Akram El-Bahay: „Anouks Spiel“

Note to my english speaking readers: this article will only be published in german language.

~~~   ~~~   ~~~

Seit ich die erste Lesung von Akram El-Bahay auf der Leipziger Buchmesse 2017 gehört habe, bin ich ein Fan des deutsch-ägyptischen Autors mit dem wunderbaren Erzähltalent.

Akram El-Bahay hat in den vergangenen Jahren seine Leser in diverse Welten entführt, von Wüsten (wie in seinen Debütromanen rund um die Drachen der Flammenwüste) über die Welt der Träume und Bücher, bis hin zu den Bibliotheksräumen der Bücherstadt. Jede Geschichte hat ihr eigene Geschwindigkeit, ihre eigenen Regeln und bahnt sich Wort für Wort, Seite für Seite ihren Weg in die Herzen der Leser.

Schon Herzenmacher und die Geschichte rund um den Dieb Sam (Bücherstadt, Bücherkönig, Bücherkrieg) haben mich fasziniert und mit dem neuesten Werk des Autors ist es nicht anders.

Lasst euch entführen in die Welt von „Anouks Spiel“.

Anouk hat Geburtstag – sie wird 13. Ein wichtiger und prägender Geburtstag. Und eigentlich freut sich das junge Mädchen auf die Geschenke, auf ihre Eltern und die Zeit mit ihnen. Wäre da nur nicht Anouks kleine Schwester Maya, die die Aufmerksamkeit ihrer Eltern fordert, wie es nur Babies und Kleinkinder können.

Anouk ist es leid, an ihrem Geburtstag die Aufmerksamkeit der Eltern teilen zu müssen und – wie an Geburtstagen üblich – wünscht sie sich etwas: dass ihre Eltern nur noch ihr gehören – und nicht Maya.

Und da es ihr Herzenswunsch ist, erlebt sie am nächsten Morgen eine folgenschwere Überraschung. Ihre Schwester ist verschwunden. So als habe sie nie existiert!

 

„Um sich von den quälenden Gedanken über Mayas unerklärliches Verschwinden abzulenken, griff sie das Paket und öffnete es. Darin lag ein in Geschenkpapier eingeschlagenes zweites Paket. Anouk packte es aus und zog ein altes Spiel hervor. Es sah ziemlich gebraucht aus. Als wäre es viele Jahre von vielen Menschen gespielt worden.“

(Akram El-Bahay: Anouks Spiel, Format: mobi, ohne Seitenangabe)

 

Auf den ersten Blick erinnert der Handlungsweg von „Anouks Spiel“ ein wenig an Jumanji (den Original-Film habe ich übrigens geliebt und mag ihn auch heute noch sehr) und doch ist es ein wenig anders. Es sind eben die Nuancen die zählen und Akram El-Bahay besitzt das Talent, auch die feinen Einzelheiten herauszuheben und die Buch-Charaktere zu lieben Freunden werden zu lassen.

So lernen wir auch den zweiten Hauptcharakter des Buches kennen: Pan. Ein Schimpanse, der plötzlich in Anouks Zimmer auftaucht und sie über das Spiel aufklärt. Zunächst wirkt er etwas merkwürdig, aber er ist ein Charakter, den man im Laufe der Geschichte liebgewinnt und nicht missen möchte.

Mit Pans Hilfe beginnt Anouk zu verstehen, dass das Spiel dazu da ist, ausgesprochene Herzenswünsche, die sich als falsch erwiesen haben, rückgängig zu machen. Natürlich geschieht dies nicht auf einfachem Weg, sondern die Spieler müssen verschiedene Aufgaben lösen und Dinge sammeln, die sie später noch brauchen können. Aber es gibt auch einen Gegenspieler, der das Vorankommen des Spielers vereiteln und ihn am Gewinnen hindern will: der dunkle Prinz.

„Das Streitross spiegelt wie vieles in diesem Spiel den Charakter seines Besitzers wider. […] Ist er oder sie freundlich, hilfsbereit, aufopfernd, ein wenig mutig, kurz gesagt: Hat er oder sie das Herz am rechten Fleck wie ein Schimpanse, so wird es zu einem unerträglich schönen Tier.“

(Akram El-Bahay: Anouks Spiel, Format: mobi, ohne Seitenangabe)

Auf dem Weg durch die verschiedenen Spielwelten (u.a. Wald, Wüste, Wasser) lernt Anouk die verschiedenen Nebencharaktere kennen, unter anderem Wurzelmenschen, Wipflinge, Eulen, Piraten und einen Dschinn.

Sie muss Streite schlichten, Freunde finden und wieder verlieren und darf trotzdem nie ihre Mission aus den Augen verlieren: Sie muss das Spiel gewinnen, um ihre Schwester und sich selbst zu retten.

Anouk hat kleine Siege, aber auch Niederlagen zu durchleben. Irgendwann lernt sie den im Spiel lebenden Regelmacher kennen, dem sie ebenfalls aus einer sehr misslichen Situation helfen muss – und dieser bedankt sich auf seine Weise:

„Wenn ich dir einen Rat mit auf deinen stürmischen Weg geben darf… Gleich, welche Waffe du schwingst und welches Ross du reitest, es ist einzig dein Herz, das du gegen den dunklen Prinzen in die Waagschale werfen kannst. Halte an ihm und an deiner Güte fest.“

(Akram El-Bahay: Anouks Spiel, Format: mobi, ohne Seitenangabe)

 

Doch trotz allen Fortschritten scheint der dunkle Prinz  ihr stets einen Schritt voraus zu sein…

***   ***   ***

Was hat es mit dem dunklen Prinzen auf sich?

Wird Anouk alle Aufgaben bestehen?

Wie wirkt sich die Zeit im Spiel auf ihr Herz aus?

Und was haben Piraten in der Wüste zu suchen?

 

Diese und andere Fragen beantwortet Akram El-Bahay wunderbar mystisch in seinem neuesten Buch „Anouks Spiel“. Es geht um Feindschaften, Freundschaften, Streitigkeiten und den Wert des Lebens – und es geht um Geschichten…

„Geschichten sagen dir, wo du herkommst. Sie können dir von fremden Orten berichten und solchen, deren Entfernung nicht in Metern, sondern in Jahren gerechnet wird. Sie helfen dir zu verstehen, warum die Welt so ist, wie sie ist. Und wie du sie zu einem besseren Ort machen kannst.“

(Akram El-Bahay: Anouks Spiel, Format: mobi, ohne Seitenangabe)

 

An dieser Stelle bedanke ich mich bei der Ueberreuter-Verlagsgruppe und Akram El-Bahay für die Bereitstellung des E-Book-Exemplars von „Anouks Spiel“.

Der Autor hat es wieder einmal geschafft, auch erwachsene Leser für ein als „Kinderbuch“ deklariertes Werk zu begeistern und in eine weitere seiner spannenden Welten zu entführen. Ich bin gespannt, welche Geschichten Akram El-Bahay noch hervorzaubern wird und freue mich schon sehr auf die Veröffentlichung von „Das Schattentor: Ministry of Souls“ im September dieses Jahres.

~ Beatrix Potter: Peter Rabbit und seine Freunde ~

Kinderbücher sind immer wieder etwas schönes – und meistens auch für die erwachsenen oder älteren Leser geeignet. Noch schöner sind jene, die auch noch gut gestaltet sind.

Ein solches Exemplar sind die Geschichten von Beatrix Potter, die auch „Mutter aller Hasen“ genannt wird.

Children’s Literature is always something nice to read – and definitely in most cases totally readable for the older ones of us. What’s the best? The ones that are beautifully designed.

One good example are the stories about Peter Rabbit and his friends by Beatrix Potter, who is also called „Mother of all Rabbits“.

1901 veröffentlichte Beatrix zum ersten Mal auf eigene Faust ihre Geschichten – und sie erfreuen sich noch heute großer Beliebtheit. Dies kann man wunderschön in englischen Buchläden sehen, wenn man in die Kinderabteilung geht und die vielen Ausgaben – und auch plüschige Vertreter von Peter Rabbit sieht.

In 1901 Beatrix decided to publish her stories about the little rabbit for the first time on her own – and they are loved today as they have been back then. A nice thing to do – if you are in England and in a bookstore – is to have a look at the different styles of the books – and even the stuffed animals that are sitting near her books.

1943 starb die Autorin und hinterließ ihre Farmen und ihr Land dem britischen National Trust. Ihr Wohnhaus, Hill Top Farm, zieht jedes Jahr viele Besucher an.

In 1943 the famous author died and since then the british National Trust is the owner of her farms and her land and keeps an eye on it. If you want to see where she lived – visit Hill Top Farm.

***

2006 gab es übrigens einen wunderschönen Film mit Renée Zellweger und Ewan McGregor: Miss Potter.

In 2006 was a film made about the author starring Renée Zellweger and Ewan McGregor: Miss Potter.

***

Definitiv eine Lese- und Sehempfehlung 🙂

Definitely a recommendation for reading and having a look at the movie 🙂

***

Habt ihr schon Bekanntschaft mit Peter und seinen Freunden gemacht?

Did you get to know Peter and his friends yet?

~ Jill Tomlinson: „The Owl who was afraid of the dark“ ~

Wenn man in London unterwegs ist, kommt man zwangsläufig nicht daran vorbei, mindestens ein Buch mit nach Hause zu nehmen. Meistens werden es erfahrungsgemäß mehr!

If you are in London you definitely won’t leave without taking at least one book with you. Most of the time it will be more than one!

So when I visited London last year I definitely took some time to look through some bookish stores. And I had something to take home with me, f.e. Tom Mitchell’s „The Penguin Lessons“ and one or more guides of museums 🙂

Auch letztes Jahr habe ich wieder einige Buchläden unsicher gemacht und natürlich auch einige Bücher mit nach Hause genommen: so z.B. Tom Mitchell’s „The Penguin Lessons“ und den ein oder anderen Museumsführer 🙂

Und da ich ein auch gut gemachte Kinderbücher sehr interessant finde – und noch dazu Eulenvögel sehr mag – machte sich auch dieses kleine Büchlein auf in eine neue Heimat:

And for I am a lover of nice childrens books – and I also really like owls – this one had to be a part of my luggage:

img_20170106_105029

„Plop is a baby barn owl. He is fat and fluffy. He has big, round eyes. He has soft, downy feathers.

He is perfect in every way, except for just ONE thing…“

Die Autorin, Jill Tomlinson (*1931), wollte eigentlich nie eine Schriftstellerin werden. Sie wollte ihre Stimme trainieren, um später eine Opernsängerin zu werden. Allerdings kam ihr die eigene Gesundheit – oder deren Nicht-Vorhandensein – in die Quere. Sie nahm dann Journalismus-Kurse und entschied sich, Bücher für Kinder zu schreiben. Ihre Tiergeschichten werden von vielen geliebt. Die Autorin, deren positive Geschichten viele Generationen begleiten, starb im Alter von 45 Jahren im Jahre 1976. Sie litt an Multipler Sklerose.

Jill Tomlinson (*1931) never intended to be a professional writer. She wanted to be an opera singer – but her health didn’t let her pursue her dream. So he took courses at journalism and later decided that she wanted to write stories for children.  Her animal-centered stories are loved by many generations and always have a positive outcome. Sadly the author died in 1976 following her affection with multiple sclerosis (MS).

***   ***   ***   ***   ***

Worum geht es in dem Buch?

Plop ist eine kleines Eulenjunges, genauer gesagt eine kleine Schleiereule. Mit einem kleineren Problem: Plop hat Angst vor der Dunkelheit.

„In fact he was exactly the same as every baby barn owl that has ever been – except for one thing. Plop was afraid of the dark.

‚You can’t be afraid of the dark,‘ said his mummy. ‚Owls are never afraid of the dark.‘

‚This one is,‘ Plop said.

‚But Owls are night birds,‘ she said.

Plop looked down at his toes. ‚I don’t want to be a night bird,‘ he mumbled. ‚I want to be a day bird.'“

(page 2)

Also macht sich Plop auf die Suche, um mehr über die Dunkelheit und die Nacht zu erfahren. Er begegnet den unterschiedlichsten Menschen – und auch Tiere, die ihm alle erzählen, warum sie die Nacht und die Dunkelheit mögen.

So Plop decides to go out – in daylight – and find out what other people like about the night and darkness. He gets to know different kinds of people – and also animals, old and young, who tell them about whats fascinating about the darkness and the night.

img_20170106_105136

img_20170106_105252

Die Geschichte von Plop ist niedlich geschrieben, mit wunderschönen Zeichnungen garniert und definitiv sehr gut geeigent zum Vorlesen – und auch selbst lesen.

The story of Plop is really nicely written with wonderful drawings and is definitely good for being read to young kids – and for reading it yourself.

img_20170106_105038

Jill Tomlinson hat noch mehrere Bücher geschrieben, die alle sehr interessant und lehrreich sind. Ich bin mal gespannt, welches mich das nächste Mal aus England begleitet.

Jill Tomlinson wrote many other animal-books which are really nice and I am definitely curious as of which one will be accompanying me the next time.

„Plop took a deep breath.

‚The small boy said DARK IS EXCITING. The old lady said DARK IS KIND. The Boy Scout said DARK IS FUN. The little girl said DARK IS NECESSARY. The Father Christmas Lady said DARK IS FASCINATING. The man with the telescope said DARK IS WONDERFUL and Orion the black cat says DARK IS BEAUTIFUL.‘

„And what do you think, Plop?'“

(page 96)

~ LBM16 – der zweite Tag…/ The second day of LBM16 ~

Nachdem ich euch gestern von meinem ersten Tag auf der Leipziger Buchmesse berichtet habe, geht es nun weiter mit Teil 2.

So – after I told you about my day at the Leipzig BookFair here is part 2.

Let’s see how my day went on…

Und so war mein Tag auf der Messe heute:

Als erstes besuchte ich die Schwestern Böhm und habe mir ihr neuestes Kinderbuch angeschaut: „Der schlaue Pelikan und der Zauberfisch“. Auch dies ist ein wunderschön gezeichnetes Kinderbuch, welches dem Erstling der Schwestern keinesfalls nachsteht.

First I went to see the sisters Böhm and had a look at their new book for children: „The smart pelican and the miracle-fish“. This is also a wonderful designed book which is the second after the lovely book with the small sparrow.

The sisters were happy when getting visited and had fun with their audiences.

Beide Leipzigerinnen waren gut besucht und freuten sich über die Aufmerksamkeit ihrer Gäste.

Danach ging es weiter zu meiner ersten Lesung des Tages: „Windsbraut“ von Regina Mengel. Die Autorin von Qindie las nicht selbst, sondern ließ lesen – auf Grund einer Erkältung und ihrer angegriffenen Stimme.

Then it was time to go to the first reading of the day. Regina Mengel had health problems with her voice so this guy read instead – and he did a good job.

P1200499

„Windsbraut“ dreht sich um Hope, die eben eine Windsbraut ist und sich in einen Menschen verguckt. Allerdings ist ihr das verboten, da dies Gefahren für Windsbräute hat. Alles in allem war der erste Eindruck dieses Buches sehr gut, da es ein wenig anders ist als andere Fantasy-Romane. Die Charaktere scheinen interessant aufgebaut zu sein und ein Blick in die Geschichte lohnt sich glaube ich.

Then came the first reading of the day. Regina Mengel wrote a book about a girl called Hope. She is not an ordinary one. She is kind of a whirlwind and is has some rules to live after. She needs to lay down beside a human every night to get her powers back – but it is forbidden that the human sees the whirlwind. Ever. And there it gets complicated…

 

P1200496

Dann ging es weiter. Tinka Kleffner und Anke Wasser vom Motte-Verlag waren präsent, um „Unter dem letzten Viertel des Mondes geboren“ vorzustellen.

After that I went to the next reading. Anke Wasser and Tinka Kleffner were present to tell about – and read from – the theatre play „Born under the last quarter of moon“.

P1200518

Bereits letztes Jahr waren die beiden anwesend und auch dieses Mal wurden die stimmlichen Talente von Tinka Kleffner deutlich, die alle Höhen und Tiefen und unterschiedliche Charaktere zum leben erweckte.

Both were at the Fair last year and it was a joy to listen to Tinka Kleffner giving life to different characters and different styles of the book.

P1200523

In dem Theaterstück, geschrieben von Georg Woerer, geht es um Selbstfindung, unterschiedliche Atmosphären und die Reise durch die eigenen Gedanken.

This theatre-play written about Georg Woerer is about finding yourself, different atmospheres and the journey through your thoughts.

P1200506

Sozusagen ein Selbstgespräch, mit allen Wendungen, die man sich vorstellen kann – hin und her wird sich mit Zwängen beschäftigt und den Richtlinien, denen man sich im Leben anpassen „muss“ – oder auch nicht…

You can say: the book is kind of a self-talk with all the turns your thoughts can make – while you have to deal with necessities and guidelines you have to follow in life… or not…

P1200516

Ein Blick in diese Zeilen ist immer gut und gerne gesehen 🙂

You are invited to take a look at this play…

***

Auf meinen Wanderungen bin ich auch an schön gestalteter Kunst vorbeigegangen.

Meine nächste Lesung, auf die ich mich schon gefreut hatte, wurde abgesagt und so war mein Messetag dieses Mal übrigens ein kurzer. Zum Glück für meine Füße…

While wandering through the halls I discovered some really lovely things…

And because my next reading was cancelled I had kind of a short day at the Fair. Good thing for my feet…

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Dann mal schauen, wie es morgen weitergeht. Aber ich denke, eher ruhig.

Let’s see how tomorrow will be – but I hope it’s a relaxed one 🙂

P1200497

 

~ Ein Spatz auf dem Weg ins Eisland… ~

Wie ihr sicher schon mitbekommen habt, bin ich dieses Jahr an allen vier Messetagen auf der Leipziger Buchmesse unterwegs gewesen (Tag 1 / Tag 2 / Tag 3 / Tag 4).

Dank der wunderbaren Presse-Dauerkarte der Leipziger Messe war diese Erfahrung auch finanziell gesehen wunderbar 🙂

Nun habe ich angefangen, mir meine Mitbringsel näher anzusehen und euch möchte ich meine Erfahrungen natürlich nicht vorenthalten.

So as you may have seen I have been at the Leipzig Book Fair on all of its four days this year. (Day 1 / Day 2 / Day 3 / Day 4).

Thanks to the wonderful season press card of the Leipzig Fair this experience was financially top 🙂

Now I’ve begun to take a closer look at my souvenirs and I would like to share my thoughts with you.

Der Spatz und die Kälte des Eislandes
Der Spatz und die Kälte des Eislandes

Als erstes möchte ich euch ein Kinderbuch näher vorstellen, über das ich durch Zufall gestolpert bin: „Der kleine Spatz und das Ungeheuer“ von Andrea und Lee D. Böhm.

First I would like to introduce to you a childrens book which I stumbled upon while walking through the halls: „The little sparrow and the monster“ by Andrea and Lee D. Böhm.

Am vierten Tag der Messe stand ich plötzlich vor dem Stand der Leipziger Schwestern und wie mir ging es wahrscheinlich vielen: die Bilder des kleinen Spatzens zogen einen an den kleinen Eckstand und dann war man einfach nur fasziniert.

At the last day of the fair I found myself in front of the stand of the sisters from Leipzig and I wasn’t the only one who got charmed by the image of the small sparrow sitting on his branch.

P1100765In dieser Geschichte – für junge Leser ab 4 Jahren geeignet – geht es um die Ängste eines kleinen Spatzenkindes, dass sich nicht auf seine Fähigkeiten zum Fliegen verlässt.

Tja, Selbständigkeit ist manchmal schon beängstigend – aber kann auch zu neuen Freunden und Abenteuern führen, wie die Autorin und ihre Schwestern durch Worte und sehr sympathische Zeichnungen zeigen.

In this story – for young readers 4+ – we get to know this little sparrow who is afraid to use his ability for flying.

So – being self dependent is sometimes a little bit scary – but it can lead to new friends and adventures. The author and her sister show this in beautiful rhyming words and with beautiful drawings.

Pöge Druck aus Leipzig hat dieses Büchlein gedruckt und so wird auch ein ansässiges Leipziger Unternehmen gefördert.

Am Ende gibts natürlich ein Happy-End und der kleine Spatz hat einen ganz besonderen Freund gefunden und ist stolz auf seine Flügel.

Eine Anregung nicht nur für Kinder sondern auch für junggebliebene Erwachsene 🙂

Pöge Druck from Leipzig was responsible for printing this edition and so a local enterprise is promoted.

At the end there is a happy time for the little sparrow and he has found a special friend and is proud of his wings and the ability to fly.

A good suggestion not only for children but also for stay-young adults 🙂

Stolz auf seine Fähigkeiten
Stolz auf seine Fähigkeiten

 

Als nächstes begab ich mich auf die Spuren der Franklin-Expedition, die von Kristina Gehrmann zeichnerisch und wortreich umgesetzt worden ist.

Next I stepped into the world of the Franklin-Expedition which is brought to life in drawings and words by Kristina Gehrmann.

Zunächst besuchte ich auf der Messe die Vorstellung ihrer Graphic Novel und konnte natürlich nicht wiederstehen, mir ein signiertes Exemplar zu holen. Das impliziert natürlich nun das Warten auf die beiden Fortsetzungen.

First I was present at the fair when the artist introduced her audience to her graphic novel and answered lots of questions. I couldn’t resist to buy a signed copy which also means that I am passionatly waiting for the next two books.

P1100756Für mich als Leserin oder Interessierte, die sich nicht mit der Materie auskennt, war diese Graphic Novel eine gute Abwechslung zur trögen Beschäftigung mit Fachliteratur, da hier greifbare Charaktere auf einen losgelassen wurden, die man nicht einfach so vergisst.

Wir haben zunächst einen jungen Mann, der im Begriff ist, nach seiner Rückkehr zu heiraten. Dann haben wir natürlich viele Schiffsarbeiter und die Kommandeure der Expedition. Auf den letzten Seiten werden zudem kurze Informationen zu Namen und ein Literaturverzeichnis gegeben.

For myself as an interested reader who is not familiar with this topic the Graphic Novel was a really good example of how to get historical things to the readers. You are to meet characters which you can’t just kick out of your mind (like you could do with facts) and you follow them during the journey.

We meet a young man who is going to marry after being back from the expedition. We meet parts of the crew and the commanders of the adventure. The last pages are also filled with short information about important names and you find a list of literature the artist used.

Wir verfolgen den Aufbruch der zwei Schiffe, HMS Terror und HMS Erebos und gelangen in die Weiten der arktischen Wüste. Als ich dieses Buch in strahlendem Sonnenschein gelesen habe, hab ich doch manchmal auch beim Gedanken an diese eisige Gegend und die Strapazen frösteln müssen…

Natürlich ist auch klar, dass es Tote geben wird – immerhin ist diese Expedition damals komplett verschollen. Traurig ist nur, dass schon im ersten Teil der Sensenmann seine Finger nicht von den Charakteren lassen kann…

We are following the two ships, HMS Terror and HMS Erebos setting sail and going for the expedition in the arctic desert. When I read this book in the warmth of the spring sun I sometimes had goosebumps when thinking about this cold habitat and the life of the crew there…

Sure – there will be dead people – never forget that this expedition was completely lost. It’s also a little bit sad that even in the first part the Grim Reaper couldn’t take his fingers off from characters…

P1100764

Ich kann „Im Eisland – die Franklin Expedition“ nur weiterempfehlen. Die Künstlerin Kristina Gehrmann gibt einen guten Einblick in ein Thema, welches sie selbst fasziniert.

Und das sind ja bekanntlich die besten Motivatoren und Ideengeber.

Ich warte jedenfalls schon gespannt auf den zweiten Teil und die Fortführung der Geschichte.

I can highly recommend „The last man standing – the Franklin Expedition“ to my readers. The artist Kristina Gehrmann is giving a good introduction in a theme which she is really fond of.

And this ones are the best motivators and givers of creativity.

I am patiently waiting for the second part of this adventure and how the story goes on.

P1100763

Interessante Artikel zum Thema findet ihr übrigens hier, hier und hier.

Habt ihr schon besondere Empfehlungen von der Buchmesse?

Was müsste man unbedingt mal lesen?

Do you have special recommendations from the book fair?

What do you think is absolutely readable?

~ Tag 4 auf der LBM15 / The last day of the Book Fair ~

So ihr Lieben,

ein spannendes und interessantes „verlängertes Wochenende“ ist vorbei – und die Buchmesse Leipzig 2015 ist Geschichte.

So my lovely readers,

an interesting and exhausting „longer weekend“ is over and the Leipzig Book Fair is gone until next year.

P1100339Auch heute hatte ich wieder einiges vor mir, auch wenn es heute bedeutend entspannter zuging als gestern und auch ich einige Lesungen ausgelassen habe. Ich hatte trotzdem eine sehr schöne Messezeit und habe mir zumindest fotografisch gesehen für das nächste Jahr einen Fixpunkt gesetzt. Cosplayer würdig fotografieren geht nunmal nicht nur im Vorbeigehen, auch wenn dabei schöne Sachen rauskommen 🙂  (es ist einfach nie genug Zeit)

So today I also had some things on my list – but it was a little bit calmer than yesterday and I left out some of the readings. Nevertheless I had a wonderful time at the fair – and I definitely made a note to myself for the next year. It’s not really good to take fotos of cosplayers while going from hall to hall – even if there are good pictures 🙂 (it’s never enough time)

Auf jeden Fall hatte ich diese Cinderella letztes Jahr schonmal gesehen – dieses Jahr sah sie immernoch sehr hübsch aus 🙂 Bei einigen Kostümierten muss ich aber gestehen, dass es etwas gewöhnungsbedürftig war, sie anzuschauen – oder was haltet ihr von einer männlichen Sailormoon? Aber, jeder wie er oder sie mag 🙂 War auf jeden Fall mal was anderes als Elben oder andere Krieger.

I think I saw Cinderella also last year – and she still looked really beautiful 🙂 With some costumes it was a little bit hard to look at the people – or what do you think of a male Sailormoon? But I am not judging – everyone as he or she likes 🙂 Was definitely a little bit different than just elves or warriors.

***

Meine erste Lesung hätte ich fast verpasst, weil ich mir den falschen Stand aufgeschrieben hab 😦 aber zum Glück gibt es ja Mikrofone und wenn man sich zumindest schonmal in Hörweite befindet, bietet dies den letzten Schubs in Richtung Lesung 🙂

I nearly missed my first reading because of my inability to write the right stand on my plan 😦 but lucky for me there are microphones – and if you’re within earshot it’s easy to follow this little help 🙂

Also, wie jetzt schon einige Male, begab ich mich zur Lesung von Marion Schreiners „Stumme, laute Schreie“. Als ich kam war die Lesung schon in vollem Gange und auch recht gut besucht. Konzentriert las Marion aus dem Buch vor und versetzte ihre Hörer in Spannung. Die vorgelesene Stelle passte gut und so ging die Zeit leider viel zu schnell vorbei. Allerdings verwendete die Autorin auch nur 15 Minuten auf das Lesen, schließlich hatte sie noch eine Überraschung für die Hörer parat. 25 Exemplare des Buches wurden unter den Anwesenden, die einen Sitzplatz ergattert hatten, verlost und Marion signierte fleißig und stand auch für Fotos und nette Worte zur Verfügung. Eine Hörerin, die kein Glück hatte, bekam trotzdem ein kostenfreies Exemplar – zwar nicht von diesem Buch, aber von „Vielleicht gab es keine Schuld“.

Today – like some times in the past, I went to the reading of Marion Schreiner and her book „Stumme, laute Schreie“ (could be translated as „Silent loud screams“). When I arrived the reading has already started and was well visited. The author read a longer passage from her book and the listeners followed interested. Because Marion had some give-aways for her guests the reading only lasted for 15 minutes. Then 25 books were raffled and Marion signed them and was ready for fotographs and nice words. Even a young woman who wasn’t lucky enough to get a book got another one by the author, „Vielleicht gab es keine Schuld“ (could be translated as „Maybe there was no guilt“).

Danach hatte ich ein sehr angenehmes und langes Gespräch mit Marion und ihrem Mann, der sich aber bald verabschiedete, um noch in den Hallen herumzuschauen. Marion und ich sprachen über alles Mögliche (England, Zukunft, unsere jeweiligen Pläne und Ideen) und sie gab mir einige Impulse, die ich weiterverfolgen werde 🙂

Afterwards I had a very pleasant and long talk with Marion and her husband, who left soon to take a walk through the halls. Marion and me talked about different stuff (England, the future, our ideas and plans) and she gave me some helpful impulse which I will keep in mind 🙂

***

Nun wurde es Zeit für die Beziehung von Casanova und Leipzig.

Vorgestellt wurde ein kleines orangenes Büchlein, welches sich um die Zeiten dreht, die der berüchtigte Mann in Leipzig verbrachte. Innerhalb des Buches finden sich Abbildungen von Kupferstichen und Radierungen, die so auch optisch etwas Animierendes bieten. Der Aut0r des Buches war selbst anwesend und ist auch ein versierter Leser, bei dem es nicht langweilig wurde.

1766 weilte Casanova das erste Mal in Leipzig und traf auch hier berühmte Zeitgenossen. Dr. Ansgar Bach, der Autor, gab auch Eindrücke von Casanovas Leben als Zusammenfassung, damit jeder Zuhörer sich einfinden konnte. So erzählte er, dass sich der berühmte Liebhaber mit Friedrich dem Großen traf und über die Wasserversorgung unterhalten hat und dass er finanziell so gut aufgestellt war, weil er einmal einem Mann das Leben rettete und dieser ihn nun aus Dankbarkeit finanzierte.

Now it was time for the relationship between Casanova and my hometown.

In the center was a small orange book which talked about the times when this man was in Leipzig. In the book also pictures of copper engravings or erasures can be found. The author of the book was there himself and is a good reader so noone got bored.

1766 was the first time Casanova was  in Leipzig and met interesting people. Dr. Ansgar Bach, the author, also told us about the life of Casanova, f.e. that he met Friedrich the Great and talked with him about the water supply. Also we got to know that Casanova was well financed by a man whose life he saved and now that man got him financial aid.

P1100557P1100564P1100563

 

Beim Spatziergang über das Messegelände findet manchmal kleine Juwele.

Sicher, es gibt viele Kinderbücher – aber das hier fand ich einfach zu niedlich:

When walking across the halls of the „Neue Messe“ you sometimes find jewels.

Sure, there are many books for children outside – but this one is too cute:

spATZ
Bildquelle: http://www.lee-d-boehm.de/img/news/2015_spatz_cover.jpg

Die Künstlerinnen, ein Schwesternpaar aus Leipzig, stammt ursprünglich aus Mecklenburg Vorpommern. Sie hatten auf der Messe einen kleinen Eckstand und waren überwältigt von der positiven Aufmerksamkeit, die ihr erstes gemeinsames Werk erfuhr. Auch ich war begeistert und blätterte mit anderen Besuchern des Standes durch dieses Kinderbuch. Beide Schwestern waren sehr entgegenkommend und freundlich. Und ihre Arbeit wird gewürdigt, auch von der Online-Ausgabe der LVZ.

Ich habe mir ein Exemplar mitgenommen, denn es ist schon etwas wert, jemandem mit Talent bei seinen Publikationen zu helfen und außerdem sind es Leipzigerinnen :-), die auch vor Ort eine Druckerei ausgewählt haben und das ist doch schön, oder?

Beide sind übrigens auch bei Facebook zu finden und auf der eigenen Website.

The artists – sisters from Leipzig – came from Mecklenburg-Vorpommern. At the fair they had a small stand in a corner and were overwhelmed by the positive attention coming from so many visitors. I was also really interested and br0wsed through the pages with other visitors stopping by. Both sisters were really friendly and accomodating.

Their work was also honored by an article at the online-version of the LVZ.

I also got one book and it’s a nice feeling to help someone to get on with their publications – and they are from Leipzig and also got a printing company from here to work with – so its beautiful, right?

***

Meine letzte Lesung führte mich zu einem trockeneren Thema: Geld. Und dessen Geschichte. Leider war der Autor des Buches erkrankt, deshalb wurde von anderer Stelle durch die Lesung geführt. Einiges war interessant, anderes weniger.

Allerdings kann das auch am Vortragenden gelegen haben. Dieser war zwar reichlich bemüht, aber er war eben nicht der Autor. Und ich glaube, bei so einer ungünstigen Gelegenheit kann man sich noch so sehr mühen – wenn man nicht der eigentliche Autor ist, ist es schwierig, alles so zu vermitteln, wie der eigentliche Schriftsteller es vielleicht getan hätte.

Alles in allem war diese letzte Lesung oder besser: der Vortrag gut durchdacht und strukturiert. Es kamen historische Dinge zum Vorschein (Norddeutscher Bund hatte früher Taler und die Süddeutschen Staaten bezahlten mit Gulden, 1871 gab es auf Vorschlag Sachsens die erste einheitliche Währung mit dem Namen „Mark“,…)

Generell war diese Lesung also eher etwas für Interessierte und weniger für „Neulinge“ oder neu-zu-gewinnende Leser.

Hier wäre es schön gewesen, wenn der Vortragende ein wenig aus dem Buch vorgelesen hätte, um einen Eindruck vom Schreibstil des Autors zu vermitteln. Das hätte zumindest die Entscheidung „kaufen oder nicht kaufen“ erleichtert. So hatte man keine Möglichkeit, in das Buch hineinzuhören – es sei denn, man wäre zum Stand gegangen und hätte dort gelesen…

My last reading got me to a more complicated theme: money – and it’s history. Unfortunately the author of the book was ill so another guy of the company had to take his place. Some things were interesting, some less.

The lecturer was really capable and told us lots of things – but I think it would have been better with the author being there. But the reading – or the lecture – was well thought and structured. He told us historical things and showed interesting pictures of former valuta.

In general this lecture was more for the really interested and not so much for the new readers or newly interested.

It would have been better if the lecturer could have read a little bit from the book so you can feel how the writer worked. Would have been easier on the decision „buy or not buy“. The way it went you had no possibility to listen to the book – only if you stopped by the stand lateron…

P1100607

Dies also war mein letzter Messetag für dieses Jahr. Bye Bye Buchmesse.

Es war sehr schön dieses Jahr, einiges hat sich gelohnt, anderes weniger… aber so ist das ja auf jeder Messe.

Ich hoffe, die Leipziger Messe behält die Presseausweise für Blogger bei 🙂 und auch die Cosplayer werde ich nächstes Jahr mehr auf dem Schirm haben 🙂

So this was my last day at the Leipzig Book Fair. Bye Bye until next year.

It was a really good time – some things were worth it – some not so much – but that’s a thing that happens every year.

I really hope the Fair is staying with the press cards for bloggers 🙂 and also the cosplayers are one of my top themes next year 🙂

P1100608 P1100610 P1100611

Was war für euch das Beste an der diesjährigen Buchmesse?

Habt ihr besondere Tips für nächstes Jahr?

What was the best for you this year at the fair?

Do you have some tips for next year?

 

Auch die Messeeinträge von vorigen Jahren sind interessant: 2012, 2013.