~ Diana Fraser: „The Marriage Trap“ ~

„Where are you going?“ His voice was cold and authorative and sent a wave of fear through Gemma.

She stopped, just steps away from the front door of the apartment, and watched his lighter flare in the dark of the bedroom, revealing only his silhouette as he sucked on the ever-present cigarette. She was prepared for his question. Paul always insisted on knowing where she was going and with whom. […]

His hand shot out from the darkened bedroom and griped her tightly around the wrist.[…]

(page 4)

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Ab und an hat man auch mal Lust auf etwas Kitschiges.

Also habe ich angefangen diesen kurzen Roman zu lesen – und er ist genau das: ein wenig kitschig, sehr romantisch und eine gute Abwechslung zu anderem Lesematerial.

Sometimes you want to read something corny.

So I started reading this short novel – and it is exactly this: something corny, really romantic and a good thing for the purpose of reading something else.

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Wir haben hier die üblichen Zutaten:

We have the following ingredients:

  • eine junge Frau, die vor jemandem flieht a young woman trying to get away from someone
  • einen jungen Mann, der ihr Leben rettet (auch nach anfänglichem Widerspruch ihrerseits) a young man saving her life (also after a little fight)
  • eine einsam gelegene Hütte, die den beiden Unterschlupf bietet und a small house where they have to spend the time and
  • eine lange kalte Nacht, die die beiden einander näher bringt und wegweisend für die Zukunft ist a long and cold night which brings both closer to each other and will be essential for their future

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Gemma beginnt ihr neues Leben vierzig Stunden nach dem Verlassen ihres alten.

In Neuseeland glaubt sie, sicher zu sein und sich eine neue Zukunft aufbauen zu können.

Gemma starts her new life exactly forty hours after leaving her former one.

By accident she met Callum McKenzie who saved her life and they spend the night together in a small hut.

Because Gemma has her share of difficult experiences she didn’t tell Callum the truth about her whereabouts and the reason for her staying in New Zealand.

Ein Zufall bringt sie mit Callum McKenzie zusammen, der ihr das Leben rettet und sie verbringen notgedrungen eine Nacht miteinander in einer abgelegenen Hütte.

Da Gemma durch ihre Erfahrungen geprägt ist, sagt sie Callum zunächst nicht die Wahrheit über ihre Herkunft und den Grund ihres Aufenthalts in Neuseeland.

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Doch die Vergangenheit lässt sich in diesem Fall nicht ganz abschütteln. Doch Gemma und Callum kommen immer wieder zusammen und schließlich stellt die junge Frau fest, dass sie schwanger ist…

But the past is not dead – not in this case. But Gemma and Callum are circling around each other and finally the young woman discovers that she is expecting…

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Gut, die Geschichte um Callum und Gemma ist vorhersehbar und zu einem gewissen Teil natürlich leserfreundlich strukturiert.

So okay – the story about Callum and Gemma is predictable and for a really big part reader-friendly written and structured.

And it is definitely a nice story for the time in between two other books.

And for sure you have the Happy-End everyone is longing for.

Aber auf jeden Fall ist es eine schöne Geschichte für zwischendurch, die mit netten Charakteren aufwartet und gut für ein bisschen Abwechslung ist.

Natürlich gibt es auch das obligatorische Happy-End.

„Take me home, Callum.“

His hand slightly brushed the small of her back. But it was too gentle to be a caress, more a shifting of his hand to accommodate her body.

He hadn’t understood.

„Home?“ He repeated.

„To Glencoe.“

My Book during the vacation in London…

Nachdem ich nun wieder aus London zurück bin, möchte ich euch meinen literarischen Begleiter während dieser Zeit vorstellen:

 

It had to be you“ von Jill Shalvis

Bildquelle: http://jillshalvis.com/wp-content/uploads/2012/08/It-Had-To-Be-You-comp-200×322.jpg

 

Mir war nach einer romantischen Geschichte zumute – und mit diesem Teil der „Lucky Harbor“-Geschichten habe ich direkt ins Schwarze gegriffen.

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Es geht um Ali Winters und Luke Hanover.

Sie arbeitet in einem Blumenladen, gibt im Seniorencenter Unterricht im Töpfern und ist ein hilfsbereiter, loyaler und freundlicher Mensch.

Er ist Polizist und macht sich Vorwürfe, nachdem ein Fall nicht so gelaufen ist, wie gehofft. Es gab Tote, die seiner Ansicht nach nicht hätten sterben müssen. Er gibt sich die Schuld und sucht die ruhige Gegend in Lucky Harbor auf, um sich zu sammeln, Kraft zu tanken – und um allein zu sein.

„People came to Lucky Harbor looking for something, some to start over and some for the gorgeous scenery of the Olympic Mountains and the Pacific Ocean. Ali was one of those looking for a new start.“ (S. 5)

Nur dass sein Plan, die Zeit in der Einsamkeit des Hauses seiner Großmutter zu verbringen, einen Haken hat: Ali.

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Die junge Frau wurde gerade von ihrem „Freund“ verlassen, ihr Job ist in Gefahr und während sie ihrem Ex bei einem Anruf auf seiner Mailbox die Hölle heiß macht – nur bekleidet in ihrer Unterwäsche – steht plötzlich der junge Cop hinter ihr:

 

„It’s just one bad day“, she whispered while standing in the perfect position for him to pat her down for weapons. […] „Not from where I’m standing“, he said.“ (S. 15)

 

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Er lässt sie in dem Haus weiterhin wohnen, und mit der Zeit freunden sich die beiden an.

Als Ali verdächtigt wird, einen hohen Geldbetrag gestohlen zu haben, setzt sich Luke trotz seiner „Ferien“ für sie ein und fängt an, zu ermitteln…

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Während immer mehr Verdächtige auftauchen, muss auch Luke lernen, mit der Vergangenheit abzuschließen.

Seine Großmutter starb vor 10 Jahren und seitdem war er nicht wieder in dem Örtchen, geschweige denn, in dem Haus. Sein Großvater lebt ebenfalls in Lucky Harbor, und auch mit ihm muss er sich auseinandersetzen.

Dann wären da noch Ali und die Gefühle, die er für sie entwickelt – obwohl er sich auf nichts einlassen wollte…

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Wie heisst es doch so schön auf dem Buchrücken: „The Heat is on“ – und das nicht nur auf Grund der Außentemperaturen…

 

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FAZIT:

Ein gelungenes Buch mit sympathischen Charakteren und einer interessanten Geschichte. Da dies mein erstes Buch der Autorin ist, werde ich definitiv einen Blick in ihre anderen Werke werfen.

Auf meiner Londonreise hat „It had to be you“ mir jedenfalls gute Gesellschaft geleistet.

 

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Wer einen ersten Blick ins Buch werfen möchte, kann dies hier tun.

Die Autorin Jill Shalvis ist außerdem bei Twitter und Facebook vertreten.