~ Annis Bell: „Die schwarze Orchidee“ ~

Note to my english-speaking readers: the quotes of the book are only in german language. If you would like to read the english version, it is titled „The black Orchid“.

Es ist immer schön, wenn man von Autoren und Musikern über die sozialen Netzwerke angeschrieben wird und man dadurch neue Werke entdecken kann.

Über Twitter hat mich auch die Autorin Annis Bell kontaktiert.

Die Schriftstellerin liebt es zu reisen und war bereits längere Zeit in England und Amerika zu Hause. Derzeit ist sie als freie Autorin in England und Deutschland tätig – mit besonderem Fokus auf das England der viktorianischen Zeit.

Its always nice to get contacted by authors and musicians via the social networks and to be able to explore new things this way.

Via Twitter the author Annis Bell contacted me a while ago.

She loves to travel and has been for a longer time living in England and the United States. Right now she works as a freelance author in England and Germany – with a special focus on the England at victorian times.

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Annis Bell stellte mir dieses Buch zur Verfügung – den zweiten Teil ihrer Romanreihe um Lady Jane.

Und bereits der Anfang ist interessant gestaltet:

„Das Moor schmatzte und gluckste, als wäre es lebendig. Ein Tier, das sich jeden Augenblick erheben und sie verschlingen konnte, dachte Rachel und hob die Laterne höher, um den Pfad nicht aus den Augen zu verlieren. Es war eine große Dummheit, nachts allein hier herauszulaufen, aber es gab Dinge, die es wert waren, etwas zu wagen.

(…)

Ihre neue Herrin schien das Klima hier oben auch nicht zu ertragen. Die arme Frau sah blass wie ein Leichentuch aus und wirkte sehr zerbrechlich. Sie konnte einem leidtun, denn Lady Charlotte war eine freundliche Herrin, die es nicht leicht mit ihrem Gatten hatte. Sir Frederick war launisch, kurz angebunden und er schlug gern zu.

(…)

Der weiche Boden verschluckte das Geräusch heraneilender Schritte, doch sie spürte die Schwingungen des Bodens. Noch bevor sie den Aufprall spürte, nahm sie einen seltsamen Geruch war. Der Geruch war ihr nicht unbekannt, doch sie hatte keine Zeit zum Überlegen, denn der Angreifer traf sie mit solcher Wucht, dass sie kopfüber sürzte und erst danach den scharfen Schmerz in ihrem Rücken fühlte. Warum?

Bevor ihre Sinne gänzlich schwanden, nahm sie noch wahr, dass man sie in den Morast wälzte, und diesmal wehrte sie sich nicht, als der weiche gluckernde Schlamm sich beinahe tröstend um ihre Glieder schmiegte.“

(page 7; 8; 11)

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Lady Jane begibt sich – nach einiger Gegenwehr ihres Mannes, Captain David Wescott – auf den Weg zu ihrer Freundin Lady Alison. Zunächst war es nur als Freundschaftsbesuch geplant – obwohl auch Lady Alison sich Sorgen um die Dame des Hauses, Lady Charlotte, macht.

Schon bald sieht sich Jane gezwungen, Nachforschungen anzustellen, um das Leben der beiden Damen zu retten.

Lady Jane – after some quarrel with her husband, Captain David Wescott – starts her journeys to her friend Lady Alison. What first was only meant to be a friendly visit soon turns out to be a live-saving adventure.

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Ganz interessant finde ich, dass es in dem Roman nicht nur die „normalen“ Passagen gibt, sondern auch Kapitel in Briefform.

Geschrieben von Derek Tomkins, dem Orchideenjäger der für Sir Frederick arbeitet, geben sie einen schönen Einblick in die Arbeit des Blumenjägers, die nicht immer ungefährlich ist. Diese „Briefe“ geben dem Buch einen weiteren abenteuerlichen Hauch und vervollkommnen das Bild, dass sich im Geiste beim Lesen zeichnet.

What I found really interesting is, that there are not only the „normal“ chapters, but also the chapters who are written as letters.

Written by Derek Tomkins, who is Sir Fredericks Hunter for the Orchids, is showing us insights of his work which is not always riskless. These letters have an additional touch of adventure added to the picture that is formed while reading this book.

***

Ohne hier weiter auf die Handlung einzugehen kann ich dieses Buch nur empfehlen. Die Geschichte liest sich flüssig und auch die Charaktere sind schön entwickelt.

Annis Bell schafft es, den roten Faden der Geschichte schön zu spinnen und bis zum Ende aufrecht zu erhalten.

Die diversen Nebencharaktere sind ebenfalls gut gezeichnet und verlieren nichts an ihrer Intensität.

Without going further into the plot 0f the story I can definitely recommend this book. The story is easy to read and also the characters are well formed.

Annis Bell created an interesting golden thread to the story and keeps it upright to the end.

The different characters – not only the main ones – are well formed and are never loosing their intensity.

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Wer sich auch für den ersten Teil der Geschichte rund um Lady Jane interessiert, kann sich den Titel „Die Tote von Rosewood Hall“ näher ansehen.

If you are interested in the first part of the story about Lady Jane – it is titled: „The Girl at Rosewood Hall“.

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Habt ihr schon Bekanntschaft mit Lady Jane geschlossen?

Have you already taken a closer look into the adventures of Lady Jane?

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Ein Interview mit der Autorin gibt es übrigens hier und Informationen zur Faszination der Orchideen zu Zeiten Queen Victorias gibt es auf den letzten Seiten des Buches und auch hier.

~ „Ein Cottage in Wales…“ – Ein Interview mit Constanze Wilken ~

Nachdem ich bereits über ihr Buch „Der Duft der Wildrose“ berichtet habe, spanne ich euch jetzt nicht länger auf die Folter und präsentiere euch das Ergebnis des Interviews mit Constanze Wilken.

Es lief ab, wie jedes Q&A abläuft, wenn man nicht in der selben Gegend wie der Interviewpartner wohnt – via Email bzw. Facebook.

After recommending to you the novel „The flavour of wild roses“ by Constanze Wilken earlier, I now can present you the interview with the lovely author.

Just like every other Q&A where you are not in the same area I sent my questions via Facebook.

Da Constanze Wilken gerade ein wenig Zeit erübrigen konnte, hat sie freundlicherweise sehr schnell auf meine Anfrage reagiert und die Antworten kamen quasi über Nacht zu mir 🙂

Nun könnt ihr die Schriftstellerin und Wales-Liebhaberin ein wenig näher kennenlernen und entdecken, wen sie musikalisch empfehlen kann und welche Filme sie zum Entspannen anschaut…

It seemed to be the right time, so Constanze Wilken had some „free“ time left and answered my questions really quick and the answers came in „over night“ 🙂

Now you can take the chance and get to know the Wales-loving writer a little bit more and discover which kind of music/ singer she can recommend to listen to – and which movies she is watching to relax…

 

Information for my english readers: right now the interview is only available in german. If you are interested and a little bit patient – I will translate it into english in the next days 🙂

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Liebe Constanze,

vielen lieben Dank, dass du am Q&A teilnimmst. Gern kannst du ihn nach Veröffentlichung auch auf deine Autorenseiten übernehmen und meinen Blog verlinken. Ich hoffe, es macht dir nichts aus, dass ich in das „Du“ gewechselt bin – falls doch, kannst du es gern gedanklich in ein „Sie“ umwandeln 🙂

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1. Als du die Möglichkeit hattest, in Großbritannien zu studieren, hast du dich sofort in Wales verliebt – und hast fünf Jahre dort gelebt. Mir ging es bei meinem Wales-Aufenthalt ähnlich.        

Denkst du manchmal darüber nach, wieder ganz dorthin zu ziehen bzw. längerfristig dort zu leben?

Ich denke gern an meine Zeit in Wales und bin auch in diesem Jahr wieder dort. Ein kleines Cottage in Wales – das wäre wundervoll.

Wenn ja – wohin würde es dich am ehesten verschlagen, und aus welchem Grund gerade dorthin?

Mein Cottage sollte in der Nähe von Aberystwyth liegen, an den Klippen mit Blick auf das Meer. Aberystwyth hat alles, was man sich von einer Kleinstadt wünschen kann und die Universität mit einem tollen Mix internationaler Studenten. Es gibt das Arts Centre, auf das die Uni sehr stolz sein kann – mit Ausstellungen, Theater- und Musikveranstaltungen, Café und Restaurant. Und die National Library ist dort, für mich ein unverzichtbarer Quell für Recherchen.

Außerdem liegt Aberystwyth recht günstig in der Mitte von Wales. Man kann von dort Ausflüge in den Norden und den Süden unternehmen. Jede Region hat ihren Charme. Im kommenden Monat reise ich wie immer zuerst nach Aberystwyth, weil dort meine Freunde leben, und dann für eine neue Buchrecherche in den Norden – auf die zauberhafte Llyn Peninsula.

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2. Lesen, Schreiben und Touren durch Nationalparks zählen zu deinen Hobbies. Es zählt sozusagen die gelungene Mischung aus Kultur und Natur zu einem ausgeglichenen Leben.

Ist der Beruf der Schriftstellerin dein „Traumberuf“ oder hast du dich in früheren Jahren auch in einem anderen Umfeld gesehen?

Das Schreiben ist heute mein Traumberuf, keine Frage. Ich habe aber einen Umweg über die Kunstgeschichte und mein Studium dorthin genommen. Noch heute arbeite ich gern mit zeitgenössischen Künstlern und bin der Kunstwelt und dem Auktionswesen eng verbunden. Allerdings bleibt dafür neben dem Schreiben nur noch wenig Zeit.

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3. Bei den Recherchen zu „Der Duft der Wildrose“ hast du auch mit Rangern im Snowdonia-Nationalpark gesprochen und diese waren begeistert über dein Interesse und den zukünftigen Roman.

Hattest du schon seit längerem das Gefühl, einen Wales-Roman schreiben zu wollen – oder war es eher eine „spontane“ Idee?

Nach dem vierten Historienroman war es einfach an der Zeit für mich, wieder in die Gegenwart aufzutauchen und da mir Portmeirion als Schauplatz schon seit langem im Kopf herumspukte, begann ich mich intensiv damit zu beschäftigen. Die Geschichten entwickeln sich bei mir immer Stück für Stück. Oft ist es ein Ort oder eine historische Begebenheit oder etwas, das mir jemand erzählt hat – das dann Gestalt annimmt und nach mehr Raum ruft. Und Wales ist ein altes traditionsreiches Land voller Mythen und Legenden, mit pittoresken Dörfern und eben dieser grandiosen Natur – da muss ich nicht lange suchen, um auf neuen Romanstoff zu stoßen.

Die Idee zu „Sturm über dem Meer“ entstand beispielsweise während meines letzten Walesaufenthaltes. Da erzählte mir ein Freund, wir waren gerade am Strand von Borth unterwegs, von der Legende um ein versunkenes Königreich und versteinerten Baumstümpfen. Was daraus geworden ist – wird ab Dezember zu lesen sein.

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4. Gab es für dich als freiberufliche Autorin auch größere Hürden, die du überwinden musstest? War es für dich schwierig, eine geeignete Agentur zu finden, die dich vertritt? Worauf hast du dabei besonders geachtet?

Wenn man nicht gerade aus der Branche kommt und womöglich Lektor war, ist es schon ratsam, sich nach einer geeigneten Agentur umzusehen. Ich hatte Glück und bin seit Jahren sehr zufrieden mit meinem Agenten.

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5. Ich habe ja ebenfalls während meines Walesaufenthaltes festgestellt, dass die Menschen dort sehr freundlich und hilfsbereit sind. Es ist einfach angenehm, zum Beispiel in einer kleineren Stadt zu leben und sich dort zu integrieren.

Hast du nach deiner Rückkehr nach Deutschland auch manchmal Vergleiche gezogen zum Verhalten mancher Deutscher? (Mir ging es in der Anfangszeit so.)

Da ging es mir ganz genauso. Die Waliser sind unglaublich freundlich, höflich und offen. Ich fühlte mich sofort wohl dort, aufgenommen und vermisse diesen natürlich gastfreundlichen Umgang in Deutschland oft sehr. Vor allem bei Höflichkeit hapert es hier leider oft … ich sage nur Warteschlangen oder U-Bahn …

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6. Aus vorigen Interviews, die ich gelesen habe, weiss ich, dass du beim Schreiben der Wales-Romane meist Folksongs hörst. Herzlichen Dank an dieser Stelle für die Nennung von Cara Dillon – ich kannte sie bisher noch nicht und hab gleich gegoogelt. Sie hat wirklich eine wunderschöne Stimme.

Hast du während deines Aufenthaltes in Wales viele walisische Künstler gehört? In Pubs gibt es ja öfter mal live-Auftritte – auch spontane.

Gibt es einen Künstler, den du weiterempfehlen kannst?

Karan Casey (Irin) hat auch eine wundervolle Stimme und Steve Balsamo, der gerade mit Rosalie Deighton auf Tour ist. Steve Balsamo ist Waliser und einigen vielleicht als grandioser Musicalsänger aus Jesus Christ Superstar bekannt.

An all die tollen Musiker, die ich in den Pubs gehört habe, erinnere mich leider nicht – aber es war jedesmal ein unvergesslicher Abend wenn die Musiker ihre Instrumente zur Hand nahmen und den Pub mit melancholischen oder fröhlichen Klängen erfüllten.

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7. Ich finde ja die walisische Sprache sehr interessant, hatte aber nicht die Zeit, mich näher damit zu beschäftigen und am besten lernt man ja im sprachlichen Umfeld der Zielsprache. Sprichst du einige Worte Cymraeg?

Eher weniger … jedenfalls möchte ich das keinem Waliser zumuten. Ich kann einiges lesen, immerhin.

Wenn ja, welche Erfahrungen hast du beim Erlernen der Sprache gemacht?

Walisisch ist eine eigenständige Sprache, und ich war froh, dass mein Englisch für die Uni reichte. Aber wir als Deutsche haben es relativ leicht mit der Aussprache – weil Walisisch sehr guttural und voller Konsonanten ist.

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8. Dein zweiter Wales-Roman „Ein Sommer in Wales“ erscheint in wenigen Wochen.

Gibt es schon Pläne für Lesungen, Vorträge und ähnliches?

Wirst du eventuell bei der Leipziger Buchmesse nächstes Jahr vertreten sein? (dieses Jahr habe ich dich ja leider verpasst)

Ich bin in diesem Sommer viel auf Reisen, aber im September gibt es schon einen festen Termin – am 9.9. stelle ich gemeinsam mit meinem Bruder Alexander, der Jazzmusiker ist, „Ein Sommer in Wales“ im Dünenhus in St.Peter-Ording vor.

Leipzig ist immer schön – Stadt und Messe und ich denke, dass ich im nächsten Jahr wieder dort sein werde. Und hoffentlich sehen wir uns dann 🙂

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9. Da sich mein Blog nicht nur um Bücher dreht, noch eine Frage zu anderen Medien:

Hast du bestimmte Filme, Serien o.ä., die du regelmäßig verfolgst? Gibt es mediale Vorbilder, die dich während eventueller Tiefphasen wieder aufbauen?

Zum Entspannen finde ich die Poirot Verfilmungen mit David Suchet großartig, ebenso die Verfilmungen der Montalbano Krimis mit Luca Zingaretti und eigentlich alle BBC Literaturverfilmungen. Oh und natürlich Downton Abbey 🙂

Vielleicht noch ein Tipp: die englische Krimiserie „Hinterland“ (Y Gwyl), mit Richard Harrington als wortkarger Ermittler, spielt in und um Aberystwyth, sehr düster aber mit viel Lokalkolorit. Ich schaue sie schon deshalb gern, weil ich viele Schauplätze kenne.

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10. Dies ist der letzte Fragenkomplex. Bitte schreib das Erste auf, was dir einfällt. Danke 🙂

Sommer oder Winter? Sommer

Englisches Frühstück oder Kontinentales Frühstück? Kontinental

Beliebteste historische Figur Großbritanniens? Oscar Wilde

3 Orte (außer London) an denen du gern leben würdest: wenn es nicht nur in GB sein soll – Florenz, Montauk (Long Island), Cardigan Bay (Wales)

derzeitiges Lieblingslied? Karan Casey „you brought me up“

Ort, an dem ich mich zu Hause fühle: Wo Freunde und Familie sind

Ich kann am besten abschalten, wenn… Ich mit den Hunden am Strand spazieren gehe

Was ich bei einem Walesbesuch unbedingt sehen muss… Neben Aberystwyth – Aberaeron, Llyn Teifi (See), im Süden Laugharne und St. Bride’s Bay und immer wieder Snowdonia

Vielen Dank für das Interview, liebe Sindy! Diolch y fawr!

~ Ein Tag in Bath: Römer, Jane Austen und die Post… ~

Letzten Samstag war ich wieder einmal unterwegs – das ist das Beste, was man in während eines Auslandsaufenthalts machen kann: immer unterwegs sein und schöne Orte entdecken, besuchen und bestaunen…

Beautiful TreeDieses Mal führte mich mein Weg nach Bath, wo schon die Römer waren, wo Jane Austen kurze Zeit gelebt hat und wo es ein kleines aber feines Postmuseum gibt.

the romansLast saturday I was on the road – that’s the best thing to do if you are in another country: be on the road and discover beautiful places, explore them and marvel at them…

This time I was in Bath where the romans have been, where Jane Austen lived for a short period of time and where you can find a small but nice postal museum.

Als erstes besuchte ich natürlich die Abbey von Bath: ein wunderschönes Gebäude. Obwohl ich ja Kathedralen immer sehr anziehend finde.

Ich hatte auch Glück mit meiner gewählten Zeit, denn gerade als ich mit meiner Besichtigung fertig war, wurden die restlichen Besucher freundlich aus dem Kathedraleninnenraum „gescheucht“, da eine Hochzeit dort stattfinden sollte.

Leider habe ich die Braut nicht gesehen, aber dafür sahen einige der draußen wartenden Gäste sehr schick aus 🙂

The first thing I visited in Bath was the Abbey. A really wonderful place to be. I always seem to find abbeys and cathedrals really fascinating.

I was also really lucky with the time I chose for the visit. After I finished my tour around the abbey we were asked to leave the venue because there was going to be a wedding.

Although I didn’t see the bride, the waiting guests outside looked really chic.

Als nächstes lief ich durch einfach durch die Gegend und landete nach einem kurzen Aufenthalt am Royal Crescent schließlich im Jane Austen Center.

Royal CrescentThen I just strolled through Bath and after a short stop at the Royal Crescent I found myself in front of the Jane Austen Center.

Hier wurde ich von Mr. Darcy begrüßt und nach einer kurzen Einführung wurden die Gäste in die Ausstellung entlassen. Hier gab es viele interessante Fakten zu lesen und zu betrachten.

Was mir am besten gefiel: es gab richtig leckere Kekse, man konnte mit Feder und Tinte schreiben und sich in die Gewänder früherer Zeit kleiden und fotografieren lassen.

Begleitet wurde die Ausstellung von den jeweiligen Charakteren aus Jane Austen’s Büchern. So wurde ich im Shop von Emma Woodhouse bedient und auch Marianne Dashwood lief mir über den Weg.

At the Center I was welcomed by Mr. Darcy himself and after a short introduction in the life and times of Jane Austen the guests were escorted to the exhibition. Here you could find many interesting facts to read and see.

What I liked best: they had really good cookies, you could write with real pens and ink and you could dress yourself in garments of the lost times and have your picture taken.

The exhibition was accomodated by characters from the books of the famous writer. At the shop I was served by Emma Woodhouse and I also saw Marianne Dashwood running around.

Danach machte ich einen kurzen Abstecher ins Postmuseum, welches ebenfalls interessante Dinge zu bestaunen hatte. Allerdings ist es kleiner als vermutet, aber trotzdem sehenswert.

After this I did a short stop at the postal museum. There you can also see interesting things although the museum is not that big, but worth a visit.

Danach machte ich mich auf den Weg zu den römischen Bädern. Früher am Tag hatte sich dort eine etwas längere Warteschlange befunden, weshalb ich meinen Besuch dort auf später verschoben hatte.

Nun war die Zeit günstiger und ich kam gut in das Gebäude hinein, bekam meinen Audioguide und los gings.

Da ich doch zeitlich etwas später dran war, konnte ich mich nicht überall so lange aufhalten, wie ich es gern gemacht hätte, aber dennoch war dieser Besuch sehr interessant.

After this I went to the Roman Bath. Earlier in the day there was a really long queue so I decided to visit the Bath later in the day.

Now the timing was better and I get in really quick. I got my audioguide and started my tour.

I couldn’t enjoy it as much as I would have because of the time. I would have loved to stay there longer but enjoyed it for the time being there.

An alle, die noch nicht in Bath waren: es lohnt sich.

Eine kleine niedliche Stadt mit schönen Orten, die besonders an einem sonnigen Tag zu empfehlen sind.

For everyone who hasn’t been to Bath: it’s worth a try.

A small town with beautiful places which are really nice to discover on a sunny day.

Möwe

 

~ Q & A: Helen Grant ~

Es ist mal wieder soweit: Zeit für ein neues und ganz aktuelles Q & A.

Diesmal an Bord: die Autorin Helen Grant, über deren Buch „Wish me Dead“ ich bereits vor einiger Zeit geschrieben habe.

Wish me dead cover
Mit freundlicher Genehmigung der Autorin

Die Artikel dazu findet ihr hier, hier und hier.

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Nun hat sich die sympathische Schriftstellerin die Zeit genommen und mir ein paar Fragen beantwortet. Natürlich geht es darin wie immer um Bücher, aber auch um die Social-Media-Plattformen facebook und twitter, auf denen Helen Grant auch vertreten ist.

 

Doch bevor es zum Interview geht, hier noch eine kurze Vorstellung der Autorin:

Foto
Mit freundlicher Genehmigung der Autorin

Helen Grant wurde 1964 in London geboren, hat in Oxford studiert und anschließend als Marketingmanagerin gearbeitet. Die Autorin, die mit einem Schotten verheiratet ist und seit 2011 in Schottland lebt, wohnte auch einige Zeit in Deutschland: 2001 erklärte sie Bad Münstereifel zu ihrer Heimat.

Wer sich dafür interessiert, was die Autorin sonst noch so macht, kann sich auf ihrem Blog umschauen. Dort finden sich interessante Artikel, die immer einen zweiten Blick wert sind.

 

Zu ihren Büchern gehören:

„The Vanishing of Katharina Linden“ (deutsch: „Die Mädchen des Todes“)

„The Glass demon“ (deutsch: „Blutige Scherben“)

„Wish me dead“ (noch kein deutscher Titel vorhanden)

„Silent Saturday“ (noch kein deutscher Titel vorhanden)

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Nach diesem kurzen Einstieg gehts nun auf zum Interview:

In your book „Wish me Dead“ you mixed signs of mystery and friendship with the question of wishful thinking, betrayal and murder.       

What was your idea behind setting it to a german town and to give the characters typical german names? I know you lived in Bad Münstereifel for a time, did that affect your choices?

When I first started writing – well, writing with the aim of being published one day – we were living in Bad Münstereifel in Germany. I found the town incredibly inspiring. It is very beautiful in an old-fashioned German way, with half-timbered houses and cobbled streets. It also has a very colourful history, with war and plague! And it has a wealth of interesting local folk legends. So I set my first book, The Vanishing of Katharina Linden, right there in the town. When I came to write my second book (The Glass Demon) I stuck to the same part of Germany, although I changed some of the place names in that book because I wanted to set most of the action in a castle. Many small castles in Germany are still in private hands and I didn’t want anyone to think I had used „their“ castle and perhaps be offended. So I created fictional places for that book, although the fictional town of Baumgarten is stated to be near Bad Münstereifel. Wish Me Dead is actually the last of my books to be set in Germany, because in 2011 we moved to Flanders and I set the next book (Silent Saturday) there. Wish Me Dead was inspired by the witch trials that took place in the Eifel in the 17th century. I also wanted to tell my readers a little about what had happened to the town after the events of The Vanishing of Katharina Linden, and in particular to some of the people who lived there, such as the venomous town gossip, Frau Kessel!

 The other factor in choosing to set three books in Germany was that it was my „home“ environment when I was writing them. We’d been away from Britain for years and I was out of touch with life there. I couldn’t have told you the price of a litre of milk or a newspaper in Britain!

What is your favorite time for writing and why?

I have two children so I have to work during school hours! I try to start work around 9am and I have to finish around 3.45pm when they get home. They are both teenagers now so they don’t need me fussing over them every moment, but I find it difficult to concentrate when anyone else is in the house.

Buch
Mit freundlicher Genehmigung der Autorin

With you being a writer – in terms of reading: are you mor of a „real book“ reader who enjoys the feel of an actual book in ones hands or are you more of an „E-Book“-reader who enjoys the possibility of having lots of books in a small space together? Why?

I am a „real book“ reader because I love to read in the bath!! I don’t think an eReader would survive falling into hot water! Apart from that, I don’t have any particular prejudice against eBooks.

I think when my family have grown up and moved out, and my husband and I move into a smaller home, I will probably replace many of my paper books with eBooks to save space. The exception, however, is my collection of antiquarian books. You can read some of those online but it really isn’t the same! They are lovely antiques.

You are on twitter and facebook. Are you really a „social media „fan““ or mostly doing it for reasons of promotion? Which one do you prefer – twitter or facebook – and why?

I went onto Facebook some years ago because my then publisher (Penguin) suggested it. I have a Facebook books page as well as my own private account. The trouble is, social media is addictive and you end up spending more time than you should on it! So I probably would have stopped there, but then my publisher suggested Twitter, so eventually I went on that too. Same story! It would be far too easy to spend the whole day on social media!

I did start social media for reasons of promotion, but it is much more than that. If you follow someone on Twitter and all they ever do is post links to their book on Amazon, it gets very tedious and dreary, and you end up unfollowing. I post about all sorts of things – interesting old buildings I have visited, books I have bought, the foreign locations of my books and so on.

If I had to choose between Facebook and Twitter, I would probably choose Twitter. It can be a challenge saying what you want to say within 140 characters, but that is also rather fun. Also there isn’t the commitment of friending people – you can follow whom you like – so you make contact with a very wide range of people. Also there are some great initiatives like #ukyachat, where anyone interested in YA (young adult) fiction from the UK can join in and ask questions.

You were born in London, now live near Brussels. In a former blog entry I interviewed the german author Frank Rüdiger about his love for the british capital.

Do you miss living in London sometimes? What is the best place for you in the city?

We lived in Brussels until 2011, but then we moved again, to Perthshire in Scotland! My husband is Scottish but I am English, so in a sense I am still „abroad“! I love living in Scotland; the area where we live has some really beautiful countryside and some very interesting old buildings, including the Library of Innpeffray, Scotland’s oldest lending library, which has four hundred year old books that you are allowed to take out of the case and read!

However, I still miss some of the places I lived in the past: Bad Münstereifel, Brussels, and of course London. I don’t get to go to London very often because it is over 400 miles from where I now live, but I always enjoy visiting. My favourite places are probably the museums. A couple of years ago I took my kids to see the Natural History Museum in South Kensington and I think I enjoyed it as least as much as they did, possibly more! I remember going there many times when I was a child.

Quick-Ask-Round:

(Please fill in the first thing that comes to mind, thank you)

Favorite Season? Spring. It has such a hopeful feeling about it!

Book to the movie or the movie itself? It depends on the book/movie, but mostly book!

Favorite Author? I can’t choose one – impossible! But I am a great fan of the English ghost story writer Montague Rhodes James.

Best moment in 2014 so far? Standing on top of a hill in the dark looking for the Northern Lights (we didn’t see them) and singing silly songs with my teenage daughter!

Biggest wish for 2014? To earn enough money to get by…and maybe have a holiday.

Which book do you want to become a movie? Any book? Or book of mine? If you mean book of mine, I think The Glass Demon would make a cracking movie, and so would Silent Saturday.

 Do you have a place (anywhere) where you would want to live/ work one day? Like a „dream place“? Well, we only lived in Flanders for three years and I feel I had hardly begun to explore it when we moved to Scotland. So I would like to go back and spend another year there, maybe in the city of Ghent, which I love. My next book, The Demons of Ghent, is set there. That’s coming out in June 2014.

I would also like to live by the sea. I’ve always fancied that. I have fulfilled many of my ambitions (to write a book, to travel the world, to have kids) but I have never lived by the sea. If I could choose, I would have a house that looked straight out at the sea. I’d go swimming every day!

What do you look most for in a book to impress you? Excitement, thrills – I like modern crime novels but I also like the classic Gothic horror novels and Victorian novels with big moral dilemmas in them. I also look for good writing, which is hard to define, except to say that I like to see more than the bare bones of the action. I like writing with colour; I like the setting to spring to life.

 

At this point: Thank you very much, Helen Grant, for taking part in my Q & A 🙂

 

Auf ihrer Autorenhomepage findet sich ebenfalls ein Q & A – für diejenigen, die mehr über die Autorin erfahren möchten.

„The Demons of Ghent“, ihr neuestes Buch – und zweiter Teil der Forbidden Spaces-Trilogie („Silent Saturday“ ist Teil 1) – erscheint im Juni.

Mit freundlicher Genehmigung der Autorin
Mit freundlicher Genehmigung der Autorin