Gill Paul: „Women and Children First“

Wir wissen: Die Titanic ist gesunken.

Am 15. April 1912.

Viele Menschen fanden den Tod – so u.a. auch Isidor und Ida Straus.

Aber es gab auch 706 Menschen, die das Unglück überlebten.

We know: The Titanic sank.

Date: April 15th, 1912.

Many people drowned or found their death elsewhere – f.e. Isidor and Ida Straus.

But there were also 706 people who survived these tragic moments.

In „Women and Children first“ erzählt die Autorin Gill Paul uns die Geschichten von vier fiktiven Personen, die den Untergang der Titanic überlebt haben:

* der junge Schiffssteward Reg, der es auch nach seiner Rettung nicht leicht hat…

* die Irin Annie, die mit ihren Kindern auf dem Schiff war und ihrem Mann nach New York folgte und mit einem großen Verlust leben muss…

* eine junge britische Lady namens Juliet, die zur Zeit der Überfahrt schwanger und unverheiratet ist und deren Ruf auf dem Spiel steht…

* George, ein amerikanischer Millionär, den seine Dämonen auch später noch heimsuchen…

In „Woman and Children first“ author Gill Paul tells us the stories of four fictional characters who survived the sinking of the Titanic:

* young steward Reg, who has to cope with a lot of things after being saved…

* Irish woman Annie, who is on the Titanic to follow her husband to New York and begin a new life and who has to live with a great loss…

* a young british lady named Juliet, who is pregnant and unmarried when crossing the ocean with her mother and has to keep her reputation…

* George, an american millionaire, who is haunted by the events long time after the sinking and his survival…

Doch wie lebt man nach so einem schockierenden Erlebnis weiter?

Wie schafft man es, nicht ständig an die Verlorenen zu denken, an die, die einem Freund oder sogar Familie waren?

But how do you live after such a shocking event?

How do you get through your days without always thinking about the dead, those who you called friend or even family?

Genau das ist die Frage, die Gill Paul zu diesem Buch motiviert hat.

Ihre Charaktere sind so menschlich und sympathisch in all ihrem Denken und Handeln (mit Ausnahme) und so ist man von diesem Buch gefesselt und kann es kaum aus den Händen legen.

Exactly this is the question that motivated Gill Paul to write this novel.

Her characters are so wonderful and humanly written and so likeable in their thinking and their actions (with exception) and this is why you are captivated by this book and only could put it aside with the plan in mind to read on later.

Am Ende von „Women and Children first“ finden sich noch einige Fakten zur Titanic und ihrem Schicksal.

Für Interessierte, die sich mit den Toten und Überlebenden des Schiffes beschäftigen möchten – die Charaktere von Gill Paul basieren alle auf realen Personen – gibt es diese informative Website.

The book ends with some facts on the Titanic and her fate.

For all of you who are interested in the dead and the survivors of the sinking – the characters of Gill Paul are all based on some real life people – there is this very informative website to have a look at.

~ 2018 – Los gehts… / 2018 – here we come… ~

Ich verliere mich zu Beginn dieses Jahres nicht in Leserückblicken und -vorsätzen, sondern beginne das Jahr 2018 gleich mit zwei Büchern, die mich sehr bewegt und fasziniert haben.

Das eine ist ein englischer Roman und das andere ein Buch über Wölfe.

Das eine ist eine Liebesbotschaft an das Tier und das andere eine wundervolle Huldigung und Erinnerung an verlorene Leben.

Beides waren übrigens Zufallsentdeckungen – eine im lokalen Buchhandel und eine auf Amazon.

So for the beginning of 2018 I am not following those who do reviews about their reading year 2017 or those who are making plans and predictions about the future of their reading in 2018. 

I am starting 2018 with telling you about two books which really moved me and inspired me.

One is an english novel and one is a book about wolves.

One is a love note for an animal and the other a wonderful remembrance to those who lost their lives over a hundred years ago in the cold sea.

Both of them were bought in a serendipity – one from the local bookshop and one through the sites of Amazon.

~~~

„Life is fragile – it is no more than a petal of cherry blossom: thriving and in full bloom one minute and blown to the ground by a sudden gust of wind the next. We shouldn’t take our life for granted, and we should do whatever we can to make ourselves happy.“

(The girl who came home, page 208)

„The Girl who came home“ von Hazel Gaynor erzählt die fiktiven Geschichten von Maggie und Grace. Maggie war einst Passagierin auf der R.M.S. Titanic auf deren Jungfernfahrt nach Amerika. Das Ende dieser Fahrt ist uns allen bekannt. Die Erlebnisse ließen sie ein Leben lang nicht wieder los.

Grace liebt ihre Familie und ist geschockt, als ihr Vater plötzlich stirbt. Pflichtbewusst verlässt sie die Universität und kümmert sich um ihre trauernde Mutter, die auch gesundheitliche Probleme hat.

„The Girl who came home“ orientiert sich fiktiv an den wahren Begebenheiten – nimmt die Erlebnisse Überlebender und Verlorener u.a. der Addergoole 14 in sich auf – drei von ihnen überlebten das Unglück – und erzählt in emotionaler Sprache die bekannte Geschichte wundervoll neu.

„The girl who came home“ by Hazel Gaynor is telling the story of Maggie and Grace. Maggie was one of the passengers of R.M.S. Titanic on their first way to America. We all know the end to that story. What Maggie lived through never left her memories.

Grace is loving her family and is shocked when her father suddenly died. Since she is too caring, she can’t leave her mourning mother and helps her – despite that meaning that she has to skip university.

„The Girl who came home“ is reliving the stories of the Addergoole 14, three of them were saved – and tells in an emotional way a story of love, friendship, loss, hope and new beginnings.

~~~

„Die Weisheit der Wölfe“ – schon alleine der Titel sprach mich gleich an. Und  nach einem kurzen aber intensiven Blick in das Buch war ich mir sicher, dass dieses das Richtige für mich ist. Gespickt mit wundervollen Zitaten, farbigen Fotos und Schwarz-Weiß-Aufnahmen sowie persönlichen Anekdoten der Autorin Elli H. Radinger ist dies ein Buch für alle, die sich dem Wolf (in sich) nähern wollen.

Mehr gibt es zu diesem Buch nicht zu sagen, außer, dass alleine die ersten Seiten schon das Lesen Wert sind.

„The wisdom of wolves“ – this german book caught my attention in the glimpse. And after spending some moments of reading and getting the „inside look“ I was sure that this is the right book for me. Inside you will find wonderful quotes, colorful pictures and those in black and white and personal stories of the author Elli H. Radinger.

This book is definitely one for all of us who want to meet their inner wolf.

Diskussion mit Fachleuten und solchen, die es sein wollen…

Im Allgemeinen schreibe ich hier weniger über politische Sendungen und Diskussionen, allerdings habe ich gestern „Hart aber Fair“ in der ARD gesehen – und diesmal möchte ich meine Ansichten dazu mitteilen…

Das Thema der Sendung lautete: „Hitler als Witzfigur – worüber darf Deutschland lachen?“

Als Gäste geladen waren:

* Rudolf Dreßler (SPD) => ehemal. dt. Botschafter in Israel

* Hellmuth Karasek => Autor/ Journalist

* Oliver Pocher => Moderator, parodierte Hitler in seinem Programm auf der Bühne

* Erika Steinbach (CDU)

* Leo Fischer, Chef des Magazins Titanic

Wen die geführte Diskussion interessiert, hier die Website dazu und hier der Link zur ARD-Mediathek.

 

Bei einigen Gästen kann man definitiv geteilter Meinung sein – auch hinsichtlich der Meinung, die sie vertreten. Dennoch herrscht Meinungsfreiheit und unterschiedliche Positionen dürfen dargestellt werden.

Dennoch sind manche Ansichten etwas befremdlich. So meiner Meinung nach auch das Buch („Er ist wieder da„, Satire), über welches gesprochen wurde.

****

Ich persönlich habe dieses Buch nicht gelesen und werde es auch nicht lesen.

Bei einer Parodie von Charlie Chaplin („Der große Diktator“) hat man lachen können. Man merkte deutlich, dass er diesen Charakter aufs Korn nimmt und sich über ihn lustig macht.

Allerdings hat er später auch gesagt: „Hätte ich etwas von den Schrecken in den deutschen Konzentrationslagern gewusst, ich hätte `Der große Diktator`nicht zu Stande bringen können, hätte mich über den mörderischen Wahnsinn der Nazis nicht lustig machen können.“

***

Generell fand ich es erschreckend, als die Einspieler kamen und Jugendliche gezeigt wurden, die mit Begriffen wie „Dachau“ nichts anfangen können. Durch diese Sendung hat sich wieder einmal gezeigt, dass der Geschichtsunterricht in unseren Schulen nicht sehr ausgeprägt und gut durchgeführt sein kann, wenn auch jüngere Jugendliche nicht mehr wissen, dass Deutschland einmal geteilt war und auch die „Mitarbeiter“ Hitlers – wie Himmler, Göring, Goebbels oder Hess, nicht mehr gekannt werden. Schließlich hatte ja auch ein Propagandaminister wie Goebbels einen großen Anteil an der damaligen Situation.

Wenn ich an meinen damaligen Geschichtsunterricht denke, ist es für mich eigentlich keine große Überraschung, dass er heute nicht viel besser zu sein scheint. Jahreszahlen haben zu meiner Zeit (und soooo lange ist das nicht her) immer eine größere Rolle gespielt als der Gesamtzusammenhang. Man paukte – und behielt nicht viel von den Zusammenhängen im Kopf, da zu viel verlangt wurde – und heute ist es noch schlimmer!

***

Wenn Menschen wie Oliver Pocher die Ansicht vertreten, dass sie ja nicht Schuld hätten, dass ihre Generation ja nichts dafür könne, was damals passierte, dann kann ich auch nur mit dem Kopf schütteln (obwohl ich vom Alter her dazugehöre).

Sicher, heute sind andere Zeiten als damals – aber Menschen, die so denken, sind auch diejenigen, die das Vergessen bestärken – und solche Taten dürfen nicht vergessen werden.

Natürlich gab es auch im Laufe der Geschichte immer wieder absolutistische Herrscher, die ihre Untertanen in Kriege schickten und sich nicht um sie und ihr Leben scherten, sondern nur ihrem eigenen Machtgewinn hinterherrannten. Aber Herrscher wie Heinrich VIII und ähnliche aus vergangenen Jahrhunderten sind eben (genau wie ihre Taten) auch schon Jahrhunderte tot und es wird anders auf ihre Hinterlassenschaften reagiert.

Und sicher gibt es auch heute Regierungen, die nicht unbedingt für das Wohl ihrer Landesbewohner arbeiten.

Aber man darf nicht vergessen, dass Hitler ein ganz besonderes Kaliber war – ein Mensch ohne Skrupel, der innerhalb kürzester Zeit eine schwächelnde Weimarer Republik „übernahm“ und dem sich keiner in den Weg stellte.

Der Themenabend mit dem Spielfilm „Nacht über Berlin“ und der anschließenden Doku sollte einen guten Einblick gewährt haben.

***

Abschließend folgendes:

Wenn Satire oder Humor als solches erkennbar ist (wie z.B. bei Charlie Chaplin), dann finde ich es in angemessenen Dosen vertretbar.

Dieses Satirebuch mit Hitler in der jetzigen Zeit ist meiner Ansicht nach wenig vertretbar – da auch falsche Ansichten übermittelt werden können, die zwar nicht beabsichtigt waren, aber dennoch Schaden anrichten können!

Menschen, die mit Hitler-Konterfeis als Zeitschriften-Aufhänger Geld verdienen und nur auf Auflagenerhöhung spekulieren, denken eine Spur zu wenig über die Hintergründe nach.

Wenn die Heranwachsenden nicht angemessen für das Thema des Nationalsozialismus sensibilisiert werden (Filme/ Bücher/ Gespräche/ Exkursionen zu Konzentrationslagern etc.) dann kann auch nicht erwartet werden, dass diese Menschen aus der Vergangenheit lernen.

Nur Jahreszahlen lernen bringt am Ende nichts für das Gesamtbild.

Wir müssen unsere jüngere Gesellschaft sensibilisieren – sonst wiederholt sich Geschichte – und das ist auf keinen Fall wünschenswert!