then I feel the urge to go back and visit. The Christmas markets, hours spent with friends in coffee shops. I do miss two friends from my time in Berlin, and I don’t see them often enough. My loveliest memory might be spring in Berlin. The city was never more beautiful than in April and May. Life seemed to return.

2. When was the last time you visited Germany – or any other part of Europe? (If so, what did you like the most while staying here?)

I visited Germany in 2011, but I stayed in Lisbon this past summer. I love the cheap food and wine, but most of all I love how much time people seem to have to talk to friends and neighbors. And so much life is going on in the streets. Of course, big cities are always somewhat hectic and fast-paced, but still, there always seems to be enough time to have a coffee and a pastry, enough time for a chat.

3. How is living in California different from living in Germany at the Baltic Sea? I am sure the weather is much nicer than here 🙂 What is – through your eyes – the biggest difference between living in Germany and living in America?

Yes, the weather is lovely year round. For me, the biggest difference between the countries is the American openness to change. The father of one of my students recently received his doctorate in psychology, and he’s 55. If you feel dissatisfied with your career, nobody will hold it against you if you start a new one. That flexibility is lovely. Unfortunately, the social safety net is not very firm. Small mistakes can turn catastrophic.

4. Being a teacher for Creative Writing at Sonoma State University – what was the most impressive thing a student of you wrote recently?

There are a number of stories that were impressive, but one sticks out for its disturbing atmosphere (which is beautifully rendered). A woman suspects that her husband might have been involved in the shooting death of a young couple that spent the night camping at the beach. Their life together seems over, but how do you act on your suspicions? How do you make that break? The mixture of fear, distrust, and utter sadness is mesmerizing.

5. Your latest novel „The Staked Plains“ is about a medium who seems to have more powers than she thought and about a time and place when people are trying to get through hard times. That’s just the short version of what really goes on in the book.

* What are your thoughts about the main character of the book, Jenny?

* Did you have a clear vision of her when you started writing the book – or did her character evolve during writing?

* What is the reason behind your choice of Saddle Road Press as the publishing company?

Jenny was relatively complete as a character when I started the book, but it was still surprising to see what she was capable of. I love her not because she’s doing noble deeds, but because she knows that what she’s doing is terrible and decides anyway to allow herself these transgressions. She realizes early on that her decisions are bad, and yet, she continues on her path because she wants to see what will happen. She wants things and people with great urgency.

Novellas, while they have enjoyed a bit of a renaissance here, are a mainstream editor’s nightmare. Apparently, large publishers can’t recoup the money they spend on novellas. But independent publishers work differently, and for them, these short works of fiction are viable. I love working with Saddle Road Press because they design and produce each of their books meticulously. They also allowed me to have some input in the production process. I saw every page before it went to press.

6. I recently reread your novel „Your house is on fire, your children all gone“ in German language. There it is called „Hemmersmoor“. This was also a reading recommendation by a person I really admire.

Do you have a person in your life who you trust with recommendations about what to read?

Why – do you think – is it important to have such people (may it be friends, family or just people you admire) in your life?

Are you „this person“ in someone else’s life?

Currently I don’t have anyone who provides me with reading recommendations, which is a pity. But students will often tell me about their reading adventures, and I keep a list of books I need to order.

There are a number of people I admire, and the most important ones were able to give advice during times I felt stuck. Often they were teachers. Dagmar von Thomas, my acting teacher in Berlin, helped me through some particularly rough times. Irving Feldman, my first creative writing teacher, was the most perceptive reader imaginable, and helped me not getting lost.

I try to be as “there” as I can, but you never know what people take away from encounters with you. You can only be the person you are, and that’s hard work.

7. Just talking about recommendations of books to read – do you have a special book (or books) you would like to recommend to the readers of my blog?

Das große Heft von Agota Kristof; Verlangen von Jeanette Winterson

8. As my blog is also about other media than books I would like to ask you a little bit about your other interests. What – besides reading and writing and your family – is the thing that’s interesting to you? Do you enjoy watching movies or series – or are you the nature guy who loves to go hiking and taking pictures – or is it something different from the „normal“ activities?

I wish my activities were different, but they are pretty ordinary. I do enjoy TV a lot more these days than movies. Series like The Fall (with Gillian Anderson), Broadchurch, Game of Thrones, and Mad Men, I’ve been watching with great devotion. And I’m in love with British crime dramas, from Lewis to Inspector Linley and DCI Banks.

I’m not a big nature guy, but my wife and I have three very large dogs, and they need a lot of exercise. So we get our share of runs and walks, and it’s nice to take them to the beach.

9. I know this question may sound weird, but I think the answer is interesting.

As you maybe know I like taking photographs of animals. If you could be an animal for a day – which one would you be – and why?

I’d love to be my dog Kurt, a German shepherd/bloodhound mix. He’s the most positive and ferocious being I know. He’s always “there.” He’s always going at full speed, he’s relentless. He won’t let you slip away and escape.

10. Quick Answer Round: Please just answer with the thought that comes to your mind first. Thank you!

* Favorite Meal: Pizza from Koronet at the corner of Broadway and 110th Street in NYC

* Are you a morning person or an evening person? Evening

* Favorite Color: Green

* Best time in your life so far? Coffee with my wife Sanaz.

* Biggest influence regarding your writing work? Brothers Grimm and Ernest Hemingway.

* What do you miss the most while living in California? Being able to whine and complain convincingly.

* Biggest wish for the rest of your life? Coffee with Sanaz.

* Favorite Music/ Song you ever heard? Autechre, “VLetrmx21”

* Music that you can relax to? French Chansons, Fado

* Which TV-Series do you like watching these days? I’m hoping for the return of Kenneth Branagh’s Wallander.

* Favorite TV-Series when you were a child? Star Trek

* Do you have any positive quote that comes to mind? “[Life] is hopeless, but not serious.” Billy Wilder

Thank you again so much for taking part in this. I will definitely tell you when the article with this Q&A will be online at my blog.

One last question: Do you have a new book in mind or in the works?

I’ve made it a habit never to talk about ongoing projects. I just can’t do it

Greetings from Leipzig

Sindy

***

Thats for now the original english version of the interview. I will definitely translate it and give you the german version to read. But as I am reading the few last pages of a very interesting novel this will take time – please bare with me and be patient until some time next week. Thanks

Das war zunächst die englischsprachige Variante des Interviews. Ich werde euch definitiv auch die deutsche Übersetzung zu lesen geben. Allerdings lese ich gerade die letzten Seiten eines sehr interessanten Romans und deshalb bitte ich um ein wenig Geduld – bis irgendwann nächste Woche. Danke

~ Als nächstes… / Up next… ~

… werde ich meine englischen  Leser mit der Übersetzung des Interviews mit Constanze Wilken erfreuen…

… I am doing a good thing for my english-speaking readers: I will translate the interview with author Constanze Wilken…

…werde ich neue und interessante Tierbilder auf meiner Fotoseite

https://fotoswithheart.wordpress.com

hochladen…

… I am going to upload some new pictures at my photography site at

https://fotoswithheart.wordpress.com…

 

…werde ich euch von meinem Besuch auf Burg Gnandstein berichten – natürlich auch wieder mit der Hilfe von Bildern…

… I am going to tell you about my recent visit of castle Gnandstein – of course with lots of beautiful pictures…

Also: Aufgepasst und zugeschaut… es wird interessant 🙂

So: Stay tuned – it’s going to be interesting 🙂

~ „Ein Cottage in Wales…“ – Ein Interview mit Constanze Wilken ~

Nachdem ich bereits über ihr Buch „Der Duft der Wildrose“ berichtet habe, spanne ich euch jetzt nicht länger auf die Folter und präsentiere euch das Ergebnis des Interviews mit Constanze Wilken.

Es lief ab, wie jedes Q&A abläuft, wenn man nicht in der selben Gegend wie der Interviewpartner wohnt – via Email bzw. Facebook.

After recommending to you the novel „The flavour of wild roses“ by Constanze Wilken earlier, I now can present you the interview with the lovely author.

Just like every other Q&A where you are not in the same area I sent my questions via Facebook.

Da Constanze Wilken gerade ein wenig Zeit erübrigen konnte, hat sie freundlicherweise sehr schnell auf meine Anfrage reagiert und die Antworten kamen quasi über Nacht zu mir 🙂

Nun könnt ihr die Schriftstellerin und Wales-Liebhaberin ein wenig näher kennenlernen und entdecken, wen sie musikalisch empfehlen kann und welche Filme sie zum Entspannen anschaut…

It seemed to be the right time, so Constanze Wilken had some „free“ time left and answered my questions really quick and the answers came in „over night“ 🙂

Now you can take the chance and get to know the Wales-loving writer a little bit more and discover which kind of music/ singer she can recommend to listen to – and which movies she is watching to relax…

 

Information for my english readers: right now the interview is only available in german. If you are interested and a little bit patient – I will translate it into english in the next days 🙂

***

Liebe Constanze,

vielen lieben Dank, dass du am Q&A teilnimmst. Gern kannst du ihn nach Veröffentlichung auch auf deine Autorenseiten übernehmen und meinen Blog verlinken. Ich hoffe, es macht dir nichts aus, dass ich in das „Du“ gewechselt bin – falls doch, kannst du es gern gedanklich in ein „Sie“ umwandeln 🙂

***

1. Als du die Möglichkeit hattest, in Großbritannien zu studieren, hast du dich sofort in Wales verliebt – und hast fünf Jahre dort gelebt. Mir ging es bei meinem Wales-Aufenthalt ähnlich.        

Denkst du manchmal darüber nach, wieder ganz dorthin zu ziehen bzw. längerfristig dort zu leben?

Ich denke gern an meine Zeit in Wales und bin auch in diesem Jahr wieder dort. Ein kleines Cottage in Wales – das wäre wundervoll.

Wenn ja – wohin würde es dich am ehesten verschlagen, und aus welchem Grund gerade dorthin?

Mein Cottage sollte in der Nähe von Aberystwyth liegen, an den Klippen mit Blick auf das Meer. Aberystwyth hat alles, was man sich von einer Kleinstadt wünschen kann und die Universität mit einem tollen Mix internationaler Studenten. Es gibt das Arts Centre, auf das die Uni sehr stolz sein kann – mit Ausstellungen, Theater- und Musikveranstaltungen, Café und Restaurant. Und die National Library ist dort, für mich ein unverzichtbarer Quell für Recherchen.

Außerdem liegt Aberystwyth recht günstig in der Mitte von Wales. Man kann von dort Ausflüge in den Norden und den Süden unternehmen. Jede Region hat ihren Charme. Im kommenden Monat reise ich wie immer zuerst nach Aberystwyth, weil dort meine Freunde leben, und dann für eine neue Buchrecherche in den Norden – auf die zauberhafte Llyn Peninsula.

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2. Lesen, Schreiben und Touren durch Nationalparks zählen zu deinen Hobbies. Es zählt sozusagen die gelungene Mischung aus Kultur und Natur zu einem ausgeglichenen Leben.

Ist der Beruf der Schriftstellerin dein „Traumberuf“ oder hast du dich in früheren Jahren auch in einem anderen Umfeld gesehen?

Das Schreiben ist heute mein Traumberuf, keine Frage. Ich habe aber einen Umweg über die Kunstgeschichte und mein Studium dorthin genommen. Noch heute arbeite ich gern mit zeitgenössischen Künstlern und bin der Kunstwelt und dem Auktionswesen eng verbunden. Allerdings bleibt dafür neben dem Schreiben nur noch wenig Zeit.

***

3. Bei den Recherchen zu „Der Duft der Wildrose“ hast du auch mit Rangern im Snowdonia-Nationalpark gesprochen und diese waren begeistert über dein Interesse und den zukünftigen Roman.

Hattest du schon seit längerem das Gefühl, einen Wales-Roman schreiben zu wollen – oder war es eher eine „spontane“ Idee?

Nach dem vierten Historienroman war es einfach an der Zeit für mich, wieder in die Gegenwart aufzutauchen und da mir Portmeirion als Schauplatz schon seit langem im Kopf herumspukte, begann ich mich intensiv damit zu beschäftigen. Die Geschichten entwickeln sich bei mir immer Stück für Stück. Oft ist es ein Ort oder eine historische Begebenheit oder etwas, das mir jemand erzählt hat – das dann Gestalt annimmt und nach mehr Raum ruft. Und Wales ist ein altes traditionsreiches Land voller Mythen und Legenden, mit pittoresken Dörfern und eben dieser grandiosen Natur – da muss ich nicht lange suchen, um auf neuen Romanstoff zu stoßen.

Die Idee zu „Sturm über dem Meer“ entstand beispielsweise während meines letzten Walesaufenthaltes. Da erzählte mir ein Freund, wir waren gerade am Strand von Borth unterwegs, von der Legende um ein versunkenes Königreich und versteinerten Baumstümpfen. Was daraus geworden ist – wird ab Dezember zu lesen sein.

***

4. Gab es für dich als freiberufliche Autorin auch größere Hürden, die du überwinden musstest? War es für dich schwierig, eine geeignete Agentur zu finden, die dich vertritt? Worauf hast du dabei besonders geachtet?

Wenn man nicht gerade aus der Branche kommt und womöglich Lektor war, ist es schon ratsam, sich nach einer geeigneten Agentur umzusehen. Ich hatte Glück und bin seit Jahren sehr zufrieden mit meinem Agenten.

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5. Ich habe ja ebenfalls während meines Walesaufenthaltes festgestellt, dass die Menschen dort sehr freundlich und hilfsbereit sind. Es ist einfach angenehm, zum Beispiel in einer kleineren Stadt zu leben und sich dort zu integrieren.

Hast du nach deiner Rückkehr nach Deutschland auch manchmal Vergleiche gezogen zum Verhalten mancher Deutscher? (Mir ging es in der Anfangszeit so.)

Da ging es mir ganz genauso. Die Waliser sind unglaublich freundlich, höflich und offen. Ich fühlte mich sofort wohl dort, aufgenommen und vermisse diesen natürlich gastfreundlichen Umgang in Deutschland oft sehr. Vor allem bei Höflichkeit hapert es hier leider oft … ich sage nur Warteschlangen oder U-Bahn …

***

6. Aus vorigen Interviews, die ich gelesen habe, weiss ich, dass du beim Schreiben der Wales-Romane meist Folksongs hörst. Herzlichen Dank an dieser Stelle für die Nennung von Cara Dillon – ich kannte sie bisher noch nicht und hab gleich gegoogelt. Sie hat wirklich eine wunderschöne Stimme.

Hast du während deines Aufenthaltes in Wales viele walisische Künstler gehört? In Pubs gibt es ja öfter mal live-Auftritte – auch spontane.

Gibt es einen Künstler, den du weiterempfehlen kannst?

Karan Casey (Irin) hat auch eine wundervolle Stimme und Steve Balsamo, der gerade mit Rosalie Deighton auf Tour ist. Steve Balsamo ist Waliser und einigen vielleicht als grandioser Musicalsänger aus Jesus Christ Superstar bekannt.

An all die tollen Musiker, die ich in den Pubs gehört habe, erinnere mich leider nicht – aber es war jedesmal ein unvergesslicher Abend wenn die Musiker ihre Instrumente zur Hand nahmen und den Pub mit melancholischen oder fröhlichen Klängen erfüllten.

***

7. Ich finde ja die walisische Sprache sehr interessant, hatte aber nicht die Zeit, mich näher damit zu beschäftigen und am besten lernt man ja im sprachlichen Umfeld der Zielsprache. Sprichst du einige Worte Cymraeg?

Eher weniger … jedenfalls möchte ich das keinem Waliser zumuten. Ich kann einiges lesen, immerhin.

Wenn ja, welche Erfahrungen hast du beim Erlernen der Sprache gemacht?

Walisisch ist eine eigenständige Sprache, und ich war froh, dass mein Englisch für die Uni reichte. Aber wir als Deutsche haben es relativ leicht mit der Aussprache – weil Walisisch sehr guttural und voller Konsonanten ist.

***

8. Dein zweiter Wales-Roman „Ein Sommer in Wales“ erscheint in wenigen Wochen.

Gibt es schon Pläne für Lesungen, Vorträge und ähnliches?

Wirst du eventuell bei der Leipziger Buchmesse nächstes Jahr vertreten sein? (dieses Jahr habe ich dich ja leider verpasst)

Ich bin in diesem Sommer viel auf Reisen, aber im September gibt es schon einen festen Termin – am 9.9. stelle ich gemeinsam mit meinem Bruder Alexander, der Jazzmusiker ist, „Ein Sommer in Wales“ im Dünenhus in St.Peter-Ording vor.

Leipzig ist immer schön – Stadt und Messe und ich denke, dass ich im nächsten Jahr wieder dort sein werde. Und hoffentlich sehen wir uns dann 🙂

***

9. Da sich mein Blog nicht nur um Bücher dreht, noch eine Frage zu anderen Medien:

Hast du bestimmte Filme, Serien o.ä., die du regelmäßig verfolgst? Gibt es mediale Vorbilder, die dich während eventueller Tiefphasen wieder aufbauen?

Zum Entspannen finde ich die Poirot Verfilmungen mit David Suchet großartig, ebenso die Verfilmungen der Montalbano Krimis mit Luca Zingaretti und eigentlich alle BBC Literaturverfilmungen. Oh und natürlich Downton Abbey 🙂

Vielleicht noch ein Tipp: die englische Krimiserie „Hinterland“ (Y Gwyl), mit Richard Harrington als wortkarger Ermittler, spielt in und um Aberystwyth, sehr düster aber mit viel Lokalkolorit. Ich schaue sie schon deshalb gern, weil ich viele Schauplätze kenne.

***

10. Dies ist der letzte Fragenkomplex. Bitte schreib das Erste auf, was dir einfällt. Danke 🙂

Sommer oder Winter? Sommer

Englisches Frühstück oder Kontinentales Frühstück? Kontinental

Beliebteste historische Figur Großbritanniens? Oscar Wilde

3 Orte (außer London) an denen du gern leben würdest: wenn es nicht nur in GB sein soll – Florenz, Montauk (Long Island), Cardigan Bay (Wales)

derzeitiges Lieblingslied? Karan Casey „you brought me up“

Ort, an dem ich mich zu Hause fühle: Wo Freunde und Familie sind

Ich kann am besten abschalten, wenn… Ich mit den Hunden am Strand spazieren gehe

Was ich bei einem Walesbesuch unbedingt sehen muss… Neben Aberystwyth – Aberaeron, Llyn Teifi (See), im Süden Laugharne und St. Bride’s Bay und immer wieder Snowdonia

Vielen Dank für das Interview, liebe Sindy! Diolch y fawr!

~ Q & A: Marion Schreiner ~

Mit Marion Schreiner verbinde ich eine sehr gute Lesung auf der Buchmesse des vergangenen Jahres in Leipzig. Dort stellte sie ihr Buch „Vielleicht gab es keine Schuld“ vor – und ich war begeistert.

Sicherlich ist es günstiger, eine Trilogie von vorn zu beginnen – mit dem ersten Teil.

Allerdings zeigte sich hier, dass die Bücher rund um Dane Gelton und seine Familie auch einzeln gelesen werden können. Zudem beschäftigte sich der dritte Band auch schwerpunktmäßig mit seinem Sohn Christopher und dessen Problemen.

***

Aber zurück zur Autorin selbst:

Geboren wurde Marion Schreiner 1963 im Rheinland. Schon in ihrer Kindheit und Jugend beginnt sie zu schreiben, zunächst Kurzgeschichten und später Krimis und Thriller.

Ihr weiteres Leben gestaltet sich sehr dramatisch und ist auch getrieben von der Lust am Reisen, vor allen in die USA. Sie arbeitet als Au-Pair in Kalifornien, lernt den Schauspieler Bill Bixby kennen und durch ihn erfährt sie auch einen kleinen Einblick in die Schauspielwelt Hollywoods.

Ein tragischer Familienfall führt sie nach Deutschland zurück, wo sie sich den Recherchen über Depressionen und Suizid widmet.

Danach arbeitet sie als Erzieherin an verschiedenen Projekten, ist zwischenzeitlich glücklich verheiratet und Mutter zweier Kinder. Dann der nächste Schock: Brustkrebs!

Sie besiegt den Krebs, erkrankt aber später an Diabetes Typ 1.

Der Kampf um ihr Leben hatte aber einen weiteren positiven Nebeneffekt: Der Wunsch, ein eigenes Buch zu schreiben und zu veröffentlichen wird wieder geweckt.

1995 erwacht ihre Romanfigur Dane Gelton zum Leben.

Danach überschlagen sich die Ereignisse: eine weitere USA-Reise, die Arbeit an einem zweiten Buch, die Gründung eines eigenen Druck- und Verlagsbetriebes – und dessen Schließung, die Arbeit am dritten Roman, Reise und Arbeit in Kanada.

Dann folgt das jähe Ende dieses Abenteuers aus gesundheitlichen Gründen und die Desorientierung bei der Rückkehr nach Deutschland. Und der Schmerz über den Abbruch des Kanada-Abenteuers bleibt bestehen.

Das Gute: es entsteht wieder ein Buch.

2011 findet sich Marion Schreiner dann zum ersten Mal als Gast auf der Leipziger Buchmesse wieder und stellt ihren Roman „Die Scheune“ (den ersten Teil der Trilogie) vor.

In den Folgejahren ist sie immer wieder Gast auf der Buchmesse und stellt auch die Folgebücher vor.

2014 kehrt sie abermals auf die Lesebühne in Leipzig zurück und liest noch einmal aus ihrem Erstlingswerk „Die Scheune“.

Sie ist übrigens auch auf Facebook und Twitter zu finden – und Videos sind auf Youtube zu sehen.

***

Nun viel Spaß mit dem Interview:

1. Mit Ihrer Trilogie um die Leben der fiktiven Charaktere Dane Gelton und Christopher Gelton haben Sie einen interessanten und auch brisanten Stoff verarbeitet. Werden Sie sich auch in kommenden Büchern an solche ernsten Themen wagen?

Das kann ich derzeit nur mit „ja“ beantworten. Auch mein nächstes Buch handelt wieder von einem Kind, das nicht aus seiner Opferrolle herausfindet. Ich finde es immer wieder beunruhigend, wenn Menschen, vor allen Dingen Kinder, schlimme Dinge im Leben erfahren müssen und keine angemessene Hilfe bekommen. Die Psyche kann dramatische Entwicklungen verursachen. Ich versuche meine Themen immer in ein spannendes Szenario zu packen und habe die Erfahrung gemacht, dass gefesselte Leser sich schneller sensibilisieren und mit dem eigentlichen Thema auch nach dem Buch noch befassen.

2. Wie empfinden Sie es, dass sich Bob Koman in „Vielleicht gab es keine Schuld“ von der verantwortungsvollen Person, die er als Psychologe darstellt, in diesen Sog von Christopher ziehen lässt? Müsste er keine professionelle Distanz wahren? Was ist es aus ihrer Sicht, das Christopher so besonders anziehend für den Psychologen macht?

Ich finde es ganz spannend und durchaus denkbar, dass sich auch Psychologen von Patienten schlichtweg fasziniert fühlen und sich manchmal nicht vor Emotionen schützen können. Natürlich müsste er professionelle Distanz wahren. Das wäre die Regel. Aber mein Stoff besteht meist aus Entwicklungen, die man zunächst nicht ahnt. Damit will ich verdeutlichen, dass die Psyche uns stets vor Herausforderungen stellt, deren Grenzen wir manchmal nicht einhalten können oder die wir nicht immer mit Bravour zu meistern schaffen.
Bob fühlt sich von Christophers Art der Intelligenz und seinen Begabungen angesprochen und entwickelt eine Zuneigung zu dem Jungen, gemischt mit Mitleid. In ihm wird eine Art Vaterinstinkt und Neugier zugleich geweckt, die sich im Laufe der Geschichte aber in das Gegenteil wandeln.

3. Gescheiterte Existenzen bieten oft Anlass und Raum für Bücher und Filme. Gibt es für Sie ein schriftstellerisches oder filmisches Vorbild, dass Ihnen am Herzen liegt?

Mir ist ein Buch in Erinnerung, das ich nicht weglegen konnte: „Lauf, Jane lauf“ von Joy Fielding. Als ich dieses Buch las, wusste ich, dass ein Buch so gelingen muss, wenn ich jemals schreiben würde. Der Leser muss regelrecht durch die Geschichte hindurchlaufen.

Ein Film, der mich bisher am meisten fasziniert hat ist „Beautiful Mind“.

4. Was lesen Sie für eine Art Buch, wenn Sie nicht gerade selbst eines schreiben?

Ich lese oft Bücher über besondere Menschen, die sich schwer durchs Leben kämpfen. Die findet man in Biografien, Autobiografien, Thrillern, Dramen und Tragödien. Ich lese aber auch gerne Fachbücher über Persönlichkeitsentwicklungen – und störungen oder über Länder, die ich gerne bereisen möchte.

5. Sie lesen am 16. März 2014 erneut auf der Leipziger Buchmesse – aus dem ersten Buch ihrer Trilogie. Ist es für Sie nach Beendigung des Gesamtwerkes eine Art Herausforderung, sich erneut an den Beginn der Geschichte zu begeben? Welche Gefühle haben Sie jetzt gegenüber ihren Charakteren?

Ja, es ist immer wieder eine Herausforderung für mich, Lesern meine Charakteren näherzubringen. Besonders mit dem ersten Buch, als alles begann. Nach drei Jahren bin ich in der Tat immer noch überrascht und fasziniert zugleich, dass ich ständig neue Eigenschaften an ihnen entdecke, die ich völlig unbemerkt eingebracht habe. Oft passiert das durch Gespräche mit Lesern oder einem Interview, wie Ihres. Ich bin dafür sehr dankbar. Somit auch ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle für all die Fragen!

6. Sie haben den Krebs überstanden, sind nach Kanada ausgewandert und nun seit einiger Zeit wieder hier in Deutschland. Können Sie sich zum jetzigen Zeitpunkt vorstellen, irgendwo als digitale Nomadin zu leben (gemäß dem Fall, ihre Familie würde mitmachen)? Als Autorin ist man ja relativ unabhängig von einem festen Arbeitsplatz.

Eine gute Frage. Muss mal nachdenken …Ich könnte mir durchaus vorstellen, eines Tages als Schreiberin völlig zurückgezogen zu leben, wenn ich den richtigen Ort dafür gefunden habe. Der muss inspirierend und ruhig sein. Derzeit habe ich eine Zwischenlösung gefunden, indem ich mein nächstes Buch an einem ruhigen Ort an der Küste Englands schreibe und nach Beendigung wieder zurück nach Deutschland in mein normales Leben mit Familie und Freunde kehre. Ich bin ein Mensch, der absolute Ruhe zum Schreiben braucht. Je einsamer der Ort, je wohler fühle ich mich. Und je besser kann sich meine Phantasie entfalten.

7. Schnellantwortrunde: (Bitte aufschreiben, was Ihnen von den folgenden Dingen am liebsten ist.)

Morgens oder abends: morgens

Sommer oder Winter: Sommer

Ebook oder gedrucktes Buch: gedrucktes Buch

selber lesen oder vorlesen lassen: selber lesen

selbst kochen oder eingeladen werden: selbst kochen

Film oder Buch-zum-Film: Buch-zum-Film

ältere Lieder oder aktuelle Charts: ältere Lieder

Krimi oder Romantische Komödie: nichts von beiden

Vielen Dank für die Fragen!

Herzliche Grüße, Marion Schreiner

 

Vielen Dank an dieser Stelle auch an Marion Schreiner für die Beantwortung der Fragen und die freundlichen Emails.

Ein weiteres Interview findet ihr hier.