~ Verena Reinhardt: „Der Hummelreiter Friedrich Löwenmaul“ ~

Note to my english-speaking readers:

Due to the time fact and the fact, that this book is only available in german language – I will skip the english version this time. If you are interested in the english version – please contact me.

Thank you for your understanding.

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Mit sogenannten Kinderbüchern ist es immer so eine Sache: es gibt einige, die sind wirklich meistens nur für die jüngeren Leser geeignet und interessieren oder faszinieren die ältere Leserschaft weniger bis gar nicht. Dann kann man aber – meistens zufällig – über Exemplare stolpern, die durchaus interessant, amüsant und lesenswert sind.

So geschehen bei mir mit „Der Hummelreiter Friedrich Löwenmaul“ von Verena Reinhardt.

Dieses Buch fand meine Aufmerksamkeit auf der Leipziger Buchmesse, während ich dort durch die Kinder- und Fantasy-Buchhandlungen stöberte. Alleine das Cover faszinierte mich und die Geschichte klang interessant genug, um einen Blick ins Buch zu werfen und die Geschichte näher zu betrachten. Ein weiterer Anstoß war die Tatsache, dass das Buch für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2017 nominiert war.

Und so tauchte ich ein in die Welt und Erlebnisse von Friedrich Löwenmaul:

„Friedrich Löwenmaul stammte aus einer langen, ruhmreichen Ahnenreihe von Hummelreitern. Er selbst war leider das schwarze Schaf der Familie. Er konnte keine Hummel reiten. Er konnte sie nicht einmal leiden. Als eines Abends eine dicke Hummel mit lautem Brummen auf seinem Balkon landete und seine Balkonblumen auszusaugen begann, erschreckte sich Friedrich deshalb ziemlich. […] Das Tier war ein gutes Stück größer als er selbst und hatte überhaupt keine Angst vor ihm. […] Und dann hob die Hummel den Kopf und sagte mit einer tiefen Stimme: ‚Bist du immer so unhöflich, wenn du Besuch hast?'“

(Der Hummelreiter, Seite 9/10)

So macht Friedrich Bekanntschaft mit Hieronymus Brumsel, einem Hummeldrohn, der ihn mit einiger Überzeugungskraft kurzerhand in ein anderes Land entführt. Brumsel fliegt mit Friedrich nach Skarnland, wo im südlichen Teil des Landes – Südwärts genannt – die Königin Ophrys regiert und Brumsel der Geheimdienstchef ist.

In Südwärts angekommen, wird Friedrich der Königin vorgeführt und ist von ihr schlichtweg begeistert: das Aussehen, die Haare, die Stimme, die Lieblichkeit… Auch erfährt er den Grund, wieso er nach Skarnland verschleppt wurde: die Königin wittert die Gefahr eines Krieges mit dem nördlichen Teil des Landes und braucht Brumsel und einen Hummelreiter mit großem Namen als Erkundungstrupp ins Nachbarland.

Natürlich gestaltet sich die Erkundungsreise als nicht ganz so ungefährlich wie Friedrich erhofft hatte:

„Die Spinne lief um ihn herum und nun konnte Friedrich sie sehen. Und wenn er sich bisher eingeredet hatte, sein Tag könne nicht mehr schlimmer werden, musste er jetzt zugeben:

Damit hatte er Unrecht gehabt.

Sie war riesig. Ihr Körper war größer als Friedrich und dazu kamen noch acht lange, haarige Beine. Mit vier Augen vorne am Kopf beäugte sie ihren Fang neugierig; zwei weitere kleine Augen oben auf dem Kopf schienen nach oben zu schauen.“

(Der Hummelreiter, Seite 38/39)

Auf ihrer Reise begegnen sie den unterschiedlichsten Kreaturen, manche sympathischer als andere und beobachten genau, wie die „Kriegsvorbereitungen“ des Nachbarlandes aussehen und was von diesen zu halten ist. Und so langsam verdichten sich die Hinweise, dass in Skarnland alles etwas anders ist, als es zu sein scheint…

„Und jetzt konnte Friedrich es auch hören. Ein leichtes Trumm, Trumm, Trumm, und es wurde immer stärker, je breiter die Masse vorbeifloss. Friedrich begann es zu grausen. Er verstand zwar nicht genau, warum, aber das hier war nicht so, wie es sein sollte, und es war furchteinflößend.“

(Der Hummelreiter, Seite 236)

So wird dem unfreiwilligen Hummelreiter und seinem Hummelbegleiter Brumsel bald klar, dass sie hinters Licht geführt worden sind und der nördliche Teil eigentlich gar keine Kriegspläne verfolgt… Und wie es in allen politischen Zwistigkeiten so ist, steckt viel zwischen den Zeilen und hat mit dem übergroßen Ego und Machttrieb der Herrschenden zu tun… Und so werden Einheiten gebildet, um die Macht zu sichern und eventuelle „Gefahren“ zu eliminieren… Diese Erfahrung muss auch Friedrich Löwenmaul machen, der eigentlich nur durch Zufall in diesen Schlamassel geraten ist:

Aber nichts ist nur negativ: auf der Reise und ihrer Flucht lernt Friedrich noch einiges über die Bewohner von Nordwärts und die Geschichte des Landes kennen. Das beinhaltet auch die Sage von Gryndhild der Großen, die in ihren früheren Tagen das Land rettete und seitdem Heldenstatus hat.

***

Wie sehen die wahren Pläne von Ophrys aus?

Wird es zum Krieg zwischen Nordwärts und Südwärts kommen?

Was haben singende Eulen mit den Plänen von Friedrich und Brumsel zu tun?

Welche Rolle spielt Gryndhild in dem ganzen Szenario?

***

Das alles erfahrt ihr, wenn ihr Friedrich Löwenmaul und Hieronymus Brumsel auf ihrem Weg begleitet und einen tieferen Blick in „Der Hummelreiter Friedrich Löwenmaul“ werft.

Definitiv zu empfehlen!

Über booksandmore81

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