~ John Ironmonger: „Der Wal und das Ende der Welt“ ~

Als ich dieses Frühjahr auf der Buchmesse in Leipzig unterwegs war, fiel mir dieses Buch in die Hände. Was mich angezogen hat? Natürlich die ganze Aufmachung des Covers, der interessante und neugierig machende Titel und die Tatsache, dass ich irgendwie das Gefühl hatte, dieses Buch lesen zu müssen.

So, when I was looking around the millions of books present at Leipzig Book Fair earlier this year in Leipzig, this book caught my eye. What made me look closer at it? For sure the way the cover was designed, the title of the book – btw in english it is called „Not Forgetting the Whale“ – and the feeling that I had, that told me to read this book.

~ Das deutsche Cover ~

Nach dem Lesen hat sich nun herausgestellt: ich weiß nicht, was ich von dem Buch halten soll…

Ist es gut geschrieben, unterhaltsam, hat interessante Charaktere, regt einen zum Nachdenken an, lässt das Kopfkino während des Lesens laufen? All diese Fragen kann ich gut mit „Ja“ beantworten.

Und doch gibt es etwas, was an diesem Buch nicht greifbar ist – und vielleicht ist es gerade das, was es umso interessanter macht.

After I finished reading the book my first thought was: I don’t know what to think about this book…

Is it well written, thoughtful, has interesting characters, makes you think afterwards about a lot of topics, has your mind show you scenes while reading? The answer to all of those questions is a big „yes“.

But there is something about the book which is not within reach for anyone – and maybe that is the most fascinating thing about it.

Das Kurzzitat der Elle zum Buch lautet: „Dieses Buch gibt einem den Glauben an die Menschheit zurück.“ (Zitat Buchrücken deutsche Ausgabe).

Nun – dem kann ich nur bedingt zustimmen. Einerseits hat es einen positiven Ausgang, trotz der drohenden Katastrophe, die sich auftürmt. Und ja, man möchte daran denken und glauben, dass – sollte so etwas in Realität und größerem Ausmaß stattfinden – die Menschen so reagieren wie die Titelfigur Joe Haak und die Bewohner von St. Piran. Doch beim Lesen konnte ich den Gedanken nicht abschütteln, dass die Realität in Folge eines solchen Vorfalls doch gravierend anders aussehen würde. Vielleicht nicht in kleineren Ortschaften wie St. Piran, wo das Leben doch noch einen anderen Rhythmus hat als in den Großstädten. Doch im Allgemeinen gibt es, denke ich, genug Individuen, die – trotz aller Bemühungen, positiv zu bleiben und den Gemeinschaftssinn zu pflegen – in der Lage sind, das Negativste im Menschen hervorzurufen und zu befeuern.

ELLE UK commented on this book: „This novel, set in Cornwall, will restore your faith in humanity.“

So – I can go with that only for a short while. One thing: yes, it has a positive ending although catastrophe lurking around the edges and becoming stronger. And yes, one wants to think and believe, that – should such a thing happen in reality and to a bigger extent – humans would react the way Joe Haak, the main human character, and the people of St. Piran did. But while reading I couldn’t lose the thought and the feeling, that reality in the aftermath of such an incident would be much different from the version in the book. Maybe not in smaller villages like St. Piran, where life has another rhythm to it and people are more dependent and living another life than in the bigger cities. But in general – I think – there are enough individuals, who – despite all efforts to stay positive and live for community – are capable of getting the worst out of human nature and fuel negativity.

Alles in allem kann ich festhalten: „Der Wal und das Ende der Welt“ ist ein gutes und interessantes Buch, definitiv nicht in dystopischen Gedanken wandelnd – und schon deshalb auf Grund dieser Gratwanderung erwähnenswert.

Vielleicht lese ich es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal und werde sehen, ob sich mein erster Eindruck geändert hat.

In den Medien ist das Buch auf jeden Fall angekommen. Beiträge gibt es u.a. hier, hier und hier.

Als Lesestoff kann ich es weiterempfehlen und würde gern eure Meinung hören.

***

So after all I can tell you: „Not forgetting the Whale“ is a good and interesting book to read and get lost in – definitely not dystopian – and also because of that balancing act worth a closer look.

Maybe I will read it again at another time and will see, how my first impressions will change.

And – since the original version has been out a while longer than the german one – there are lots of articles in the media, f.e. here, here and here.

I can definitely recommend this book for a reading session and am definitely interested in your thoughts.

~ Akram El-Bahay: „Herzenmacher“ ~

Note to my english-speaking readers: Due to the time fact and the fact, that this book is only available in german language – I will skip the english version this time. If you are interested in the english version – please contact me. Thank you for your understanding.

~ ~ ~

Nachdem ich in den vergangenen Buchmesse-Jahren regelmäßig Lesungen von Akram El-Bahay besuchte, war ich – wie ihr ja bereits erfahren konntet – auch dieses Jahr wieder zugegen, als er aus seinem Buch „Bücherkönig“ las. In den Jahren zuvor hatte ich schon das Vergnügen, Lesungen zu „Bücherstadt“ (Artikel zum Buch hier), „Wortwächter“ und „Henriette und der Traumdieb“ zu hören.

Zwar habe ich die diesjährige Lesung zu „Herzenmacher“ verpasst, jedoch hat mich das Buch auch ohne vorherige Hörprobe begeistert (alleine das Cover ist toll) – und so landete es natürlich schon vor meinem Messebesuch bei mir und wurde dann auch vom Autor signiert.

„Sie fand hier das, was sie brauchte.

Menschen, die so fern der Natur lebten, dass sie vergessen hatten, wie die Dinge zusammengehörten. […] ließen sich täuschen von den Zauberdingen, die sie ihnen als Lohn anbot. Zauberdinge, die das Leben so viel besser machen.

Wie Kinder, die sich mit ein paar Glasmurmeln kaufen lassen, waren die Leute.

Und sie sind es noch immer.“

(Herzenmacher, Seite 280)

Léo lebt mit seiner Mutter in Briançon – einer französischen Stadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die Stadt nahe der italienischen Grenze ist dem Hauptcharakter schon längst zu klein geworden – und er sucht nach Möglichkeiten, seinem Leben einen größeren Sinn zu geben. Seine Familiensituation ist auch alles andere als einfach für ihn – sein Vater ist vor Jahren gestorben und seine Mutter, eine Spielzeugmacherin, will nicht darüber sprechen, was damals vorgefallen ist.

Eines Tages beobachtet Léo, wie seine Mutter einem kleinwüchsigen Mann eine Kugel übergibt, von der er weiß, dass sein Vater sie hergestellt hat. Da er die Kugel unbedingt wiederbekommen möchte, folgt er dem Mann – und entdeckt Unglaubliches, als er in einer Spiegelwelt seiner eigenen Stadt ankommt, die doch so anders und gefährlicher ist, als seine eigene.

Und trotz dieser Unterschiede sind doch die wirklich wichtigen Dinge und Probleme im Leben gleich: Klimaveränderungen, Herrschsucht und Gier der Mächtigen, Heldenmut von Menschen mit Herz, um positive Veränderungen hervorzurufen.

 

„‚Ja, die Hexe‘, antwortete ihm Kafir, der offenbar weniger Furcht vor der Hexe hatte als der Spielzeugmacher.

‚Die Kinder erinnern sich schon nicht mehr an die Zeit, in der auf jeden Somer zuverlässig der Winter folgte. Schon seit vielen vielen Jahren ist dieser Kreislauf durchbrochen.'“

(Herzenmacher, Seite 54)

 

Doch die Probleme des Spiegel-Briançon sind nicht alleine der fehlende Wechsel von Sommer- und Winterzeiten, sondern reichen tiefer:

Er erfährt, dass in dieser Spiegelstadt die Winterhexe herrscht – und das schon länger, als ihre Zeit es ihr erlauben würde. Jedes Jahr feilscht sie mit dem Tod um mehr Lebenszeit, die sie sich von den Bürgern der Stadt „schenken“ lässt.

 

„Wenn die Hexe mehr Jahre haben will, als ihr zustehen, muss ein anderer ihr Zeit geben. Freiwillig.“

(Herzenmacher, Seite 91)

 

Langsam erfährt Léo durch seinen neuen Mentor Fernando, ebenfalls ein Spielzeugmacher mit ganz besonderen Fähigkeiten, dass die Dinge durch die Regentschaft der Hexe und des derzeigen Königs schlimmer liegen als befürchtet – und auch sie haben Ähnlichkeit mit den technischen Errungenschaften, die wir Leser in unserer heutigen Realität haben.

 

„‚Du siehst in Hexenspiegel‘, raunte Kafir ihm zu. ‚Interessante kleine Dinger, nicht?‘ […]

‚Unglaublich‘, stammelte Léo.

‚Hinterhältig‘, erwiederte Fernando brummig und starrte in die blank polierten Spiegel.

‚Die Hexe hat sie verzaubert und lässt sie von ihren Dienern verkaufen. Sie soll so sehen und hören können, was ihre Spiegel sehen und hören. Verliebte Worte, dunkle Geheimnisse.

Viele sagen, das sei alles Unsinn. Ich aber denke, dass es stimmt.

Die Narren, die diese Dinger kaufen, entblößen sich vor der Hexe.'“

(Herzenmacher, Seite 58)

 

Léo lernt noch weitere tiefe Geheimnisse kennen, die auch mit der Arbeit seines Vaters und dessen Tod zusammenhängen. Langsam lüftet sich der Schleier, als Léo erkennt, dass sein Vater und seine Mutter ursprünglich Einwohner der Spiegelstadt gewesen sind und einen geheimen Auftrag hatten.

Als er immer mehr und mehr über die Machenschaften der Hexe und ihrer Diener erfährt und persönliche Verluste hinnehmen muss, fasst er gemeinsam mit neuen Freunden einen Plan, um der Hexe entgegenzutreten und ihre Herrschaft zu beenden.

„Er ist einmalig.

Und der Einzige, den die Hexe und ihre Diener fürchten.“

(Hexenmacher, Seite 151)

 

Léo muss Mut beweisen und auf seine Fähigkeiten als Herzenmacher – von denen er vor noch gar nicht so langer Zeit erfahren hat – vertrauen. Im Angesicht von einem machthungrigen und von der Hexe geblendeten König und Hexenkrähen, die den Tod in Form von Federn bringen, ist das gar nicht so einfach…

***

Wird Léo den Bewohnern der Spiegelwelt helfen können?

Wer ist der „Einmalige“, der die Hexe besiegen kann?

***

„Herzenmacher“ von Akram El-Bahay ist definitiv eine Leseempfehlung.

Der Autor schafft es wunderbar, die Spiegelwelt von Briançon lebendig werden zu lassen. Die Charaktere sind allesamt sympathisch, wenn man sie erst einmal beim Lesen näher kennenlernt. Auch die Winterhexe hat so ihre interessanten Seiten und ist nicht nur böse, auch wenn die Zeiten sie wahrscheinlich härter gemacht haben.

Leben und Tod liegen sehr nahe beieinander in diesem Roman von Akram El-Bahay und zeigen erneut, wie sehr man das Leben wertschätzen sollte – mit all seinen Fehlern und täglichen Problemen.

„Erst ich mache das Leben schön.

Doch man soll mich nicht suchen, denn ich komme zu jedem, wenn dessen Zeit erreicht ist.“

(Herzenmacher, Seite 211)

~ Tag 3 und 4 auf der Leipziger Buchmesse 2019 / Day 3 and Day 4 at Leipzig Book Fair 2019 ~

Note to my english speaking readers:

due to the short time frame this article will only be available in german language.

Should you be interested in an english translation, please contact me. Otherwise you can try to get the text translated with an online tool. Thank you for your understanding.


Tag 3 und 4 auf der Leipziger Buchmesse waren genauso entspannt und von Neuentdeckungen gefüllt wie die ersten beiden Tage.

Und nun gehts auch schon in die Details:

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Samstag, 23.03.2019:

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Der Tag startete mit drei Lesungen im Fantasybereich der Halle 2. Irgendwie war ich am häufigsten in dieser Gegend in diesem Jahr – es waren aber auch gute Titel dabei und das Stöbern macht natürlich am meisten Spaß 🙂

Lesung 1 – „Der Totengräbersohn – Teil 1“

(Autor: Sam Feuerbach, gelesen von ihm und Robert Frank)

Die Hörbuchvariante des Buches gewann 2018 den Deutschen Phantastik Preis für das beste deutschsprachige Hörbuch.

Die Handlung der Fantasy-Story in vier Teilen spielt im Mittelalter und dreht sich um Farin, der – wie der Titel schon sagt – Sohne eines Totengräbers ist, und damit nicht der angesehenste Mensch im Dorf ist. Als er die Dorfhexe für ihre Bestattung herrichtet, macht er einen folgenschweren Fehler, indem er ihr Amulett an sich nimmt. Dies führt ein eigenartiges Eigenleben…

Die Lesung war geprägt durch die fantastische Stimme von Robert Frank und dessen grandiose Art, den Bewohner des Amuletts zum Leben zu erwecken. Herr Feuerbach fungierte bei der Lesung als innere Gedankenstimme von Farin, der sich – in dem vorgetragenen Abschnitt – in einer misslichen Situation befindet und sich gegen den Bewohner des Amuletts durchsetzen muss, um am Leben zu bleiben…

Eine Hörprobe können sich Interessierte gönnen, die die Stimme von Robert Frank probehören möchten 🙂

Sehr empfehlenswert!

 

Lesung 2 – „Der letzte Kolonialist“

(Autor: Sebastian Schaefer)

Diesen Sci-Fi-Roman fand ich vom Titel her interessant. Natürlich – wenn man die vorige Lesung betrachtet, die das Publikum sehr begeistert hat, ist das eigentlich kaum noch zu toppen. So war es dann auch.

Sicher, der Autor hat eine angenehme Lesestimme, aber Sci-Fi ist in dem Sinne nicht so mein favorisiertes Lesegenre.

Zu Beginn der Lesung hatte ich den Eindruck, dass der Autor nicht enthusiastisch genug gelesen hat, was sich nach der Hälfte der Zeit legte und vielleicht auch der Nervosität zuzuschreiben ist, die man ja doch hat, wenn man vor Publikum liest. Am Anfang gestört hat mich auch die Tatsache, dass es keine Einführungserklärungen gab – das hat Herr Schaefer dann aber rasch nachgeholt und in kurzen Worten einiges zur Geschichte erzählt.

Ich weiß nicht, ob ich mir das Buch näher anschauen werde, aber es war doch eine interessante Lesung und für Leseratten, die sich mit Sci-Fi besser anfreunden können vielleicht sogar ein Highlight.

 

Lesung 3 – „Ophelia Scale – Die Welt wird brennen“

(Autorin: Lena Kiefer)

Diese Trilogie klang auch vom Titel her interessant und so saß ich denn an diesem Samstagmorgen in meiner dritten Lesung.

Eigentlich wollte ich von Mehrteilern Abstand nehmen, da dieses ganze Warten auf den nächsten Teil und dann zieht sich die Handlung etc. mich schon zu oft genervt hat.

Es geht in „Ophelia Scale“ um eine Welt, in der Technik verboten ist – als eine zutiefst interessante Geschichte. Schon alleine, wenn man sich die Handlung als Fortführung der heutigen Technikwelt vorstellt, hört man gebannter zu.

Alles in allem eine sehr interessante Lesung, der Autorin kann man auch sehr entspannt zuhören und dieses Buch ist definitiv eine Empfehlung – auch wenn es vorerst nicht bei mir gelandet ist.

 

Die besten Sachen passieren immer zufällig und so fand ich mich am Nachmittag am kanadischen Messestand, wo die Vielfalt der kanadischen Literatur vorgestellt wurde. Dazu gab es Lesehinweise und Autorenempfehlungen für diejenigen, die noch wenig mit der Literatur des Landes in Berührung gekommen sind.

Für diejenigen, die es interessiert: Kanada ist im nächsten Jahr das Gastland auf der Frankfurter Buchmesse – noch ein Grund mehr, sich kanadischen Autoren zu widmen.

U.a. ging es in der Vorstellung um Poetry, Childrens Books und weitere differenzierte Literaturthemen, wie z.B. die Frage, ob in Kanada alle Bücher auf französisch und englisch erscheinen. Die Antwort hierauf lautete Nein. Es gibt vereinzelt Bücher, die in beiden Sprachen verlegt werden, aber meistens ist es ein entweder/oder in Bezug auf die Sprache bei Veröffentlichung.

 

Lesung 4 – „Der Wächter der Runen“

(Autorin: J.K. Bloom)

Bei „Der Wächter der Runen“ handelt es sich um eine interessante High-Fantasy-Story.

Kopfgeldjäger Finn soll eine Abtrünnige namens Ravanea finden – lebend – und dieser Auftrag hat so seine Tücken.

Die Autorin hat eine sehr gute Lesestimme und auch die Story ist interessant, so dass man möchte, dass die Lesung nicht nur eine halbe Stunde andauert. Mit „Der Wächter der Runen“ hat sie eine faszinierende Fantasylandschaft geschaffen – und Figuren wie die Secaria, die die Handlungen noch interessanter machen.

Definitiv eine Empfehlung, auch wenn das Buch erstmal nicht bei mir gelandet ist.

 

Mein Messe-Samstag hatte aber noch ein anderes Highlight – außer Bücher anzuschauen und ggf. zu kaufen – ein Treffen mit der wunderbaren Kathrin von Phantasienreisen.

Wir kennen uns seit unserem Studium und es ist immer wieder schön, sie zu sehen und sich auszutauschen. Leider ist die Zeit immer so kurz bemessen, dass man einfach nicht alles unterbringt – aber ich freu mich definitiv auf das nächste Mal, wenn sich unsere Wege kreuzen und wir wieder Zeit miteinander verbringen können.

 

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Sonntag, 24.03.2019:

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Auch mein Messe-Sonntag bestand größtenteils aus Lesungen, und ein wenig herumstöbern war auch noch drin.

Meinen ersten Lesungsausschnitt fand ich eher durch Zufall, da meine geplante Lesung noch nicht angefangen hatte. So hatte ich die Gelegenheit, der Lesung von „Infilum“ zuzuhören – was nicht das Schlechteste war. Die Autorin Katrin R. Petzold hat eine gute Lesestimme, das Buch – jedenfalls was ich aus der Lesung beurteilen kann – ist interessant geschrieben, eben typisch Dystopie.

Von mir gibts hier auch eine Empfehlung – wenn man einmal in der Geschichte drin ist, wird es spannend.

 

Lesung 1 – „Die ägyptische Maschine“

(Autor Christian Lange)

Hier haben wir es mit einem Steampunk-Roman zu tun, der im viktorianischen Zeitalter spielt.

Folgendes ist die Situation: Es gibt kein britisches Empire, Amerika wurde noch nicht entdeckt und die Ägypter wollen nach der Ermordung ihres Vizekönigs Osiris mit der Hilfe einer Maschine den Geist des Toten zurückholen.

Die britische Forscherin Eve nimmt den Auftrag an und reist nach Ägypten.

Der Autor hatte eine interessante und abwechslungsreiche Lesestimme, die einen gut zuhören lässt. Er las verschiedene kurze Teile vom Anfang vor, die von verschiedenen Charakteren handelten: Osiris, Eve, Hauke und Borchert.

Die Story klingt sehr interessant, zwar ist sie nicht mit mir nach Hause gekommen, dennoch habe ich das Buch im Hinterkopf.

Definitiv eine Empfehlung!

 

Lesung 2 – „Die Krone der Dunkelheit“

(Autorin: Laura Kneidl)

Ein interessantes Buch mit interessanter Heldenreise: Freya sucht ihren Bruder und Ceylan will eine Wächterin werden.

Die Hörprobe zu dem Buch beginnt die Autorin am Anfang, der mit guten Beschreibungen des Umfelds aufwartet. Sie hat insgesamt eine Viertelstunde gelesen und sich dann noch Zeit genommen, die Fragen des Publikums zu beantworten.

In diesem High-Fantasy-Roman hat Laura Kneidl eine vielfältige Welt erschaffen, über die man sich u.a.  hier informieren kann.

Wer in neue Welten eintauchen möchte und diese erkunden will, ist bei „Die Krone der Dunkelheit“ am richtigen Platz.

Interessant fand ich, dass diese Lesung auch mit Übersetzung für Hörgeschädigte in Gebärdensprache stattfand – definitiv ein weiterer Pluspunkt.

 

Meine vorletzte Lesung hab ich nur teilweise verfolgen können, aber nichtsdestotrotz war sie interesssant. In „Verrückt aber glücklich“ erzählt Autorin Klara Fall von ihrem Burn-Out und ihren Depressionen, die schleichend ankamen und die sie zuerst nicht für voll und wichtig nahm. Sie erzählt davon, dass sie sich immer zurück genommen hat und allem hat gerecht werden wollen und allen helfen wollte. Das hat dann irgendwann seinen Tribut gefordert und dieses Buch soll den schleichenden Verlauf der Krankheit aufzeigen und den Betroffenen Hilfestellung sein und aufzeigen, dass man gestärkt aus diesem negativen Lebenstief herauskommen kann.

Definitiv eine Empfehlung.

Meine letzte Lesung war auch nur Zufall, denn sie fand direkt im Anschluss an Klara Fall’s Lesung statt.

„Die Melodie des Mörders“ ist ein Teil der Krimireihe von Miriam Rademacher um Tanzlehrer Collin Duffet, der auch in Mordfällen ermittelt. Er kann in den Menschen lesen – und dieses Talent finden seine Freunde Jasper (Pfarrer) und Norma (Krankenschwester) gelungen genug, um ihn in die Mordfallermittlung mit hinein zu ziehen. Denn eigentlich wollte Collin Duffet seinen Ruhestand genießen…Doch damit wird es nichts, als in der Vorweihnachtszeit ein Mord geschieht und der Organist seiner Gemeinde ums Leben gebracht wird.

Die Autorin liest einfach fantastisch und der Roman hat eine Menge guten Humor  zu bieten, wie man es für Romane geradezu verlangt, die in Großbritannien spielen.

Definitiv eine Empfehlung.

Und sonst noch so?

Diverse Autogramme, gekaufte Bücher und ein sehr schön verbrachtes Buchmesse-Wochenende.

Bis zum nächsten Jahr – auf der Buchmesse 2020!

Wie war eure Buchmesse so?

Dieses Jahr habe ich mich nicht so auf die Cosplayer fixiert, aber einige wunderschöne Kostüme gesehen – habt ihr euren Fokus dieses Jahr darauf gesetzt?

~ Tag 1 und Tag 2 auf der Leipziger Buchmesse 2019 / Day 1 and Day 2 at Leipzig Book Fair 2019 ~

Note to my english speaking readers:

due to the short time frame this article will only be available in german language.

Should you be interested in an english translation, please contact me. Otherwise you can try to get the text translated with an online tool. Thank you for your understanding.


Willkommen zur Leipziger Buchmesse.

In diesem Jahr ohne Schnee oder Regen, sondern mit perfektem Frühlingswetter, dass zahlreiche Lese- und Buchliebhaber nicht nur in die Innenhallen der Neuen Messe in Leipzig lockt, sondern auch in die Außenbereiche zwischen und vor den Hallen.


Kurzbericht zu meinen Tagen 1 und 2:

Donnerstag hatte ich länger eingeplant, dann hatte ich noch einen spontanten Termin, der meine Planung hinfällig machte. Deshalb nur die obligatorische Freischaltung des Presseausweises, ein wenig Herumstöbern in Halle 1 und eine Lesung zum Thema Gesundheit/ Psyche, die mich sehr beeindruckt hat.

Gelesen hat Dominique de Marné aus ihrem Buch „Warum normal sein gar nicht so normal ist…und warum reden hilft“. Sie erhielt vor einiger Zeit die Diagnose „Borderline“ und in ihrem Buch erzählt sie von der Diagnose, der Krankheit selbst und von ihrem Umgang damit.

Die Lesung fand großen Anklang und da psychische Erkrankungen in unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken und teilweise zunehmend sind, ist es ein wichtiges Thema und Bücher wie diese helfen hoffentlich den Betroffenen selbst und deren Umfeld im längerfristigen Umgang.


Freitag sah es schon etwas anders aus:

Zwar habe ich ebenfalls einige Lesungen (2 Stück) entfallen lassen, da entweder schon zu viele Menschen am Leseort standen oder die Zeit nicht ausgereicht hätte, ordentlich durch die Gänge zu stöbern. Man muss ja auch mal Prioritäten setzen, oder?

Als erstes hörte ich einen Vortrag zum Thema „Rewilding“, was definitiv ein wichtiges Thema ist. Natur und Umwelt und die mögliche Renaturierung von Lebensräumen, die durch den menschlichen Einfluss stark beeinträchtigt wurden. Man hat gemerkt, dass es ein Vortrag einer Wissenschaftlerin war, allerdings war das Themengebiet interessant – und so ein Vortrag ist ja nicht mit einer normalen Lesung zu vergleichen. Alle Erwartungen, die ich im Vorfeld and den Vortrag hatte, wurden erfüllt und zum Abschluss gab es noch ein kleines Stück Schokolade – was will Frau denn mehr?

***

Dann kam das Highlight meines Tages: die Lesung von Akram El-Bahay zu seinem neuesten Buch „Herzenmacher“.

Wie üblich war es wieder sehr schön, dem Autor beim Lesen zuzuhören und zu spüren, wie die Figuren zum hörbaren Leben erwachten.

Natürlich hab ich mir auch noch meine Exemplare von „Bücherkönig“ und „Herzenmacher“ signieren lassen. Was mich besonders gefreut hat, war, dass Akram El-Bahay mich wiedererkannt hat und natürlich zum jeweiligen Buch passende Worte für seine Signatur parat hatte.


Daneben habe ich  noch einiges mit nach Hause genommen, seien es gekaufte Exemplare von interessanten Büchern, Leseproben, Postkarten von Büchern oder dekorative Postkarten von Tushita.

Aber schaut selbst:

Und, wie waren eure ersten Messetage?

Was habt ihr von der Messe bis jetzt mitgenommen?

Was war euer Highlight?

~ Bald ist es wieder soweit – die Leipziger Buchmesse rückt näher ~

Auch dieses Jahr ist es im Frühling wieder soweit: die Leipziger Buchmesse lockt wieder tausende lese-, buch- und Manga-begeisterte Menschen in die Stadt.

Vom 21. bis 24. März 2019 werden die Messehallen der Stadt Leipzig wieder gefüllt sein mit jungen, alten, normal-gekleideten und verkleideten Buch- und Charakterliebhabern.

Auch ich werde dabei sein – meinen Akkreditierungsantrag habe ich bereits losgeschickt und hoffe wieder auf einen positiven Bescheid und die Zulassung als Bloggerin.

~ Impressionen von der Buchmesse 2018 ~
~ Impressionen von der Buchmesse 2018 ~

So again – this year in spring the Leipzig Book-Fair is opening its doors to thousands of people  interested in reading, books and Mangas.

Between 21. and 24. March 2019 the exhibition halls of Leipzig will be filled with young, old, normal dressed and disguised booklovers and lovers of Anime and Manga characters.

I am also one of the many people going to the fair – my application for accreditation is sent out and I definitely hope and am looking forward to joining the fair again this year as accredited blogger.

~ Impressionen von der Buchmesse 2018 ~
~ Impressionen von der Buchmesse 2018 ~

Wem von euch werde ich denn eventuell auch in Leipzig über den Weg laufen?

Habt ihr persönliche Highlights, von denen ihr schon wisst?

Who of you are also going to join the booklovers at the fair?

Do you already have a highlight you want to see and you also know about just yet?

~ Impressionen von der Buchmesse 2018 ~
~ Impressionen von der Buchmesse 2018 ~